Theorie im klavierunterricht ?

Gehört Theorie zum Klavierunterricht ?

  • Ja, ich habe aber danach fragen müssen

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  • Nein, finde ich nicht unbedingt

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  • Umfrageteilnehmer
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T

Tönchen04

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Hi,
jetzt wo ich es kapiert habe mit den Umfragen, gleich noch eine. :)

Ich finde, wenn man richtig Klavier lernen möchte ist ein wenig Theorie, also Harmonielehre, Werkanalyse und das Behandeln von verschiedenen Epochen mit Hintergrundwissen unumgänglich.
Da ich schon mehrere Lehrer hatte, habe ich festgestellt, das es aber durchaus nicht bei jedem Lehrer unterrichtet wird, sondern zum Teil erst, wenn man danach fragt (und selbst das war bei einer Lehrerin nicht der Fall).

Wie ist das bei Dir ?

Gruß aus Berlin
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Ich hatte ein Jahr Musiktheorie, bevor ich überhaupt an ein Instrument gelassen wurde. So extrem muss es sicher nicht sein (und da war ich auch erst 6 Jahre alt), aber Theorie ist nahezu unerläßlich. Natürlich schreibt das Leben genug Ausnahmen, aber die bestätigen ja nur die Regel. :)

Zumindest bin ich der Meinung, dass Notenlehre noch vor dem Instrument ein Muss ist, gerade im Unterricht und im Dialog mit einem Lehrer. Ich stelle es mir sehr hinderlich vor, wenn der Lehrer etwas von Fis erzählt, und der Schüler erst mal nachfragen muss, wo das überhaupt ist.
 
W

Wu Wei

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Zitat von Peter:
... Zumindest bin ich der Meinung, dass Notenlehre noch vor dem Instrument ein Muss ist, gerade im Unterricht und im Dialog mit einem Lehrer. Ich stelle es mir sehr hinderlich vor, wenn der Lehrer etwas von Fis erzählt, und der Schüler erst mal nachfragen muss, wo das überhaupt ist.
Diese Meinung wird durchaus nicht von allen Fachleuten geteilt. Wir hatten gerade auch letztens hier die Ansicht diskutiert, dass anerkannte Musikpädagogen das frühe Nach-Noten-Spielen eher kontraproduktiv für eine Entwicklung der Musikalität ansehen. Wichtig sei es, als erstes zu singen und die Melodie nach Gehör spielen zu können.
 
Moonlight

Moonlight

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Hi,

also ich wäre sehr froh, wenn ich schon besser Noten lesen könnte. Im Violinschlüssel klappt es ja schon einigermaßen, aber im Bassschlüssel werde ich wohl noch ewig brauchen, bis ich erkenne, was das nun für eine Note ist. Somit ist es zuweilen recht mühsam, sich an ein neues Liedchen heranzumachen, da ich immer erst - mit meiner Notenübersicht und Bleifstift bewaffnet - alles für mich einigermaßen erkennbar aufschreiben muss. Andererseits hat man sich dadurch schon mal recht intensiv mit dem Stück beschäftigt, was vielleicht auch Vorteile hat.

Wie dem auch sei, ich wollte Theorie jedenfalls nicht in jeder Klavierstunde haben.

Liebe Grüße
Moonlight
 
L

Livia

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Ich finde, es gehört auf jeden Fall in den Unterricht. Nur sollte es nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen, als das Klavierspielen.
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Wie dem auch sei, ich wollte Theorie jedenfalls nicht in jeder Klavierstunde haben
Genau das meinte ich. Klavierunterricht sollte für das Klavier genutzt werden und nicht für Theorie. Diese kann man ausgelagert jedem Schüler vermitteln, unabhängig vom Instrument und in größeren Gruppen / Klassen. Ich habe es so kennengelernt und finde diesen Ansatz sehr gut. Ein z.B. 4-wöchigen Aufbaukurs vor Instrumentunterricht bereitet die Schüler sicher gut auf den Unterricht vor. Weitere Theorie (Harmonielehre usw.) könnte dann parallel zum Instrumentenunterricht in weiteren Aufbaukursen gelehrt werden, welche auch Pflichtveranstaltungen sein sollten.
Allerdings habe ich seit 20 Jahren keine Musikschule mehr von innen gesehen und weiß nicht, wie das heutzutage praktiziert wird.

@ Wuwei: Hinsichtlich die Musikalität gebe ich Dir Recht, praktisch ist es doch aber so, dass jeder Lehrer dem Schüler Noten mit nach Hause gibt?
 
W

Wu Wei

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Hallo Peter,

ich habe leider keinen Überblick über die Praxis, sondern kenne diese Ansicht nur aus der Literatur. Vielleicht ist das für die "Massenabfertigung" an Musikschulen schwerer praktizierbar. Haben wir nicht studierende oder studierte Musikpädagogen, die was zur derzeitigen Theorie und Praxis sagen können? Nico?

Tschüs
Wu Wei
 
T

Tönchen04

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Es gibt sicherlich Leute, die mit reiner Theorie etwas anfangen können, und es dann im Unterricht beim Spielen umsetzten können. Mir würde es sehr schwer fallen, so zu lernen. Mir fällt es viel leichter an den Stücken, die ich grade spiele, oder leichteren Übungsstücken Theorie zu machen. Das sollte natürlich nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Sicherlich steht das Klavierspiel beim Unterricht im Vordergrund ! Da finde ich macht es wirklich die Wiederholung aus , lieber in jeder Stunde etwas Theorie, als nur ab und zu mal und dann ganz viel ! Aber das ist vielleicht wirklich individuell auf den Schüler abzustimmen. Dafür sollte ein guter Lehrer auch sensibel genug sein, auf die Bedürfnisse seines Schülers richtig einzugehen. Zur Not kann er ja immer noch fragen !
Außerdem setzt man sich doch viel stärker mit dem Stück, was man grade spielt auseineander, wenn man sich klarmacht, welche Akkorde man da spielt und wie der Strukturaufbau ist .
Dann vergisst man es vielleicht auch nicht so schnell.
Wenn ich in einer Musikschule einzeln Theprie hätte, oder mir ein Buch über Harmonielehre durchlese, heißt es noch nicht, das ich das Gelernte auf meine aktuellen Stücke umsetzten kann, oder ?


Gruß von Tönchen
 
K

katzenauge

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ich bin der meinung, dass Theorie in jede Musikstunde, egal ob klavier oder Geige, rein gehört.... - na wenn schon, denn schon :)
 
Geli

Geli

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Wenn ich früher mehr Theorie (Harmonielehre) gehabt hätte, wäre heute Vieles leichter. Man muß es ja nicht gleich übertreiben, ein guter Mix ist auf jeden Fall nicht zu verachten. Viele hier im Forum haben ein Problem mit dem Improvisieren, das wäre mit z.B. Akkordlehre wahrscheinlich nicht der Fall.:)
Gruß
Geli
 
K

Katze

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Ich kann mir einen Klavierunterricht, in dem keine Theorie vermittelt wird, überhaupt nicht vorstellen. Abgesehen davon, dass man sich alles besser merkt, wenn es mit Hilfe des Instruments vermittelt wird, lockert es den Unterricht auch auf. Dabei ist es egal, ob es gerade um Harmonielehre oder den zeitlichen Hintergrund geht.
Wenn man etwas spielt, sollte man auch wissen, was man macht.
Wie viel Theorie das sein soll, hängt natürlich auch vom Alter ab. Das Notenlernen ist mit dem Eintritt ins Schulalter durchaus möglich.
Natürlich muss der Klavierlehrer auch entscheiden, wie viel Theorie sein Schüler gerade verkraftet. Aber das ist einer der Punkte, die einen guten Klavierlehrer von einem schlechten unterscheidet.
 
P

pauxillum

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hatte jemand von euch schonmal klavierunterricht ganz ohne theorie??? kann ich mir garnicht vorstellen ... das kommt immer wieder automatisch mit rein wenn man am üben ist, oder???

ich persönlich möchte nicht, dass meine ganze unterrichtsstunde für theorie gebraucht wird und lerne deshalb zu hause sehr viel "trockenen stoff". wenn fragen dazu auftauchen, dann frage ich meinen klavierlehrer oder suche mir die antworten im internet.

leider geht es nicht ohne theorie :-(
 
T

Tamerlana

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Vielleicht liegt es daran, dass ich noch recht im Anfängerstadium bin (Notenlesen kann ich aber recht gut), dass bei mir in der Klavierstunde so gut wie keine Theorie behandelt wird. Manchmal denke ich aber schon, dass es früher oder später mal wichtig wäre, sich auch der Theorie zu widmen.

Gerade vorhin bin ich im Prospekt der einen örtlichen Musikschule auf einen Musiktheorie-Kurs gestossen. Der läuft über 4 Semester neben dem eigentlichen Instrumentalunterricht und vermittelt Musiktheorie von Anfang an. Ausserdem gibt es einen Musiktheoriekurs für Leute, die schon einiges Vorwissen haben, aber keinen systematischen Aufbau - das wäre etwas für mich, bloss habe ich im Moment keine Zeit für zusätzliche Kurse :-(
 
klavier-stunde

klavier-stunde

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Interessante Umfrage:-)

Ich finde die Unterrichtszeit eigentlich "zu schade" für Theorie,
wenngleich Sie absolut notwendig ist, keine Frage.

Daher habe ich mir überlegt, dafür Extrakurse anzubieten:
Notenlernen,Theorie,Vom-Blatt-Spiel, Harmonielehre etc.
(Kleingruppen in den Ferien)
Die ersten Kurse werden jetzt im Sommer laufen, bin ganz gespannt, wie das läuft. Aber ich glaube, dass es viel bringen wird. Da möchte ich gerne auch zum "Selbstlernen" anregen.

In einigen Musikschulen wird es ja ähnlich gehandhabt.

Ich persönlich habe mir das früher alles selbst reingepaukt.

:-)

LG K-S
 
K

keyla

Guest
ich habe es mir auch früher selbst beigebracht.
mittlerweile bin ich in einem von der musikschule angebotenen theorie- kurs für angehende studenten.
der lehrer macht das gut. man bekommt ne menge mit, was wichtig ist und auch manchmal interressante unwichtige sachen
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Ich finde die Unterrichtszeit eigentlich "zu schade" für Theorie,

Das ist ja mal eine erstaunliche Bemerkung :p

Ich denke, alles an der Musik hat auch einen "theoretischen" Aspekt.
Zum Beispiel die Vorzeichen: warum steht an irgendeiner Stelle ein Vorzeichen und an einer anderen Stelle nicht? Warum muß man den einen Ton lauter spielen als den anderen, obwohl garnichts davon in den Noten steht? Warum klingen manche Akkorde so überraschend? Themen wiederholen sich, mal in derselben Tonart, mal in einer anderen, manchmal auch rhythmisch oder satztechnisch verändert. Das sind alles Dinge, die man als selbstverständlich hinnehmen kann, der Komponist hat es eben so komponiert (war halt ein Wunderkind oder Wunderopa), oder man macht sich (und dem Schüler) eben bewußt, daß da doch sehr viel bewußte Konstruktionsarbeit drinsteckt in so gut wie allen Musikstücken. Und darum gehts doch im Klavierunterricht: besser zu verstehen, was in den Stücken drinsteckt, damit man sie auch so spielt, daß der Hörer die Feinheiten mitbekommt, auch wenn er die Noten nicht mitliest. Die "Musiktheorie", die eigentlich garnicht theoretisch ist sondern praktisch, gehört unbedingt in den Klavierunterricht

findet

Haydnspaß
 
Stilblüte

Stilblüte

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Es kommt wohl darauf an, was man unter Theorie versteht.
Am Anfang ist es überhaupt nicht möglich, ohne Theorie zu arbeiten- da werden ja die absoluten Grundkenntnisse über Notenwerte, Tonhöhe, einfache Gestaltung usw. vermittelt.
Die Frage ist wohl eher, ob man auch mit weiter Fortgeschrittenen Theorie behandelt- damit meine ich natürlich nicht, wie ein Stück am besten zu gestalten ist (wenn man nicht das im Klavierunterricht bespricht, was dann...) sondern eher Harmonielehre, Gehörbildung, Tonsatz.
Ich mache so etwas nicht im Klavierunterricht- und ich denke, es würde wohl auch die gesamte Zeit in anspruch nehmen, es würde nichts mehr für den "richtigen" Unterricht übrig bleiben.
Wenn mich so etwas interessiert, sollte ich mich selbst darum kümmern- werde demnächst deshalb einen Kurs besuchen.
Mein "Gegenargument" ist also die Zeit- wenn man ein zehnminütiges Stück spielt, und nur eine Klavierstunde Zeit hat, wo soll man da noch Theorie unterbringen...?


liebe Grüße

Stilblüte
 
A

Astrid

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Hallo zusammen,

ich hätte zwei Sachen abstimmen müssen und das geht ja leider nicht:
- ich musste danach fragen
- es sollte nicht in jeder Stunde vorkommen.

Am Anfang meines Unterrichts kamen schon immer wieder mal theoretische Aspekte mit rein. Aber es ist irgendwie eingeschlafen und ich wollte ja auch lieber spielen. Da bin ich bei der Aussage von Klavier-Stunde: Ich finde die Zeit ist so knapp, dass man doch lieber Klavier spielen sollte (in der Stunde meine ich jetzt) und die Theorie macht man besser zu hause. Nur fehlt da meist die Disziplin, oder? Bei mir ist es auf jeden Fall so......

Hier im Forum haben wir ja kürzlich viel über die Notwendigkeit von Theorie und Analyse diskutiert. Darum habe ich gestern meine Lehrerin noch mal drauf angesprochen und wir haben die ersten Minuten den Quintenzirkel besprochen und ich muss auch (auf eigenen Wunsch) ein bisschen Hausaufgaben zur Theorie machen. Tonarten lernen und so weiter.

Ich finde das gut.
Aber eben: in Massen (habe leider kein sz auf der Tastatur...)
Zuviel könnte mir vielleicht den Spass an der ganzen Sache ein bisschen vermiesen.

Mal sehen, wie es weitergeht.

Liebe Grüsse
Astrid
 
K

keyla

Guest
ich finde es schon wichtig, dass ein schüler weiß, warum vorzeichen dastehen und dass sie immer in der reihenfolge fis cis gis ... b es as ... kommen
oder dass dem schüler gesagt wird, was eine fuge ist (zumindest wenn er eine spielt)- wenigstens, dass das thema wiederholt wird (kontrapunkt ist ja noch verzeilich, wenn man davon nichts weiß)
all sowas sagt mein lehrer mir nicht und das war früher schlimm, weil ich es eben nicht wusste.
mittlerweile weiß ich die nowendige theorie und da gehts
 
 

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