Nach 1,5 Jahren Unterricht bin ich frustriert


Henry
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Ich habe wirklich nichts gegen intensives und penibles Üben, aber gerade bei so einem Stück wie KV 545 halte ich dieses Vorgehen für eine Viecherei, die einen weder musikalisch, noch technisch weiterbringt. Da macht das Klavierspielen auch doch auch keine Freude, oder?
Naa ja, wenn man Schüler loswerden will, ist des scho ein probates Mittel.

Ich hatte mal in der Musikschule einen Schüler, welcher mir richtig unangenehm war - rausschmeißen konnt ich den ned, dann hätts Ärger mit der Leitung gegeben.

Der hatte schon Vorkenntnisse und gab an wie ne Tüte Flöhe, was er so alles könne.

Hab ihm dann die Waldsteinsonate (Nr21 op 53) aufgegeben.

Des ist für einen Fortgeschrittenen schon machbar, aber der war völlig überfordert damit und hat 6 Wochen später das Klavierspiel aufgegeben und den Unterricht gekündigt.

Auch meine motivierenden Worte inspirierten ihn: "wo denn des Problem sei und man müsse sich doch nur mal konzentrieren und wenn man es wenigstens mal 10 Minuten am Tag übt, geht des sehr flink von der Hand"

Ok, war gelogen - die Sonate hat es in sich - aber die Klavierwelt hat ein Arschloch weniger :rauchen:
 
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brennbaer
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Eine tiefe Erkenntnis!
Übers Klavier hängen und jedes Mal vor dem Üben als Mantra sprechen!

Ich bin noch dabei mich zum "Spasslevel" vorzuarbeiten, bisher steht noch meine Lehrerin mit dem Rohrstock hinter mir. :007:
In dem Zusammenhang ("Mantra übers Klavier hängen") fällt mir der Spruch des international renommierten Klaviermotivators Udo Bölts ein: "Quäl Dich, Du Sau!"
aber die Klavierwelt hat ein Arschloch weniger :rauchen:
koa Angst ned, von der Sorte treiben sich noch mehr als genug herum... "...rülps..."
 
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Zuckerfee
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Naa ja, wenn man Schüler loswerden will, ist des scho ein probates Mittel.
An sowas habe ich gar nicht gedacht, kommt wohl daher, dass ich ein große Anhängerin des kultiverten Gesprächs unter Erwachsenen bin. Wenn es für -mich oder den Lehrer- nicht passt, dann würde ich den Unterricht auch jederzeit einvernehmlich beenden.
koa Angst ned, von der Sorte treiben sich noch mehr als genug herum... "...rülps..."

Ja, daran scheint die Klavierwelt wahrlich keinen Mangel zu haben.

In dem Zusammenhang ("Mantra übers Klavier hängen") fällt mir der Spruch des international renommierten Klaviermotivators Udo Bölts ein: "Quäl Dich, Du Sau!"

Ach, der macht auch in Musik? Na wem´s taugt.
 
Henry
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An sowas habe ich gar nicht gedacht, kommt wohl daher, dass ich ein große Anhängerin des kultiverten Gesprächs unter Erwachsenen bin. Wenn es für -mich oder den Lehrer- nicht passt, dann würde ich den Unterricht auch jederzeit einvernehmlich beenden.
Es gibt Schüler die man nicht haben will, aus welchen Gründen auch immer.

Aber wenn Du in einer Musikschule angestellt bist, kannst Dir Deine Schüler nicht aussuchen.

Das Gespräch suchen - ja, das ist mir mal gründlich um die Ohren geflogen:

Ich sagte einst zu einer Mutter eines Schülers " Wir kommen hier nicht voran, wenn der Bua ned übt, macht der Unterricht keinen Sinn"

Die daraufhin heulend zum Musikschuldirektor und meinte, ich hätt ihren Bub seelisch gequält und nun ihn rausgeschmissen.

Das anschließende "Gespräch" mit dem Chef, war jetzt ned unbedingt gemütlich.

Aber auch im Freiberuflichen Bereich, birgt es gewisse Risiken - ich erinnere mich noch an einen anderen Instrumentallehrer, welcher das sachliche Gespräch mit einer 20 Jährigen Schülerin führte, daß er sie nicht mehr weiter unterrichten werde.

Wenig später hatte er eine Strafanzeige wegen sexueller Belästigung im Haus, was sich zwar in den weiteren Ermittlungen als unzutreffend herausstellte, aber den Ruf des "Sittenfiffis" wurd er nimmer los - da hat ihn auch seine nachgewiesene Unschuld nix gebracht.
 
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Zuckerfee
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Es gibt Schüler die man nicht haben will, aus welchen Gründen auch immer.
Das ist völlig plausibel, ich komme ja auch nicht mit jedem Lehrertyp klar. Und machmal sind einem Leute auch einfach unsympathisch.
Deshalb mag ich auch das "Friss oder stirb"- Konzept unserer Musikschule nicht.
Allerdings dürfte die Zahl der Schüler, die frustriert mit dem Instrumentalunterricht aufhören die Zahl der Lehrer, die frustriert kündigen bei weitem übertreffen.

Das Gespräch suchen - ja, das ist mir mal gründlich um die Ohren geflogen:

Ich sagte einst zu einer Mutter eines Schülers " Wir kommen hier nicht voran, wenn der Bua ned übt, macht der Unterricht keinen Sinn"

Die daraufhin heulend zum Musikschuldirektor und meinte, ich hätt ihren Bub seelisch gequält und nun ihn rausgeschmissen.

Das anschließende "Gespräch" mit dem Chef, war jetzt ned unbedingt gemütlich.
Das wundert mich, denn solche Beschwerden müsste ein Musikschulleiter eigentlich gewohnt sein. Schon öfter als Kinderquäler aufgefallen? Obwohl, als Klavierlehrer.....

Egal, der Bub war sicher nicht faul, der war hochbegabt, und einer muß ja Schuld haben, dass er noch nicht der neue Lang Lang ist.
 
C
Cheval blanc
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Henry
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Das dürfte hauptsächlich ökonomische Gründe haben! Nicht alle Klavierlehrer sind in der glücklichen Lage, sich die Schüler aussuchen zu können.
Das ist schon richtig, man ist ja auch auf die Einnahmen angewiesen, welche bei einem KL ohnehin ned so sonderlich hoch sind.

Ist im Klavierbauerhandwerk einfacher - wenn ich n Kunden ned will, kriegt der einfach keinen Termin bei mir.

Als Klavierbauer hast koa Problem damit 400 Kunden im Jahr zu bedienen, hingegen 400 Klavierschüler...des wird eng.
 
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brennbaer
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Das dürfte hauptsächlich ökonomische Gründe haben! Nicht alle Klavierlehrer sind in der glücklichen Lage, sich die Schüler aussuchen zu können.
Und sicherlich sind nicht alle Klavierlehrer in der Lage, Schüler so zu unterrichten, dass sie dabei etwas lernen.
Glücklicherweise satteln manche dann zu etwas anderem um.

Also, jetzt nicht die Schüler.

Win-Win-Situation: der Lehrer muss sich nicht mehr mit Arschlochschülern herumschlagen und die Schüler nicht mehr mit 'nem Arschlochlehrer :super:
 
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Zuckerfee
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Das dürfte hauptsächlich ökonomische Gründe haben! Nicht alle Klavierlehrer sind in der glücklichen Lage, sich die Schüler aussuchen zu können.
Das kann doch eigentlich fast niemand, oder?
Ich habe auch nicht nur "Premiumkunden", manche sind nervenzehrend und manche auch einfach nur örks, ablehnen muß ich selten jemanden.
Klargekommen bin ich bisher noch mit jedem, ein oder zwei Nervensägen mitteln sich weg.

Ist bei Klavierschülern sichern nicht anders, die meisten werden doch durchschnittlich begabte, moderat interessierte Kinder sein. Da muss man doch was draus machen können.


"Nicht geübt? Gut, dann werden wir schauen das wie die Woche in der Stund nachgeholt kriegen - das Stück jetzt bittschön 50 mal spielen..."
Ein Stück 50 x runterkloppen bringt übe- technisch nichts. Habe ich schon vor Urzeiten von meinen richtig guten Instrumentallehrern gelernt. :teufel:
 

Henry
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Ein Stück 50 x runterkloppen bringt übe- technisch nichts. Habe ich schon vor Urzeiten von meinen richtig guten Instrumentallehrern gelernt. :teufel:
Ich weiß - könnte aber dazu motivieren das Stück mal in der Woche wenigstens eine viertel Stund am Tag mal zu üben.

Klar, wennst des ne dreiviertel Stund lang immer wieder duchspielst und des zu Haus ned übst, ist des nach einer Woche wieder weg.

Wenn ich für mich ein Stück einüben wollte, habe ich es allerdings so gehandhabt, beim ersten mal 50 mal durchgehen, dann es aber jeden Tag spielen und daran arbeiten.
 
Pedall
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"Nicht geübt? Gut, dann werden wir schauen das wie die Woche in der Stund nachgeholt kriegen - das Stück jetzt bittschön 50 mal spielen..."

Ein Stück 50 x runterkloppen bringt übe- technisch nichts. Habe ich schon vor Urzeiten von meinen richtig guten Instrumentallehrern gelernt. :teufel:

Ich weiß - könnte aber dazu motivieren das Stück mal in der Woche wenigstens eine viertel Stund am Tag mal zu üben.

Eine bescheuerte Übmethode motiviert zu gar nichts.

Kein Schüler ist so bekloppt, daß er sich das auf Dauer antut, ohne zu merken, daß der "Lehrer" der Obervollpfosten ist.
 
Henry
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Eine bescheuerte Übmethode motiviert zu gar nichts.

Kein Schüler ist so bekloppt, daß er sich das auf Dauer antut, ohne zu merken, daß der "Lehrer" der Obervollpfosten ist.

Gott weiß alles, Du weißt alles besser.

Mischt Dich hier in Sachen ein von denen Du überhaupt keine Ahnung hast - lern erst mal g´scheit Klavierspielen, dann können wir weiterreden.
 
Demian
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Leute, glaubt Henry doch bitte nicht alles, was er hier schreibt. Ich vermute, er macht hier den Märchenonkel, um zu provozieren. Er bezeichnet sich selbst im Forum ja als „Ekelpaket“, soll im richtigen Leben aber super-sympathisch sein.
 
Muck
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Leute, glaubt Henry doch bitte nicht alles, was er hier schreibt. Ich vermute, er macht hier den Märchenonkel, um zu provozieren. Er bezeichnet sich selbst im Forum ja als „Ekelpaket“, soll im richtigen Leben aber super-sympathisch sein.
Ach, mal ehrlich, so ganz kann er seine sympathische Art im Forum auch nicht verstecken :coolguy:
 
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Yoga
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Vielleicht siehst du das zu ehrgeizig, es geht sicher auch darum, etwas zu können, doch letztlich ist Musik der zentrale Punkt, es geht um den Klang, alles andere ordnet sich dem unter. Du solltest mehr Geduld mit dir und Verständnis für dich mit erlernen.
 
antje2410
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Tolle Idee! Einen übefaulen Schüler ein Stück im Unterricht 50 mal durchrattern zu lassen ist die beste Methode, zu erreichen, dass ihm das Stück in kürzester Zeit zu den Ohren rauskommt, und er es erst recht nicht mehr übt.
:lol:

Ohhhh, jetzt hast Du das Glashaus, in dem Du sitzt, aber zu Glaspulver verarbeitet... :003:
 
K
Klavimoe
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Tolle Idee! Einen übefaulen Schüler ein Stück im Unterricht 50 mal durchrattern zu lassen ist die beste Methode, zu erreichen, dass ihm das Stück in kürzester Zeit zu den Ohren rauskommt, und er es erst recht nicht mehr übt.
:lol:


Ohhhh, jetzt hast Du das Glashaus, in dem Du sitzt, aber zu Glaspulver verarbeitet... :003:
Vor allem erreicht man damit, dass der Schüler dann gar nicht mehr kommt. Davon abgesehen: 50 x durchspielen, die Zahl ist realistisch. Dann sitzt`s einigermaßen. Zumindest ein kürzeres Stück.
 
hasenbein
hasenbein
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Rhythmus nicht wirklich erkennbar, da ich die Eins nicht betone,
Kommt natürlich auf das Stück an, aber oft ist es sogar SCHLECHT, die "1" zu betonen!

Jedenfalls kommt das "Rhythmus erkennbar machen" in aller Regel nicht dadurch, dass man die "1" betont. Wer es dennoch tut, verrät sich als plumper Anfänger, der Unsinn wie "immer schön die 1 betonen" gelernt oder aufgeschnappt hat.

Es besteht ein großer Unterschied zwischen "einen Ton als rhythmischen Schwerpunkt empfinden" und "einen Ton lauter spielen".
 
 

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