Russische Klavierschule Band 1

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Ludwig
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei (dem mir unbekannten) Heu*mann so wenig lernt, dass man angesichts der von Dir oben eingestellten Stückchen an eine Aporie stößt. :denken: Falls doch: Fatal! Kein gutes Zeugnis für die bislang von Dir verwendete Klavierschule.
So gern man Heumann auch kritisieren darf, nach sorgfältiger Durcharbeitung des ersten Buches ist man für das meiste der russischen Klavierschule Band 1 gerüstet.

Ich hab nach Heumann sogar direkt mit Band 2 anfangen dürfen. Technisch war das kein Problem, bloß am Ausdruck musste ich einiges nacharbeiten :-)
 
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amicusrarus
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Wenn wir mal bei dem konkreten Gänse-Stück bleiben: Viel Lebenszeit wirst Du mit dem "Üben" nicht verplempern. ;-)

. Später bist Du froh, wenn Du es intus hast, Noten egal welcher Stimme und egal in welchem Schlüssel auch mit der anderen Hand flüssig und damit unmerklich übernehmen zu können.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei (dem mir unbekannten) Heu*mann so wenig lernt, dass man angesichts der von Dir oben eingestellten Stückchen an eine Aporie stößt. :denken: Falls doch: Fatal! Kein gutes Zeugnis für die bislang von Dir verwendete Klavierschule.

Es ist sicherlich " keine " unauflösbare theoretische Problemstellung, um auf Deine Aporie ein zu gehen. Bloß wie ich sagte, völlig ungewohnt. Da ich neben Klavier ja auch Keyboard Unterricht hatte, es zum Schluß fast nur noch auf Keyboard hinaus lief, war ich natürlich auf Ufftate geeicht. Auch wollte ich natürlich gerne das spielen mit Klavier Akkorden lernen, die natürlich wieder anders gegriffen werden als Keyboard Akkorde. Die rus.Klav.Schule bedeutete für mich, dass nu wieder was neues in den Kopf rein soll. Macht es Sinn ?? aber so wie ich bisher gehört oder gelesen habe, scheint es durchaus Sinn zu machen und ich werde dabei bleiben.
Denn das: wie Du sagtest; " Noten egal welcher Stimme und egal in welchem Schlüssel auch mit der anderen Hand flüssig und damit unmerklich übernehmen zu können.", ist ja auch mein Anliegen. Würde ich mich nur auf den Heumann konzentrieren, wäre ich schon damit durch. Aber dann hätte ich nie gemerkt, das ich eigentlich nur gelernt hätte die Lieder zu spielen und nicht das spielen zu beherrschen. Und da, stoße ich mit unter an eine Aporie. Eben noch das Keyboard Stück den Schneewalzer über 2 Oktaven mit wechselnden Handlagen und Akkorden, wobei die Schwierigkeit im halten der Geschwindigkeit ( 180 ) und dem zählen der Noten besteht, dann zur Übung ein Walzer Stück mit Klavier Akkorden, dann ein Stück aus Heumann, und plötzlich wissen die Finger nicht wohin wenn man so ein einfaches Stück wie aus der russ. Klav Schule spielen soll, also, muß ich die linke wohl noch ein bißchen mehr trainieren.
 
amicusrarus
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Hallo,

"Andante" von Schubert

Seite 39.... oh ja.. hab mich gleich an den ersten Takten versucht, langsam, aber es geht, aber, da werd ich wohl ein paar Stündchen brauchen, bis es flüssig läuft. Will aber nicht schon vorweg greifen.....

). Da ich aber zu den ungeduldigen Späteinsteigern gehöre, springe ich gerne mal ans Ende des Hefts oder in die Mitte und versuche mich an dem ein oder anderen Stück... ( hi hi, wie ich das kenne )


Ohne Klavierlehrerin wäre ich bei der Russischen Klavierschule aber schlichtweg aufgeschmissen. Mir bringt es aber sehr viel.
habe nicht direkt eine Klavierlehrerin aber die Dame hat mir über den ersten Berg geholfen, üben kann man eh nur im stillen Kämmerlein, aber manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, und dann brauche ich einfach nur eine Hilfestellung, ich hätte eher allein die Etüde in C--dur auf Seite 66 gespielt, als die kleinen Gänse am Anfang. Ähnelt mir schon eher dem Little Talks als Keyboard Stück, da waren bloß mehr 16tel Noten und eben Akkorde. Und bis Seite 68 denke ich, da kann ich mich allein durch arbeiten, und ab Seit 70, frage ich mich.. ??? 4 Händig ?? na gut, da bin ich noch lange nicht...kommt Zeit, kommt Rat .....
 
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habe nicht direkt eine Klavierlehrerin aber die Dame hat mir über den ersten Berg geholfen, üben kann man eh nur im stillen Kämmerlein, aber manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, und dann brauche ich einfach nur eine Hilfestellung, ich hätte eher allein die Etüde in C--dur auf Seite 66 gespielt, als die kleinen Gänse am Anfang. Ähnelt mir schon eher dem Little Talks als Keyboard Stück, da waren bloß mehr 16tel Noten und eben Akkorde. Und bis Seite 68 denke ich, da kann ich mich allein durch arbeiten, und ab Seit 70, frage ich mich.. ??? 4 Händig ?? na gut, da bin ich noch lange nicht...kommt Zeit, kommt Rat .....

Und? Wie ist es denn weitergegangen mit der russischen Klavierschule?
 
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Darwinistischer Klavier-Unterricht !!! In einem Meer von Tränen lernen die einen das Schwimmen und die anderen saufen eben ab, übrig bleiben die Starken !!

Das ist Quatsch!
Einer der methodischen Vorzüge der Russischen Klavierschule ist es, dass jeder Finger jede Tasten bespielen können sollte. Dass also der Automatismus: Aha, 4. Finger, also f erst gar nicht etabliert und später wieder abtrainiert werden sollte.
Die russische Schule geht vom Singen aus und alle russischen Klavierschüler arbeiten mit Solmisation. Das heißt sie lernen nicht: Note auf der zweiten Linie Violinschlüssel=5. Finger drücken, schaun mer mal was da erklingt; sondern der Ton klingt so und so, wie können wir ihn erzeugen!
 
Ellizza
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Die fundierten Schulen haben den Anspruch Grundlagen zu legen, die neumodischen , Schüler schnell an vereinfachte Gassenhauer heranzuführen, damit (sich selbst) schnell beweist, dass man "Klavierspielen" kann. Sonst ist die Lust am Klavierspiel schneller weg, als all die Ergänzungsheftchen zur Schule verkauft worden sind.....:teufel:
 
amicusrarus
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Die fundierten Schulen haben den Anspruch Grundlagen zu legen, die neumodischen , Schüler schnell an vereinfachte Gassenhauer heranzuführen, damit (sich selbst) schnell beweist, dass man "Klavierspielen" kann. Sonst ist die Lust am Klavierspiel schneller weg, als all die Ergänzungsheftchen zur Schule verkauft worden sind.....:teufel:
Die Zeiten ändern sich und damit der Anspruch,
ich denke, die fundierten Schulen werden von Schülern bevorzugt die ernsthaft das Klavierspiel lernen wollen, und selbst davon werden bestimmt 50% schnell zur neumodischen Schule wechseln, weil sie feststellen das zwischen Wunsch und Wirklichkeit ein Meer von Anstrengung liegt.
Heute ist der schnelle Erfolg angesagt und das ist es was sie ja auch im Internet und den Medien propagieren.
Mit Quintenzirkel oder relativer und absoluter Solmisation braucht man doch keinem der nur mal eben das Klavierspiel lernen will zu kommen.
Wer ist denn noch bereit mindestens oder wenigstens 3 Stunden täglich in eine einsame Aufgabe zu investieren, nur sich und das Klavier, dabei unweigerlich ganz schnell an seine Grenzen zu stoßen dabei wissend welcher Weg noch vor ihm/ihr liegt. Ich glaube Musiker ist kein Beruf sondern eine Berufung.
Just vor Fun heißt es Heute und man braucht auch nicht mehr ein Tonnen schweres Klavier kaufen und dabei tief in die Tasche greifen um sich das Klavierspiel erlauben zu können. Heute langen 500 Euro für ein Anfänger E-Piano und das Internet ist voll von Tutorials und schnell Kursen.

Und? Wie ist es denn weitergegangen mit der russischen Klavierschule?
liegt in der Ecke.....habe lieber die Europäische Klavierschule genommen. Mir müssen auch die Lieder gefallen. Mal ein schwieriges Stück lernen um des lernen willen ist OK, ich muß es nicht mögen. Aber im Großen und Ganzen möchte ich Lieder spielen die mir gefallen die ich aus dem Herz en spiele und nicht nur aus den Händen.Hatte mir von Stefan Thurner das Buch: Piano Piano Classic bestellt, von 100 Liedern haben mir nur 2 gefallen, beim Rest kräuselten sich mir die Fußnägel. Ich bin eher der Abba Typ.... abba heutschi bumbeidschi bum bum... !! Darum bevorzuge ich eigentlich das Keyboard, verbringe aber mehr Zeit mit dem E-Piano weil es schwieriger ist. Leider hat es mich krankheitsbedingt das letzte Jahr zurück geschmissen, muß wieder von vorn anfangen..aber mit 66 Jahren ist es ja auch mehr just for fun... wünsche allen ein frohes Wheinachtsfest.
 
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Die Zeiten ändern sich und damit der Anspruch,
ich denke, die fundierten Schulen werden von Schülern bevorzugt die ernsthaft das Klavierspiel lernen wollen, und selbst davon werden bestimmt 50% schnell zur neumodischen Schule wechseln, weil sie feststellen das zwischen Wunsch und Wirklichkeit ein Meer von Anstrengung liegt.
Heute ist der schnelle Erfolg angesagt und das ist es was sie ja auch im Internet und den Medien propagieren.
Mit Quintenzirkel oder relativer und absoluter Solmisation braucht man doch keinem der nur mal eben das Klavierspiel lernen will zu kommen.
Wer ist denn noch bereit mindestens oder wenigstens 3 Stunden täglich in eine einsame Aufgabe zu investieren, nur sich und das Klavier, dabei unweigerlich ganz schnell an seine Grenzen zu stoßen dabei wissend welcher Weg noch vor ihm/ihr liegt. Ich glaube Musiker ist kein Beruf sondern eine Berufung.
Just vor Fun heißt es Heute und man braucht auch nicht mehr ein Tonnen schweres Klavier kaufen und dabei tief in die Tasche greifen um sich das Klavierspiel erlauben zu können. Heute langen 500 Euro für ein Anfänger E-Piano und das Internet ist voll von Tutorials und schnell Kursen.


liegt in der Ecke.....habe lieber die Europäische Klavierschule genommen. Mir müssen auch die Lieder gefallen. Mal ein schwieriges Stück lernen um des lernen willen ist OK, ich muß es nicht mögen. Aber im Großen und Ganzen möchte ich Lieder spielen die mir gefallen die ich aus dem Herz en spiele und nicht nur aus den Händen.Hatte mir von Stefan Thurner das Buch: Piano Piano Classic bestellt, von 100 Liedern haben mir nur 2 gefallen, beim Rest kräuselten sich mir die Fußnägel. Ich bin eher der Abba Typ.... abba heutschi bumbeidschi bum bum... !! Darum bevorzuge ich eigentlich das Keyboard, verbringe aber mehr Zeit mit dem E-Piano weil es schwieriger ist. Leider hat es mich krankheitsbedingt das letzte Jahr zurück geschmissen, muß wieder von vorn anfangen..aber mit 66 Jahren ist es ja auch mehr just for fun... wünsche allen ein frohes Wheinachtsfest.

Ja, dann ist Heumann doch schon eine gute Wahl für dich gewesen. Die Europäische Klavierschule kenne ich nicht. Ich bin damals auch mit Heumann angefangen. Die Schule, Etüdenbuch und Klassikband. Als ich die Russische Klavierschule dann mal in die Hand genommen hatte ging mir aber sehr schnell „ein Licht auf“. Von da an veränderte sich einiges. Ich hatte auch nie ein Problem mit dem Konzept, sondern habe es von Anfang an als sehr sinnvoll erachtet. Ich wollte aber auch nie „Abba“ spielen, wobei das von dir genannte Liedchen aber doch sogar von Heintje gesungen war, oder?

Es gibt natürlich eine Menge verschiedener Schulen. Für mich persönlich gehört die Russische Klavierschule zu Recht zum absoluten Basismaterial, wenn man „richtig“ Klavier spielen möchte. Jetzt ist die Schule in die Hände meiner jüngsten Tochter (7) gewandert. Da sie bereits seit ein paar Jahren im Chor singt und zudem auch tanzt, ist diese Schule für sie ideal. Vor allem auch weil meine Frau und ich diese Schule auch kennen.

Alles Gute auf deinem weiteren Weg. Ich wünsche dir ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Weg in der Tastenwelt.

P.S. Mein Schwiegervater ist mittlerweile 96 und spielt immer noch gerne auf dem Klavier!
 
Ferdinand
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gehe ich zu Heumann Band 1 und versuche mich da ein Stündchen, oder ich übe ein Klavierstück mit Akkordbegleitung, ein jedes ist eine besondere Herausforderung. ..

Ich habe den Heumann Bd 1 bereits durch und bin jetzt bei ca. 1/3 Heumann Bd 2. Vor kurzem habe ich mir mal die Stücke der 'Russischen Klavierschule' im Netz angeschaut und das, was man dort konnte, anspielen lassen. Für mich klingen die Stücke aus der Russischen Schule weitaus besser für meine Ohren als die bei Heumann. Den pädagogischen Mehrwert des einen oder anderen kann ich nicht bewerten aber bei Heumann Bd. 1 gibt es nur ganz wenige Stücke, die mir gut gefallen.

Ganz besonders gefällt mir das Liederbuch als Ergänzung zur Russischen Schule, es beinhaltet ganz tolle und sehr melodische Stücke. Das werde ich mir demnächst besorgen.
 

Barratt
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Heute ist der schnelle Erfolg angesagt und das ist es was sie ja auch im Internet und den Medien propagieren.
Mit Quintenzirkel oder relativer und absoluter Solmisation braucht man doch keinem der nur mal eben das Klavierspiel lernen will zu kommen.
Wer ist denn noch bereit mindestens oder wenigstens 3 Stunden täglich in eine einsame Aufgabe zu investieren, nur sich und das Klavier, dabei unweigerlich ganz schnell an seine Grenzen zu stoßen dabei wissend welcher Weg noch vor ihm/ihr liegt.

Ist das satirisch gemeint oder Deine tatsächliche Haltung? :konfus:

Ich glaube, es gibt nur wenige Großgruppen von Lernenden:

  1. Diejenigen, die wirklich Klavier spielen wollen. Die muss man nach drei Stunden vom Instrument wegprügeln oder wegsprengen.
  2. Diejenigen, die das Klavierspiel als Mittel zum Zweck benötigen. Sei es, um "Freunde zu beeindrucken" oder die Familie an Weihnachten beim Singen zu begleiten, sei es, um in einer Band zu spielen, sich zu zerstreuen/entspannen oder ähnliches. Dieser Gruppe reicht es, das konkrete Ziel zu erreichen. Wie sie dort hin kommen, darf gern den Gesetzen des ökonomischsten Ressourceneinsatzes folgen.
  3. Diejenigen, die aus extrinsischen Beweggründen spielen (die Eltern wollen es so/der Arzt hat es empfohlen/der Ehepartner hat auch ein zeitintensives Hobby, das man aber völlig uninteressant findet, also sucht man sich auch irgendwas). Sie geben sich gleichwohl Mühe, um die "Auftraggeber", Finanzierer oder ihr Selbstbild nicht zu enttäuschen oder zu verärgern.
  4. Diejenigen, die es eigentlich schon irgendwie erstrebenswert/cool fänden "Klavier spielen zu können", aber auf dem langen Weg dahin die Motivation verlieren oder den erheblichen Aufwand nicht dauerhaft in ihren Alltag integrieren "können".
Die Gruppen 3 und 4 sind wahrscheinlich die eigentlichen Herausforderungen für Lehrende und Autoren von "Klavierschulen". ;-) Die Zweier sind wahrscheinlich oft die sogenannten "Autodidakten".


:-)
 
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„Die“ Autodidakten gibt es glaube ich zumindest nicht. Da ich selber einer bin, kann ich dir zumindest sagen, dass ich (allgemein beim Thema Musik machen) zur Gruppe 1 zähle. Die Gründe autodidaktisch vorzugehen sind sicher unterschiedlich. Wie hier im Forum bereits an vielen Stellen geschrieben wurde, ist es gar nicht einfach einen „guten“ Lehrer zu finden. Das ist in ländlichen Gegenden zumeist noch schwieriger als in den Städten. Zudem ist es natürlich auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten. Unterricht bei einem Lehrer ist teuer und das kann sich nunmal nicht jeder leisten. Vor allem in Familien, wo dann eventuell ein oder beide Elternteile spielen wollen und dann noch ein oder mehrere Kinder. Das ist oft einfach nicht möglich. Man ist nicht selten froh, wenn man sich überhaupt ein brauchbares Instrument leisten kann.

Auch das Thema musikalische Vorbildung ist durchaus zu beachten. Wer als Kind in der Schule und/oder zu Hause musikalische Grundkenntnisse erworben hat (Thema Blockflöte z.B.) und somit ein gewisses Mass an Notenkenntnissen besitzt, für den muss das ganze nicht an mangelndem Unterricht scheitern. Die heutigen, modernen Lehrmaterialien wie die genannten Bücher, aber auch Videos geben viel mehr Möglichkeiten es erfolgreich zu versuchen. Solange keine professionellen Ansprüche bestehen ist das doch kein allzu grosses Problem, wenn man es denn wirklich lernen möchte. Es kostet sicher mehr Mühe, Durchhaltevermögen und Zeit es auf eigene Faust zu erlernen und wenn man höhere Weihen erklimmen möchte, dann geht es sicher auch nicht mehr ohne externen Unterricht persönlich bei einem richtigen Lehrer. Aber ich denke das der geringste Teil aller Klavierspielenden Menschen so hohe Ansprüche haben.

Wenn man autodidaktisch z.B. mit Heumann anfängt, dann lernt man dort auch Noten kennen und durch Hörbeispiele auf den CD‘s kann man seine Ergebnisse durchaus kontrollieren. Solange man sich an die in den Büchern gegebenen Anweisungen und Fingersätze hält, sollte man auch später in diesem Punkt keine grösseren Probleme bekommen. Wenn man das aber nicht macht kommt irgendwann im Material der Zeitpunkt, wo man mangels technischer Schwierigkeiten nicht mehr weiter kommt. Auch die Tests sollte man machen und sie ehrlich bearbeiten. Bei meinem Sohn musste ich das z.B. mal kontrollieren. Der hat die Antworten nicht gewusst, sondern abgeschrieben, also nicht gelernt. Nachdem ich dann stichprobenartig die Tests mit ihm mal gemacht habe war das Problem dann auch beseitigt......

Prinzipiell kann ich Heumann für den autodidaktischen Einstieg durchaus empfehlen und wenn man es gründlich macht kommt man auch vorwärts. Die Russische Klavierschule braucht etwas mehr Vorkenntnisse, aber wenn man eben z.B. Heumann Band 1 gemacht hat, dann sollte man dann auch damit klar kommen. Ich empfehle aber beim autodidaktischen Gebrauch genau nach den Büchern vorzugehen. Die vierhändigen Sachen macht man eben nur in der einen Stimme und was einem deutlich zu schwer ist lässt man erstmal. Ankreuzen, später noch einmal anschauen und bei Unklarheiten kann man ja z.B. hier nachfragen.

Ich habe das so alles gemacht und bin damit zufrieden. Wenn ich aber mal einen guten, bezahlbaren Lehrer finde, dann werde ich mir dort aber auch mal Stunden buchen. Bei den Kindtn ist es so, dass der Sohn eher einfach etwas spielen möchte und somit bis auf weiteres auch kein Kandidat für einen Lehrer ist. Bei meiner Tochter wird das eventuell anders. Aber sie fängt jetzt neben dem Singen und Tanzen ja erst mit den ersten Übungen an. Wenn sie das eine gewisse Zeit unter unserer Aufsicht engagiert macht, dann ist bei ihr durchaus richtiger Unterricht angedacht. Schauen wir mal.
 
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@Father

wenn man höhere Weihen erklimmen möchte, dann geht es sicher auch nicht mehr ohne externen Unterricht persönlich bei einem richtigen Lehrer. Aber ich denke das der geringste Teil aller Klavierspielenden Menschen so hohe Ansprüche haben.

Schade, dass Du diesen kleinen Versuch einer Kategorisierung als "Wertung" bzw. "Ab-Wertung" auffasst. :-( Jeder ist wie er ist und die Lebensumstände sind wie sie sind. :kuscheln:

Ich finde, dass Du à la merveille in meine willkürlich und ad hoc getroffene Kategorisierung (Gruppe 2) passt, die geprägt ist von lebhaftem, intrinsischen Interesse/Engagement, der aber das "Nerdige" der Gruppe 1 abgeht. :-)
 
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@Father



Schade, dass Du diesen kleinen Versuch einer Kategorisierung als "Wertung" bzw. "Ab-Wertung" auffasst. :-( Jeder ist wie er ist und die Lebensumstände sind wie sie sind. :kuscheln:

Ich glaube das ein Schubladendenken prinzipiell einfach nicht passt. Zudem ist in deinen Ausführungen eben auch eine klare Wertung sichtbar. Jeder ist aber individuell und somit tut man verschiedenen Leuten einfach unrecht.

Zudem kennst du mich persönlich und meine Art und Weise mich mit Musik zu befassen auch gar nicht. Auch da steht dir somit eine Einschätzung oder Einstufung einfach nicht zu. Leider ist so ein Vorgehen hier im Forum aber oft zu beobachten. Brauchst du das, um dich besser zu fühlen, oder bestätigt zu wissen?
 
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Brauchst du das, um dich besser zu fühlen, oder bestätigt zu wissen?

Nein, absolut nicht. War meinerseits eher humorvoll gemeint – ich bin ein bisschen erschrocken, dass es andersherum interpretiert werden kann. Bitte entschuldige, ganz sicher wollte ich niemandem zu nahe treten. Vergessen wir es also bitte einfach, ok?
 
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Nein, absolut nicht. War meinerseits eher humorvoll gemeint – ich bin ein bisschen erschrocken, dass es andersherum interpretiert werden kann. Bitte entschuldige, ganz sicher wollte ich niemandem zu nahe treten. Vergessen wir es also bitte einfach, ok?

Ich bin auch gar nicht böse, nur finde ich es einfach nicht schön, wenn man Menschen pauschal in Gruppen einteilen möchte und diese dann auch bewertet. Gerade im Bereich der Musik, wo es doch so individuell zugeht.

Aber sonst ist alles okay. Wünsche dir noch einen schönen 2. Feiertag...:001:
 
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Russische Klavierschule ohne Lehrer ist meiner Ansicht nach ein no-go. Auch zu schwer am Anfang ...
 
Ellizza
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Jemand, der ohne Lehrer voran kommen will, muss entsprechende ausführliche Lehrwerke am besten mit einschlägigen Videos sich besorgen. Allein das wird viel Vorarbeit und Fehlkäufe mit sich bringen, je nach Recherchierfähigkeit.

Allgemein werden immer ältere Klavierschulen empfohlen, weil die sich nämlich durchaus auch an Autodidakten wenden, und ausgewählte Filmreihen von zum Beispiel vom pianists magazin

View: https://youtu.be/Rzf8D1PMFwI


Die russische Schule ist für den Unterricht für begabte Kinder konzipiert unter geprüfter Fachanleitung.

Ich weiß nicht, warum diese Schule immer rumgeistert, ist sie doch nur eine von vielen didaktisch geordneten Stückesammlungen, die ohne Lehrer nutzlos sind. Jeder gute Lehrer kann aus seinem Repertoire sofort passend zum Schüler didaktisch zielorientiert vorgehen. Schulen sind eigentlich nur Arbeitserleichtetung und für den Schüler, der gern vorausschaut auf das was als nächstes dran ist.
 
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Selbstverständlich ist die Russische Klavierschule keine reine Stückesammlung. Es gibt durchaus diverse Erklärungen. Einen „Lehrer“ im Sinne einer bezahlten „Fachperson“ braucht man auch nicht zwingend. Das ist etwas, was einem die Lehrerzunft zwar immer glaubhaft machen möchte, aber so einfach nicht stimmt. Aber eine notenkundige Person, oder eine gewisse Kenntnis der Notenschrift ist schon hilfreich. Wir (also meine Frau und ich) spielen die 4–händigen Sachen der RK z.B. auch gemeinsam mit den Kindern...

Leider gibt es eben auch sehr viele schlechte Lehrer. Vielleicht ist das ja auch mit ein Grund warum immer dringend nach einem Lehrer gefordert wird. Geht da vielleicht im Zeitalter der multimedialen Lehrmittel und des Internets die „Kundschaft“ aus?

Lieber mit vernünftigen Lehrmitteln und z.B. Internetvideos als mit einem schlechten Lehrer.
 
 

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