Schalldämmung Flügel Mietwohnung?

K
klavierurlaub
Dabei seit
10. März 2016
Beiträge
1
Reaktionen
0
Hallo liebe Leute,

wir wohnen in einer Mietswohnung (Neubau, 2. OG), wir wohnen ganz oben. Da ich mir ein Leben ohne Flügel auf Dauer nicht vorstellen kann, bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, den Schall möglichst gut zu dämmen, so dass ich 2-3 Stunden am Tag spielen könnte. Im Kopf habe ich einen Flügel mit 160-170 Länge. Natürlich wäre ein Silent-System eine Variante, aber das reicht mir einfach nicht, ich will auch "normal" akustisch spielen.

Was für Schalldämmungs-Maßnahmen könnte ich nutzen? Der Einbau eines extra abgekoppelten schalldichten Raums kommt wegen der Größe unserer Wohnung nicht in Frage, der Flügel soll im Wohnzimmer stehen können.

Ich freue mich sehr über Tipps und Hinweise!
 
Sylw
Sylw
Dabei seit
27. Mai 2017
Beiträge
459
Reaktionen
396
Ich hol mir grade Infos über schalldämmende Übekabinen ein, weil ich auch am liebsten einen Flügel in der Mietwohnung hätte und beim Üben niemand stören will. Ich fürchte, ohne entkoppeln wird das nichts, zumindest der Boden auf dem der Flügel steht, sollte „schwimmend“ sein, sonst tragen die Wände den Klang durchs ganze Haus. Wieviel es dann bringt bzw ob es reicht, an den Wänden Schalldämpfer anzubringen, weiß ich nicht. Mein Ideal, das Ganze auf Zimmerlautstärke zu reduzieren, ist dadurch jedoch nicht erreichbar, wenn ich meine bisherigen Recherchen richtig interpretiere.
 
virtualcai
virtualcai
Dabei seit
28. Sep. 2010
Beiträge
1.247
Reaktionen
828
Vielleicht stört es die Nachbarn auch garnicht.
 
M
Michael24235
Dabei seit
25. Mai 2021
Beiträge
1
Reaktionen
0
Prinzipiell ist das Musizieren in Mietwohnungen gesetzlich geregelt. Google mal, das Internetz ist voll davon. Kurzversion: Du hast außerhalb der gesetzlichen Ruhezeiten das Recht, Klavier zu spielen. Ich würde mit den Nachbarn das Gespräch suchen und abklären, wie prinzipiell die Stimmung und Meinung dazu ist. Bauliche Maßnahmen, oder gar eine "Übekabine"? Soll ja irgendwie noch wohnlich bleiben. Eventuell zusätzlich zum akustischen Instrument noch ein platzsparendes Stage-Piano zum Üben außerhalb der gesetzlichen Regelungen?
 
virtualcai
virtualcai
Dabei seit
28. Sep. 2010
Beiträge
1.247
Reaktionen
828
Vielleicht ist ja Wien anders, aber weder bei mir, noch bei Peter fühlen sich die Nachbarn gestört. Das hängt aber natürlich auch von der Bausubstanz ab.
 
LaSylphide
LaSylphide
Dabei seit
8. Nov. 2017
Beiträge
35
Reaktionen
33
Ich habe zwar keinen Flügel, aber meine Unter-mir-Nachbarin war ziemlich genervt von meinem Klavier.
Ab 20 Uhr schalte ich auf Silent um, obwohl die Hausordnung das Spielen bis 22 Uhr zulassen würde.
Ausserdem habe ich Schallabsorber zwischen Wand und Klavier, sowie Absorber unter den Füßen.
Je mehr Stoff und Vorhänge im Raum sind, desto besser soll dies ebenfalls sein - scheidet bei meiner Wohnvorstellung allerdings aus :007:
Wir haben uns mittlerweile gut arrangiert - spiele ich länger als eine Stunde, schalte ich ebenfalls auf Silent. Übe ich länger am Stück technische Dinge, die nicht so „schön“ sind, schalte ich ebenfalls um, so dass sie nur die schönen Stücke „ertragen“ muss.
 
T
tomtempest
Dabei seit
15. Okt. 2010
Beiträge
143
Reaktionen
80
Ein Flügel ist nicht zwangsläufig lauter als ein Klavier, die Klangabstrahlung ist evtl. sogar günstiger.
Ich würde erstmal schauen wie die Akzeptanz ist - entsprechende Isofloor-Untersetzer unter die Flügelrollen, ggfs. ein Teppich kann schon reichen.
So war es bei mir mit Mitbewohnern darüber und darunter...
 
V
Viva la musica
Dabei seit
18. Juli 2020
Beiträge
527
Reaktionen
908
zumindest der Boden auf dem der Flügel steht, sollte „schwimmend“ sein, sonst tragen die Wände den Klang durchs ganze Haus
Dabei unbedingt auch an die Fussleisten denken! Wir haben unter den Dielenboden Schallschutzplatten gelegt, aber die Fussleisten dürfen die Dielen dann nicht berühren, sonst geben die den Schall über die Wand trotzdem weiter.... Da muss so ein Band drunter, dass die vom Boden entkoppelt.
 
T
tomtempest
Dabei seit
15. Okt. 2010
Beiträge
143
Reaktionen
80
@klavierurlaub wohnt ja bereits in der Mietwohnung, also wird ein neuer Fußboden mit Dämpfung wohl kaum in Betracht kommen bzw. womöglich über das Ziel hinaus schiessen. :konfus:
Wie ist denn generell die Hellhörigkeit? Wird bereits ein Klavier bespielt?
Sollte sich der Flügel als zu laut erweisen, kann man den immer noch in ein anderes Zimmer stellen, um bauliche Veränderungen vorzunehmen...
 

Sylw
Sylw
Dabei seit
27. Mai 2017
Beiträge
459
Reaktionen
396
Muss ja nicht gleich ein neuer Fußboden sein, in Übekabinen wird ein eigener Boden draufgelegt, der entkoppelt ist. Weiß aber nicht, wieviel das alleine bringt. Vielleicht soviel, dass man es „nur noch“ in den anschließenden Nachbarwohnungen hört?
 
S
sita
Dabei seit
10. Juni 2011
Beiträge
364
Reaktionen
43
Ich hatte mal einen Flügel in einer Übekabine. Direkt im Zimmer hört man das natürlich. Im Nachbarzimmer derselben Wohnung hat man nichts mehr gehört, wenn beide Türen zu waren. In der Nachbarwohnung schon gar nicht. Das ist aber natürlich ein riesiges Ding, das Platz wegnimmt. Und natürlich ist es eher eng für den Spielenden.
 
 

Top Bottom