Talent?


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SasaM
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Ich hab mal eine Frage...

Was glaubt ihr, gibt es Talent?
Mein Geigenlehrer ist 22 hat seit er 14 ist ein Stipendium und die Zulassung für die Musikhochschule. Doch er selber meint dass es sowas wie Talent nicht gibt.
Alles ist eine Frage der Übung, er meinte zu mir das einzige was es gibt ist die Liebe zu einem Instrument.

ich glaube auch mittlerweile dass es das ist was "Talent" ausmacht, die persönliche Einstellung zu dem Instrument. Ich übe viel lieber und viel öfter wenn ich das Instrument das ich spiele wirklich liebe und die Musik die ich spiele aus dem Herzen herauskommt.


Ich hab mir oft videos von angeblichen Wunderkindern angeschaut die mit 8 jahren das spielen was andere mit 25. Doch ich empfinde bei dieser Musik nichts, ich höre keine Liebe heraus. Keine Gefühle.

Dabei ist es ja das Gefühl, die persönliche Beziehung zum Instrument, das was Musik ausmacht.


Also was meint ihr?

Ich weiß dass das ein sehr komplexes Thema ist. Aber es würde mich dennoch mal interessieren.
 
viennapianoplayer94
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hallo dein thema ist wirklich sehr interessant, ich wollte hierzu auch schon ein thema eröffnen, aber du bist mir zuvorgekommen :D ^^ ich les mir mal durch was hinter dem link steht=)
Nun so aus dem Stegreif würd ich sagen, ricthiges talent setzt sich aus technischem talent und musikalischem talen zusammen. Schneller ind er lage sein ein neues stück technisch einzuüben, und wie lange man braucht, dieses musikalish schön zu interpretieren=)

LG,
vienna
 
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SasaM
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Mir geht es halt darum dass ich an diese "Wunderkinder" nicht so recht glauben will. Denn immer hört man dass die mindestens 3-4 Stunden am Tag üben.

Für mich wäre ein Wunderkind welches sich das Klavierspiel selber beibringt und schon in jungen Jahren komponiert. Alles andere ist für mich eher ein Roboterkind. Auch die sache der Interpretation lässt sich den Kindern ja beibringen selten hat mich ein Wunderkind wirklich berührt.

Ich glaube der einzige Bereich in dem es wirklich Wunderkinder gibt, ist im Bereich der Inselbegabung. Was aber eher auf eine neurologische Störung zurückzuführen ist. Ich meine diese Leute haben den vorteil dass sie die Musik sehen. Sie können also so lange spielen bis das Stück schön ausschaut.
Diese fähigkeit hat ja eigtl jeder von uns. Wir sehen alle gewisse muster in dem was wir hören. Nur ist es bei denen noch viel ausgeprägter.

Meine Klavierlehrerin meint auch dass es kein Talent gibt, sie meint über sich sie hat einfach sehr viel Spaß am Klavier und hat dadurch immer sehr viel geübt. Dadurch ist sie erst so gut geworden.

Es gibt bestimmt musikalische begabung usw. aber ich glaube dass auch ein normaler Mensch ohne extreme musikalische Begabung, nur durch die Liebe zur Musik und seinem INstrument großes erreichen kann. Wenn er denn die Disziplin und den Ehrgeiz hat.

Also so seh ich das....

Ich hab mir grad auch den alten Thread durchgelesen, aber der ist ja schon 2 jahre alt, vielleicht haben die Leute ja jetzt eine andere Meinung zu dem Thema oder haben bestimmte Erfahrungen gemacht. Würde mich mal so interessieren.

lieben Gruß Sasa
 
C
Chrissi
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Mir geht es halt darum dass ich an diese "Wunderkinder" nicht so recht glauben will. Denn immer hört man dass die mindestens 3-4 Stunden am Tag üben.
Es gibt bestimmt musikalische begabung usw. aber ich glaube dass auch ein normaler Mensch ohne extreme musikalische Begabung, nur durch die Liebe zur Musik und seinem INstrument großes erreichen kann. Wenn er denn die Disziplin und den Ehrgeiz hat.
Ich denke, dass für den sehr frühen Erfolg bei den sog. Wunderkindern zwei wichtige Dinge, nämlich Begabung UND Fleiß, zusammenkommen. Mein Prof. in der Frühförderklasse hat immer gesagt:"Genie ist 90% Fleiß und 10% Begabung". Ich denke er hat damit Recht.
Ein anderer Prof. hat mal gesagt, dass ein guter Lehrer JEDEN der "normalbegabt und nicht unbegabt" ist so weit bringen kann, dass er gut und tadellos im Orchester spielt (auf der Geige). Der Unterschied zwischen dem normalbegabten und dem hochbegabten Schüler läge lediglich in der Zeit - ein Hochbegabter schafft es vielleicht schon mit 10 und einer Std. tägl. Üben, ein "Normaler" braucht eben bei der gleichen Übzeit bis er 20 oder gar 30 ist.
Begabung, Talent, Musikalität oder wie auch immer man es nennen möchte gibt es ganz sicher.
Selbstverständlich kann auch "ein normaler Mensch ohne extreme musikalische Begabung" viel erreichen, er wird allerdings für das gleiche Ergebnis länger brauchen als ein Begabter und er wird manche Dinge mit großer Wahrscheinlichkeit nie spielen können.
 
rolf
rolf
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Der Unterschied zwischen dem normalbegabten und dem hochbegabten Schüler läge lediglich in der Zeit - ein Hochbegabter schafft es vielleicht schon mit 10 und einer Std. tägl. Üben, ein "Normaler" braucht eben bei der gleichen Übzeit bis er 20 oder gar 30 ist.

hallo,

verschiedentlich ist hier die Lerngeschwindigkeit als möglicher Indikator für "Talent" erwähnt worden, deshalb das Zitat oben. Das scheint mir problematisch: sicher würde hier niemand Horowitz als untalentiert bezeichnen, nur weil er - nach eigener Aussage - rund ein Jahr (!!) benötigt hatte, um Skrjabins fünfte Sonate zu lernen...

was Kinder und Fleiß betrifft: es gibt immer wieder welche, die gerne mehr als 5 Stunden am Tag üben - mal stur pragmatisch gedacht: wer das einen Monat lang macht, hat 30 mal 5 Stunden geübt, also 150 Stunden - - wer dagegen wegen Schulstress und anderen Gründen nur 3 mal je Woche je eine halbe Stunde zum üben kommt, hat innerhalb von einem Monat gerade mal 6 Stunden geübt. Die Differenz beträgt also ziemlich genau 144 Stunden!... Das Wunder der Lerngeschwindigkeit enträtselt sich auf diese Weise ein wenig.

Es ist insgesamt einleuchtend, dass man allgemein gerne eine eindeutige und verläßliche "Check-Liste" haben möchte - man könnte dann ja schauen, ob man überall ein Häkchen macht, zählt die Häkchen zusammen und kann dann am Ende jubeln, weil man Talent hat, oder heulen, weil man nicht genügend Häkchen addiert hat - - - das ist sicherlich eine falsche Haltung! Ich rate strikt davon ab, sich mit Selbstzweifeln und Selbstbefragungen zu peinigen - schon allein weil ich einen Gedankenweg wie "erst mal prüfen, ob Talent da ist, dann davon abhängig machen, ob und wie man weiter verfährt" für unnütz halte. "Talent" ist nicht einfach schwupps da - es entfaltet und entwickelt sich, und meist muss es sowohl gefördert als auch gefordert (!!!) werden.

Übrigens bin ich davon felsenfest überzeugt, dass es musikalische Talente (Plural) gibt, und dass mehrere davon zusammen das Phänomen "Begabung" ausmachen. Klangsinn, Klangempfinden, körperliches Umsetzen, Begeisterung, Konzentration etc - das alles zusammen kann, muss aber nicht, schon in jungen Jahren "hervorbrechen", es kann auch peu a peu kommen. Schwierig wird es natürlich, wenn man "das hochtalentierte Kind" partout dazu zwingen will, sprachlich und intellektuell zu erklären, was es da macht: ein 10jähriger, der Chopinetüden gut spielt, kann sie körperlich und emotional sehr wohl verstehen und empfinden (was man ja hört!), aber in Worte fassen wird er das nicht können. Also bleibt am Ende nur eine statistische Beobachtung: wer mit 18-20 manche schwierigen Sachen auf eine Weise bewältigen kann, dass man es gerne hört, bei dem haben sich verschiedene Talentaspekte entwickelt - mehr braucht es nicht.

Gruß, Rolf
 
A
annettschn
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Mir geht es halt darum dass ich an diese "Wunderkinder" nicht so recht glauben will. Denn immer hört man dass die mindestens 3-4 Stunden am Tag üben.

Das kann ich auch nicht so glauben. Ich hätte mit 7 nicht so lange Blockflöte geübt. (war so das typische spielen-aber-nicht-üben Kind, 10 min. vor dem Unterricht, dass wars, wenn überhaupt)

Deswegen denke ich, dass in solche Fällen auch stark die Eltern dahinter stehen. Das so etwas aus dem Kind herraus kommt, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Mal eine Stunde, weil das Stück so schön ist oder weil das Kind mit den Tönen vor sich hin "träumt" sind schon möglich. Aber 3-4 Stunden? Ich weis nicht. Aber wenn ich jetzt über das Problem ehrgeizige Eltern schreiben würde, wären ich nicht mehr beim Thema.

Sicher gibt es Menschen, die mehr als andere musikalisch begabt sind bzw. eher ein Instrumen als andere lernen, genauso wei es Leute gibt, die wirklich nicht singen können. Aber ich sehe es ehr so das jeder Mensch seine besondere Begabung hat, der eine ist sportlich, der andere sprachlich oder mathematisch oder sonstwie Begabt. Wenn der Mensch dieser Begabung nachgeht, ist es gut so. Dazu musser aber geübt, trainiert oder gelernt werden. Desegen würde ich ehr von einer "Grundbegabung" als von Talent sprechen.

ich hoffe mal, dass ich euch weiter helfen kann.
lg
 
viennapianoplayer94
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wow also wenn ich mir das hier so durchlese ändere ich meine meinung vom ertsen beitrag oben. TOTAL ÜBERZEUGT! sag ich nur^^ ich stimmt rolf,chrissi,usw... voll und ganz zu.

außerdem selbst wenn jemand ein stück binnen weniger stunden technisch kann aber musikalisch gesehen, ist es ,,der blanke horror" dann bezweifle ich dass diese person talent hat. aber ich denke jetzt, so etwas wie talent gibt es eigentlich gar nicht. (grob gesagt) die technik wird einem gelehrt und nur weil jemand diese nciht so schnell raus hat wie ein anderer, ist er doch nicht unbegabt. Das Verständnis für Musik so wie die fähigkeit der Interpretation müssen sich doch ebenfalls erst entwickeln. ein beispiel aus der tanzschule. gut 70 prozent der leute gehen dort hin mit dem gedanken: neee ich hab da eh kein talent dazu!!" vl. 2 % dieser leute stellen sich als richtige Tanzflaschen heraus, der rest erkennt, dass es sehr wohl geht. Diese 2 Prozent brauchen entweder noch länger oder vl. liegts daran, dass sie keine freude dran haben oder es liegt einfach an der tatsache, dass sie noch immer denken sie hätten kein talent dazu, indess sehen sie die fortschritte der anderen...kein wahrer motivationsschub. Tanzen lernen kann jeder, wie gut hängt vom fleiß ab. Wenn jemand mit liebe an sein instrument geht und fleiß mtibringt, kann er ebenfalls mit übung irgendwann so spielen wie ,,talentierte personen!" Wie lange er dazu braucht ist in meinen augen aber keine frage von talent, sondern abhängig von der person=)
 
S
SasaM
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Ich find es toll dass wir uns hier alle einer Meinung sind.
Eigtl habe ich genau darauf gehofft, auf eine Synthese der Vorstellung das man durch Fleiß fast alles erreichen kann und dass es sowas wie eine Grundbegabung gibt.

Ich würde von mir auch nie behaupten talentiert zu sein. Ich kann nur sagen dass es mir nicht allzu schwer fällt. Ich hab ein sehr gutes Gedächtnis und kann mir so alle Noten sehr schnell merken. Bin aber auch Fingerfertig, ich kann in der Minute bis zu 96 wörter schreiben, was mir das Klavierspiel noch mal zusätlich erleichtert. Mir fällt es also sicher leichter als so manch anderem, was aber nicht heißt dass ich nicht locker überholt werden kann von jemandem der 3 mal so viel übt wie ich.

Ich habe zB kein klavie rzuhause sondern ein normales klavier welches nur über 4 oktaven verfügt. Was ich jetzt aber demnächst ändern werde da ich merke dass bei mir die Interpretation dadurch völlig flöten geht. Meine Technik sitzt normalerweise einwandfrei bzw manche Dinge sind einfach eine Frage der Zeit und der Übung. Aber ohne ein klavier bzw. ein Digitalpiano kann ich es vergessen ein guter Klavierspieler zu werden, was ich mir aber sehr wünsche.

Ich hoffe auf einen weiterhin regen und interessanten austausch zu diesem Thread.

Gruß Sasa
 
S
SasaM
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Oh ja ganz vergessen, ich schaffe ca. 550-600 anschläge in der Minute auf einer laptoptastatur... vielleicht sogar mehr bei Übung..^^
 

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mendelsoehnchen
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Hallo,
ich bin der Meinung, dass man um wirklich virtuos und erstklassig zu sein, man schon erheblich viel Talent braucht, mit allem was dazu gehört, wie Disziplin, Fleiß, Fingerfertigkeit, Gedächtnis, Musikalität, Intelligenz nicht zu vergessen usw. Wenn das alles auf eine Person zutrifft, dann haben wir den/die Weltklasse SpielerIn.

Wie kann man sich erklären, dass A.-S. Mutter im Alter von 8 Jahren eine falsche Note spielte, deshalb ziemlich weinte, weil es bei ihr fast nie vor kam.

Von da an soll sie nie mehr eine falsche Note gespielt haben.

Mit 8 Jahren so zu spielen kann nicht nur am fleißigen Üben liegen.

Gruß Sebastian
 
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na großartig jetzt bin ich echt frustriert, mendelsöhnchen=(

naja aber ohne jetzt eingeildet zu klingen, ich muss aufpassen nciht gleich rot zu werden außerdem hasse ich es, so über mich daher zu reden: fleißig bin ich, ebenso musikalisch, über ein gutes gedächtnis verfüge ich auch, diszipliniert bin ich, fingerfertigkeit muss noch trainiert werden ich spiel erst seit nem Jahr, ...aber eine person mit dem ziel musiker zu werden hat doch meistens diese eigenschaften, wie sie gerade aufgezählt wurden, da bin ich kein einzelfall.hab genug andere schlechte eigenschaften keine sorge xD bin übrigens eine Niete in geographie..ob das was damit zu tun hat...?... diese eigenschaften lassen sich aneignen mit dem alter kommen fleiß und disziplin, wenn man ein ziel hat. Leute die musik lieben und machen, können doch nur intelligent sein ;)... woher weiß man jetzt ob jemand talent hat?? nehmen wir das beispiel mit horowitz her: ein Jahr für diese Scriabin sonate, oder welches stück es doch gleich war...Aber niemand würde anzweifeln er hätte talent. Heißt das jetzt, Talent=die Fähigkeit der ,,perfekten" Interpretation? aber lässt sich so etwas nicht auch erlernen. Muss man nicht erst musik verstehen und lieben lernen bevor man überhaupt interpretieren kann? Nehmen wir die Mona Lisa (das gemälde nicht die person) her. Auf den ersten blick würde ich sagen: neee, also so was würd ich mir keinesfalls ins wohnzimmer hängen, sieht ja grässlich aus ...der hintergrund, das eigenartige gesicht!" aaber der kunstkenner denkt sich wohl eher:,,Warum wurde dieser hintergrund gewählt und weshalb sieht das geischt so aus? Warum lacht es nicht oder weint? Was wollte Leonardo damit zum Ausdruck bringen!" vl. denkt er sich auch: wie hätte ich diese frau einst gemalt, wenn sie vor mir gestanden hätte" und hier können wir mit interpretation anfangen=) ob ein kleines, gedrilltes ,,wunderkind" dazu schon in der lage ist, ist fraglich, dennoch wird es das irgendwann sein, wenn es weitermacht udn sich der musik/kunst widmet^^ Aber klar, ein kind, dass bereits im ,,frühen" alter von anfang an über diese Fähigkeit verfügt und dazu auch über die restlichen (oben genannten) eigenschaften verfügt und mit Liebe an die Musik herangeht, dies ist von mir aus ein talentiertes Wunderkind.

GLG,
vienna

PS.: Danke vielmals für dieses wunderbare und ausgesprochen interessante thema!
 
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SasaM
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Natürlich gibt es auch solche Leute die eine Melodie perfekt wiedergeben ohne je einen fehler zu machen. Aber auch da kommt es denke ich auf verschiedene faktoren an.

Es gibt ja auch ganz einfach Leute die eine neurologische Veränderung haben und somit ganz andere Leistungen erbringen können als wir. Sie schaffen Dinge innerhalb kürzester Zeit für die andere ewigkeiten brauchen würden.

Ist schon ein kompliziertes Thema... Ich schätze mal es ist deswegen so kompliziert weil es keine richtige Definition in dem sinne gibt.

Wobei ich schon sagen muss dass ein wunderkind für mich jemand ist der sich ein Instrument selber beibringt und das in kürzester Zeit, aber natürlich auf einem Niveau wie es andere erst nach vielel vielen Jahren haben würden.

wäre meine persönliche definition...

Gruß Sasa
 
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da hast du recht sasam. meine mutter z.B. spielt flöte oder ,,hat gespielt" sie kann jede einzelne melodie einfach so nachspielen!!! völlig perfekt. Die hierfür notwendigen faktoren sind aber nur gehör und übung. Außerdem einfach einprägen wo muss ich hingreifen damit das rauskommt was ich will. Das haben Komponisten im Prinzip auch nicht anders gemacht. Melodie im kopf, an den flügel, bisschen verbessern, notieren.

nun ja das mit den neurologischen veränderungen ist wieder so ein kapitel. aber ich würde das jetzt ebenfalls nicht als talent bezeichnen nur weil jemand eine Inselbegabung hat. So was tritt meistens nach schweren unfällen auf und diese leute sind in den restlichen bereichen eher ,,behindert". Auch kein unbedingt schönes leben=(

sich selbst ein instrument beibringen, daran hab ich noch gar nicht gedacht. ja, das wäre ebenfalls erstaunlich,...ein wunder. hmm...kennst jemand vl.so einen fall, wo sich ein kind ein Instrument selber beibringt und innerhalb kürzester zeit ein hohes niveau erreicht? würd mich mal interessieren=)

grüße,
vienna
 
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Sesam
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Und das ist mir noch eingefallen, eine andere Perspektive auf den Begriff "Talent": ausser bei ironischem Gebrauch ist das Wort "Talent" durchaus positiv konnotiert. Derjenige, dem "Talent" nachgesagt wird, hebt sich schon allein dadurch von der Masse ab. Würde man ein sogenanntes Wunderkind einmal als "hochtalentiert" dem Publikum vorstellen und spielen lassen, die Zuhörer würden mutmaßlich voller Bewunderung viel Gefallen und Genuß an der Musik empfinden. Würde man dasselbe Wunderkind dem Publikum als extrem ehrgeizig und seit 7 Jahren 8 Stunden täglich klavierübend vorstellen.... ja, wie wäre es dann wohl um den musikalischen Genuß bestellt? Vielleicht also geht es bei der Frage nach dem "Talent" nicht immer schon um eine inhaltliche Bestimmung, sondern um den Umstand, von anderen für begabt gehalten zu werden.

LG, Sesam
 
R
rilli
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Für mich persönlich ist Talent das bereits bestehende Fundament eines Hauses. Jeder andere muss und kann dieses Fundament bauen, der Talentierte kann aber gleich darauf aufbauen. Er wird mit dem Fundament geboren, dass sich je nach Richtung anders ausprägt.

Ein Maler hat vielleicht die angeborene Fähigkeit zu beobachten, ein Musiker das Talent zuzuhören.

Wenn der Talentierte langsam baut, kann er durch jeden anderen eingeholt werden und sie werden gleichzeitig Dachgleiche feiern. Allerdings gibt es einige, die das Talent nutzten und ihren Vorspung nicht mehr hergeben.

lg, rilli
 
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@ rilli

Die Definition trifts auch,... muss ich mal drüber Nachdenken, vll. meld ich mich dann noch mal...
 
 

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