Tonleiter richtig üben

  • Ersteller des Themas Amaryllis
  • Erstellungsdatum
A
Amaryllis
Dabei seit
18. Sep. 2013
Beiträge
98
Reaktionen
29
Wie übt man Tonleitern richtig? Ich habe schon zwei Meinungen gehört: Manche sagen, man soll eine Tonleiter immer so üben, als ob sie in einem Stück enthalten wäre. Sehe ich das richtig, dass man sich dann für eine Taktart entscheidet und für einen bestimmten Ausdruck? Die anderen sagen, man soll Tonleitern ganz gleichmäßig spielen, so dass jeder Ton genau gleich laut ist und den gleichen Klangcharakter hat. Soll man also beide Arten üben oder ist eine davon sinnvoller? Und was, wenn man nicht genug Zeit hat für beide Arten, welche ist dann besser?
 
Peter
Peter
Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
19. März 2006
Beiträge
22.581
Reaktionen
21.978
Ich denke, Beides und noch viel mehr ist wichtig. Du willst ja den Klang und den Anschlag kontrollieren können, also auch den gleichmäßigen und den dynamischen Anschlag.
Und was, wenn man nicht genug Zeit hat für beide Arten, welche ist dann besser?
Sorry, aber das ist Unsinn. Entweder Du übst Tonleitern oder nicht. Und die kannst Du dann legato, staccato, laut->leise, leise->laut, gleichmäßig, langsam, schnell, rhythmisiert ..... üben. Die Variationen/Kombinationen sind geradezu unendlich und üben würde ich genau das, was ich am wenigsten kann (bei mir ist es ein gleichmäßiges Legato)...wenn ich denn Tonleitern üben würde. :)
 
C
Curby
Guest
Wieso sind Tonleitern ein so zentrales Thema?
Alle Stücke, die ich bisher spielte, erforderten ein virtuoses Spielen aller Tonleitern, in sämtlichen denkbaren Lagen - nicht. Und wenns um Fingersätze geht - ich passe die in der Regel immer dem Stück an, pauschal die der Tonleiter zu nehmen finde ich oft unpassend - natürlich schon probiert.
 
LMG
LMG
Dabei seit
1. Jan. 1970
Beiträge
3.651
Reaktionen
777
@ Prinzipiell: ÜBEN von Tonleitern:

Leimer / Gieseking und auch Libermann würden prinzipiell erstmal zu Beginn nicht bei Tonleitern mit beiden Händen ZUSAMMEN üben, sondern jede Hand einzeln ( in einem anderen Punkt unterscheiden sie sich jedoch: Dem Untersatz. ) . Libermanns Begründung für "in solchen Fällen Hände getrennt" wurde bereits diskutiert, Leimer / Giesekings reiche ich auf Verlangen zitatgetreu nach.

Zu bedenken ist jedoch m.E., dass bei Skalen, wenn man tatsächlich in Erwägung zöge, sie speziell zu üben, mit in beiden Händen P O S I T I O N E L L VERSCHIEDENEN Fingern angefangen werden könnte, also z.B. links mit Finger 4, rechts mit Finger 2 - was evtl. einige Methoden vor Probleme stellen könnte, zum Beispiel die von Leimer / Gieseking.

LG, Olli
 
rolf
rolf
Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
28.558
Reaktionen
18.849
also z.B. links mit Finger 4, rechts mit Finger 2 - was evtl. einige Methoden vor Probleme stellen könnte, zum Beispiel die von Leimer / Gieseking.
was für Probleme???
Fis/Ges-Dur beginnt auf dem Grundton links mit 4 und rechts mit 2 - - probat wäre, bevor man zum erklären ansetzt, erst nachzudenken... :-D;-):-D (notabene sind die Skalen mit allen fünf schwarze Tasten die leichtesten, und das aus offensichtlichen Gründen)
 
Dreiklang
Dreiklang
Dabei seit
14. Nov. 2010
Beiträge
9.588
Reaktionen
1.169
Wieso sind Tonleitern ein so zentrales Thema? Alle Stücke, die ich bisher spielte, erforderten ein virtuoses Spielen aller Tonleitern, in sämtlichen denkbaren Lagen - nicht.
es wird allerdings einen Grund haben, warum z.B. Kratzert in seinem Buch der Lauftechnik zwei Kapitel gewidmet hat.

Läufe sind einer der grundlegendsten Bausteine der Klavierliteratur.
 
A
Amaryllis
Dabei seit
18. Sep. 2013
Beiträge
98
Reaktionen
29
Danke an alle!
 
 

Top Bottom