Triole

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newbie123

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Hallo

gibt es eigentlich ein Pauschalrezept wie man eine Triole immer im richtigen Tempo spielt. Beispielsweise habe ich eine Triole mit 3 Achteln diese 3 Achtel sollen ja nun solange wie 2 Achtel gespielt werden. Wenn ich aber nun beispielsweise "eins und.." zähle, dann komme ich aus dem Zähltempo bei der Triole. Also was kann man tun? Wenn ich das Stück dann auf CD höre und es nachspiele kann ich das Tempo natürlich nachahmen und richtig spielen, aber ich weiß noch nicht wie ich von allein die Triole im richtigen Tempo spiele.

Gruß
 
ubik

ubik

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Ok, du klatscht folgendermaßen:

1 2 3 4
ach-tel ach-tel tri-o-le ach-tel


Das ist jetzt ein Beispiel für nen 4/4 Takt. Du sprichst die Wörter Ach-tel so, als ob du Noten im Wert von achteln spielen würdest und Tri-o-le so, als ob du Noten im Wert von Triolen spielen würdest.


Also:

1 2 3 4
jam-tam jam-tam jam-tam-tam tam-tam


:D
 
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newbie123

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Ok. Das werde ich mir mal zu Gemüte führen, wenn mein Begriffsvermögen, aufgrund weniger Verschlafenheit als jetzt im Moment, gestiegen ist.:)
 
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rappy

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Zähle am besten immer in Abständen des kl. gemeinsamen Vielfaches ;)
Also bei Achteltriolen + Achteln in Vierteln.
 
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koelnklavier

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Rhythmische Probleme habe ich zu Schulzeiten immer auf dem Weg zur Bushaltestelle geübt: Das Schritt-Tempo gab den Puls vor (z.B. die Viertel), da hinein habe ich mit "pa-dam" die Achtel, mit "pa-da-dam" die Triolen eingebaut, erst nur Achtel dann nur Triolen, dann Achtel und Triolen pro Pulsschlag abwechselnd, und schließlich auch synchron ("pa-da-da-dam" - das "da-da" genauso lang wie das "pa" und das "dam"). Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt (drei gegen vier, Quintolen, Synkopen). Hat sicherlich mitunter komisch ausgesehen, hat aber geholfen.
 
Guendola

Guendola

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Irgendwo im Forum wurden Triolen gegen 2 und 4 mathematisch aber gut verständlich erklärt. Es gibt dazu auch ein paar nette Lehrsätze, irgendwas mit Omis und Katzen oder so - und Kalbsleberwurst (oder war es Streichmettwurst?).
 
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newbie123

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Hallo

leider hat sich mein Triolenproblem noch nicht gelöst. Es ist so das wenn ich z.B. "eins und und..." zähle für eine Triole ich trotzdem aus dem Tempo komme. Auch wenn ich normal "eins und... " zähle, d.h. so weiterzähle wie ich normal den Takt auszähle komme ich bei Triolen aus dem Tempo. Eure Vorschläge habe ich, glaube ich, verstanden, aber immer wenn ich eine Variante ausprobiere betrüge ich mich trotzdem immer selbst, weil ich z.B. zwar nur die Viertel zaehle, also "eins, zwei, drei, vier" aber ich trotzdem bei der Triole aus dem Tempo gerate.
Die Stücke in denen Triolen vorkamen, habe ich bisher immer nicht richtig gepielt.

Also:

1 2 3 4
jam-tam jam-tam jam-tam-tam tam-tam
Das ist doch im Grunde dasselbe wie wenn ich "eins und zwei und drei und und vier und" zähle, oder? Wenn ja, dann klappt das nicht, weil ich das Tempo des "drei und und" irgendwie willkürlich bestimme.


Rhythmische Probleme habe ich zu Schulzeiten immer auf dem Weg zur Bushaltestelle geübt: Das Schritt-Tempo gab den Puls vor (z.B. die Viertel), da hinein habe ich mit "pa-dam" die Achtel, mit "pa-da-dam" die Triolen eingebaut, erst nur Achtel dann nur Triolen, dann Achtel und Triolen pro Pulsschlag abwechselnd, und schließlich auch synchron ("pa-da-da-dam" - das "da-da" genauso lang wie das "pa" und das "dam").
Heißt das, du hast dir antrainiert eine Synchronizität von "eins und" und "eins und und" zu erreichen, d.h. solange geübt das du irgendwann wusstest wie schnell du in einem Stück das "eins und und" spielen muss damit es genau dem "eins und" entspricht? Halte ich fast für unmöglich, vor allem weil das Tempo des "eins und" sich ja auch von Stück zu Stück ändert.



Also ich habe gerade auch die anderen Threads zu dem Thema gefunden, na ja, auf die schnelle habe ich es noch nicht begriffen, was da so steht, scheint ja nicht ganz einfach zu sein.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Mindenblues

Mindenblues

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Warum zählst du überhaupt "eins und zwei und ..."?

Lass doch dass "und" dazwischen weg. Zähl einfach "eins, zwei, drei ...". An manchen Stellen spielst du eben 2 Achtel zwischen den Zählungen, und an manchen Stellen eine Triole. Damit kommst du dann nicht mehr durcheinander.

Das, was eben geübt werden muß, ist wenn in einer Hand 2 Achtel und in der anderen 3 Triolen-Achtel gleichzeitig gespielt werden sollen. Das ist etwas, was am Anfang sicherlich holprig klingt, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran, die Hände für sich laufen zu lassen, und es gelingt dann irgendwann mit guter Gleichmäßigkeit - reine Übungssache.
 
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newbie123

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Also wenn ich nur "eins, zwei..." zähle also das "und" weglasse, dann bekomme ich Tempoprobleme wenn ich Achtel spielen muss.

Das, was eben geübt werden muß, ist wenn in einer Hand 2 Achtel und in der anderen 3 Triolen-Achtel gleichzeitig gespielt werden sollen.
Das wäre vielleicht für mich garnicht so schwer (musste ich bisher noch nicht machen), da ich dann wenigstens mich an den 2 Achteln orientieren könnte, wenn ich jedoch eine Achteltriole spiele ohne in der anderen Hand 2 Achtel gleichzeitig spielen zu müssen, habe ich nichts woran ich mich halten könnte.
 
Guendola

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Für Triolen ohne begleitende Achtel mußt du halt nicht mehr "eins und zwei und..." sondern "eins und dann zwei und dann ..." zählen, wobei "eins", "zwei" und so weiter natürlich nicht langsamer kommen dürfen als sonst. So bekommst du jedenfalls ein Gefühl für die Triolen. Danach mußt du natürlich noch lernen, beim Zählen von einer Version zur anderen umzuschalten.

Punktierte Dreierrhythmen (also das gleiche Gefühl wie Triolen, wobei die ersten beiden gebunden sind) kommen übrigens massenhaft in Blues und Rock vor. Natürlich fällt mir jetzt, wo ich ein Beispiel geben will, keines ein, aber da kann vielleicht jemand anderes einspringen. Ich komme nur darauf, weil das vielleicht hilft, von dem Lücken Füllen ("und") beim Zählen wegzukommen. Wenn ein Stück nämlich nicht komplett aus Triolen besteht, kommt man mit dem Füllen zwischen den Zahlen nicht mehr zurecht, es muß also auch ohne gehen.
 
Mindenblues

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Also wenn ich nur "eins, zwei..." zähle also das "und" weglasse, dann bekomme ich Tempoprobleme wenn ich Achtel spielen muss.
Nimm ein Metronom und stelle es auf Viertel, und lass das Teil für dich zählen. Und dazu spielst du deine Achtel oder alternativ Achtel-Triolen, bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist. Sollte eigentlich nicht schwierig sein. Bzgl. Tempoproblemen kannst du ja das Tempo auf sehr langsam stellen, z.B. ein Tick für Viertel auf 40 BPM.
 

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newbie123

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Nimm ein Metronom und stelle es auf Viertel, und lass das Teil für dich zählen. Und dazu spielst du deine Achtel oder alternativ Achtel-Triolen, bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist. Sollte eigentlich nicht schwierig sein. Bzgl. Tempoproblemen kannst du ja das Tempo auf sehr langsam stellen, z.B. ein Tick für Viertel auf 40 BPM.
Guter Tipp, werde ich mal probieren.
 
Maddin

Maddin

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Hallo,

eine erste - einfache - Übung ist, mit der linken Hand Viertel zu spielen und mit der rechten Hand die Triolen. Zu Beginn ohne Metronom! Konzentriere dich zuerst auf die Triolen und spiele die Viertel der linken Hand nach den 3 Tönen einfach mit. Das Ganze wird einfacher, wenn Du die 1. Achteltriole betonst. Danach kannst du mitzählen: ei-ner-lei, zwei-er-lei, drei-er-lei, vier-er-lei...

Das geht mit der Zeit in Fleisch und Blut über.

Eine Etüde wäre:

re Hd: ceg c"ge ceg c"ge
li Hd c g c g

Die nächste Übung wäre dann, in der rechten Hand Viertel einzustreuen. Dabei zählst du bei diesen Vierteln (in Gedanken) einfach die Triolen weiter.

re Hd: ceg c"ge c(er-lei) g(er-lei)
li Had c g c g

Kompliziert wird es, in der rechten Hand Achtel einzustreuen. Mach das erst, wenn Du die o.g. Übungen kannst.

Ganz schwierig, aber auch selten vorkommend, sind Triolen in der einen und Achtel in der anderen Hand. Das klingt einfach bescheuert. I.d.R. werden die (normalen) Achtel triolisch gespielt (beim Blues immer).

Hoffe, Dir geholfen zu haben!

Maddin
 
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fingersatz67

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Ei-ner-lei, zwei-er-lei ...

Mein bestes Hilfsmittel war immer: statt "eins und" einfach die Triolen mit "Ei-ner-lei, zwei-er-lei, drei-er-lei etc." zu zählen. Das kann man so dann auch für andere -olen mit entsprechend mehrsilbigen Wörtern machen ...
 
Elio

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HI,

mal eine ganz generelle Frage, kann man sowas nicht auch erlernen ohne zu zählen?

Ich habe bei Triolen nie gezählt, sondern habe es einfach ins Gefühl reinbekommen.
Wenn ich sowas spiele, dann habe ich sozusagen im Innern so eine Art Metronom und ich weiß, wie es sich anhört.
Oder kommt diese Art des Spielens erst später?

Elio
 
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fingersatz67

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HI,

mal eine ganz generelle Frage, kann man sowas nicht auch erlernen ohne zu zählen?

Ich habe bei Triolen nie gezählt, sondern habe es einfach ins Gefühl reinbekommen.
Wenn ich sowas spiele, dann habe ich sozusagen im Innern so eine Art Metronom und ich weiß, wie es sich anhört.

Elio

Klar, wenn mans mal drin hat, muss man nicht mehr zählen, aber so zum lernen isses ja nicht schlecht ... ;-)
 
killmymatrix

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Ich habe bei Triolen bisher auch nicht gezählt. Zumindest wenn sie wirklich in der Form Achteltriole gegen Viertel stehen. Zum ersten Mal bin ich mit Triolen wahrscheinlich bei Mozarts KV 2 konfrontiert worden. Aber da erschiens eigentlich ziemlich einfach:
Fünfter Takt - 2 Achtel, 2 Viertel
Sechster Takt - 2 Achtel, 2 Viertel
Siebter Takt - 3 Achtel (Triole), 2 Viertel
während die linke Hand jeweils nur eine punktierte Halbe spielt.
(Mozart-Noten, k.a. ob ein Direktlink da gestattet ist). Es wirkt einfach natürlich, wo zweimal zwei Achtel auf den ersten Schlag kommen, plötzlich drei Achtel zu spielen.

Vielleicht kann man das auch grade an dem Stück (evtl. mit einer Aufnahme) üben, da die linke Hand hier nur eine Note im Takt hat.

Ich muss mal schauen, wie das in Zukunft mit schwierigeren Rhythmen aussieht... der Online-Chang empfiehlt ja z.B. bei Chopins FF das ganze eher Note für Note aufzubauen (in der rechten Hand, die linke durchgehend), dafür aber direkt im Endtempo. Mal was anderes als mit einer Note/Sekunde und zählen... :rolleyes:
 
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newbie123

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Hallo

ich hätte noch eine Frage zu den triolischen Achteln in einem Bluesstück. Ich habe ja inzwischen verstanden, dass zwei direkt aufeinanderfolgende Achtel als triolische Achtel gespielt werden. Aber wie ist es (in einem Bluesstück), wenn auf eine Achtelnote z.B. eine Viertelnote folgt? Also, müssen einzelne Achtelnoten auch irgendwie triolisch gespielt werden oder gilt das nur für zwei direkt aufeinanderfolgende?
 
filmklang

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Hallo

ich hätte noch eine Frage zu den triolischen Achteln in einem Bluesstück. Ich habe ja inzwischen verstanden, dass zwei direkt aufeinanderfolgende Achtel als triolische Achtel gespielt werden. Aber wie ist es (in einem Bluesstück), wenn auf eine Achtelnote z.B. eine Viertelnote folgt? Also, müssen einzelne Achtelnoten auch irgendwie triolisch gespielt werden oder gilt das nur für zwei direkt aufeinanderfolgende?
Hallo, eigentlich ist es ganz einfach, nur wie erklär ichs?
Das ganze Stück wird in triolischen Achteln durchgezählt, also die "1"= 2 Einheiten, die "+" = eine Einheit. 1 lang, + kurz, 2 lang, + kurz, usw.
Diese Zählweise wird auf das Stück angewendet, egal welche Notenwerte auftauchen. Stur durchhalten, Selbstverständlich sind auch die Synkopen triolisch gezählt etc.

Spiel doch einfach dein Stück normal nach Metronom, leg aber unter die eine Seite des Metronoms (Ich meine so ein mechanisches mit Zeiger) ein Buch.
Die Dicke des Buchs kannst du ja ungefähr so wählen, dass die Schläge des Metronoms lang kurz = 2:1 erklingen!
Modernere Metronome, Computer etc kann man natürlich einfach in 1/12 (triolisch)quantisieren. Gruss Till
 
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Ich glaube ich verstehe was du meinst. Also im Grunde wird das ganze Stück lang triolische Achtel gezählt, also 12 Schläge pro Takt, wobei 3 Schläge auf eine Viertel entfallen.

Ich habe aber trotzdem konkret noch das Problem in einem Takt. Und zwar sieht der Takt folgend aus:

Achtelnote, Viertelnote, Achtelnote und Viertelnote (mit Haltebogen, gleiche Tonhöhe), Achtelpause, Achtelnote

Also insgesamt 4/4.

Nun würde ich intuitiv, die ersten Achtelnote 2 triolische Achtel lang spielen. Dann die Viertelnote 3 triolische Achtel lang. Dann die Achtelnote und Viertelnote (mit Haltbogen) insgesamt 4 triolische Achtel. Die Achtelpause 2 triolische Achtel und zuletzt die Achtel 1 triolische Achtel lang.

Woher weiß ich aber, dass ich nicht die Achtelnote und Viertelnote (mit Haltebogen) mit insgesamt der länge von 5 (statt 4) triolischen Achteln spielen muss?
 
 

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