Klavier lernen - online möglich?

  • Ersteller des Themas Vincent Amadeus Mozart
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"Woran machst Du das fest?"

ach komm, schau dir halt die ganze aufmachung an. logo, website, produktion, alles schon vorhanden. n paar videos kann man auch ohne den ganzen kram machen
 
Also vermutest Du es nur?
 
jo, ungefähr so wie ich vermute, dass morgen die welt nicht untergeht.
 
Diese ganzen Schwachmaten welche auf YT ihr sogenanntes Unterrichtsmaterial daherstellen, sind entweder selbstverliebte Wochenendwichser, oder geldgierige Betrüger.

Sollten keine finanziellen Interessen im Spiel sein bleibt nach dieser Feststellung ja nur noch die andere Möglichkeit:blöd:. Immer wieder schön zu sehen, wie einfach man sich die Welt doch machen kann:super:.
 
Onlinekurse haben durchaus ihre Berechtigung. Meine Erfahrung damit ist, dass sie didaktisch perfekt aufbereitet sein müssen und die eingesetzten Tools und Medien so exakt wie möglich passen müssen, weil der Unterrichtende außer bei Kursen in Dialogform halt nicht mal eben fix eingreifen kann.
Und an der didaktischen Aufbereitung scheitert es meist. (Hinweis: das ist allgemein gemeint - die letzten Links habe ich mir nicht angeschaut.)

Wenn man einen guten Plan hat, was man seinen "Schülern" anbieten möchte und wenn man das Online-Handwerk beherrscht, kann das schon funktionieren. Wenn auch wohl nicht für jeden, da gebe ich @Rheinkultur recht.
 
Ich verstehe nicht, warum die von @Impromptu verlinkte Seite so aggressiv runtergemacht wird.

Mir ist ein schöner Blogeintrag aufgefallen, der zwar allseits bekannte Wahrheiten enthält, die man sich aber gleichwohl nicht oft genug wieder ins aktive Bewusstsein rufen kann:

http://derklavierkurs.de/3-ausreden-die-dich-vom-klavier-spielen-lernen-abhalten/

Meine Güte, soll doch jede/r nach seiner/ihrer Façon selig werden. Man merkt doch nach kurzer Zeit, ob man mit einer Lehrmethode klarkommt oder nicht. Wenn solche Angebote Door-Opener sind - why not.
schulterzuck.gif
Die Zielgruppe sind ja nicht die kindlichen künftigen Teilnehmer am Warschauer Chopin-Wettbewerb und auch keine Personen mit der Ambition, ein Studium des Solopianos anzustreben, sondern Hobbyisten älterer Semester. Diese wiederum sollten in der Lage sein, die gewählte Methode zumindest anhand des erzielten / nicht erzielten Fortschrittes in Abgleichung mit dem investierten Übeaufwand einer (selbst)kritischen Reflexion zu unterziehen.

Es kommt doch auch immer auf die Ziele an, die man sich setzt. Sind diese nur bescheiden genug, erreicht man sie auch. Stellt man dann fest, man will "mehr", orientiert man sich ggf. neu.
 
ach so, meinst die haben eh schon Gicht in den Gelenken, da kommts auf eine Sehnenscheidenentzündung nun auch nimmer an :-D


Viele Grüße

Styx
Eine Überbelastungsfolge wie Sehnenscheidenentzündung kann ja erst ab einem bestimmten Können auftreten, solange da noch Tasten gesucht werden, halte ich die Gefahr für ziemlich ausgeschlossen, sich die Gelenke zu überreizen.

Die Gefahr besteht vielmehr bei überehrgeizigen Schülern, die gerade bei klassifiziertem Unterricht auf Teufel komm raus trotz Verkrampfung irgendwas meistern wollen- und vor dem kann auch ein guter Klavierlehrer nur warnen, er sitzt ja nun nicht die ganze Woche wie eine Art Privatcoach beim Üben dabei.

Bei erwachsenen Schülern besteht außerdem immer die Gefahr, dass sie neben dem auf ihr Alter und auf ihre körperliche Konstitution hin angesetzten didaktischen Konzept, trotzdem andere Sachen probieren wollen. Ein Erwachsener ist nun mal kein unmündiges Kind.
 
Die Gefahr besteht vielmehr bei überehrgeizigen Schülern, die gerade bei klassifiziertem Unterricht auf Teufel komm raus trotz Verkrampfung irgendwas meistern wollen- und vor dem kann auch ein guter Klavierlehrer nur warnen, er sitzt ja nun nicht die ganze Woche wie eine Art Privatcoach beim Üben dabei.
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Hier beißt sich die Katze in den Schwanz - Sehnenscheidenentzündungen bei Fortgeschrittenen, liegen sehr oft falsch erlernte oder angewöhnte Technik zugrunde.
Freilich ist die Gefahr auch nicht ausgeschlossen daß dies auch durch schlampiges Üben oder mißachten von Hinweisen des Lehrkörpers auch bei konventionellen Unterricht auftreten kann, jedoch wird hier der Lehrkörper alles tun um Fehlstellungen beim Schüler zu vermeiden.
Gerade bei Anfängern sollte auf richtige Technik geachtet werden, was man sich erst einmal angewöhnt hat, läßt sich so schnell nicht mehr umgewöhnen.

Viele Grüße

Styx
 

Ei @Styx , Du hast doch mit allem Recht, was Du schreibst, und dass ich Deiner Meinung bin, weißt Du auch.

Aber manche Leute mögen das (zunächst einmal) anders sehen.
 
Im von @Barratt zitierten Blogeintrag steht übrigens ein kluger Satz: "Zeit haben ist eine Entscheidung".
Schade, dass das vielen Menschen nicht so bewusst ist... Natürlich ist das etwas, was auf einen Studenten (der seine Zeit auf Facebook & Co. verdaddelt) vielleicht eher zutrifft als auf voll berufstätige Eltern, die oft gar nicht wissen, wo ihnen der Kopf steht. Dennoch gilt: Einfach mal Glotze aus und ans Klavier setzen! :-D
 
Hallo,

auch wenn die meisten hier dem online Klavier spielen lernen etwas kritisch gegenüber stehen wollte ich auch nochmal eben einen Beitrag in eigener Sache loswerden.
Ich habe vor Kurzem selbst eine Art "Klavier-lern-Blog" online gestellt.
Dabei soll es neben Blogartikeln auch noch Videos geben, die ein bisschen tiefer gehen als die klassischen Youtube-Nachspiel-Tutorials. Am besten so, das man als Anfänger einen Einblick in alle wichtigen Bereiche bekommt. Dazu gehört eben auch ein Grundverständnis von Noten und Harmonien. Ich will einfach versuchen einen guten Mix zu finden der jedem etwas bietet.
Die Seite ist wie gesagt noch ganz neu, deshalb bin ich für Anregungen offen und dankbar!
Schau doch mal vorbei Vincent Amadeus Mozart.
Das ist die Seite: www.derklavierkurs.de

P.s. Klaus Kauker kann ich nur empfehlen! Schau dir am besten mal seine Serie zu Akkorden und Skalen an. Ich glaube die helfen als Anfänger sehr.

Dein Vorhaben ist natürlich edel und lobenswert, du solltest dich aber erst einmal bei kostenpflichtigen Klavierlehrschulen im Internet umschauen. Z.B. mit 15 Euro kannst du einen Monat lang das Angebot von music2me.de studieren. wenn du danach immer noch glaubst, du hättest eine Mission, nur zu!
 
Hallo Ihr Lieben,
ich gehöre gleich in mehrere Kategorien:
-voll berufstätige Mutter eines 4 jährigen
-älteres Semester (45J.)
-blutige Anfängerin (seit knapp 5 Monaten)

Ich habe mich ganz klar für den Klavierlehrer entschieden, obwohl ich auch die Flausen im Kopf hatte, Thomas Forschbach & Co könnten mir Klavierspielen beibringen. Das kann er nicht! Zumindest nicht so, wie ich mir "Klavierspielen lernen" vorstelle. Ich hab mir vieles online angesehen und auch T. Forschbach's kostenlosen Crashkurs mitgemacht. Fazit : Hilfreich für Anfänger, aber nicht ausreichend, um "ordentlich" Noten, Fingersätze, Musiktheorie usw zu erlernen.
"Für Elise" ist ein gutes Beispiel! Ein Abend mit Thomas Forschbach's Video zu diesem Stück am Klavier und ich konnte den ersten leichten Teil auswendig spielen (oder vielmehr die richtigen Tasten drücken)...ABER.... einige Tage später spielte ich es meinem KL vor und in dieser Klavierstunde arbeiteten wir nur an diesem Teil des Stückes. Er gab mir Tipps zur besseren Fingerhaltung, zum Fingersatz, auf was ich an welcher Stelle achten muss. Es war als würde ich zum Drücken der richtigen Tasten das Stück komplett neu lernen. Es hatten sich Fehler eingeschlichen, die ich selbst nie als solche erkannt hätte.
Seitdem SPIELE ich es und "drücke" nicht nur. Es war klar ein Vorteil, die Reihenfolge der Noten zu kennen und T. Forschbach erklärt sehr gut, aber das reicht nicht, um später auch mal anspruchsvollere Stücke zu erlernen.
Natürlich kommt es immer darauf an, welche Ziele man verfolgt. Wenn es einem genügt, ein paar Liedchen auswendig zu klimpern, ist ein Online-Kurs nicht ganz verkehrt. Erfolgserlebnisse hat man allemal. Möchte man allerdings tiefer in die Materie eintauchen und evtl auch erlernen sich unbekannte Stücke selbst zu erarbeiten, ist meines Erachtens ein guter Klavierlehrer unabdingbar.
Herrn Forschbach und Co aber vorzuwerfen, er wäre geldgeil, finde ich allerdings überzogen. Er gibt sich Mühe, erklärt gut und schult mit seinen begrenzten Mitteln sehr umfangreich. Er verdient Geld mit dem was er gelernt hat. Tun wir das nicht alle? Ich werfe meinem KL ja auch nicht vor, er würde mich finanziell schröpfen und der ist ja auch nicht ganz billig ;-)
LG
Andrea
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mich nach 5 Monaten Klavierüben auf eigene Faust (min. 1h/Tag) nun in der Musikschule der Stadt eingeschrieben. Ich wurde zum Erstgespräch eingeladen und bekam dabei direkt ein paar hilfreiche Hinweise.

In einem konkreten Beispiel, nach Vorspiel der Arabesque (Burgmüller), dass der Ringfinger von Natur aus einen Nachteil hat; dass jener bei natürlichen Bewegungen der Hand nur unterstützende Funktionen einnimmt und daher schwerer zu kontrollieren sei. Ich solle damit beginnen (bei der Stelle wo die 5er Passagen auf die linke Hand wechseln; /*keine Ahnung wie ich das sonst ausdrücken soll*/) den Schwerpunkt auf den vierten Finger zu legen.

Was soll ich sagen?

Ich hatte mir beim Üben schon öfter gedacht dass die von dieser Tatsache betroffenen Stellen beim Spielen irgendwie nicht gut klingen (schlampig, verschluckt...). Nach 2 Minuten Vorspielen bei der KL bekam ich schon weiterführende Hinweise. Ich habe beim Gespräch bereits etwas gelernt was ich als bisheriger Autodidakt nicht beachtet habe. Vielversprechend.

Nichts desto Trotz glaube ich dass man die fundamentalen theoretischen Grundlagen, also was ist/sind eine Tonleiter, #, b, Akkorde, Oktaven, Staccato, Legato, Pausen, ... Notenlesen ganz Allgemein... auch ohne große Probleme selbst erlernen kann.

Vor allem aber sehne ich dem Unterrichtsbeginn entgegen. Der beginnt wie ein normales Schuljahr leider erst Anfang September, und vorher hat die gute Dame keine Zeit..
 
Ergänzende Anregungen kann man sich online allemal einholen.

Z. B. bei Klaus Kauker, Josh Wright, Paul Barton (alle YT & m. E. keine ... wie war der Ausdruck? Wochenendwichser?), Clavio... ;-)

Um die Validität von Online-Tipps einschätzen zu können, bedarf es allerdings eines vorhandenen Grundwissens.
 
Gibt inzwischen wirklich viele tolle Sachen online, Furmanczyk bzw. Lypur hat riesige Online-Videoreihen, völlig frei. Damit kann man sehr gut einsteigen.
Da sind viele auf ähnlicher Linie mit anderem Stil unterwegs, z.B. Edna Goladnsky selbst hat da auch viel Videos, Pianist Magazine, Piano-ologist, cedarvillemusic etc. - nebst vieler Amateure mit vielen interessanten Sachen.

Wer sich da umschaut, wird zu jedem Thema wirklich _sehr_ viel finden, alles frei verfügbar.

Nur die Rückkopplung zu einem Lehrer ist halt unersetzbar, aber auch hier kann man z.B. Skype-Sessions mit Josh Wright etc. buchen, das scheint immer breitere Anwendung zu finden.

Viele Anfänger-Stücke sind hier eingespielt und man kann sich gut vergleichen:

https://www.youtube.com/user/UIPianoPed
 
Vielen Dank zu dem Link des yt-channel. Jetzt muss ich endlich nicht mehr durch die ganzen Amateureinspielungen durchsurfen. Spitze!
 
Ergänzende Anregungen kann man sich online allemal einholen.

Z. B. bei Klaus Kauker, Josh Wright, Paul Barton (alle YT & m. E. keine ... wie war der Ausdruck? Wochenendwichser?), Clavio... ;-)
Die Originalquelle ist leider verschwunden - und das jetzt. Ich habe nämlich ein passendes Lied zum Thema zu bieten:



Kriegt man da auch Sehnenscheidenentzündigung von?
 

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