Chopin: Etüde C-Dur op. 10,1

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K
koelnklavier
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Ich suche einen Thread (oder den Seitenableger eines Threads) aus dem letzten Jahr, in dem es um Fingersätze und Bewegungsabläufe der vermeintlichen Dezimen in der Chopin-Etüde op. 10,1 (C-Dur) ging. Ich habe jetzt das Forum nach allen möglichen Schlüsselwörtern abgesucht, bin aber nicht fündig geworden. :confused:

Bin für jeden Hinweis dankbar.
Wolfgang
 
Haydnspaß
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vielleicht meinst du ja das hier:

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K
koelnklavier
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Ja, das war's. Danke! :)
 
rolf
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Fingersätze und Bewegungsabläufe der vermeintlichen Dezimen in der Chopin-Etüde op. 10,1 (C-Dur)

Bin für jeden Hinweis dankbar.
Wolfgang

sorry, dass ich das aus dem Zusammenhang gerissen habe...

die Badura-Skoda-Ausgabe sowie die Cortot-Ausgabe bietet viel an guten alternativen Fingersätzen!

ich war früher zu faul, als ich das üben musste - also hatte ich es mir leichter gemacht: die Idee ist die Abwärtsbewegung:
z.B. e mit 4, c mit 2, g mit 1, c mit 2!!! -- zerlegte Sextakkorde...
(das empfiehlt sich ohnehin bei allen sehr weiten Figuren dort)
--- ist kinderleicht!!!

und danach halt die weniger leichten Aufwärtsbewegungen je nach Geschmack mit diesem, oder dem originalen Fingersatz (nimmt man den originalen aufwärts, den "leichteren" abwärts, dann muss natürlich der Spitzenton mit 5 gespielt werden.

mein Prof. war ohne hinzuschauen zufrieden, als er dann aber gesehen hatte, was ich da anrichte, hatte er erst geschimpft und dann gelacht und zuletzt gemeint, dass ich op.10 Nr.2 machen soll, da könne ich nicht auf solche Ideen kommen (und da hatte er recht!!!)

ich hoffe, das hilft,

Gruß, rolf
 
A
ariadne
Guest
hallo rolf,
also hatte ich es mir leichter gemacht: [...] zerlegte Sextakkorde ...
ich nehme grundsätzlich den chopin-fingersatz. die zerlegten sextakkorde habe ich auch eine zeitlang ausprobiert, aber im tempo entstehen bei den positionswechseln deutlich lücken. in den takten 35-36 und 47-48 funktioniert er, weil ich hier sowieso ein ritardando spiele.

schwierig für kleine hände finde ich die takte 30 bis 36. in takt 30 spiele ich die schwarzen tasten mit rechts und das letzte 16tel c mit der linken hand. ähnlich in den takten 31 und 32.

in den takten, wo der obere oktavton der linken hand direkt danach von der rechten hand angeschlagen wird, mache ich es umgekehrt: ich spiele den oktavgriff mit beiden händen und schlage das zweite 16tel mit links an und halte den ton. ich habe das gefühl, dass die anfangstöne dann nicht so knallen.

gruss
a.
 
rolf
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hallo rolf,

ich nehme grundsätzlich den chopin-fingersatz. die zerlegten sextakkorde habe ich auch eine zeitlang ausprobiert, aber im tempo entstehen bei den positionswechseln deutlich lücken. in den takten 35-36 und 47-48 funktioniert er, weil ich hier sowieso ein ritardando spiele.

schwierig für kleine hände finde ich die takte 30 bis 36. in takt 30 spiele ich die schwarzen tasten mit rechts und das letzte 16tel c mit der linken hand. ähnlich in den takten 31 und 32.

in den takten, wo der obere oktavton der linken hand direkt danach von der rechten hand angeschlagen wird, mache ich es umgekehrt: ich spiele den oktavgriff mit beiden händen und schlage das zweite 16tel mit links an und halte den ton. ich habe das gefühl, dass die anfangstöne dann nicht so knallen.

gruss
a.

hallo,
ja grundsätzlich ist der Originalfingersatz überall dort problemlos machbar, wo man die jeweiligen zerlegten Akkorde als angenehm empfindet (mal als fanz banales Beispiel die wenigen Nonenakkorde)
und klar: gelegentlich kann man mit der linken Hand eingreifen.
-- die für dich unbequemen oder schwierigen Takte könnte man mit einem modifizierten Fingersatz machen: wo ein 4-Ton-Akkord vorliegt, braucht man eben vier Finger - aber das Prinzip kann (wenn man will) wie von mir vorgeschlagen beibehalten werden.
z.B. der es-Moll Akkord mit sixte ajoutee kann konsequent mit 5 auf b, 3 auf ges, 2 auf es und 1 auf c gemacht werden (abwärts: 5-2-1 3-5-2-1 usw)

aber klar, kann - muss natürlich nicht

meine Devise ist: immer so, wie es für die eigene Hand am angenehmsten ist - und da wir alle da ein wenig verschieden sind, kann es keine starren Regeln geben.

Gruß, Rolf

(p.s: schade, dass man hier keine Notenbeispiele reinkopieren kann - die schlimmen Takte aus op.10,1 wären doch mal hübsch anzuschauen, wenn sie mit 4-5 Alternativfingersätzen zu sehen wären!!)
 
 

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