Eignungsprüfung

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von keyla, 29. Dez. 2006.

  1. keyla
    Offline

    keyla Guest

    Hallo,
    Ich habe vor im Mai/Juni 07 Eignungsprüfung für Musik Lehramt Gymnasium zu machen... und nach Möglichkeit auch zu bestehen ;)

    Und da wollte ich mal fragen, ob hier noch jemand ist der sich genauso verrückt deswegen macht wie ich?

    Und falls jemand schon eine Prüfung gemacht hat wäre ich für ein paar Erfahrungen dankbar (an welchen Unis sie schaffbar ist, worauf man besonders Wert legen sollte beim Üben, ...)

    Kurz: Jeder der Erfahrungen oder Ängste austauschen möchte bitte hier antworten!
     
  2. Franz
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    Franz Guest

    Ich kann deine Sorge verstehen, "verrückt" solltest du dich deswegen aber nicht machen. Keine Prüfung kann dich daran hindern deinen Weg zu gehen. Selbst wenn du nicht bestehst, gibt es immer Möglichkeiten und Alternativen.

    Du solltest auch beachten, dass es sich nicht wirklich um eine "Eignungsprüfung" handelt. "Wettbewerb" trifft den Kern der Prüfung eher. Viele Bewerber wetteifern um wenige Studienplätze. Ein Nichtbestehen würde also nichts über deine vorhandene oder mangelnde Begabung aussagen.

    Deswegen lass es ruhig angehen. Professionelle Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Gerade bei "Lehramt Gymnasium" sollte man die Theoriefächer, insbesondere den Gehörbildungsteil nicht unterschätzen. Du solltest dir auch dafür einen erfahrenen Lehrer in deiner Gegend suchen, falls du dich noch nicht darum gekümmert hast.

    Die Schwierigkeit liegt - ein gewisses Niveau vorausgesetzt - nicht so sehr in den Prüfungsanforderungen, sondern ehrer in der Anzahl der Teilnehmer. In München ist der Andrang erfahrungsgemäß sehr groß. Da würde ich gut recherchieren. Institute anschauen, mit Professoren und Studenten sprechen, usw. Je mehr Infos du bekommen kannst, desto besser.

    Auf meiner Webseite findest du unter "Prüfungsvorbereitung" weitere Informationen und Links zu den deutschen Hochschulen.

    Wenn Du weitere konkrete Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung.
     
  3. keyla
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    keyla Guest

    Ich habe relativ wenig Angst vor der Klavierprüfung, weil ich eigentlich recht passabel spiele, dagengen bereitet mir der Blattspielteil doch ein wenig sorgen, weil ich nichteinmal zweistimmige langsame Stücke fehlerfrei hinbekomme- allerdings kann ich recht gut betonen- also die Töne, die ich spiele klingen nicht schlecht. Ich weiß nur halt nicht worauf die Prüfungskommission beim Blattspielen Wert legt.
    Für Gehörbildung und Theorie habe ich einen sehr guten Lehrer allerdings höre ich nichts mehr was schwerer ist als ein einstimmiges Melodiediktat oder Dreiklangsumkehrungen... hab ja noch ein halbes Jahr Zeit zum Üben ;)
     
  4. keyla
    Offline

    keyla Guest

    also eigentlich habe ich gar nicht so viel Angst sondern eher mehr oder weniger gesunde selbstzweifel (die sind ganz förderlich, weil man dann noch mehr übt)
    jetzt bekomme ich allerdings Angst ;)

    wisst ihr, ob berücksichtigt wird, dass ich erst seit einem halben JahGitarrenunterricht nehme? (Zweitinstrument)
     
  5. Arpeggio
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    Arpeggio

    Beiträge:
    101
    Im Normalfall leider nicht. Es kommt nur darauf an, wie du den Prüfungsanforderungen gerecht wirst, wie lange du spielst, interessiert im Normalfall keinen.

    Normalerweise ist ja die Stückauswahl sehr begrenzt (vor 10 Jahren, k. A., wie's jetzt ist, hieß es an der HfM München: 1 Sonate von Mozart/Beethoven/Haydn, 1 Stück ausm Wohltemperierten Klavier etc.). Da kann man nicht einfach sagen: Ich spiel was Leichteres, das kann ich wenigstens!

    Ich würde es allerdings nicht ganz so negativ sehen. Ich kenne einige Leute persönlich (aus meinem Alters-Jahrgang oder nur wenig älter/jünger), die die Aufnahmeprüfung geschafft haben. Die waren zwar auch schon damals wirklich sehr, sehr gut, aber auch keine unerreichbaren Überflieger. Stories vom Asiatenansturm oder was da so rumgeistert würde ich mir nicht andrehen lassen ;-)!

    Ja, Gehörbildung solltest du echt gut üben, und natürlich auch die Theorie nicht vernachlässigen!

    Viel Glück jedenfalls!
     
  6. Franz
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    Franz Guest

    Das kommt auf die Kommission an. In aller Regel wird erwartet, dass man den Gehalt eines Stückes schnell erfassen kann und musikalisch wiedergeben kann, also nicht nur technisch irgendwie die Noten, Fehler fallen hier meistens nicht so ins Gewicht.

    Blattspielen kann man trainieren. Ich würde in deinem Fall alles mögliche, in unterschiedlichen Schwierigkeiten spielen. Leichte Stücke, damit du das Gefühl der Sicherheit bekommst, aber auch schwere (in Zeitlupe) mit vielen Noten, fetten Akkorden, Vorzeichen usw. Vor du ans Klavier gehst, solltest du die Stücke immer lesend studieren, wird dir dein Lehrer sicher schon gesagt haben. Auch das eine oder andere Stück zuerst hören ist nicht verboten. Trainiere auch unter Prüfungsbedingungen, das heißt das Stück nur kurz anschauen, dann loslegen.

    Mehr zum vom Blatt-Spiel-Training findest du auch auf meiner Webseite.

    @Rosenspieß: Da ist auch was zum philosophieren dabei. :wink:
     
  7. keyla
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    keyla Guest

    Erstmal ein ganz großes Dankeschön für eure Tipps

    also Rhythmus vorher klatschen kann ich völlig nachvollziehen!
    aber inwiefern soll ich ein stück ohne tasten spielen? dann hör ich ja nichteinmal ob ich mich verspiele- mein klavierlehrer sagt mir nie irgendwelche übetechniken also werd ich mal auf euch hören...
    macht man das vielleicht um die Fingersätze reinzubekommen, so dass man sich beim spiel nur auf die richtigen Abstände konzentrieren muss?

    und wenn ich rhythmus/ melodie vorher aufschreibe hat es doch nichts mehr mit Blattspielen sondern eher mit Stücke auswendig lernen zu tun, oder? (Bei Bach Fugen bestimmt sehr hilfreich ;)

    Ich denke die Stückauswahl ist bei mir ganz passabel. Clair de Lune von Debussy, Liebestraum Nr3 von Franz Liszt, Präl. und Fuge III ausm WK1 und eine zwar von den tönen recht einfache aber musikalisch verhältnismäßig anspruchsvolle Fantasie von Mozart
     
  8. Franz
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    Franz Guest

    Diese Trockenübung dient der Schulung der Klangvorstellung. Wenn du in der Lage bist gelesene Noten im Kopf hören, was durchaus keine Hexerei ist, hilft dir das beim "vom Blatt spielen".

    Stimmt, "Aufschreiben" ist aber die letzte in der Reihenfolge meiner Übungen - ist übrigens auch sehr hilfreich für die Gehörbildung (Melodiediktat usw.)

    Die Stückauswahl würde ich nochmal prüfen. In München wird laut Aufnahmebedingungen
    ein Allegrosatz mittlerer Schwierigkeit aus einer Sonate von J. Haydn, W. A. Mozart oder L. van Beethoven verlangt.

    Ob "Clair de Lune" als kürzeres Stück bzw. ein Satz aus einem Werk des 20. Jahrhunderts akzeptiert wird, solltest du auch nochmal nachfragen.
     
  9. keyla
    Offline

    keyla Guest

    Dankeschön
    also werde ich ab jetzt jedes stück vorher trocken spielen- wenn es wirklich hilft sich die Melodie besser vorstellen zu können, dann wär das super (kann zwar halbwegs Blattsingen aber wahrlich noch ausbaufähig ;)

    Und bei den Unis, die bis jetzt für mich in Frage kommen (alle eher im Osten oder Norden von Dtl.) stand wenn, dann nur Mittelschwerer Sonatenhauptsatz der Klassik als Beispiel für das Schwierigkeitsniveau und an sonsten nur, dass ich 3 verschiedene Epochen belegen muss. (Clair de Lune ist mehr ein Zusatzstück für alle Fälle- ich darf sowieso meist nur 10 bis 15 minuten spielen)