das buch von der orgel

C
carO
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hello,
hab mir grad als Ferienlektüre "Das Buch von der Orgel" von Hans Klotz bestellt.
Scheint mir sehr auf den Aufbau und die Funktionsweise der Instrumente fokussiert zu sein, (das + Empfehlung eines Bekannten war Kaufgrund^^)
Wollt mal fragen ob ihr das kennt bzw was ihr davon haltet und ob ihr noch andere empfehlenswerte "Orgelbücher" kennt, in denen es zB auch um die Charakteristiken der einzelnen Epochen, um Stücke, Organisten usw geht.

Best regards
 
Axel
Axel
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Hallo,

der Klotz ist Standard. Sicher ein gutes und gut zu lesendes Buch. In einem Punkt muss man vorsichtig sein: Klotz ist ein Vertreter der Orgelbewegung und er verliert über romantische Orgeln kaum ein gutes Wort. Da darf man seine Meinung nicht unbedingt sich zueigen machen.

Ein anderes gutes Buch über Orgelbau: W. Adelung: Einführung in den Orgelbau. Gleicher Kritikpunkt wie bei Klotz.

Dann gibt es noch:
E. Kraus: Orgeln und Orgelmusik
V. Lukas: Reclams Orgelmusikführer
beide ebenfalls leicht angealtert

Alternativ zu Lukas, wenn man Französisch kann:
Cantagrel: Guide de la musique d'orgue (moderner als Lukas)

Wer Englisch gut liest:
The Cambridge Companion to the organ

Dann gibt es noch aus der Edition MGG (ich vermute eine Zusammenstellung einzelner Aspekte/Artikel aus dem Lexikon) ein Cüchlein "Orgel". Ich finde es gerade nicht, vielleicht ist A. Reichling Herausgeber?

Viele Grüße
Axel
 
C
carO
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hallo,
vielen Danke für die ausführliche Antwort!
Mal sehen zu wie viel Büchern ich in den Ferien noch komme^^ Aber seit dem Klotz seh ich mir die Orgeln gleich mal viel genauer an : )
lg
 
klaviermacher
klaviermacher
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Hallo carO,

Ich empfehle Dir das Buch von Dom Bedos. Er war Orgelbauer und lebte von 1709 bis 1779.
Er schrieb ein Buch, das heisst: "Die Kunst des Orgelbauers" Es sind zwei Bände, die man nicht getrennt haben sollte. Es ist die Bibel für Orgelbauer.

Dom Bedos beschrieb ausführlich wie man Orgeln baut, sämtliche Werkzeuge, die man benötigt - Hebelgesetze, Tabellen und vieles mehr - alles bebildert und viele Kupferstiche (gefaltet im zweiten Band).

Das Buch war der Renner in aristokratischen Kreisen und amüsierte Hof und Adel. Erschienen ist es zu Beginn der Aufklärung, als man sich für Technik und Fortschritt zu interessieren begann.

Es ist für Laien verfasst und zeigt daher einen wunderschönen und verständlichen Aufbau. Schlussendlich könnte man sich nach lesen dieses Buches selbst eine Orgel bauen.:cool:

Deutsche Übersetzung von Christoph Glatter-Götz
ISBN3-921848-03-2

LG
Michael
 
Axel
Axel
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Es ist für Laien verfasst und zeigt daher einen wunderschönen und verständlichen Aufbau. Schlussendlich könnte man sich nach lesen dieses Buches selbst eine Orgel bauen.:cool:

Deutsche Übersetzung von Christoph Glatter-Götz
ISBN3-921848-03-2

LG
Michael



Hallo Michael,

nee, könnte ich nicht, dazu bin ich handwerklich zu ungeschickt.

Im Ernst: ein tolles Buch. Ich verstehe schon, dass Dich das als Instrumentenbauer wesentlich mehr reizt als allgemeine Darstellungen. Für den "normalen Spieler" halte ich das für zu speziell, und dann eben auch für zu teuer. Und: Es ist kein Überblick, da Dom Bedos einen einzigen Orgeltyp beschreibt, die frz. Barockorgel.

Viele Grüße
Axel
 
C
carO
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hello,
hui, selber eine Orgel bauen hätt mal was... aber da hat Axel schon recht, an der mangelnden Geschicklichkeit wirds scheitern :)
Was ich sehr interessant finde, ist, dass Orgelbau auch bei HOf mal en vogue war... Es lebe die Aufklärung ;)
lg
 
klaviermacher
klaviermacher
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Hi carO und Axel
Auch wenn man sich keine Orgel bauen will, ist dieses Buch ein Goldschatz. Zugegeben es kostet ein wenig, aber wenn man es hat, weiß man auch warum ^^.

LG
Michael
 
 

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