So ich geb nun auch mal noch meinen Senf dazu.. :)
Ich hatte 6 Jahre Klavierunterricht als Kind bis ins Jugendalter und hab danach dann aufgehört. Hauptgrund war meine Klavierlehrerin. Ich war jung und modern veranlagt, sie war schon älter, Konzertpianistin und eher Klassik-lastig. Und so ging das Ganze zu Ende. Nun hat's mich vor ca 2-3 Monaten, 14 Jahre nach Beendung meines Unterrichts, doch wieder gepackt und inzwischen steht wieder ein Clavinova von
Yamaha (ePiano) in der Wohnung. Auf einem (etwas älteren) Clavinova hatte ich damals als Kind schon gelernt, und es nie bereut. Klar ist ein richtiges Klavier schöner und besser und überhaupt toller. Aber das E-Piano animiert extrem zum öfteren üben, zumindest ist das bei mir so :)
Da auch ich beruflich ziemlich ausgelastet bin, habe ich mir zuerst zwar Klavierlehrer angesehen, mich dann aber vorerst mal dagegen entschieden. Ich hab mir mal einen Account bei Flowkey gemacht, da ich dank dem Kauf eines Yamaha Instrumentes sowieso 3 Monate gratis testen kann (die haben da so ne Aktion). Da gibt es tolle Tutorials, welche einem die Grundlagen beibringen. Ob die dann effektiv reichen sollen, bezweifle ich ehrlich gesagt. Ich hab nämlich auch heute nach 14 Jahren immer noch meine Klavierlehrerin im Ohr wenn ich mal nicht gerade am Klavier sitze, oder die Haltung falsch ist. Ich denke, da ist vermutlich der Knackpunkt. Man kann die Tutorials zwar durcharbeiten, aber wer korrigiert einem dann, wenn mans später beim spielen wieder vergisst? So kann man sich vermutlich üble Fehler angewöhnen... :) Vielleicht kann aber auch vorgebeugt werden, indem man sich die Dinge, welche man gerne vergisst, immer wieder ins Gedächnis ruft. Beispielsweise könnte man sich die wichtigstens Dinge irgendwo gross und fett auf ein A3 Papier aufschreiben und sich das dann vors Klavier hängen o.Ä. :)
Zudem finde ich es wichtig, dass man auch Noten lesen kann. Aber auch das kann man sich weitgehend selbst beibringen. Nachdem ich online ein paar gute Seiten gefunden habe, bin ich dann auf die Smartphone-App "Klavierlehrer" gestossen. Man kann davon halten was man will, aber beim Notenlesen hat es mich definitiv weiter- oder wieder reingebracht :)
Da kann man auch problemlos mal bei einer Wartepause das Handy hervornehmen und kurz 5min. ein paar Notenlesen-Übungen machen. Mir hat es wieder auf die Sprünge geholfen.
Danach konnte ich alte Stücke von früher dank der noch vorhandenen Noten wiederbeleben, hat echt Spass gemacht.
Momentan bin ich nun dabei, ein paar Songs über Flowkey zu lernen. Grundsätzlich kann ich das weiterempfehlen, allerdings finde ich sollte man sich nicht ausschliesslich mit Flowkey beschäftigen. Ein Klavierlehrer ist, vorallem für komplette Neuanfänger, auf jeden Fall ratsam. Allerdings kann ich auch verstehen, wenn man dann nicht gleich so viel Geld für Klavierstunden ausgeben kann/will oder schlichtweg keine Zeit dafür hat. Für mich beispielsweise wäre das momentan auch eher schwierig. Ich wollte mich auch zuerst mal wieder rantasten und sehen, obs mir noch gefällt, ob ich dranbleibe oder ob ich schnell wieder die Lust daran verliere. Das geht meiner Meinung nach auch gut ohne KL. Wer aufs Online-Üben steht, dem würde ich wie bereits erwähnt als Zusatz noch die App "Klavierlehrer" empfehlen.
Zu Flowkey muss ich noch sagen: Ich hatte anfangs, als mein E-Piano noch nicht in der Wohnung stand, ein uraltes Keyboard meiner Mutter. Mit dem hatte ich einfach mal getestet ob es sich lohnt, sich wieder ein Klavier in die Wohnung zu holen. Das Keyboard war nicht mit dem Laptop verbunden und Flowkey hat effektiv nur zugehört, welchen Ton ich spiele. Das fand ich dann nicht so optimal... Manchmal als ich ein Lied im Wartemodus übte, habe ich in der richtigen Tonlage ein Wort mit meinem Freund gewechselt und das Lied hat den Ton dann anscheinend erkannt und das Lied weiterlaufen lassen, ohne dass ich die Taste bereits gedrückt hätte :)) Viele Töne wurden aber auch gar nicht erkannt, vielleicht lag's ja auch am Keyboard, keine Ahnung..
Seit ich aber das E-Piano nun anschliessen konnte und Flowkey weiss, welche Tasten ich spiele, finde ich das gar nicht so schlecht. Gerade auch durch die Haltung der Hände und der korrekten Fingersätze, die man abgesehen von den Noten auch noch sieht.
Fetter Abzug allerdings dafür, dass sich die Notenblätter nicht normal ausdrucken lassen!
Ich denke allerdings auch, dass ich früher oder später dann wieder Klavierstunden nehmen werde. Muss ja nicht zwingend jede Woche sein, ich denke schon einmal monatlich würde viel helfen. Wann das sein wird und wie weit ich alleine komme, werde ich jetzt erstmal auf mich zukommen lassen :) Momentan bin ich noch ganz zufrieden, so wie's gerade läuft :) Für mich ist die Hauptsache, dass es mir Spass macht!
Sorry, das war dann wohl etwas viel Text, ich neige dazu :)
Wie siehts denn bei dir aus Stoni? Hast du inzwischen einen KL oder hast du alleine weitergemacht? Wie ist es dir ergangen? (sorry ich habe nicht alle Beiträge durchgelesen, falls du das schonmal geschrieben haben solltest)