Chopin Preludes

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dominik91e

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Hi zusammen,
als leidenschaftlicher Chopinliebhaber und -spieler hab ich schon oft gehört, dass die Preludes musikalisch sehr anspruchsvoll sind. In letzter Zeit hat mich aber eher auch die Frage beschäftigt, wie schwer sie TECHNISCH sind, und ob man wenn man alle Chopin-Etuden gespielt hat überhaupt technische Schwierigkeiten bei irgendwelchen Preludes hat? Daher wäre es mal interessant, was ihr dazu sagt? (also v.A. diejenigen, die sie schon gespielt haben.)

Gruß
Dominik
 
rolf

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ein paar der Preludes könnten in die Etüden integriert werden, mit anderen Worten ein paar davon sind nicht leichter als die Etüden (z.B. Es-Dur, b-Moll, d-Moll, gis-Moll, vielleicht auch fis-Moll) - aber lästigerweise tauchen die motorischen Spezialitäten von d-Moll und gis-Moll nicht in den Etüden auf :)
alle Preludes komplett zu spielen ist nicht wesentlich "leichter" als ein ausgewähltes Bündel Etüden zu spielen - wenn man alle 24 Etüden freilich kann, hat man gute Karten
 
Barratt

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"Schwer" bzw. "leicht" (oder sagen wir im Zusammenhang der Stücke, um die es geht: "nicht ganz so schwer") ist - wie ich finde - sehr subjektiv. Also zumindest die Schwierigkeitsgradangaben von z.B. dem Henle-Verlag kann ich nicht immer nachvollziehen.
 
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dominik91e

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Das sind genau die Preludes, von denen ich es auch vermutet hatte :-)
13-14 von 15? Was ist dann mit Scarbo von Ravel, der Don Juan Paraphrase oder 9. ungarischen Rhapsodie von Liszt? 25 von 15? :D
 
LMG

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Das sind genau die Preludes, von denen ich es auch vermutet hatte :-)
13-14 von 15? Was ist dann mit Scarbo von Ravel, der Don Juan Paraphrase oder 9. ungarischen Rhapsodie von Liszt? 25 von 15?
@ Pesther "Fasching" ( weil nicht Köln ) und die anderen: Das sind Einzelstücke, vermutlich dazu gedacht, bestehende
Schwierigkeiten zu übertreffen und selten. Kauft keiner, will keiner, obwohl in Pesther Karneval schöner Mittelteil. Normale Leute kaufen Beethovensonaten. :D:D:D

( Und auch da gibts geteilte Meinungen bezüglich Henle-Graden ).

LG, Olli !
 
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dominik91e

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Das ist aber eine sehr polare Meinung. Der Pesther Carneval ist IMO ein wunderbares Stück :D.
Ich sage das nur deshalb, weil ich diese Schwierigkeitsgrade schwierig finde. Demnach wäre einer, der alle Chopin Preludes spielen kann bereits fast so weit, dass er alles spielen kann. Das glaub ich aber nicht :o
 
Barratt

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:D Spiel sie doch einfach, dann weißt Du es genau! ;)

Bei den Préludes sind imho einige echte Juwele dabei, aber auch einige, die vielleicht nicht jeden sofort restlos vom Hocker reißen.
 
rolf

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Demnach wäre einer, der alle Chopin Preludes spielen kann bereits fast so weit, dass er alles spielen kann. Das glaub ich aber nicht :o
zu Wolters stufeneinteilung:
- die 15 Stufen bei Wolters sind nicht linear ;) und in der höchsten versammeln sich halt die heftigen Brecher; die St. (12) 13-15 unterteilen nach techn. Anspruch die "Konzertliteratur", "virtuose Literatur" etc. wie man´s halt nennen will
- die Einschätzung 13 (14) für die Preludes op.28 komplett verdeutlicht, dass ein paar darunter sind, die problemlos in den beiden Etüdenbänden stehen könnten - also befindet sich der komplette Zyklus technisch an seinen schwierigsten Abschnitten zwischen solchen Sachen wie Eroicavariationen, Waldsteinsonate, Chopins Scherzi; dass es dennoch zum erwähnten Scarbo noch ein weiter Weg ist, dürfte nicht ganz unbekannt sein
- überwiegend ist diese Einteilung als erste grobe Orientierung a la "ich kann schon Fantasie-Impromptu, was käme als nächstes in Frage?" hilfreich, allerdings enthält sie auch in einzelnen Fällen merkwürdige Fehlurteile (manches ist weitaus schwieriger, manches weitaus leichter als in Wolters Kompendium eingeordnet)

...die Preludes enthalten 4-5 tatsächlich virtuose etüdenartige Stücke, je nach Tempo noch St. 13 oder 14 (laut Wolters) - nun dürfte jedem klar sein, dass 4-5 kurze Etüdchen noch nicht die nötige Vorbereitung sind, um z.B. Skrjabinsonaten oder Tschaikowskikonzerte zu schaffen --- das ist doch nicht schwer zu begreifen, oder?
 
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dominik91e

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Ja, das macht Sinn :)
Was ist denn dieser Wolters? Ist das ein Buch? Oder findet man die Einteilung auch irgendwo im Internet?
 
 

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