schnelle Passagen auf Digitalpiano, Klavier, Flügel..

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JanHH

Guest
Hallo,

ich stelle fest, auf meinen Digidings (Clavinova CLP 230) komme ich relativ schnell an die Grenzen, auch bei schnellen Passagen schon relativ einfacher Stücke macht die Mechanik einfach nicht mit, es ist zu zäh und träge.

Ist das ein allgemeines Problem?

Denke nun, ein neues muss her, mal ein "richtiges Klavier" mit Saiten.

Kann man davon ausgehen, dass das dann ausreichend ist? Also z.B. die Pathetique oder Mondscheinsonate 3. Satz kann man auf dem Clavinova gar nicht spielen (mal abgesehen davon dass ICH das eh nicht kann, aber es scheint auch theoretisch gar nicht möglich). Kann man das denn auf einem "normalen Klavier"? Oder muss es für sowas definitiv die Mechanik und Repetition eines Flügels sein?

Klaviertechnisch ist die übliche "unter 5000 EUR" Einstiegsklasse angepeilt.

Gruß und Danke.
 
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JanHH

Guest
z.b. das gis, linke hand, 2.+3. note bei der MS3S, geht schon nicht im "Originaltempo", die Taste kommt einfach nicht wieder hoch zwischen den beiden Tönen, und das ist bei vielen Stellen so. Auch die linke Hand bei der Pathetique (die schnellen Oktaven) ist kaum zu machen auf dem Ding.
 
Klavirus

Klavirus

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Wo ist da der konstruktive Beitrag in Bezug auf meine Frage?
Ob man das auf einem normalen Klavier kann? Nicht besser. Auf einem Flügel eher. Bei extrem schnellen Rep. geht es eben nur auf wenigen sehr gut regulierten Instrumenten.
Du kannst die Beispielstücke nicht spielen und weißt trotzdem, dass es nicht geht. Interessant. Ich hatte zu Beginn auch ein Clavinova, extrem schwer, Triller zu spielen. Auf dem Klavier, was folgte, war es anders, aber keineswegs leichter.
 
.marcus.

.marcus.

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ich stelle fest, auf meinen Digidings (Clavinova CLP 230) komme ich relativ schnell an die Grenzen, auch bei schnellen Passagen schon relativ einfacher Stücke macht die Mechanik einfach nicht mit, es ist zu zäh und träge.

Ist das ein allgemeines Problem?
Ich bin mir da nicht so sicher. Ich habe zwar ein Klavier bei meinen Eltern stehen, aber die meiste Zeit übe ich an einem Kawai ES-7 (und bei meinem KL spiele ich dann auf einem Flügel). Ich habe bisher nur an wenigen Stellen bemerkt, dass das E-Piano Grenzen setzt, z.B. bei der dynamischen Kontrolle, manches ist am Flügel einfacher, anderes kommt mir am Flügel schwerer vor. Ich kenne eher noch Folgendes: was am E-Piano locker flockig lief, stockt am Flügel plötzlich, denn die Mechanik braucht etwas mehr Kraft.

Also ich bin erst bei wirklich fortgeschrittenen Stücken an Grenzen des E-Pianos gestoßen und so wirklich schränken die mich auch jetzt nicht ein.

lg marcus
 
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JanHH

Guest
Ja, um zu beurteilen ob man eine Taste zweimal hintereinander so schnell anschlagen kann wie es für das Zieltempo eines Stückes notwendig wäre, muss man das Stück tatsächlich nicht spielen können. Ist das für Dich vorstellbar?
 
J

JanHH

Guest
ich hab tatsächlich auch den Eindruck dass Kawai da generell besser ist als Yamaha, aber ein neues Digi steht eh nicht zur Debatte, es soll endlich mal ein "richtiges Klavier" sein.

Bleibt halt die Frage, ob man "richtig virtuose" Stücke, sofern man das denn kann, generell überhaupt auf einem Klavier spielen kann, oder nicht... würde mich irgendwie wundern, wenn das nicht ginge!? aber wer weiss..
 
Sven

Sven

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Bleibt halt die Frage, ob man "richtig virtuose" Stücke, sofern man das denn kann, generell überhaupt auf einem Klavier spielen kann, oder nicht... würde mich irgendwie wundern, wenn das nicht ginge!?
Meinst du richtig virtuose Klavierwerke? Warum soll man die nicht auf einem Klavier spielen können? Dafür sind sie geschreiben.

P.S.: Zur Gattung der Klaviere gehört ein Flügel genauso wie ein Pianino. Nur so zur Info.
 
Klavirus

Klavirus

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Ja, um zu beurteilen ob man eine Taste zweimal hintereinander so schnell anschlagen kann wie es für das Zieltempo eines Stückes notwendig wäre, muss man das Stück tatsächlich nicht spielen können. Ist das für Dich vorstellbar?
Manchmal reicht es eben nicht, einfach probehalber mal ein paar schnelle Repetitionen zu machen, ohne zu wissen wie. Es gibt da so Zeug wie "Technik", damit kann man so manches kompensieren, was einem Anfänger unmöglich vorkommt.
 

SingSangSung

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MS3 gehört zu den Stücken, die ich gerne spiele (und die ich früher ganz gut gekonnt habe, heute holprig). Das besagte Gis ist tatsächlich eine schwere Stelle, die klappt bei mir am besten auf dem Flügel, am zweitbesten auf dem Epiano und am drittbesten auf dem Klavier (habe je einen Vertreter zu Hause). m. E. kann man das auf einem guten Clavinova passabel spielen, für eine deutlich bessere Repetition brauchst Du einen Flügel, Klavier bringt Dich da nicht entscheidend weiter (es sei denn, es ist ein extrem gutes Klavier, Ausnahmen bestätigen die Regel).
 
Wiedereinaussteiger

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Technische (und biologische) Grenzen bestehen bei der Wiederholrate EINER EINZELNEN Taste. Das kann - je nach Mechanik- rangieren von 6-8x je Sekunde, über 10-12 bis irgendwas um 15 Wiederholungen desselben Tones, jedoch dann nicht mit der vollen Spieltiefe und der vollen Anschlagstärke. Hübsche stücke, mit denen man das testen gehen kann, gibt es zuhauf, aber sie brauchen auch eine besondere Spieltechnik. Man gucke sich den Koji Attwood an, der die Recuerdos de la Alhambra spielt, die Gitarren-Repetitionsetüde von Francisco Tarrega. Er setzt vier Finger ein, quasi "abrollend", die immer die gleiche Taste nutzen.

Bei einfachen Digis bekommt man da schon den Eindruck, dass die Klaviatur irgendwie "klebt", oder hemmt. Selbst bei höherwertigen Digis, die mit einer "echten Flügelmechanik" beworben werden, sieht mal diese unsäglichen Klapp-Schleuder-Gewichte, die gegen eine befilzte Leiste prallen - auch was anderes, als dass ein Hämmerchen gegen eine Stahlsaite oder eine kupferumsponnene Stahlsaite prallt...

Fast immer sind dann Flügel so schnell, dass der normale Amateur-Pianist die Grenzen der Repetiergeschwindigkeit nicht mehr erreicht, aber viele Profi-Pianisten können das, per biologisch schneller Fingermuskulatur, und per Training. Die können einem dann also sagen, ob eine Kiste lahm ist oder nicht.

Dem, der ein Problem bei Trillern auf dem Digi erkennt, kann man nur raten, hau wech dat Dingen..., und kauf dir was Besseres - UND probiere zuvor aus, ob das neue Ding das kann, was du willst und erwartest.

Letztlich landen nahezu alle Ambitionierten dann beim....? ... tatüü tatah.... Flügel.

View: https://www.youtube.com/watch?v=_lW2AXcugp4
 
 

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