Arbeiten mit dem Metronom

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reymund
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Hallo, da ich zur Zeit keinen KL habe , eine Frage zur Arbeit mit dem Metronom. Wenn zB 60 angegeben ist sind das ja 60 Schläge pro Minute und wenn ich das richtig verstehe wird pro Schlag eine Note gespielt was ist wenn zwei oder drei Noten verbunden sind , werden die dann wie eine Note behandelt?
 
Demian
Demian
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Entscheidend ist, welche Notenwerte dein Metronom schlagen soll, also ob du das Metronom auf Viertel, Halbe oder einen anderen Notenwert „einstellst“. Wenn du mit „verbundenen“ Noten Achtel meinst, dann kommen zwei Achtel auf eine Viertelnote, bei Tempo Viertel = 60 wären das also Achtel = 120.
 
Häretiker
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Die Noten haben eine Länge.
Das Metronom gibt an, wie der Puls ist (Viertel, Halbe, Achtel, Viertel mit Punkt) und wie schnell.
(Notationstechnisch kann man Noten so gruppieren, dass sie zum Puls passen, muss aber nicht sein.)
Der Rest folgt eigentlich automatisch. :-)

Grüße
Häretiker
 
KlavierKranich
KlavierKranich
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Tempo gibt an wie oft ein Schlag/Beat pro Minute kommt.
Bei 4/4 und 3/4 Takt ist das in der Regel ein Viertel, d.h. deine 60 BPM geben an, dass die Dauer eines Viertels für das Stück 1 Sekunde beträgt. Hilft das?

Auch ggf. hilfreich: https://de.wikipedia.org/wiki/Metrum_(Musik)
 
Tastatula
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..also, um das zu ergänzen, spielst Du bei Viertel= 60:

zwei Achtel bis der nächste Schlag kommt.
oder vier Sechzehntel,
oder ein Viertel.
Bei einer Halben wartest Du zwei Schläge und spielst erst auf dem dritten weiter.
Bei einer Ganzen lässt Du es viermal ticken, bevor der nächste Ton kommt.
 
Sven
Sven
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Hallo, da ich zur Zeit keinen KL habe , eine Frage zur Arbeit mit dem Metronom. Wenn zB 60 angegeben ist sind das ja 60 Schläge pro Minute und wenn ich das richtig verstehe wird pro Schlag eine Note gespielt was ist wenn zwei oder drei Noten verbunden sind , werden die dann wie eine Note behandelt?

Klingt, als würdest du auf einen Schlag vom Metronom warten, um dann eine Taste zu drücken.

ist das dein Plan?
 
Ralph_hh
Ralph_hh
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Ich würde versuchen, das Stück erst einmal ohne Metronom in einem für Dich machbaren Tempo so zu spielen, dass das Tempo möglichst einheitlich ist. (d.h. Achtel dann doppelt so schnell wie die Viertel). Zur Kontrolle, ob das einheitlich ist, kann man versuchen, am Metronom das Tempo zu finden, das dem entspricht, was Du gerade spielst. Und dann spiel das Stück in dem Tempo und kontrolliere, ob du die schnellen schweren Passagen nicht deutlich langsamer spielst als die einfachen. Das Stück in dem vorgegebenen Zieltempo zu spielen ist dann die letzte Aufgabe.
 
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reymund
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OK danke erst mal
 
hasenbein
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KEINESFALLS sollte man das Metronom als "Anweisungsgeber" auffassen, der einem sagt "so, JETZT sollst du eine Taste drücken"!

Sondern, wenn man es überhaupt einsetzt, dann NUR so, dass man in seinem eigenen musikalischen Fluss spielt und das Metronom quasi nebenher läuft und akustische Wegmarken setzt. Man hört dann, während man spielt, ob man zu früh, recht pünktlich oder zu spät an dieser Wegmarke "vorbeikommt", und kontrolliert auf diese Weise, ob man hinreichend genau im Tempo bleibt.

Daher sollte man das Metronom auch so einstellen, dass es möglichst selten tickt - also die Zwischenkontrolle möglichst selten stattfindet und somit die Versuchung, doch "nach dem Metronom zu spielen", möglichst klein ist.

Also schon mal sowieso keinesfalls "Subdivisions" (Achtel usw.) aktivieren, wie es z.B. manche Metronom-Apps ermöglichen, und je nach Könnensstand nicht jeden Schlag klicken lassen, sondern nur jeden 2., 3., 4., 6. oder 8.Schlag (je nach Taktart). Und noch besser ist es, wenn man nicht schwere Zählzeiten klicken lässt (also die 1 des Taktes oder die 1 und die 3), sondern leichte (z.B. die 2 und/oder die 4).Das ist natürlich noch anspruchsvoller. Jazzmusiker üben z.B. gerne so, dass sie nur alle 1 oder 2 Takte das Metronom auf der "4" klicken lassen. Das bringt am meisten und zeigt einem am deutlichsten, ob man in der Lage ist, das Tempo gut zu halten.
 
upbrunce
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Ich nutze das Metronom grundsätzlich zur Überprüfung in einem fortgeschrittenen Übe-Stadium, nie zum Üben an sich (da macht es mich eher bekloppt). Und dann, wie @hasenbein es sagt, nur in großen Schritten, um Zeitmaße in weitem Stile erfassen zu können. Mein Klavierlehrer hat mir beigebracht dass Üben nach Metronomschritten zu hassen, da es zu mechanisch ist und jegliche Musikalität vernachlässigt.
 

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DerOlf
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Dem muss ich mich anschließen.

In dem Beitrag steht fast alles, was ich seit mittlerweile einem Jahrzehnt einem Schlagzeuger und einem Gitarristen zu erzählen versuche.
Sie wollen trotzdem jedesmal wieder ein "schnelles" Metronom, gerne auch mit "Subdivisions" (8tel, manchmal sogar 16tel ... ich werde dabei nur wahnsinnig von dem Geklacker), wenn wir Aufnahmen machen.

Mich persönlich stresst ein Metronom mehr, als dass es mir hilft (zumindest bei schnellerem Metrum als Viertel).
Meist sage ich "gib mir halbe", wenn ich dann damit dran bin, meine Bassspuren einzuspielen. Ich habe dann aber auch immer den Vorteil, dass da schon ein paar Schlagzeugspuren vorhanden sind.

Mit etwas Übung würde mir zur Überprüfung meines Timings wahrscheinlich auch die letzte Zählzeit im Takt reichen (z.B. die 4 oder 3 - je nach Taktart) ... oder auch mal die "1 und" (z.B. bei Black Betty).

Oft orientiere ich mich tatsächlich eher an einer Art "internem Taktgeber" ... ich nenne das "mein Schwungrad" weil es sich tatsächlich so ähnlich anfühlt, als wäre da ein Mühlstein unterwegs, auf dem an einer Stelle "hier" steht.
Gib mir 3, 4, 6 oder 8 vorweg, und der Mühlstein läuft.
Am besten klappt das natürlich im Bandkontext.
Wenn ich alleine Spiele, dann nutze ich auch mal ein Metrnonom (aber eigentlich nur zur Orientiereung) ... ich hole mir vom Metronom ein Tempo, und mache es dann aus, bevor ich anfange zu spielen.
 
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DerOlf
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was ist wenn zwei oder drei Noten verbunden sind , werden die dann wie eine Note behandelt?
Das kommt drauf an, wie diese Noten "verbunden" sind.
Da gibt es verschiedene Varianten.

Zum einen die Gruppierung von Noten (z.B. zwei Achtel zusammen, oder Vier Sechzehntel), wie @Demian schon schrieb. Das ist eine Verbindung über einen oder mehrere "Balken" an den "Notenhälsen", der die Noten (oft dem Metrum entsprechend ... aber nicht immer) zusammenfasst.

Ausserdem gibt es noch "Bindebögen" ... und bei denen kommt es darauf an, ob die dadurch verbundenen Noten verschiedene Töne sind.

Siehts du zwei mal ein c` mit einem Bogen (zwischen den Notenköpfen bzw. drüber oder drunter), dann ist das zu spielen, wie ein Ton. Die zweite Note wird also nicht angeschlagen, sondern die erste klingt über die Dauer der Zweiten hinaus.

Siehst du ein c' und ein d' mit so einem Bogen dazwischen (oder einen ganzen gebrochenen Akkord, der von einem solchen Bogen "umfasst" wird), dann ist das kein "Bindebogen", sondern ein "Legatobogen" ... diese Töne sollen ohne deutlich hörbare Trennung bzw. Pause "ineinander übergehen".
 
rolf
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Siehst du ein c' und ein d' mit so einem Bogen dazwischen (oder einen ganzen gebrochenen Akkord, der von einem solchen Bogen "umfasst" wird), dann ist das kein "Bindebogen", sondern ein "Legatobogen" ... diese Töne sollen ohne deutlich hörbare Trennung bzw. Pause "ineinander übergehen".
..bist du dir da wirklich ganz sicher mit dem "Legatobogen"? ...:
zzzzz.png
 
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DerOlf
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bist du dir da wirklich ganz sicher mit dem "Legatobogen"?
Natürlich gibts Bögen für eine ganze Menge anderen Kram auch noch.

Ich hätte für das, was ich da geschrieben habe, am liebsten auch Notenbeispiele angehängt, denn eigentlich gings mir dabei nur um die Frage, ob ein "angebundener" Ton auch angeschlagen werden soll ... für mich klingt das nach Bindebogen und ein solcher kann es nunmal nur bei gleichen Tasten/Tönen sein.

Ich hatte bei der Frage das Gefühl, dass da jemand noch ziemlich im Dunkeln tappt ... und den wollte ich auch nicht überfordern, indem ich ein kleines Buch über die Verwendung von Bögen in 1.000 jahren Musikgeschichte schreibe.
Die Sache zu den Legatobögen habe ich auch mehr geschrieben, um den Bindebogen abzusetzen ... Letzterer hat ja gerade rhythmisch eine ziemliche Bedetung (z.B. bei Synkopen).

Sorry, es war mal wieder zu ungenau ... ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
 
hasenbein
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Wenn Ihr nicht in der Lage seid, was ohne Click einzuspielen, dann seid Ihr eh' zu schlecht, sorry.

Wann ist eigentlich dieser Wahn aufgekommen, alles müsse immer metronomisch genau die ganze Zeit exakt im gleichen Tempo sein?

Einfach mal "Chameleon" von Herbie Hancocks Platte "Headhunters" hören. Wer danach nicht von der Click-Krankheit geheilt ist, dem ist nicht zu helfen.
 
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DerOlf
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Wann ist eigentlich dieser Wahn aufgekommen, alles müsse immer metronomisch genau die ganze Zeit exakt im gleichen Tempo sein?
Das kam wohl mit den Bearbeitungsmöglichkeiten für jedermann (oder allgemein am PC) ... nach Click einzuspielen macht da vieles einfacher.

Beispiele:
- Delay aufs passende Timinig bringen.
- Töne verschieben (falls einzelne doch daneben liegen).
- Quantisieren und Humanisieren funktioniert auch nur mit Click so richtig gut.

Das sind einige Gründe, weswegen ich überhaupt mit Klick einspiele. Die Mixer wollen das halt so, weil es für sie einfacher ist.
Aber eigentlich will ich sowas nicht nötig haben ... entweder der Track ist gut, oder ich spielt's halt nochmal.

Beim zerdehnten Zusammenspiel (bei einer Aufnahme, wenn man alles nacheinander einspielt) ist ein gemeinsames Metrum (100% reproduzierbar) auch einfach hilfreich. Aber ein Ghost-Track (Proberaumaufnahme) tuts im Grunde auch (das finde ich sogar schöner, weil es die Dynamik mitnimmt, die im Proberaum und ohne Click wirklich da ist).
Einfach mal "Chameleon" von Herbie Hancocks Platte "Headhunters" hören. Wer danach nicht von der Click-Krankheit geheilt ist, dem ist nicht zu helfen.
Mir hat schon gereicht, ein paar Ritardandos oder Accellerandos programmieren zu müssen.
Ich mochte Click aber auch nie so richtig ... das ist so unflexibel.
 
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