Kann ich so überhaupt weiterkommen?

Stiene

Stiene

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Hallo zusammen...

Wie ich im Vorstellungs-Thread schon schrieb, habe ich einige Jahre Keyboard gespielt. Schon als Kind hatte ich diverse Tasteninstrumente, habe auch früh Noten gelernt (allerdings nur Blockflöte nach Noten gespielt), aber immer nur aus dem Gehör gespielt. Irgendwann wollte ich dann halt richtig Keyboard lernen und habe ein paar Jahre Unterricht genommen. Irgendwann kannte ich dann mehr oder weniger alle Akkorde, die ich mit der linken Hand griff und die rechte Hand, die Melodie, ging auch ganz gut, teilweise auch zweistimmig, wenn es nicht zu schwer war.

Mein damaliger Unterricht sah so aus, daß ich halt Stücke vorgesetzt bekommen habe, die ich lernen musste. Es wurde auf den richtigen Fingersatz geachtet (wo ich oft Schwierigkeiten hatte) und zwischendurch musste ich auch Theorie machen, z.b. die Noten bezeichnen oder ein ein Musikstück eine Oktave höher aufschreiben z.B.. Auch die C- und G-Tonleiter habe ich üben müssen.

Dann hatte ich eine ziemlich lange Pause, ca. 10 Jahre, in denen unsere Kinder geboren wurden. Nun wird es langsam ruhiger bei uns und ich kramte mein Keyboard wieder hervor. Da das reine Keyboard-Spielen auf Dauer einfach langweilig war und ich früher schon immer gern auch klassische Stücke spielte, zudem Klavierspielen schon immer einer meiner größten Wünsche war, beschloss ich, Klavierstunden zu nehmen.

In der damaligen Schule bestand keine Möglichkeit mehr. Darum ging ich zu einem KL der ein Musikgeschäft besitzt. Das Spielen dort macht mir viel Spaß, auch wenn ich leider dort auf einem Keyboard spielen muss. Ich dachte, so für den Anfang, um erst mal überhaupt das Spielen mit der linken Hand zu erlernen, ginge es, aber ich merke immer mehr, daß mir das nicht so richtig reicht. Zudem läuft der Unterricht jetzt so ab, daß ich jede Woche ein Lied vorgesetzt bekomme (oder zwei, von denen ich mir eines aussuchen kann), der KL spielt es einmal vor und dann bin ich an der Reihe. Meistens schreibe ich mir zu Hause erst einmal die Noten mit Bleistift drüber, weil ich einfach noch solche Schwierigkeiten habe, auf einen Blick zu erkennen, was jetzt ein f ist, oder ein h (nur als Beispiel). Dann übe ich, in der nächsten Woche klappt es dann einigermaßen gut und dann kommt das nächste Stück auf den Tisch.

Ich habe das Gefühl, ich komme dadurch aber gar nicht richtig weiter.. oder bin ich einfach zu ungeduldig? Müsste ich nicht auch mal Tonleitern üben? Oder daß darauf geachtet wird, wie ich die Finger setze?

Ich spiele momentan aus dem Buch PianoPiano2 (leicht arrangiert), z.B. das "O mio babbino caro" klappt super und klingt auch schon recht hübsch. Aber wenn ich mir dann im Laden manche Bücher anschaue, dann frage ich mich, wie ich mal in der Lage sein soll, sowas spielen zu können :shock:

Ich weiß nicht, ob ich mit dieser Art von Unterricht mal richtig toll Klavierspielen kann...

Sorry für den vielen Text, aber mich beschäftigt das momentan einfach ziemlich...

Danke für's Lesen!


LG, Nicola
 
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fisherman

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Hallo Stiene, habe ich das richtig verstanden? Du spielst auch zuhause auf einem Keyboard? Falls ja - damit lernt man nie richtig Klavier spielen. Keyboard ist Keyboard und Klavier ist Klavier. Das sind zwei definitiv unterschiedliche Instrumente! Sorry.

Falls zuhause Digi/Klavier: Dann kannst Du den Unterricht auf Keyboard auch vergessen, zumal die "Didaktik" auch recht fragwürdig erscheint.
 
Klavirus

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Hallo, Stine,

das, was Du da machst, ist eigentlich kein Unterricht! Das Geld kannst Du sparen- z.B. für ein Klavier.

Wenn der "Lehrer" sich bloß die Stücke anhört, Dir ein neues gibt, dann ist er keiner, das, was Du beschreibst, kannst Du auch autodidaktisch machen.

Ein Bild davon, wie Unterricht aussieht, kannst Du Dir machen, wenn Du Dich ein wenig durch das Forum liest.

Ich würde den Lehrer an die Wand nageln, mir ein Klavier anschaffen- oder wenigstens ein ordentliches E-Piano und nach richtigem Klavierlehrer(in) suchen.

Viel Freude weiterhin, auf dass Du bald richtig Klavier lernen kannst,

Klavirus
 
K

kama

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Hallo,

so ähnlich bzw. noch schlimmer als bei dir lief der Unterricht meiner Tochter ab. Sie hatte in den letzten Jahren keine Theorie, nie Tonleitern geübt und noch nicht einmal Stücke eine Oktave höher aufgeschrieben :p.
Immer nur: ein "Stück" wurde in der Stunde gezeigt, durchgespielt und bis zum nächsten Mal flüssig gelernt.
Auch meine Tochter war meiner Meinung, dass sie sich das auch autodidaktisch aneignen könne und den Lehrer dazu eigentlich gar nicht benötige.

Seit wir ein Klavier haben und sie richtig professionellen Unterricht, merke auch ich als Laie den gewaltigen Unterschied (ich bin während der Unterrichtsstunde anwesend). Und: meiner Tochter macht es jetzt viel mehr Spaß!

Meiner Meinung nach ist dein Unterricht "für die Katz". Schade um Zeit und Geld.
 
Stiene

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Ja, ich denke auch mittlerweile, daß ich dort meine Zeit und mein Geld vergeude. Möglich, daß diese Art von Unterricht etwas für jemanden ist, der gern ein wenig "klimpern" möchte und wenig Anspruch hat.

Ich hingegen möchte Klavier spielen lernen. Und zwar richtig und von der Pike auf. Ich bin zwar ein recht ungeduldiger Mensch und habe auch gern schnell gute Ergebnisse, aber die Kunst des Klavierspielens ist auch einfach nicht in ein paar Monaten erlernt.

Die Anschaffung eines Dig.Pianos ist geplant. Nun muss ich schauen, wo ich den richtigen Lehrer finde. Das scheint mir das schwierigste zu sein. Wir haben hier in der Umgebung viele "private" Lehrer. Ich zahle momentan 7,- Euro pro Stunde (kein Einzelunterricht, sondern mit noch einer weiteren Schülerin). Eine Freundin nimmt Einzelunterricht bei einer priv. KL und zahlt für eine Dreiviertelstunde 15 Euro.

Dann haben wir noch eine Musikschule am Ort. Vielleicht wäre dort noch der geeigneteste Ort...:|
 
M

matzelo94

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Meistens schreibe ich mir zu Hause erst einmal die Noten mit Bleistift drüber, weil ich einfach noch solche Schwierigkeiten habe, auf einen Blick zu erkennen, was jetzt ein f ist, oder ein h

Das gleiche Problem habe ich zur Zeit mit den Bassschlüssel, aber mir kam da wieder eine geile Übung, die ich damals als ich 5 war in Keyboardunterricht mit den Violinschlüssel gelernt hab:D.

Du schreibst immer ganze Noten von C das unterhalb der untersten Linie liegt bis zum A welches über der obersten Zeile liegt. Und zwar nicht einfach auf ein Blatt sondern jede "Note" einzeln auf ein kleines Notizblatt, wenn Du das hast, schreibst Du auf nochmal Notizblätter jeweils den Notennamen von C bis A bis Du eben jede Note einmal aufgeschrieben hast.

Und jetzt lernst Du wie ein kleines Kind die Noten auswendig was aber kein großer Aufwand ist, dein Mann oder auch dein Kind kann dir die Noten durch einander hin legen und Du legst dann die Buchstaben unten drunter und dann wirds korrigiert und für jeden Fehler eine Runde mehr und das so ca. 10-20 mal am Tag, dann hast Du das ganze innerhalb wenigen Tagen drinnen;).

Ansonsten kann ich Dir nur ein E-Piano empfehlen, ist nicht wirklich recht teuer, man muss es nicht stimmen und wenn Du es nicht mehr brauchst, wegen einen richtigen Klavier, dann geht es für fast den gleichen Preis in eBay wieder weg.

Aber Achtung:
Nicht weil es E-Piano heißt, ist gleich jedes E-Piano gleich:D.
Die Klangfarbe ist unterschiedlich, die Einstellungen sind unterschiedlich, die Tastatur ist unterschiedlich, der Anschlag ist unterschiedlich, die größe ist auch unterschiedlich(88 wären Top).

Das Du nicht gleich sonst wen nach machen kannst das ist klar. Nehm Dir doch einfach leichte Stücke vor um so mehr ist die Freude am Spielen da.
Erstmal den Violinschlüssel und den den Bassschlüssel lernen und dann kannste die einfachen Lernhefte durch spielen und dann fängts mit den richtigen Liedern an. In meiner Keyboardzeit hab ich am Anfang erstmal gelernt wie man die Hände umsetzt und das ganze und dann erstmal 5 Lernbücher durch gespielt und dann hab ich erst mit den "richtigen" Liedern angefangen. Klar kann es mal passieren das man dann 3 Lieder an einen Tag übt weil sie gar so einfach sind, aber lieber hat man freude dran und lernt 3 Lieder an einen Tag, als 1 Stück über 3 Monate, weil man dazwischen keine Lust hat.

Also einfach weiter machen und Üben Üben Üben, dass wird schon;).
 
K

kama

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Hallo,

ich würde Schnupperstunden vereinbaren. Auch bei einer Musikschule hat man nicht die Gewissheit, an "den richtigen" KL zu geraten.

Wir haben eine (sehr gute) Musikschule am Ort, uns aber trotzdem für die Musikschule in einem Nachbarort entschieden. Dieser KL ist einfach Spitze *schwärm*. Aber der Unterricht ist nicht gerade billig. Meine Tochter hat 14-tägig 45 Min. Unterricht. Wir bezahlen über € 30 pro Unterrichtsstunde. Das ist zwar für uns als Auswärtige wesentlich teurer als in der Musikschule am Ort. aber ich bereue keinen Cent.
 
 

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