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Wenn gemeint ist "90 Kilo - 60 Jahre - 90 IQ", kommt's sicherlich hin.Interessant - reife Leistung. Was erkennst Du denn sonst noch so? Hat die 90 - 60 - 90?
CW
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Wenn gemeint ist "90 Kilo - 60 Jahre - 90 IQ", kommt's sicherlich hin.Interessant - reife Leistung. Was erkennst Du denn sonst noch so? Hat die 90 - 60 - 90?
CW
Ich glaube, es gibt eine unter KL (erschreckend) weit verbreitete Denkweise, dass es ruhig etwas mechanisch klingen darf, wenn der Schüler es spielt - "Hauptsache, er setzt die durch das Stück zu erlernenden Techniken sauber um, denn dafür habe ich ja das Stück ausgewählt. Und außerdem kann man ja auf der derzeitigen Fähigkeitsstufe des Schülers eh' nicht so viel Ausdruck erwarten."
Steile Thesen! Könnte es nicht auch sein, daß Klavierlehrer an der nicht vorhandenen Musikalität ihrer Schüler scheitern? An Schülern die damit zufrieden sind (und sich daran erfreuen), wenn sie die richtigen Töne treffen, an Schülern, die weder Takt- geschweige denn Rhythmusgefühl kennen? An Schülern, die es offensichtlich nicht einmal hören, wenn ihr Pedalgebrauch alles in eine Klangmatschpampe versenkt? An Schülern, für die Fünf gerne mal auch eine gerade Zahl sein darf? Mir tun dann eher die Klavierlehrer leid, die sich so etwas (aus ökonomischen Gründen) Tag für Tag anhören müssen und die sicherlich mit anderen, höheren Ansprüchen in ihr Berufsleben gestartet sind.Ich vermute, dass viele KL solche Stücke nicht als vollwertige Musik ernst nehmen. Es ist ja „nur“ pädagogische“ Literatur. Und das merkt man dann auch an deren Klavierspiel.
Sicher.Könnte es nicht auch sein, daß Klavierlehrer an der nicht vorhandenen Musikalität ihrer Schüler scheitern?
ohne die die Klavierlehrer, nachdem sie ihre Pianistenträume schon lange resigniert haben begraben müssen, auf Taxifahrer umsatteln müssten.Ich bin so ein Schüler,
Völlig richtig!Aber wenn ein KL das Stück derart unmusikalisch auf YT einspielt (und damit meine ich keineswegs nur das fehlende Pedal!) - wie will er/sie dann die Musikalität der Schüler überhaupt entwickeln?
Würde man im Schulbereich nur die (sehr) begabten Schülerinnen und Schüler unterrichten, könnte man sicher jede Menge Schulen schließen. Dann bräuchte man deutlich weniger Lehrkräfte.ohne die die Klavierlehrer, nachdem sie ihre Pianistenträume schon lange resigniert haben begraben müssen, auf Taxifahrer umsatteln müssten.
CW

Die Bundesbahn entlasten...Aber was machen wir dann mit den ganzen Taxifahrern?


Naja, das Ding ist halt, bis zum "Einigermaßen-unfallfrei-Durchgehen" vergehen ja meist bei diesen Schülern schon einige Wochen. Will man "mehr", werden es endgültig zu viele Wochen. In Musikschulen hat man zudem oft leider nur völlig unzureichende 30-Minuten-Unterrichtseinheiten, so dass man dort standardmäßig immer nur ein Stück zur Zeit durchnimmt... Es ist schwierig! Dennoch sollte nicht mechanisch, sondern audiomotorisch, mit Klang- und Ausdruckswillen (bzw. bei Jazz und Pop mit Groove) gespielt werden. Und im übrigen: Wenn ich bei meinen Schülern mit einem Stück wie dem obigen Köhler ankäme, würden das alle langweilig finden. Spricht einfach niemanden an, weil es so super-durchschaubar als technisches Schüler-Übungsstück geschrieben wurde (von einem uninspirierten und/oder sehr "mechanikgläubigen" Komponisten - Bach hat gezeigt, wie es anders geht). Schon deswegen wäre die Wahrscheinlichkeit gering, dass das irgendwer musikalisch ansprechend vorträgt.Viele KL resignieren auch auf Grund der geringen Ansprüche von Eltern (und auch den Schülern selbst) . Wenn es einigermaßen unfallfrei durchgeht, dann ist das Stück FERTIG.
Jede weitergehende Anforderung wird als Beleidigung zurückgewiesen!

Das ist absolute unverzichtbare BASIS jedes Klavierunterrichts, dass dem Schüler immer wieder eingebläut wird, dass ALLES wahrgenommen werden muss und KEINESFALLS, unter keinen Umständen (!!), so gespielt werden darf, dass man einen Teil wahrnimmt (z.B. das was die rechte Hand spielt) und ein anderer Teil sozusagen aus einer "Fingerautomatik" heraus abgespult wird!Mein Lehrer führte mich dann dahin, auch die linke Hand aktiv zu hören/mitzugestalten, anstatt sie bloß mitlaufen zu lassen. Seitdem ich das tue, passiert dieser "Fehler" nicht mehr, aber noch viel geiler, ich hatte musikalisch etwas dazu gewonnen.