E-Piano statt Klavier – guter Start oder Sackgasse?

  • Ersteller Ersteller Joe1604
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  • #41


hier ein Bilderlink, ein paar hatten ja schon gefragt. Hier erkennt man auch das Platzangebot vor der festen Bank (Bitte nicht meckern, ist auf dem Foto noch in der Mitte des Umbaues gewesen) wie auch ein paar andere Fotos. Er wurde nun erst langsam final fertig. Davon hatte ich noch keine Fotos gemacht
 
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  • #42
@Joe1604
Die Tipps zu Tastatur und Spielgefühl sowie deren möglichst große Vergleichbarkeit mit echten Klavieren oder Flügeln dient vor allem der Vorsorge.

Als ich nach knapp 25 Jahren mit eher seltenen Besuchen bei meinem Klavier wieder bei ihm eingezogen bin, dachte ich beim ersten Anspielen nur "Auweia" .. und das lag nicht an der Verstimmung (die es natürlich hatte).
Ich hatte davor ca. 7 Jahre lang das Digitalpiano (Kawai cn290 ... das Ding bauen die langenicght mehr, aber die Spezifikationen kann man sich bei Kawai noch ansehen). Zu wenig Polyphon (man hört, wie bei durchgetretenem Pedal nach und nach Töne wegbleiben), es ist viel zu freundlich und es ist viel zu leicht darauf schön zu spielen (das klingt zu schnell zu gut ... im Rahmen der klanglichen Möglichketen natürlich).
Wieder mit meinem alten Klavier (auf dem ich im Grunde die Klavierspielen gelernt hatte) warm zu werden, hat mich jetzt knapp 3 Jahre Arbeit gekostet.

Ich finde es schön, wenn jemand davor bewahrt wird, vor einem echten Klavier zu sitzen, und sich vorzukommen, als müsse er erstmal wieder laufen lernen.
Es gibt Modelle, die vom Feeling her gut mithalten können (und man musss nichtmal dringend 5000 dafür ausgeben) ... auch in portabler Vatiante, die man in einem Wohnmobil platzsparend verstauen kann.
Sound können Programme wie Pianotq auch ziemlich solide liefern.

Würde ich heute nach einer neuen Digital-Lösung Ausschau halten, würde es wohl eine reine MIDI-Klaviatur.. Einen Laptop oder PC habe ich ja sowieso, und da MIDI auch über USB geht, gibts da keine Probleme.
Meins kann ich nur über das USB-Audiointerface als MIDI-Controler nutzen.
 
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  • #43
Eine gute gewichtete Tastatur hat wegen der Tastenlänge eine gewisse Größe und wegen der aufwändigeren Mechanik auch ein recht spürbares Gewicht. Der Aufwand ist auch zu bezahlen. Darunter wird es stärker kompromissbehaftet.

Ein Kawai MP11 SE mit Pianoteq 9 kostet über 2.500 Euro, ein Roland RD-2000 EX kostet auch soviel, mit diesen Beträgen und 20 bis 30 kg muss man eben rechnen.

Es stellt sich nicht zuletzt auch die Frage, inwiefern eine zu "einfache Spielweise" problematisch ist, wenn man nur für sich selbst spielt und nicht den Anspruch hat, auch auf einem akustischen Instrument gut zu spielen.
 
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  • #44
Das gleiche erlebe ich grade auf meinem Schlagzeug. Ein akustik Set, das leider im Keller ein einsames Dasein gefristet hat. Über Weihnachten hab ich es in den Wohnraum geholt und auf e umgerüstet. Ein Kollege, der selbst ein sehr guter Schlagzeuger ist, kommentierte das nur mit "Mach Diich doch nicht unglücklich!" :004:
Für mich ist das aber die ideale Lösung. Ich sitze jetzt wieder fast jeden Tag dran und genieße das "entgegenkommende" Spielgefühl der leiseren Felle.
 
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  • #45
Es stellt sich nicht zuletzt auch die Frage, inwiefern eine zu "einfache Spielweise" problematisch ist, wenn man nur für sich selbst spielt und nicht den Anspruch hat, auch auf einem akustischen Instrument gut zu spielen.
Sehr gute Anmerkung!
hier ein Bilderlink
Toller Ausbau - das Ding ist ja auch viel größer als ich dachte. Kompliment.!
In dieser Klasse hat jedes Instrument seine Eigenheiten die für mich als Einsteiger aktuell jedoch noch kaum messbar
Ich denke, dass auch ein Anfänger die Unterschiede schon bemerken wird (vor allem, wenn ein fairer Verkäufer auch darauf hinweist). Ich zumindest konnte das damals ...
Finanziell wäre ich auch in der Lage ein Modell für 5000 zu kaufen, aber das wäre irrational.
Da hast Du sicher recht. Ich denke, man kann es am Preisrahmen ganz gut festmachen: Alles unter 800 wird seine Schwächen in den ersten 12-24 Monaten offenbaren. In der Klasse darüber (< 1.500/1800) wird es deutlich besser und Du hast eine gute Chance, sehr lange zufrieden zu sein. Nochmals höher wäre tatsächlich für den Moment irrational bzw. (noch) unnötiger Luxus.

Fazit: Investiere ein paar Hunderter mehr in die (untere) Mittelklasse und nimm dort das, was Dir am meisten zusagt - gerne auch mal eine/n erfahrene/n Klavierspieler/in mit einbeziehen. In einem großen Musikhaus*** mit vielen Marken hast Du eine reele Chance, hier auch perfekt beraten zu werden und im Dialog (!) mit dem Verkäufer das Richtige zu finden. Ich habe in dieser Hinsicht mit Thomann beste Erfahrungen gemacht, auch wenn mein Herz für kleine Händler schlägt. Aber Du brauchst erst mal viel Auswahl und Vergleichsmöglichkeiten.

*** Da kann man auch mal mit dem WoMo für 2 Tage hinfahren und evtl auf dem Parkplatz (in Bierfranken! :-D) übernachten. Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
 
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  • #46
Eine Sache noch zur Produktauswahl. Ich orte in den Beiträgen eine gewisse Neugierde und Verspieltheit. Auch diese Möglichkeiten können für die Auswahl des "Gerätes" von Bedeutung sein. Ein Roland FP-90X o.ä. bieten passable Klaviatur und akzeptable Klangbildung, dann ist aber die "Mission erfüllt".

Wenn man in Richtung eines RD-2000 EX geht bieten sich von der Klangformung, der Rückspeisung externer Klänge, den integrierten Klängen selbst ganz andere Möglichkeiten (was die Sache auch komplex machen kann). Meiner Frau ist das "Saxophon" des FP-90X aufgestoßen, beim RD-2000 EX war sie dann mit dem Sound zufrieden.
 
  • #47
Auf den Kopf gefallen bin ich nicht, aber ich habe absolut keine musikalische Erfahrung (außer natürlich im Hören).
Fang mal an und wenn es Dir Spaß macht und du selbst ein bischen Erfahrung hast dann schaust Du Dich bei Bedarf nach etwas Besserem um ...
 
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  • #48
Es stellt sich nicht zuletzt auch die Frage, inwiefern eine zu "einfache Spielweise" problematisch ist, wenn man nur für sich selbst spielt und nicht den Anspruch hat, auch auf einem akustischen Instrument gut zu spielen.
Vielleicht bin ich da etwas vorbelastet. Ich hab an echten Klavieren gelernt, und hatte dann einige Zeit nur ein Digitalpiano der unteren Klasse zur Verfügung.
Da hatte ich natürlich den Anspruch, auch auf meinem echten Klavier (wieder) gut spielen zu können.

Gleichzeitig:
Wenn ich mich an ein Klavier setze, dann habe ich an mich immer den Ansperuch, möglichst gut zu klingen (ich will dann ja schöne Musik hören) ... und ich musste leider feststellen, dass das nur schwer klappt, wenn ich ansonsten nur an meinem Kawai cn290 übe. Wirkliche Kontrolle über den Anschlag bringt einem das Ding nämlich nicht bei.
 
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  • #49
Vielleicht bin ich da etwas vorbelastet. Ich hab an echten Klavieren gelernt, und hatte dann einige Zeit nur ein Digitalpiano der unteren Klasse zur Verfügung.
Da hatte ich natürlich den Anspruch, auch auf meinem echten Klavier (wieder) gut spielen zu können.

Gleichzeitig:
Wenn ich mich an ein Klavier setze, dann habe ich an mich immer den Ansperuch, möglichst gut zu klingen (ich will dann ja schöne Musik hören) ... und ich musste leider feststellen, dass das nur schwer klappt, wenn ich ansonsten nur an meinem Kawai cn290 übe. Wirkliche Kontrolle über den Anschlag bringt einem das Ding nämlich nicht bei.
@Joe1604
Kommt drauf an welches digital Piano man hat.

Man bekommt das was man zahlt.

Höherwertige mit Resonanzboden sind sehr gut um auch Anschlagdynamik und differenziertes Spiel zu erlernen und alle anderen Feinheiten auch.
Das Pedal ist eine Krücke, klappt aber mit viel Übung und Gefühl auch ganz passabel bei mir jetzt.

Daher kaufe dir das was du dir leisten kannst dann gibt auch ein digitales Spass über längeren Zeitraum.

Wenn die Möglichkeit besteht das fest in das Wohnmobil einzubauen spricht nix gegen ein Wohnzimmer Klavier.
Vom Gewicht her nicht schwerer als eine kräftige Person.
 
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  • #50
Kommt drauf an welches Digital Piano man hat.

Man bekommt das was man zahlt.
Ich habe damals vor allem Wert darauf gelegt., überhaupt wieder Tasten im Haus zu haben. Also wurde es ein altes Modell ... gebraucht ... für 350,- EUR.
Und das war genau das, was ich mir damals ohne Kredit habe leisten können.

Die Alternative wäre gewesen, ein neues Instrument über 2 Jahre abzustottern, und trotzdem nichts Tolles zu bekommen.
Ich weiß, dass das erst jenseits meines Budgets los geht.
 
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  • #51
@DerOlf
Das finde ich vollkommen richtig, dass du dir das gekauft hast was für dich damals gepasst hat.
Auch freue ich mich darüber, dass du wenigstens wieder ein echtes akustisches jetzt spielen kannst .
Der Post war an den TE gerichtet.
 
  • #52
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  • #53
@DerOlf
Dann sitzen wir beide im selben Boot
 
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  • #54
@Joe1604
Kommt drauf an welches Digital Piano man hat.

Man bekommt das was man zahlt.

Höherwertige mit Resonanzboden sind sehr gut um auch Anschlagdynamik und differenziertes Spiel zu erlernen und alle anderen Feinheiten auch.
Das Pedal ist eine Krücke, klappt aber mit viel Übung und Gefühl auch ganz passabel bei mir jetzt.

Daher kaufe dir das was du dir leisten kannst dann gibt auch ein digitales Spass über längeren Zeitraum.

Wenn die Möglichkeit besteht das fest in das Wohnmobil einzubauen spricht nix gegen ein Wohnzimmer Klavier.
Vom Gewicht her nicht schwerer als eine kräftige Person.
Wenn ich etwas fest einbaue werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit zwangskastriert :D Ich habe mir nun das Roland 30x neu bestellt. Bei mir geht es erstmal um alle Basics. Wenn ich am Ball bleibe gehe ich sowieso nach der Reise zu einem Klavierlehrer und schaue wo die ganze Sache hingeht. Danach kann ich auch tiefer in die Tasche greifen. Für mich ist das Roland 30x für 600 Euro ein überschaubares Risiko und gutes Mittelgewicht. Wenn es mir nicht liegen sollte werde ich max. 250 Euro in den "Sand" gesetzt haben bei dem Wiederverkauf. Wenn es richtig losgeht ebenso für ein Upgrade auf etwas größeres oder als solides kleines Reisebackup. Mein Ziel sollte erst einmal sein die Basics ohne Klavierlehrer möglichst gut zu begreifen und umzusetzen. Es werden sich mit Sicherheit viele Fehler einschleichen, aber wenn es mir schon einmal Spaß macht und ich kleine Fortschritte erziele ist das Ziel schon einmal erfüllt.
 
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  • #55
@Joe1604
Guter Entschluss !
Ich wünsche dir viel Freude an den Tasten 🎹
 
  • #57


hier ein Bilderlink, ein paar hatten ja schon gefragt. Hier erkennt man auch das Platzangebot vor der festen Bank (Bitte nicht meckern, ist auf dem Foto noch in der Mitte des Umbaues gewesen) wie auch ein paar andere Fotos. Er wurde nun erst langsam final fertig. Davon hatte ich noch keine Fotos gemacht

Mein Wohnmobil ist 5,59 m lang.

Da muss das Yamaha NP 12 reichen. 1492870850896.jpeg

Da, wo die Windhundin liegt, befindet sich normalerweise ein Tisch und eine Bank. Fahr- und Beifahrersitz sind drehbar.
Als sie nicht mehr ins Heckbett springen konnte um sich dort, in der Besucherritze breit zu machen und den Menschen nur wenig Platz zu lassen, mussten wir umbauen.
 
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  • #58
Ich jammere nur gern drüber, dass ich für dieses Hobby eigentlich nicht einkommensstark genug bin.
"Westfälischer Dreikampf", mit Musik-Erweiterung.
Haus, Baum, Sohn. Dann Flügel.

Habe ich auch erst mit fast 55 realisieren können. Nach mega schweren Berufsjahren, dann riesigen Batzen Weihnachtsgeld und einer kleinen Lebensversicherung. OK, ist dann ein langer Otto geworden, hätte ein kürzerer Otto schon 15 Jahre eher sein können... Mangels Wissen.

Das oftmalige Gejallere hier betreffs dem Rat, sich einen Flügel anzuschaffen, blendet in aller Regel aus, dass sowas bei jüngeren Menschen, deren Elternhaus nicht klavier- oder musikhaltig ist, meist auf lange Jahre ausscheidet.

Einzige Ausnahmen, die ich kenne, sind zwei claviotische Jungs. Der eine, der seinen Papa so lange belatschern konnte, bis der das Portemonnaie für einen gebrauchten asiatischen Stutzflügel aus einem Restaurant um dreieinhalb ca. öffnen mochte, und ein Chemie-Genie, der schon im Alter von 14, 15 ein Schulbuch hatte schreiben und erfolgreich verkaufen können, und vom Erlös sich dann einen gebrauchten Steinway B kaufte.
 
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  • #59
Ich habe mit 20 meinen ersten Flügel gekauft, hatte dann lange (überschaubare) Schulden.
 
  • #60
Ich hätte natürlich gerne einen Flügel ... aber Menschen werden nunmal ohne geboren und zum Fliegen braucht man eh zwei.
:lol:
Aktuell wäre vor allem der Platzbedarf problematisch.
Das Budget wäre halt begrenzt, aber das bin ich ja gewohnt.
 
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