Wann löst das e-Piano das Klavier ab?

Dieses Thema im Forum "Klavier/Digitalpiano/Keyboard kaufen, reparieren.." wurde erstellt von reymund, 21. Dez. 2017.

  1. joeach
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    joeach

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    Und der Baß läßt sich beim Digi auch noch beliebig verstärken und aufblasen.

    Ich habe sogar den Verdacht, daß das der Grund ist, warum manch einer meint, ein mittelmäßiges Digi würde besser klingen als viele Klaviere oder auch Flügel, obwohl es einfach nur discomäßig dröhnt.
     
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  2. abschweb
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    abschweb

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    Eure Digi-Lästerei lässt mich kalt - ist weiß es besser.
    Ich habe auf vielen Pianinos (das beste von denen war ein Bösendorfer, aber die meisten waren sehr bescheiden) und einigen mäßigen, aber auch auf sehr guten Flügeln (Bechstein, Steinway) gespielt.
    Und trotzdem bin ich immer noch täglich von meinem Tastenteil begeistert. Warum wohl?

    Und Literatur mit Harfentechniken muss ich nicht unbedingt spielen, es gibt genug Stücke mit klassischer Tastentechnik (auch zeitgenössische).

    Grüße
    Manfred
     
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  3. Andre73
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    Ein Digi mit Kopfhörern ist wirklich inzwischen eine tolle Sache - oft hört man hier ja auch sehr widersprüchliche Aussagem (Silent: "Man wusste gar nicht, ob man den Modus schon gewechselt hat, aber Digis klingen kacke"...aha, alles klar, Logik 6, setzen).

    Wenn man noch vernünftige extra Monitore dazukauft, kann man beim Digi noch mal sehr viel rausholen (wenn es nicht in einer Ramschecke am akustischen Katzentisch steht).
    Denn die eingebauten Lautsprecher stehen meist weit am Ende der Kostendruck-Liste. Wenn man weiß, dass wirklich gute Lautsprecher und Verstärker nun mal mehrere 100 Euro kosten, der kann sich vorstellen, dass diese selbst in den 3000 Euro Geräten nicht verbaut werden, sondern eher so 50 Euro Chinadinger. Es gibt schließlich noch genug andere einzupreisende Komponenten am Digi: Mechanik, Korpus, Hardware, Software etc.

    Gute digitale Soundanlagen sind eben nix Billigheimer-mäßiges - viele hier kennen sowas doch gar nicht wirklich. Digis mit solchen Systemen sind aber zu nischig und hätten keinen Markt.

    Ich finde Silents eine Super Sache, Kopfhörer -> Digimodus, funzt echt gut. Laut sielen wollen -> nicht superteure Soundanlage sondern halt der gute alte Analogverstärker mit Drahtseilen und Reso ;)
     
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  4. joeach
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    Stimmt.

    Ich z.B. kenne ja nur das:

    DSC07158 - Kopie.JPG


    :-D
     
  5. Andre73
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    Sowas kann aber immer noch lange nicht mit verteilten Surround-Lautsprecherboxen mit Einmess-System mithalten. Der Aufwand steigt immens und der WAF sinkt ins Bodenlose ;)
    Dafür klingt ein Raum mit Einmess-System und guten Boxen einfach noch mal gaaanz anders als 2 immens aufstellabhängige Monitore auf dem Digi vor dem Ohr (habe auch beides hier, kein Vergleich, so sehr ich auch meine Digi-Boxen liebe...gerade Bass dröhnt sich ohne Einmessung gern im Raum fest)

    Ich vermute mal das Hauptproblem ist einfach die Punktabstrahlung von Sound bei klassischen Lautsprechern, die ist scheinbar ohne Filter-Equalizer deutlich Aufstellungsabhängiger und weniger atmosphärisch als ein flächiger Resonanzboden mit schwingender Saite.
    Es gibt auch so Flächenmembran-Lautsprecher, aber die sind schweineteuer, selten und ich hab keinen zum Vergleich hier.

    Ich wiederhole:
    Gute Digis mit guten Kopfhörern -> gute Sache.
    Digis mit Lautsprechern -> viel zu viel Aufwand/Kosten um das auf das selbe Niveau wie mit Kopfhörern zu bringen. Dann lieber gleich das Original.
     
  6. joeach
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    Damit hast du meine volle Zustimmung:super:
     
  7. abschweb
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    Vielleicht ist genau das das Geheimnis meines Digis, dass da dieser Aufwand eben nicht gescheut worden ist.
    Jedenfalls steht der Lautsprecherbetrieb dem Kopfhörerbetrieb um nichts nach, eher im Gegenteil.
    Hat ja auch fast 9K gekostet.

    Lieber das Original?
    Unsinn, wer so ein Digi kauft, hat Nachbarn und eben keine einsame Villa mit entsprechendem Salon und vielleicht auch keine 100K locker.

    Grüße
    Manfred
     
  8. Andre73
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    Ich kenne nur das Foto deines Digis. Sehr gute Lautsprecher brauchen Volumen oder Fläche, die Physik hat noch keiner genackt. Sehe ich dort nicht. Letztlich auch egal und hoch subjektiv.

    Wenn Du es im Lautsprechermodus betreibst, ist das Nachbar-Argument in diesem Moment hinfällig - darum geht es ja.
    Ein Silent kann man eben hin- und herschalten, Kopfhörer für Nachbar-kompatibles Leise-üben, Echtmodus sonst.

    Es gibt durchaus Digis, die keine Kompromisse eingehen, Roland V-Piano Grand z.B., da sind dann auch Verstärker und Lautsprecher keine China-50 Euro-Stangenware, z.B.: https://www.roland.com/us/products/v-piano_grand/
    Nur gehen dann eben viele Vorteile flöten: Das Teil ist groß und teuer, kauft kaum einer. Wahrscheinlich kannste die Käufer in Deutschland an 2 Händen abzählen.
     
  9. abschweb
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    Mir scheint, du willst ein Pianino mit Silent dem Digi-Interessenten anpreisen.
    Für einen anständigen Flügel brauchst du auch einen angemessenen Platz.
    Mit meinem Digi konkurriert nur ein Flügel, kein einziges Pianino, was ich jemals unter den Fingern hatte. Auch linkes und mittleres Pedal möchte ich nicht mehr missen.

    Grüße
    Manfred
     
  10. joeach
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    Zuletzt bearbeitet: 24. Dez. 2017
  11. alba63
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    Verstehe ich das richtig, wir reden hier vom Yamaha Modus H01 und du meinst, dieses klinge besser als alles außer einem einzigen Flügel?
    Da ich ja inzwischen so einiges an Digis angespielt habe, mit schwingenden Resonanzböden und "Transducern" usw. usw., und wenn ich das Foto des Modus sehe.... :-)
     
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  12. stoni99
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    Staun!
    Hätte ich nicht gedacht. Muss man sicher mal live hören.
    Das H01 wird wohl nicht mehr verkauft. Ist das F02 der Nachfolger?:denken:
     
  13. reymund
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    reymund

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    Man kann ja eine vorhandene HIFI Anlage anschließen, und das ganze über Röhrenverstärker spielen lassen .
    Und jetzt muss ich erst mal arbeiten, auf einem Hof gibt es keine Feiertage. Die Tiere müssen raus, die Ställe sauber gemacht werden, Futter und Einstreu von den Lagerplätzen geholt werden und und und .....
     
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  14. Barratt
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    Ist das überhaupt noch auf dem Markt? Meine Schnellrecherche ergab nur einen Treffer auf Ebay.

    Dies scheinen zwei mögliche Zukunftsoptionen zu sein, aber da muss sich noch etwas tun. Ich nenne mal meine Vorbehalte gegen solche hochpreisigen Elektrogeräte:

    1. Das "Black-Box-Phänomen". Vergleich: Computer. Solange alles funktioniert - wunderbar. Irgendetwas ist defekt: Niemand findet die Ursache. Oder sie ist nicht zu beheben, weil der Defekt auch für sogenannte Fachleute ein Rätsel ist und das Gerät einer kostspieligen Tiefenanalyse unterzogen werden muss, Erfolg ungewiss. Ultima Ratio: Festplatte neu formatieren, Betriebssystem neu aufspielen oder naheliegender: Neues Gerät kaufen. Nennt mich borniert, ist bei mir bzw. meinem Umfeld schon zu oft geschehen. Ich kenne die vegetativen Stressreaktionen der sogenannten Experten. Nu ist der Preis für einen neuen PC oder ein neues Laptop nichts, was einen in die Knie zwingt. Die zitierten Geräte spielen buchstäblich in einer anderen Liga.

    2. Ganz schnöde: Der Preis. Der komplette Digitalpianomarkt lehrt die Kurzlebigkeit der Modelle. Die Halbwertszeit ist erschreckend, und schon kommt das Nachfolgemodell auf den Markt. Und immer so weiter. Wenige Jahre später ist die Garantie abgelaufen, und ob dann noch Ersatzteile bevorratet werden ... :lol: Nee, sorry, ich glaube nicht mehr an die dauerhafte Reparierbarkeit von elektrischen Geräten. Für die kaputte Hochpreis-Kaffeemaschine, die teure LED-Klavierlampe oder Niedrigpreis-Gefriertruhe, die lt Hersteller unrettbar kaputt sind, hat man noch den alleskönnenden polnischstämmigen Bekannten, oder der alleskönnende polnische Bekannte hat einen polnischen Bekannten, dessen Schwager [... etc.] (alle drei Beispiele selbst erlebt). All diese Elektroinstrumente sind zu teuer, um so ein Wagnis einzugehen. Ein Elektrogerät, das preislich oberhalb der 10.000 liegt, ist für Privatleute unattraktiv (anders sieht es für Gewerbliche aus, die das Teil abschreiben können).

    3. Der Flügel für 45.000 € ist ein Invest für Generationen. Schäden aller Art sind reparierbar, und zwar nicht nur von wenigen Spezialisten weltweit, sondern von jedem Klavierbauer. Das übersteht Überspannung (bei Gewitter), Stromausfälle, Bombennächte. Ich wäre zu geizig für so ein tolles Alpha-Dingens (ehrlich, die hochwertigen Digis gefallen mir wirklich!), das mir jedes Gewitter in Elektroschrott verwandeln kann oder das kaputt geht und niemand weiß warum.

    Was mechanisch funktioniert, lässt sich aufklappen, nachgucken, man sieht irgendwas, man tauscht irgendwas aus - Problem behoben. Software hingegen ... :lol::lol::lol: Tut mir leid, kein Vertrauen, und schon gar nicht für diesen Preis.
     
  15. agraffentoni
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    agraffentoni

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    hatte mal der Keyboarder von Konstantin Wecker auf der Bühne im Einsatz...
     
  16. Barratt
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    Gewerblich - zählt nicht. ;-)
     
  17. Father
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    Father

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    Naja, aber für 45.000 Euro kaufe ich auch ca. 15 sehr gute DP's. Wenn man mal schaut, dann gibt es genügend Leute die ihr DP bereits seit 25 Jahren spielen. Von den Stimm- Wartungs- und Reparaturkosten eines akustischen Flügels oder Klaviers wollen wir dabei noch nicht einmal reden.....

    Trotzdem haben beide, das akustische, wie auch das digitale Instrument seine Berechtigung mit allen Vor- und Nachteilen auf beiden Seiten. Mittelfrisitg gibt es bei mir auch beides. Allerdings "nur" ein akustisches Klavier dazu. Einen Flügel kann ich nicht stellen und mir auch nicht leisten...

    Ihr könnt euch schon mal auf eine baldige Kaufberatung freuen :-)




    Fröhliche Weihnachten!
     
  18. agraffentoni
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    agraffentoni

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    nicht gekauft, nur geliehen...

    - Die ganzen E-Pianos mit Flügelmechanik sind eigentlich nur eine Weiterentwicklung des
    EliteTrainers von Seiler aus den 90ern...
     
  19. SingSangSung
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    SingSangSung

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    Moin,

    wie oben schon angedeutet ist ein entscheidender Unterschied zwischen einem echten Instrument und einem Digi der Raumklang.

    Es gibt Hersteller, die dem Rechnung tragen. Manche E-Pianos haben 6 Lautsprecher.

    Ich denke schon, dass ein Digi, wo man viele sehr leistungsstarke Lautsprecher auf einer flügelähnlichen Fläche verteilt, sich sehr ähnlich verhalten könnte (sowohl vom Klang als auch der Spielbarkeit) wie ein Flügel. Dann bräuchte das Instrument aber auch so viel Platz wie ein Flügel und wäre auch genauso laut wie ein Flügel.

    Ein entscheidender Aspekt wurde m.E. noch nicht oft genug betont: Der Aspekt der besseren Transportierbarkeit eines Digis. Nach meiner Erfahrung treten, sobald man in einer Gruppe Musik macht, die Nachteile eines Digis stark in den Hintergrund (dass es im Raum nicht so klingt, merkt man weniger, wenn weitere Instrumente im Raum klingen). Dafür spielen die Vorteile eine stärkere Rolle. Allein schon, dass ein Digi immer gut gestimmt ist! Man kann sogar den Kammerton anpassen!

    Ich habe ein Klavier, einen Flügel und ein Digi. Den Flügel benutze ich am häufigsten, das Klavier am seltensten. Denkt Euch, was Ihr wollt.
     
  20. Bassplayer
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    Bassplayer

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    Weißt du wie lange Yamaha, Kawai und insbesondere Roland auf ihrer Edeldigis Garantie geben? Kleiner Tipp: mehr als 3 Jahre und bei einem Hersteller ist die Zahl zweistellig.

    Weißt du, nach wie vielen Jahren ein Digi im Durchschnitt entsorgt wird? Ich weiß es nicht, nur dass ich mein Digi nach 15 Jahren voll funktionsfähig verkauft habe. Reparaturen: 0

    Dass neue Modelle rauskommen mit meist winzigen Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell, führt nicht dazu, dass ein Vorgänger unbrauchbar würde, auch wenn sein Marktwert sinkt. Anders als ein PC behält es seine Performance vollständig bei, weshalb dieser häufige Vergleich so sehr hinkt.

    Ich finde deshalb, deine Aussagen sind übertrieben, beruhen nicht auf Fakten und sind für unkundige Leser irreführend.
     
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