Rechts- oder Linkshänder?

Seid ihr Rechts- oder Linkshänder?


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G

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Mal was auf gut Klick.
 
Sehr Viele, gerade aus meiner Elterngeneration (Geb. vor 1960), sind Rechtshänder, waren das aber nicht von Geburt an.

Daher wäre eine zweite interessante Frage noch, ob jemand von Geburt an Rechtshänder war, oder ob er es (wie meine Mutter) erst hat lernen müssen.

Ein kleiner Test dazu:
Vielen "geborenen Linkshändern" fällt das "saubere" Schreiben mit Links weniger schwer, als gebürtigen Rechtshändern. Sauber ist hier relativ, da das natürlich auch Übung erfordert.

Ich kann z.B. gar nicht mit Links schreiben (sauber und leserlich schon gleich garnicht ... auch nach wochenlanger Übung gehts nicht über das Schriftbild eines Schulanfängers hinaus) ... also gehe ich davon aus, dass ich gebürtiger Rechtshänder bin.
 
Da fehlt noch der "Beidhänder". Gibt's nicht so oft, kommt aber vor. Ich bin eindeutig Rechtshänder, mag meine linke Hand aber auch ganz gern.

Inzwischen fehlt der "Beidhänder" nicht mehr. Gut, dass man Umfragen nachträglich noch umstricken kann...!
(LG von Rheinkultur, dem Hardcore-Rechtshänder)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

... und "wirre Mischung aus Rechts-, Links- und Beidhänder" :coolguy::

Als kleines Kind hab ich wohl beide Hände ziemlich gleichberechtigt benutzt, und dann rechtshändig schreiben gelernt.

Musikinstrumente und Sportarten mit Schläger i.w.S. (Badminton, Tischtennis...) => deutlich (!) rechtshändig.
Außer, wenn man mir einen (kann auch Mini- sein) Golfschläger in die Hand drückt. Dann bin ich ganz ausgeprägter (!) Linkshänder. Wenn ich das rechtshändig versuchen würde, würde ich mir wohl eher den Schlägerkopf vors Schienbein knallen als den Ball auch nur ansatzweise in die gewünschte Richtung zu befördern :016:.

Wenn es darum geht, etwas zu werfen (z.B. einen Ball), bin ich extremer Linkshänder. Ich treff mit rechts buchstäblich nicht mal den Fußboden :004:.

Schrauben eindrehen, mit der Bohrmaschine ein Loch bohren oder einen Nagel in die Wand schlagen kann ich mit beiden Händen. Mit rechts routinierter, aber das geht auch mit links.
 
Ich bin ohne Frage ein Beidhänder. Es gibt Tätigkeiten die mache ich gewohnheitsmäßig mit der rechten Hand andere mache ich mit der linken. Als Vorschulkind hat meine Mutter mir einen Wollfaden um das Handgelenk gebunden, damit ich mir merken konnte mit welcher Hand ich den Stift halten sollte. Als ich mir mit ca. 14 Jahren den Arm gebrochen hatte brauchte ich 24 Stunden, dann konnte ich mit der linken Hand schreiben.
 
Beidhänder sind meistens umgeschulte LH (geht auch umgedreht, dass sich ein RH Kind selbst auf links schult, weil ein Vorbild ein LH ist). Laut J.B. Sattler soll d
Beidhändigkeit ja sogar krankhaft sein....
Viele werden so "sanft" von klein auf auf Rechts gedrillt, dass sie sich als Erwachsene gar nicht mehr erinnern. Bei uns wurden übrigens noch bis zur Wende alle in der Schule nach Rechts gezwungen, bin auch ein (widerborstiges) Opfer gewesen.
 
Da fehlt noch der "Beidhänder". Gibt's nicht so oft, kommt aber vor. Ich bin eindeutig Rechtshänder, mag meine linke Hand aber auch ganz gern.
Zu einem solchen wird man durch Spielpraxis mit anspruchsvollen Aufgaben für beide Hände auf Tasteninstrumenten im Laufe der Jahre fast zwangsläufig. Auch das Dirigieren eignet sich zur Förderung der Unabhängigkeit beider Hände voneinander. Ich habe mich von einem tausendprozentigen Rechtshänder zumindest zu einem partiellen Beidhänder entwickelt, der grobmotorische Arbeiten inzwischen stets mit beiden Händen im beliebigen Wechsel erledigt und der die rechte Hand nur bei ein paar feinmotorischen Aufgaben (z.B. Schreiben mit der Hand) bevorzugt. In meiner musikalischen Anfängerzeit empfand ich noch die linke Hand als so ungeschickt, dass ich auch gleich die Füße genommen hätte. Da ich aber meine ersten Erfahrungen auf der Orgel und nicht auf dem Klavier sammeln konnte, hatten diese schon ihre Aufgaben und ich hatte keine Ausrede mehr parat, um die linke Hand weiter am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen. Ein Übriges tat dann die Beschäftigung mit Jazz und Popularmusik, wo es ohne starke Linke genau so wenig groovt wie beim Schwergewichtsboxen.

LG von Rheinkultur
 
Zu einem solchen wird man durch Spielpraxis mit anspruchsvollen Aufgaben für beide Hände auf Tasteninstrumenten im Laufe der Jahre fast zwangsläufig. Auch das Dirigieren eignet sich zur Förderung der Unabhängigkeit beider Hände voneinander. Ich habe mich von einem tausendprozentigen Rechtshänder zumindest zu einem partiellen Beidhänder entwickelt, der grobmotorische Arbeiten inzwischen stets mit beiden Händen im beliebigen Wechsel erledigt und der die rechte Hand nur bei ein paar feinmotorischen Aufgaben (z.B. Schreiben mit der Hand) bevorzugt. In meiner musikalischen Anfängerzeit empfand ich noch die linke Hand als so ungeschickt, dass ich auch gleich die Füße genommen hätte. Da ich aber meine ersten Erfahrungen auf der Orgel und nicht auf dem Klavier sammeln konnte, hatten diese schon ihre Aufgaben und ich hatte keine Ausrede mehr parat, um die linke Hand weiter am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen. Ein Übriges tat dann die Beschäftigung mit Jazz und Popularmusik, wo es ohne starke Linke genau so wenig groovt wie beim Schwergewichtsboxen.

LG von Rheinkultur
Ja, ABER:

ich höre auch mit beiden Ohren. Dennoch ist eins dominant und "mit dem höre ich lieber". Ich habe beim Fußball das linke Bein auch nicht nur als Instrument zum nicht umfallen. Die unbekannte Fremde ...
Mit Links geht, fühlt sich aber unrechter an.
 
Interessant finde ich, dass man das Hirn austricksen kann. Bei entsprechend verquirlten Kompositionen, wo die Hände über Kreuz spielen, die Stimmen tauschen etc., und das am besten noch gleichzeitig, bilde ich mir manchmal ein, die LH wäre die RH. Der Effekt hält nur kurz... zeigt aber, dass die LH durchaus geschickt sein kann, wenn man es ihr zutraut.
 
WARNUNG! Dieser Faden ist höchstgradig rechtslastig! Wehret den Anfängern!!!
Dagegen hilft nur ein gutes Lied:



Freundschaft, Genoss*innen!
 
Interessant finde ich, dass man das Hirn austricksen kann. Bei entsprechend verquirlten Kompositionen, wo die Hände über Kreuz spielen, die Stimmen tauschen etc., und das am besten noch gleichzeitig, bilde ich mir manchmal ein, die LH wäre die RH. Der Effekt hält nur kurz... zeigt aber, dass die LH durchaus geschickt sein kann, wenn man es ihr zutraut.
Nein, das stimmt! Das ist total witzig. So kann man die rechte Hand zum Phantom werden lassen und die Linke Hand meint urplötzlich sie hätte das Klavierspielen gelernt und reißt total das Heft an sich ^^ ... ich spiele gerne über kreuz. Sinnlos aber berauschend.
 

Ich bin Rechtshänder.
Zur Lastverteilung habe ich zuhause die Maus rechts und auf der Arbeit links.
Wenn ich ein schwergängigs Glas aufdrehen muss, mache ich das mit links.
Beim Kickern (Tischfußball) habe ich so guten Wumms und gute Kontrolle mit links, dass ich schon gefragt wurde, ob ich Linkshänder sei.
Andererseits kann ich mit links nicht gut Billiard spielen.
Beim Bogenschießen kommt es eher darauf an, welches Auge das führende ist. Da es bei mir das limke ist, schieße ich auch als Linkshänder.
Aber eigentlich bin ich Rechtshänder.

Der Arzt meinte damals zu meiner Mutter: Wenn er (gemint war ich) sich als Linkshänder entwickelt, auf gar keinen Fall umerziehen! Das war Ende 60er.

Grüße
Häretiker
 
Interessant finde ich, dass man das Hirn austricksen kann.
Das geht erstklassig auch ohne Klavier: einfach mit überkreuzten Armen Fahrrad fahren. Wenn man dann ein verbeultes Rad und Schrammen etc hat, kann man dem Hirn sagen "ätschi, ich hab dich ausgetrickst: du wolltest nicht, dass wir auf die Fresse fallen, ich wollte das auch nicht, aber passiert ist´s trotzdem" :-D :-D
 
@rolf:
Das erinnert mich ein wenig an meine Erfahrungen auf einem Fahrrad mit "Umkehrgetriebe" am Vorderrad (du lenkst nach links, und das Fahrrad fährt eine Rechtskurve).
"Fühlt sich erst sehr komisch an, aber man gewöhnt sich irgendwann dran" (sagte der Besitzer).
 
Ich habe rechts angeklickt, weil Beidhänder noch nicht möglich war.
Als Jugendliche habe ich verstärkt linksschreiben geübt, weil ich für das Klavier beide Hände brauche.
Das ging auch ziemlich gut - mit Erstschuljahrheften... als ich unlängst meinen rechten Arm in Gips hatte, durfte ich alles mit links erledigen, aber als die Rechte wieder arbeiten durfte, merkte ich ein Entspannung im Hirn. Da habe ich richtig gespürt, dass es eine Veranlagung ist.
 
Definitiv Linkshänder und Linksfüßer (habe mich selbstverständlich bei der Umfrage verklickt).
Als Kind zum Rechtsschreiben gezwungen worden. Tastatur/Schreibmascshine/Computer... sind daher ein Segen für mich.
Mein Bruder ist Beidhänder und Beidfüßer. Tennis spielt er mit rechts, Tischtennis mit links, Werfen, Fangen, Werkzeug... beidhändig, 11-Meter beidfüßig.

Ich finde es faszinierend, wie unterschiedlich das ausgeprägt ist.
 
Interessant ist: Ich kenne eineiige Zwillige, von denen eine Rechts- und eine Linkshänderin ist.
 
Ich habe rechts angeklickt, weil Beidhänder noch nicht möglich war.

(habe mich selbstverständlich bei der Umfrage verklickt).
Im Prinzip müsste man hinsichtlich der Umfrage noch mal von vorne anfangen. Allerdings dürften die Rechtshänder in jedem Falle deutlich in der Mehrzahl sein, was sich mit der Struktur der Durchschnittsbevölkerung decken sollte. Aufgrund der gut ausgebildeten Spielfertigkeiten wird der Prozentsatz an "sozialisierten Beidhändern" in praktisch allen Altersgruppen über dem Durchschnitt liegen - bei der Altersgruppe 60plus dürften sich noch Erziehungsbestrebungen bemerkbar machen, die Linkshändigkeit durch Training oder auch Zwang zu überwinden. Eine Rolle spielt auch der Umstand, dass Werkzeuge, Haushaltsgeräte, Essbesteck und dergleichen kaum gezielt für Linkshänder entwickelt und zum Kauf angeboten werden.

Linkshänder-Spezialanfertigungen von Musikinstrumenten sind am ehesten bei Spielern von Streich- und Zupfinstrumenten gefragt, die stets ihr eigenes Instrument zu transportieren und zu spielen gewohnt sind - und da nutzt es nur eine Minderheit von Spielern, deren Griffhand durch Krankheit oder Unfall dauerhaft geschädigt ist (z.B. der Bratschist Jürgen Kussmaul).

Lektüreempfehlung: https://www.nmz.de/artikel/alle-zutaten-um-einhundertachtzig-grad-gedreht

Tastenspieler haben es aufgrund organisatorischer Probleme erheblich schwerer, auf spiegelverkehrt konstruierte Alternativen zurückzugreifen, solange sie nicht mit dem eigenen Konzertflügel auf die Reise gehen. Mit seinem Engagement zum Wohle "andersherumer" Pianisten wird er sein Nischendasein wohl auf Lebenszeit fortsetzen müssen: https://www.gezaloso.de/

LG von Rheinkultur
 
Interessant ist: Ich kenne eineiige Zwillige, von denen eine Rechts- und eine Linkshänderin ist.
Das kommt sogar sehr häufig vor. Die Gleichmacherei bei der Erziehung führt dann dazu, dass der Linkshändige von Beiden sich umorientieren muss, was aber nicht immer klappt (das sind dann die bekannten Fälle, die Du beschrieben hast). Es gibt eine Theorie, dass Linkshänder alle ein Zwilling sind, der andere ist dann eben im Laufe der frühesten Schwangerschaft "verloren" gegangen.

Das wäre dann allerdings ein Indiz, dass Rechtshändigkeit "normal" sein müsste.
 
Interessant ist: Ich kenne eineiige Zwillige, von denen eine Rechts- und eine Linkshänderin ist.
Interessanter Erkenntnis aus der Zwillingsforschung:
Zwillinge, die getrennt aufwachsen sind sich oft viel ähnlicher, als solche, die gemeinsam aufwuchsen. Der Grund dafür wird in der Identitätsarbeit vermutet, bei der gemeinsam aufwachsende eben ständig das eigene "nahezu" Ebenbild vor Augen haben.
Bei Zwillgen die getrennt aufwachsen, entwickeln sich teilweise sogar die Kleidungspräferenzen nahezu gleich.

Bei gemeinsam aufgewachsenen Zwillingen könnte der Hang dazu, eher Links- oder eher Rechtshänder zu sein, auch damit zusammenhängen, dass sie sich von ihrem Double irgendwie absetzen müssen.
 

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