Wann löst das e-Piano das Klavier ab?

Die Diskussion erinnert mich ein bisschen an die Mär von der angeblichen Verarmung der deutschen Sprache durch Anglizismen. :lol:

Durch das Nebeneinander von akustischen und digitalen Klavieren wird heute so viel Klavier gespielt wie noch nie - jeder kann sich aussuchen was ihm lieber ist und das wird noch lange so bleiben.

Die Verkaufszahlen an akustischen Klavieren und Flügel ( neu + gebraucht ) war wohl auch noch nie so hoch wie die letzten beiden Jahre...

Allenthalben ist eine Verrohung der Gesellschaft zu beklagen – und dann darf man so eine frohe Botschaft zur Kenntnis nehmen.
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Man sollte elektrische und mechanische Instrumente gar nicht als einander ausschließende Gegensätze begreifen und erst recht nicht von einem fiktiven Enddatum der Pianoproduktion reden (selbst wenn kein einziges mechanisches Instrument mehr hergestellt würde – es sind Massen im Umlauf, die würden dann mangels nachwachsender Neuinstrumente noch aufmerksamer gewartet, gepflegt, restauriert).

Man könnte sich ein Digitalpiano sogar ins Büro stellen und in der Pause darauf üben, während die Kollegen sich irgendeinen Fraß reinpfeifen. Mach das mal mit einem mechanischen Instrument. ;-) Personen, die in Hoch- oder Mehrfamilienhäusern leben, bleibt das Klavierspiel nicht mehr versagt. Und so weiter. Gleichzeitig wird es immer Menschen geben, die einem "echten" Instrument den Vorzug geben oder sich beides hinstellen, um von den Vorteilen beider Varianten zu profitieren.

Ick findet jut. Die Entwicklung auf dem Digitalpianomarkt empfinde ich als Chance. Ich gehe davon aus, dass die Beschäftigung mit Musik und das Erlernen eines Instruments "Herz und Charakter bildet". Wer Klavier spielt, tritt keine Passanten zusammen, sondern sitzt daheim und übt. :heilig:
 
Wenn japanische und chinesische Unternehmen meinen das so das große Geschäft zu machen ist werden sie morgen die Welt der Pianos bestimmen. Das e-Piano wird in dem Sektor die Nr. eins werden, weil klein, mit Kopfhörer zu spielen eben ideal für kleine Wohnungen. Es werden erstklassige Klaviere aus China kommen, China lernt sehr schnell. Das müssen gerade die Optische Teleskophersteller erfahren. Waren bis vor einigen Jahren die Teleskope aus China der reinste Kernschrott, so sind sie heute nicht mehr zu unterscheiden.
In China gilt der Spruch " You get what you pay for"
 
Mal ein Frage , was meint Ihr wann wird es keine richtigen Klaviere mehr geben? Wann ist das e-Piano so gut das selbst der beste Fachmann keinen Unterschied mehr hört ?

Am 31.12.9486 wird die letzte Firma, die noch richtige Klaviere baut, in China zusperren. Die Deutschen und Japaner werden da schon schon 284 Jahre keine Klaviere mehr gebaut haben. 9536 wird dann das letzte noch spielbare Klavier entsorgt werden. Das e-Piano wurde da auch schon längst durch das y-Piano abgelöst (Das übrigens wesentlich besser ist, als sämtliche Konzertflügel zusammen) und und es gibt auch fast keine Firmen mehr, die so etwas bauen
 
Man könnte sich ein Digitalpiano sogar ins Büro stellen und in der Pause darauf üben, während die Kollegen sich irgendeinen Fraß reinpfeifen. Mach das mal mit einem mechanischen Instrument. ;-) Personen, die in Hoch- oder Mehrfamilienhäusern leben, bleibt das Klavierspiel nicht mehr versagt. Und so weiter. Gleichzeitig wird es immer Menschen geben, die einem "echten" Instrument den Vorzug geben oder sich beides hinstellen, um von den Vorteilen beider Varianten zu profitieren.

Ick findet jut. Die Entwicklung auf dem Digitalpianomarkt empfinde ich als Chance. Ich gehe davon aus, dass die Beschäftigung mit Musik und das Erlernen eines Instruments "Herz und Charakter bildet". Wer Klavier spielt, tritt keine Passanten zusammen, sondern sitzt daheim und übt. :heilig:

Im Segment der neuen Klaviere und Flügel haben die SILENT-Versionen die deutlichsten Zuwächse und stärkste Nachfrage - das wird sich noch steigern und nur mit dem SILENT-System und Verbindung zum Tablet und I-Net hat das Klavier eine ernstzunehmende Zukunft - das ist aber in diesem Forum noch nicht angekommen.
 
Im Segment der neuen Klaviere und Flügel haben die SILENT-Versionen die deutlichsten Zuwächse und stärkste Nachfrage - das wird sich noch steigern und nur mit dem SILENT-System und Verbindung zum Tablet und I-Net hat das Klavier eine ernstzunehmende Zukunft - das ist aber in diesem Forum noch nicht angekommen.

Ich sehe es anders: Digis und mechanische Klaviere werden vielleicht irgendwann einmal gleichberechtigt den Markt beherschen. Das Digi aufgrund der elektonischen Möglichkeiten und des günstigen Preises wegen, das Pianoforte aufgrund seiner enormen Langlebigkeit und des naturbelassenen Tones. Selbst das Cembalo wurde weder vom Klavier noch vom Digi verdrängt. Genau so könnt man auch sagen "wann verdrängen chemisch hergestellte Lebensmittel die natürlichen" Nie. Nicht weil chemisch hergestellte Lebensmittel abscheulich schmecken würden, sondern weil es immer Menschen geben wird welche den authentischen Geschmack möchten.
Ich bräucht ja auch keine Maler mehr, läßt sich alles über PC herrichten.....ist aber nun mal koa Ölgemälde ned.

LG
Henry
 

Es ist doch so, Digis werden immer, vor allem wenn man in einer hellhörigen Wohnung wohnt, von Vorteil sein. Es gibt auch sehr hochwertige Digis (wie das von @abschweb ) aber wenn man ein freistehendes Haus ohne dirkete Nachbarn hat, wird man sicher auch noch in vielen Jahren lieber ein akustisches Instrument bevorzugen. Ich finde beides hat seine Vorteile und wird auch noch lange so bleiben.
 
Solange es keiner schafft, den Sound eines Klaviers perfekt zu generieren, wird es immer Klaviere geben müssen. Aktuelle Digitalpianos nutzen Samples, also aufgenommene Klavier zur Klanggeneration. Die Sounds der Digitalpianos werden deshalb besser, weil die Hard- und Software besser wird, diese Klänge abzuspielen. Mit den fortschreitenden Entwicklungen verändern sich auch die Anforderungen an die Samples. Es müssen also immer mal wieder neue Samples gemacht werden, um Digitalpianos zu füttern.
Solange das der Fall ist, sind Digitalpianos immer nur ein Wiedergabegerät und können maximal ähnlich gut, nie aber besser sein als ein echtes Gerät.
 
Solange es keiner schafft, den Sound eines Klaviers perfekt zu generieren, wird es immer Klaviere geben müssen. Aktuelle Digitalpianos nutzen Samples, also aufgenommene Klavier zur Klanggeneration. Die Sounds der Digitalpianos werden deshalb besser, weil die Hard- und Software besser wird, diese Klänge abzuspielen. Mit den fortschreitenden Entwicklungen verändern sich auch die Anforderungen an die Samples. Es müssen also immer mal wieder neue Samples gemacht werden, um Digitalpianos zu füttern.
Solange das der Fall ist, sind Digitalpianos immer nur ein Wiedergabegerät und können maximal ähnlich gut, nie aber besser sein als ein echtes Gerät.
moin moin,
schon mal was von Pianotec, V-Piano oder Physical Modeling gehört?
 
Solange es keiner schafft, den Sound eines Klaviers perfekt zu generieren, wird es immer Klaviere geben müssen. Aktuelle Digitalpianos nutzen Samples, also aufgenommene Klavier zur Klanggeneration.
Samples kommen schon seit längerem aus der Mode. Samples stammen zudem fast ausschließlich von Konzertflügeln. Niemand baut Digitalpianos, die klanglich die Einschränkungen eines aufrechten Klaviers nachbilden. Digitale Konsolenklaviere kommen traditionell schon immer mit einem Flügelklang. Das aufrechte Klavier ist als Sample-Klangquelle so gut wie bedeutungslos.

Inzwischen arbeitet die Branche jedoch daran, Leuten mit wenig Platz und/oder Geld auch das Spielgefühl-Erlebnis eines großen Flügels bieten zu können. Eine aufrechte Klaviermechanik auch mit Silent-Funktion bietet dies schlicht nicht. Auf genau diesem Gebiet findet bei Digitalpianos inzwischen die hauptsächliche Entwicklungsarbeit statt.

Fernziel ist, daß sich jemand in ein oder zwei Jahrzehnten in seinem innerstädtischen Apartment an die täuschend echt nachgebildete Front eines Yamaha CFX oder Shigeru Kawai SK-EX setzen und volle Konzert-Atmosphäre genießen kann. Ohne 250.000 € für ein Instrument oder 25 Millionen € für das notwendige Haus um den Flügel ausgeben zu müssen. Ob bei der Zielgruppe dann noch großes Interesse an seit Jahrzehnten unveränderten akustischen Pianinos besteht?
 
Es wird auch weiterhin Leute geben die Handwerkliche Arbeit zu schätzen wissen, aber die Klaviere werde im Preis dann sehr hochwertig sein. Sieh das Beispiel mit den Uhren. Es gibt heute hauptsächlich Kunststoff Kanus aber einige leisten sich wieder Kanus in Holzbauweise. Die Beispiele kann man fortsetzen, der Beruf des Klavierbauers wird sich stark verändern wenn sie überleben wollen wird Elektronik dazukommen .
Das e-Piano wird für die meisten der Einstieg werden, wie es dann weitergeht wir der Einzelne dann für sich selber entscheiden müssen.
 

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