Akustisches Klavier in Plattenbauwohnung?

S
Siedler
Dabei seit
19. Juni 2008
Beiträge
4
Reaktionen
0
Hallo,

ich bin momentan 16 Jahre alt und spiele seit ich 11 bin Keyboard und hab dementsprechend auch bis vor einem halben Jahr Keyboardunterricht (bei einem Lehrer, der auch Klavierlehrer ist) genommen. Zum Ende machte mir es aber halt immer weniger Spaß, weswegen ich vor einem halben Jahr das Ganze auch abgebrochen habe. Nun überleg ab nächsten Jahr mir ein Klavier zuzulegen und noch ein wenig Klavierunterricht zu nehmen. Hab jetzt schließlich nach dem jahrelangen elektronischen Gedudel irgendwie Lust auf was klassisches und vor allen Dingen richtiges beidhändiges aktives Spiel, hab ja auch zwischendrin und zum Ende hin immer auch ab und zu mal solche Stücke gespielt und die haben mir immer sehr gut gefallen. :rolleyes:

Das Problem ist, dass wir in einer Mietwohnung leben (typischer Plattenbau, aber nur 5-stöckig). Nun hab ich schon einiges über DigitalPianos gelesen und bin da ehrlich gesagt auch total verunsichert, da gehen die Meinungen ja nun sehr auseinander. So Sätze wie "Nur auf einem Klavier kann man Klavier lernen." sind da schon ziemlich ernüchternd.

Allerdings würde mich ein richtiges echtes akustisches Klavier auch viel mehr reizen. Mein Onkel z.B. besitzt auch noch ein - ich glaube ziemlich - altes, worauf allerdings niemand mehr spielt, was aber auch schon seit Ewigkeiten nicht mehr gestimmt wurde und demenstsprechend grausam klingt und was er wohl leider auch nicht hergeben möchte (wer weiß, ob man das überhaupt wieder ordentlich hinkriegen würde).

Nun würde es mich zunächst interessieren, ob so ein richtiges Klavier in einer solchen Wohnung prinzipiell überhaupt möglich ist, auch hier habe ich die unterschiedlichsten Meinungen dazu gehört. Mir ist klar, dass ich nicht Mitternacht spielen kann, habe auch was gelesen von 1-2 Stunden am Tag, sollte vielleicht mal in die Hausordnung gucken... Aber ich hab leider keine Vorstellung so richtig wie laut das Ganze ist und wie sehr man das in den anderen Wohnungen hören würde. Meine Eltern meinen natürlich, es wäre viel zu laut, auch der Verkäufer im Musikhaus (oder will der nur seine E-Piano Dinger loskriegen?) . Aber ist es wirklich so schlimm, dass man es den Nachbarn nicht zumuten könnte? Habe auch gehört, dass man es unten ein bisschen dämmen könnte, damit der Lärm nicht so direkt über die Wände/Decke weitergeleitet werden würde (es würde dann ansonsten an einer Innenwand stehen). Nächstes Problem wäre dann der Platz, auch da ist es in meinem Zimmer schon ziemlich eng, es ginge dann zum Teil hinter die Tür, die man so nicht mehr vollständig aufmachen könnte, aber da gibt es ja scheinbar zwischen digital und akustisch keine (signifikanten) Unterschiede bei der Breite.

Dann geht es schließlich noch um den Preis. Wenn, würde wohl sowieso nur ein gebrauchtes Klavier in Frage kommen. Könnte man da so für 1500-2000 schon was halbwegs ordentliches bekommen? Bei den digitalen geht es ja so ab 1000 los (Neu) wie ich so mitbekommen habe? Wo sollte man am besten nach gebrauchten akustischen suchen? Hab leider auch keinen Klavier-Sachkundigen in meiner Familie und kenn mich da selber natürlich auch nicht aus, sodass das natürlich eine ziemlich heikle Sache ist, da selber was zu kaufen.

Ich wollte also einfach mal wissen, was ihr in meiner Situation da empfehlen würdet (oder ob man's lieber gleich lassen sollte... :( ), besonders in Bezug auf die Wohnung.
 
fisherman
fisherman
Dabei seit
3. Dez. 2007
Beiträge
21.143
Reaktionen
9.323
Hallo Siedler; ich weiß auch nicht genau weshalb, aber ich glaube, hier ist einer der seltenen Fälle, wo ich wirklich vom akustischen Piano abraten würde.

1. Nicht Du, sondern Deine Eltern kriegen den Ärger (Plattenbau). Natürlich ist es gesetzlich erlaubt, aber wenn z.B. Deine Katze vergiftet ist, hilft das auch nicht weiter.

2. Für 1.500,- bis 2.000,- hätte ich schon Bedenken, ein vernünftiges Klavier gebraucht zu bekommen.

Mein Rat:

a) Miete mal so ein Teil und probier aus, wie es mit den Nachbarn läuft. Oder...
b) Investiere das Maximum (!!!) in ein gutes Digi OHNE Schnickschnack. Achte vor allem auf die Tastatur. Ich empfehle Kawai und Roland.

PS. Ich habe beides und es gibt immer wieder Phasen, wo ich denke, dass das Digi einfach gegenüber dem Klavier sch... ist, aber wenn dann alle Ihre Ruhe haben wollen, bin ich heilfroh, es zu haben. Ein Digi ist auf alle Fälle besser als permanent nörgelnde Nachbarn! Und 1000x besser als selbst das beste Keyboard!

Schade, dass Du nicht (vermutlich) in meiner Ecke wohnst. Da könntest Du beides mal vergleichen.

Viel Glück!
 
ubik
ubik
Dabei seit
6. Jan. 2007
Beiträge
1.950
Reaktionen
3
So Sätze wie "Nur auf einem Klavier kann man Klavier lernen." sind da schon ziemlich ernüchternd.

Ein elektronisches E-Piano ist das gleiche wie ein Keyboard, nur dass die Tastatur gewichtet ist. Aber sie ist nicht so gewichtet, wie bei einem echten Klavier und der Klang kommt aus einem Mikrochipprozessor. Deswegen kann man Klavier spielen nicht auf einem E-Piano lernen. Ich würde dir von dem Kauf eines E-Pianos abraten, weil du damit auch nur begrenzte Zeit Spaß am Spielen haben wirst.

Mein Onkel z.B. besitzt auch noch ein - ich glaube ziemlich - altes, worauf allerdings niemand mehr spielt, was aber auch schon seit Ewigkeiten nicht mehr gestimmt wurde und demenstsprechend grausam klingt und was er wohl leider auch nicht hergeben möchte (wer weiß, ob man das überhaupt wieder ordentlich hinkriegen würde).

Ich hab früher auch auf verstimmten Klavieren geübt. Es ist gar nicht so grausam. Es sei denn, das Klavier wurde mehr als 10 Jahre nicht mehr gestimmt. Trotzdem immer noch besser als auf einem E-Piano zu üben.

Nun würde es mich zunächst interessieren, ob so ein richtiges Klavier in einer solchen Wohnung prinzipiell überhaupt möglich ist, auch hier habe ich die unterschiedlichsten Meinungen dazu gehört.

Ich wohne auch in einer Wohnung, spiele aber immer nur morgens. Bis jetzt hatte ein Nachbar (aus Protest?) ein paar mal die Anlage laut aufgedreht. Aber mich stört es nicht. Ich will meine Ziele erreichen. Obwohl ich es verstehe, dass es nicht gerade erträglich ist, wenn man länger als 1 Stunde täglich sich diese Qual, die ich am Klavier fabriziere, anhören muss ;).

Mir ist klar, dass ich nicht Mitternacht spielen kann, habe auch was gelesen von 1-2 Stunden am Tag, sollte vielleicht mal in die Hausordnung gucken...

Es ist gesetzlich erlaubt 2 Stunden am Klavier täglich zu üben, jedenfalls in NRW. Oder waren es doch mehr Stunden, ich weiß es nicht so genau, aber wenn dir jemand mit einem Gerichtsprozess droht, brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Aber ich hab leider keine Vorstellung so richtig wie laut das Ganze ist und wie sehr man das in den anderen Wohnungen hören würde.

Es ist sehr laut, obwohl es auf das Klavier auch ankommt. Aber große Unterschiede zwischen lauten und leisen Klavieren gibt es nicht. Das Gute am Klavier ist, dass es nicht etwa wie bei einer Musikanlage bei den Nachbarn dumpf klingt, sondern die können die Töne genauso hören, wie du sie beim Spielen hörst, nur halt viel leiser. Es müssten schon 5 Wände zwischen Klavier und dem Belästigten sein, wenn der Belästigte nichts mehr hören wollte.

Aber ist es wirklich so schlimm, dass man es den Nachbarn nicht zumuten könnte?

Kommt halt auf die Nachbarn an. Hier akzeptieren es einige, schließlich wissen die, dass ich später Musik Lehramt studieren will und da gibt es keine andere Möglichkeit. Andere wiederum können mit dem Begriff "Bildung" gar nichts anfangen und fühlen sich mit Kunstmusik belästigt.

Habe auch gehört, dass man es unten ein bisschen dämmen könnte, damit der Lärm nicht so direkt über die Wände/Decke weitergeleitet werden würde (es würde dann ansonsten an einer Innenwand stehen).

Bringt eigentlich nicht so viel, kann man aber machen.


Dann geht es schließlich noch um den Preis. Wenn, würde wohl sowieso nur ein gebrauchtes Klavier in Frage kommen. Könnte man da so für 1500-2000 schon was halbwegs ordentliches bekommen?

An deiner Stelle würde ich noch ein wenig sparen. Mit ca. 3000-4000 Euro kriegst du eins, das dir ein Leben lang Freude bereitet und du wirst weniger Probleme damit haben.

Bei den digitalen geht es ja so ab 1000 los (Neu) wie ich so mitbekommen habe?

Würde ich dir dringend abraten. Auch für 2000 Euro bekommst du kein gescheites E-Piano, das einem Klavier ähnelt.

Wo sollte man am besten nach gebrauchten akustischen suchen?

Am besten gleich beim Klavierbauer. Als Fachmann kann er dich beraten und außerdem sind Handwerker sowieso immer fair, weil sie ihren Job lieben im Gegensatz zum Kaufmann, der dir nur ein E-Piano andrehen will ;). Lass dich von ihm beraten, probier ein paar Klaviere aus. Du solltest dir dafür so ungefähr 1 Stunde Zeit nehmen, denn der Kauf sollte wohl überlegt sein.

Kauf besser nie ein gebrauchtes Klavier aus Zeitungsanzeigen oder bei Ebay, ohne es vorher mit einem Fachmann besichtigt zu haben und selber ausprobiert zu haben, ob dir das Instrument deinen Erwartungen entspricht.

Ich wollte also einfach mal wissen, was ihr in meiner Situation da empfehlen würdet (oder ob man's lieber gleich lassen sollte... :( ), besonders in Bezug auf die Wohnung.

Sofort lassen würde ich es auf keinen Fall. Wenn du so viel Spaß am Spielen hast, dann setze deine Ziele durch. Ich hab auch mit Keyboard angefangen und später aufgehört, weil ich nichts mehr dazulernen konnte. Erst als ich mich an ein richtiges Klavier gesetzt habe, habe ich erkannt, dass es mein Lebenssinn sein wird :D. Du wirst noch so viel in klassischer Musik finden, das dich faszinieren wird.
 
ChrisSilver
ChrisSilver
Dabei seit
31. Mai 2008
Beiträge
741
Reaktionen
14
Hallo,

gut digi-marken sind, falls ich mich jetzt nicht irre: Yamaha, Kawai, Roland. (Clavinova habe schwereren Anschlag, Kawai eher weich)

mehr als 1000€ in ein digi zahlt sich nicht aus, weil die pianos angeblich kaum besser werden. da könnte man gleich auf ein akustisches sparen. unter 1000 würde ich allerdings nicht

Lg
Chris
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ChrisSilver
ChrisSilver
Dabei seit
31. Mai 2008
Beiträge
741
Reaktionen
14
ach ja, die schwarzen tasten von keyboards sind für einen pianisten eine zumutung. sie sind zu kurz, glatt und wackeln...
 
fisherman
fisherman
Dabei seit
3. Dez. 2007
Beiträge
21.143
Reaktionen
9.323
@ ubik

Mon ami! Das ist nicht fair, was Du da machst. Gerade wollte ich Deinem Post mit einigen Einschränkungen zustimmen und Du unterschlägst glatt meine Variante a)!!! Ts, ts, ts. Mieten ist ohne Risiko!

Ich habe Siedler die zweite Variante (Digi) angedient, weil ich so zwischen den Zeilen einen Charakter vermutet habe, der darunter leiden würde, wenn seine Eltern Stress bekommen würden. Hier im Forum sind -zig Leute, die nur auf dem Digi spielen dürfen/können/müssen.

UND: Sie sind glücklich! NATÜRLICH ist das Piano/der Flügel unübertrefflich, aber man muss doch die äußeren Gegebenheiten sehen!

Da finde ich es schlichtweg unverantwortlich, dass Du Siedler sowas vor den Latz knallst. Wenn Du sorgfältigst liest, wirst Du verstehen, was ich meine. Nämlich: 1) Mit geringem finanziellen Risiko mieten >>> 2) wenns keinen Ärger gibt: Super! Wenn es aber Probleme gibt und Siedler aufs Digi ausweichen MUSS, dann bittebitte kein Schrottteil kaufen, sondern etwas mit einer Tastatur, die dem Piano möglichst nahe kommt. Betonung auf Tastatur und nicht auf Sound!!!!

Grundsätzlich hast Du recht: Kein Digi dieser Welt ist ein Piano. ABER: Wenn jemand wegen der Begleitumstände mit einem Klavier (vergiß den fragwürdigen Preis nicht!!!) solchen Stress bekommt, dass ihm das Spiel verleidet wird und er nur noch die Tasten "anhaucht" - DANN ist das DIGI definitiv die besssere Wahl! Stünde ein anderes Budget zur Debatte, würden wir natürlich längst über "silent" reden.
 
ChrisSilver
ChrisSilver
Dabei seit
31. Mai 2008
Beiträge
741
Reaktionen
14
es kann auch passieren, dass man ein mieses akustisches kauft, dann ist ein digi allemal besser
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
fisherman
fisherman
Dabei seit
3. Dez. 2007
Beiträge
21.143
Reaktionen
9.323
zu Chris Silver

Clavinova habe schwereren Anschlag, Kawai eher weich

HÄH? Die Yamahas sind m.E. sehr Keyboard-ähnlich (weich), die Kawais/Rolands eher piano-artig! Aber das sollte Siedler für sich selbst herausfinden.

mehr als 1000€ in ein digi zahlt sich nicht aus, weil die pianos angeblich kaum besser werden. da könnte man gleich auf ein akustisches sparen.

Quatsch! Ein akustisches Piano wird, wie Ubik schon sagt, gebraucht ab 3-4.000,- Euro wirklich brauchbar. Und Digis werden mit zunehmenden Preis NATÜRLICH besser. Oder sind das alles Vollidioten, die sich einen Roland-Digi-Flügel über 10 TE kaufen?

Nochmals: Nix ist besser als ein Klavier! Wenn es aber ein Digi sein muss, dann bitte jeden verfügbaren Cent in eine Top-Tastatur (nicht in Sound, nicht in Gimmicks!!!!) investieren.
 
ubik
ubik
Dabei seit
6. Jan. 2007
Beiträge
1.950
Reaktionen
3
UND: Sie sind glücklich! NATÜRLICH ist das Piano/der Flügel unübertrefflich, aber man muss doch die äußeren Gegebenheiten sehen!

Ich würde auf die äußeren Gegebenheiten scheißen, und das meine ich wörtlich. Wenn ich mir einen Traum erfüllen will, muss ich gerade dann ordentlich abscheißen!

Grundsätzlich hast Du recht: Kein Digi dieser Welt ist ein Piano. ABER: Wenn jemand wegen der Begleitumstände mit einem Klavier (vergiß den fragwürdigen Preis nicht!!!) solchen Stress bekommt, dass ihm das Spiel verleidet wird und er nur noch die Tasten "anhaucht" - DANN ist das DIGI definitiv die besssere Wahl!

Nein, ist es eben nicht. Ich würde lieber echte Klaviertasten anhauchen anstatt auf einem Digitalpiano zu spielen. Übrigens lernt man dann schneller das Leisespielen, das für Anfänger sowieso ziemlich schwierig ist ;)

Und wenn es Probleme gibt, dann kann man das Klavier wieder verkaufen und zwar ohne einen zu hohen Preisverlust. Bei einem E-Piano ist der Preisverlust seeehr hoch.

Ein Mietklavier wäre natürlich eine gute Idee!
 

Guendola
Guendola
Dabei seit
27. Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
10
Ich kann es nicht leiden, wenn Leute schon den Schwanz einziehen bevor irgendetwas spruchreif ist!

Natürlich kann man auch in billigst gebauten Plattenbauwohnungen ein Klavier benutzen. Man darf dort sogar Trompete und Schlagzeug spielen (könnte sein, daß Mietverträge das einschränken dürfen aber da kann man sich ja beim örtlichen Mieterverein erkundigen).

Nachbarn können einiges an Widerstand aufbringen aber ein normaler Mensch hat doch einen Mund und kann den Leuten seine Pläne beibringen, bevor der erste Ärger entsteht. Wenn einem dann Morddrohungen entgegen gebracht werden, kann man die Sache ja noch mal neu überlegen...

Wichtig ist nur, daß man sich an eventuell getroffene Abmachungen auch hält und nicht auslotet, wie weit die Gedul der Nachbarn geht. Sowas macht man besser mit Eltern und Geschwistern :D
 
Eva
Eva
Dabei seit
13. Juli 2006
Beiträge
619
Reaktionen
1
Wichtig ist nur, daß man sich an eventuell getroffene Abmachungen auch hält und nicht auslotet, wie weit die Gedul der Nachbarn geht. Sowas macht man besser mit Eltern und Geschwistern :D

Wenn man von den Eltern noch abhängig ist, dann sollte man sich lieber auf die Geschwister beschränken ;)

Und aus diesem Grund würde ich Siedler auch zu einem Digi raten, denn Eltern werden sehr schnell bei einem solchen Hobby nicht mehr mitspielen, wenn sie dadurch Stress mit den Nachbarn bekommen. Das endet dann (ob Musizieren und Üben nun gesetzlich erlaubt ist oder nicht) damit, dass sie das Klavierspiel verbieten.

So unproblematisch ist aber ein Digi auch nicht, wenn man nicht gerade im Erdgeschoss wohnt, denn man hört in der darunterliegenden Wohnung vielleicht keine Töne, aber doch so ein Klopfen bei jeder gespielten Taste. Also unbedingt irgendwie isolieren, wenn das möglich ist. Das kann anderen mitunter mehr auf die Nerven gehen als das Üben auf einem akustischen Klavier ;)

Zitat von Siedler:
Ich wollte also einfach mal wissen, was ihr in meiner Situation da empfehlen würdet (oder ob man's lieber gleich lassen sollte... :sad: ), besonders in Bezug auf die Wohnung.

Lassen auf gar keinen Fall, denn wenn sich deine Wohnsituation mal verbessert und ein akustisches Instrument möglich ist, dann werden dir die vielen Übungsstunden, die du am Digi verbracht hast, ziemlich nützlich sein.

Zitat von ubik:
Ich würde auf die äußeren Gegebenheiten scheißen, und das meine ich wörtlich. Wenn ich mir einen Traum erfüllen will, muss ich gerade dann ordentlich abscheißen!

Ich würde das jetzt auch mal auf die äußere Gegebenheit Digi beziehen. Wenn ich meinen Traum verwirklichen und Klavier lernen will, dann muss ich eben auch auf einem Keyboard oder E-Piano üben, wenn es nun einmal nicht anders zu machen ist.
 
T
Tastenfuchs
Dabei seit
26. März 2008
Beiträge
67
Reaktionen
0
Ein elektronisches E-Piano ist das gleiche wie ein Keyboard, nur dass die Tastatur gewichtet ist.
Wenn ich sowas lese, kann ich mir den Rest denken.


Ein Keyboard erzeugt den Ton elektronisch durch übereinanderlegen von Tönen verschiedener Frequenzen.

Ein E-Piano erzeugt gar keinen Ton. Es spielt einen vorher aufgezeichneten Ton eines Referenzintrumentes ab.

Das eine ist also ein elektronischer Tonerzeuger und das andere ein Abspieler.

Das eine kann Töne durch unterschiedlichen Druck der Taste unterschiedlich darstellen, das andere nicht.

Das eine hat weniger Tasten als das andere,


ABER ist schon klar das ist genau das gleiche:
Die sind so gleich wie eine Geige und eine Gitarre. Sind beide wenn es gut läuft aus Holz und haben Saiten und irgendwo einen Hohlraum.


@Siedler, ich würde gerade beim Thema Digi <--> akustisches Piano keinen wirklichen Wert auf irgendeine Meinung geben, auch nicht auf meine.

Gehe in ein Geschäft setz dich einfach hin und teste mal ein Keyboard, die kennst du ja und ein E-Piano im Preisbereich von >1500,00 EUR.

Versuche bitte verschiedene Produkte da die sich stark untercheiden. Also Roland, Kawai, Yamaha,...

Danach kannst du ganz nüchtern einfach mal prüfen wieviel die Aussage ein E-Piano ist ein Keyboard für dich wert ist und daraus kannst du dann weitere Entscheidungen ableiten.


Ich würde auf die äußeren Gegebenheiten scheißen,
Das nenne ich Ignoranz in Bestform und ist genau die Form von Vorbild die ein 16jähriger braucht. Da krieg ich echt einen Brechreiz.


Ich wünsche dir beim selbst herausfinden viel Erfolg. die Idee mit dem Mietgerät finde ich speziell in deinem Fall eine super Variante. Wenn der An/Abtransport nicht zu teuer ist, kannst du ja beides testen.

Davon mal abgesehen. Wenn ich damals mit 16 zu meinen Eltern gekommen wäre und mal so eben eine Ausgabe von ein paar tausend Euro haben wollte, hätte mein Vater zu mir gesagt, das kannst du machen wenn du dein eigenes Geld verdienst, dann weißt du auch wieviel du dafür arbeiten musst.

Und für einen Sprung von 1500,00 EUR für ein nettes E-Piano oder eben 6000,00 EUR für ein nettes Klavier ist viel harter Schweiß.

Nachsatz:
Weil der Satz sehr beliebt ist. Für den Preis eines Digi bekommt, man aber auch ein gebrauchtes Klavier. Klar bekommt man, mann kann aber auch ein gebrauchtes Digi kaufen dann ist der Vergleich wieder fair und im Gegensatz zu einem gebrauchten Klavier gibt es dort keinen Resonazboden der kaputt geht und es muss auch nicht gestimmt werden.





Viele Grüße

Tastenfuchs
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
fisherman
fisherman
Dabei seit
3. Dez. 2007
Beiträge
21.143
Reaktionen
9.323
Das nenne ich Ignoranz in Bestform und ist genau die Form von Vorbild die ein 16jähriger braucht. Da krieg ich echt einen Brechreiz.

Hallo Tastenfuchs, bleib mild und weise. Ubik hat vermutlich gerade seine Sturm- un Drang-Phase. Und die hatten wir doch alle. So muss man sein, wenn man jung ist. Mit den Jahren wird das dann schon weichgeklopft... :D

Anonsten freue ich mich, dass ich nicht ganz alleine in diesem Faden als "nachbarschaftliebendes Weichei" dastehe ...

By the Way: Wenn Siedler schon 5 Jahre Keys spielt, ist dann nicht vielleicht der Umstieg über ein Digi leichter als direkt zum Klavier?
 
S
Siedler
Dabei seit
19. Juni 2008
Beiträge
4
Reaktionen
0
Ja erstmal, danke für die ganzen Antworten..

Ich war heute nochmal in einem recht großen Pianelli-Pianohaus (in dem kleinen Laden letztens gab es ja auch nur 3 E-Pianos), endlich mal mit Auswahl und hab mal auf einigen rumgeklimpert. Der erzählte mir dort, dass er auch einige Klaviere in unserer Wohngegend hier verkauft/mietet hat, und es da angeblich eigentlich keine Probleme gäbe und man es bei gedrücktem mittleren Pedal (bzw. mit dann innen mit einem Hebel, wenn die kein mittleres haben?) und evtl. "Dämpfplättchen" oder was es da auch immer gibt, in anderen Wohnugen nicht großartig hören würde.

Es gab dort übrigens auch einige billige gebrauchte Klaviere, z.B. ein ganz kleines niedriges, war allerdings Noname glaub ich, Baujahr 1970, für 1200. Wäre (ich benutz jetzt natürlich immer mal den Konjunktiv :rolleyes: ) allerdings soweit in Ordnung. Gab natürlich auch diese Eigenmarken-China-Dinger, neu für 2000. Die wären seinen Angaben nach zwar dort gefertigt, aber auch schon ganz gut, es würden auch die Teile (Hämmer usw.) größtenteils aus Deutschland benutzt, gäbe auch 5(?) Jahre Garantie da drauf. Aber wie ich hier auch so gelesen habe sollte man von solchen Dingern lieber die Finger lassen oder?

Die bieten auch Mietkauf an, wobei dann natürlich 3% Kaufpreis * mind. 6 Monate + Transportkosten (120 meinte er * 2) dann auch nicht gerade geschenkt sind, wenn man es dann doch nicht nimmt, aber wäre wohl sonst sicher noch das sinnvollste.


Ich habe Siedler die zweite Variante (Digi) angedient, weil ich so zwischen den Zeilen einen Charakter vermutet habe, der darunter leiden würde, wenn seine Eltern Stress bekommen würden.

Naja davon abgesehen müssten sie natürlich erstmal überhaupt überzeugt werden bzw. muss ich mich erstmal selbst überzeugen, bevor dann das nicht existierende Haustier ermordet werden kann. ;)

Bei einem E-Piano ist der Preisverlust seeehr hoch.

Hmm, laut meinem ehemaligen Keyboard-Lehrer wäre das bei denen angeblich auch nicht so schlimm wie jetzt z.B. bei reinen Keyboards. Der hätte eins für 1800 gekauft und könntes nach 6 Jahren immer noch für 1500 verkaufen?


Vielleicht nochmal zu meinen - äh - "Ambitionen": Ich möchte nicht Musik studieren und es ist auch nicht mein primäres Hobby in meinem Leben. Würde aber trotzdem wie gesagt sehr gerne Klavier lernen, einfach um wieder Freude zu haben, was zu spielen, und herausgefordert zu werden...
 
ubik
ubik
Dabei seit
6. Jan. 2007
Beiträge
1.950
Reaktionen
3
Der erzählte mir dort, dass er auch einige Klaviere in unserer Wohngegend hier verkauft/mietet hat, und es da angeblich eigentlich keine Probleme gäbe und man es bei gedrücktem mittleren Pedal (bzw. mit dann innen mit einem Hebel, wenn die kein mittleres haben?) und evtl. "Dämpfplättchen" oder was es da auch immer gibt, in anderen Wohnugen nicht großartig hören würde.

Das würde ich an deiner Stelle lassen, weil du dann beim Spielen keinen schönen Klang erzeugen kannst und genau das sollte man beim Klavier spielen am meisten beachten.

Aber wie ich hier auch so gelesen habe sollte man von solchen Dingern lieber die Finger lassen oder?

Ja, kauf auf keinen Fall so ein Klavier.

Die bieten auch Mietkauf an, wobei dann natürlich 3% Kaufpreis * mind. 6 Monate + Transportkosten (120 meinte er * 2) dann auch nicht gerade geschenkt sind, wenn man es dann doch nicht nimmt, aber wäre wohl sonst sicher noch das sinnvollste.

120 Euro ist ein bisschen viel. Ich hätte für den Transport 50 Euro zahlen müssen, war aber bereits im Preis mit drin.

Hmm, laut meinem ehemaligen Keyboard-Lehrer wäre das bei denen angeblich auch nicht so schlimm wie jetzt z.B. bei reinen Keyboards. Der hätte eins für 1800 gekauft und könntes nach 6 Jahren immer noch für 1500 verkaufen?

Das ist Schwachsinn. Mein E-Piano habe ich damals (vor eineinhalb Jahren) für 2200 Euro gekauft (so um den Dreh), jetzt kostet es nur noch 1600 Euro und zwar neu! Also 600 Euro Unterschied. Da könnte man echt weinen. Ich will gar nicht wissen, wieviel es heute gebraucht kostet.


Vielleicht nochmal zu meinen - äh - "Ambitionen": Ich möchte nicht Musik studieren und es ist auch nicht mein primäres Hobby in meinem Leben. Würde aber trotzdem wie gesagt sehr gerne Klavier lernen, einfach um wieder Freude zu haben, was zu spielen, und herausgefordert zu werden...

Hm. Dann muss es nicht unbedingt ein "akzeptables" Klavier für 3000 Euro sein. Die Sache ist nur die: Wenn du mal später weiter fortschreiten willst, brauchst du ein besseres Klavier zum Üben. Deswegen finde ich es nicht so sinnvoll jetzt ein schlechtes Instrument zu kaufen, um es später gegen ein besseres auszutauschen. Wenn du keine Freude mehr am Klavier spielen hast (was recht selten vorkommt), kannst du ja das bessere Klavier immer noch verkaufen und zwar mit wenig Verlust (im Gegensatz zum E-Piano).
 
ChrisSilver
ChrisSilver
Dabei seit
31. Mai 2008
Beiträge
741
Reaktionen
14
das war vilelleicht ein bisschen aggressiv, tut mir Leid.

Ich kann nicht sagen, ob Digi oder Klavier besser ist. Ich meine nur, dass das Argument, ein Digi schaffe eine Brücke, unschlüssig ist.
 
 

Top Bottom