lernmethode

  • Ersteller des Themas Jonny Greenwood
  • Erstellungsdatum

Jonny Greenwood

Jonny Greenwood

Dabei seit
14. März 2007
Beiträge
277
Reaktionen
0
Hallo,
habe ein paar Fragen zum Klavierspielen.
1. wie warmspielen?
Tonleiter spielen? Was gibt es da für Übungen?
2. Ich mache es meistens so, dass ich dann ein Stück und eine Fingerübung übe (nach dem Warmspielen).
Insgesamt übe ich dann im schnitt 30min am tag, will aber in Zukunft auf mind. 60min kommen.
3. Was gibt es für schöne Klassik Stücke, die den Schwierigkeitsgrad von "Für Elise" (welches ich im Moment übe) nicht überschreiten.

MfG Janus

PS: spiele seit 3 monaten, falls das von relevanz zur beantwortung der frage ist.
 
Für's Warmspielen nimmt man am besten Stücke, die man schon gut kann. Wenn da viele Läufe (Tonleitern) drin sind - umso besser ;) Bach ist z.B. sehr gut zum Warmspielen geeignet.

Stücke in der Schwierigkeit von Für Elise wären z: B. die einfacheren zweistimmigen Inventionen von Bach und leichtere Sonatensätze von Haydn und Mozart.
 
Total gut gefallen mir die Clementi-Sonatinen.
Da habe ich am Anfang einige gespielt.

Stilblüte
 
Janus,

die zweistimmigen Bach-Inventionen und Clementi-Sonatinen sind sicherlich auf dem Niveau der Originalversion von "Für Elise".

Du schreibst, dass Du seit drei Monaten spielst - wenn du ganz neu angefangen hast, wären die Originale für Dich eine arge Herausforderung, zumindest wenn Du sie nicht "irgendwie" herunterspielen willst. Hast Du einen Lehrer? Wie lernst Du?

Siggi
 
Mit drei Monaten Klavierspielzeit "Für Elise" zu spielen, erscheint mir schon sehr besonders, selbst, wenn es technisch noch nicht ganz ausgefeilt ist.
Respekt!
Ich würde nicht unbedingt sagen, dass Bach oder Clementi schwerer sind.
Sie sind anders schwer, man kann das kaum vergleichen.
Vom spieltechnischen her müsstest du aber die leichteren Stücke problemlos (fast ;)) hinkriegen können, wenn du sogar "Für Elise" spielst.

viel Erfolg

Stilblüte
 
danke ,
aber es ist auch nicht so, dass mir für elise jetzt leicht fällt. übe auch schon einen guten monat daran und kann jetzt so 2/3 würd ich sagen.
Könnte ich als nächstes Stück auch das 1. movement (entspräche das im deutschen dem 1.satz?) von beethovens Mondscheinsonate wählen?
link, falls ich missverständlich war
-> http://www.youtube.com/watch?v=O6txOvK-mAk&mode=related&search=
(edit:habe die noten zu hause gefunden)

@siggi:
Ja habe eine Lehrerin, bei der ich alle 2 Wochen eine Zeitstunde Unterricht nehme.
Wie ich übe... siehe 1. Beitrag. Wenn du mehr Details wissen möchstest, kannst du gerne fragen, weiß jetzt nur nicht so ganz welche Informationen du noch haben möchstest.

Ansonsten, danke für die hilfreichen antworten

edit:
fällt mir grade noch eine frage zu für elise ein. in welchem tempo sollte es mind. gespielt werden?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Könnte ich als nächstes Stück auch das 1. movement (entspräche das im deutschen dem 1.satz?) von beethovens Mondscheinsonate wählen?

Joah, die englischen "Movements" entsprächen den deutschen Sätzen.

fällt mir grade noch eine frage zu für elise ein. in welchem tempo sollte es mind. gespielt werden?

Mmh... in meiner Urtext-Ausgabe steht molto grazioso als Spielanweisung, aber kein echtes Tempo. Im Internet finde ich eher poco moto. Noja, ich fände es unpassend, hier eine Metronomzahl zu nennen, du solltest einfach kein extrem langsames Tempo an den Tag legen. Zumal ein Tempo meiner Meinung nach auch je nachdem, wo du dich im Stück befindest, variiert werden sollte.

Du kannst dich ja etwas an den Youtube-Virtuosen orientieren und dich bei deiner Lieblingsinterpretation dort am Tempo orientieren. Ist übrigens ein recht universeller Tipp. (Mein Liebling)

Nur bitte aufpassen bei den "Runterrasslern", die nur um des Tempos Willen spielen. ;)
 
Hallo,

Also ich wähle da immer ein Stück, das ich gut kann und auf das ich gerade Lust habe. Vielleicht auch etwas was man schon länger nicht gespielt hat. Ich brauche am Anfang immer irgendwas bei dem ich nicht gleich von zu großen technischen Schwierigkeiten demotiviert werde ;)
3. Was gibt es für schöne Klassik Stücke, die den Schwierigkeitsgrad von "Für Elise" (welches ich im Moment übe) nicht überschreiten.
Vielleicht kannst du mal ein paar der Bagatellen von Beethoven probieren. Manche sind technisch nicht so schwer, klingen aber ganz nett. Oder falls du auch auf dem Yann-Tiersen-Trip bist, versuch doch mal "Comptine d'un autre été: l'après midi".

Gruß marcus
 
diese frage passt zwar nicht unbedingt zur Überschrift des Threads, aber dafür einen eigenen aufzumachen schien mir dann doch zu wuchtig dafür...
Es geht um Schwierigkeitsgrade. Ich höre nur manchmal, dass jmd. sagt/schreibt er habe Level/grade 4 z.B..
Was bedeutet das bzw. wie sind diese Level einzuordnen, was ist das höchste? Welchem Schwierigkeitsgrad entspräche z.b. "Für Elise", 1 oder 2?
 
Da gibt es keinen festen Standard, aber verschiedene Listen. Um solche zu finden, hatte ich mal erfolgreich den Thread Notenliste mit Schwierigkeitsgrad gestartet. Schau dir am besten nicht nur den von mir propagierten "Thread-Top-Tip" an, sondern zum Vergleich auch die anderen Hinweise.

Zitat von Haydnspaß u. a.:
Stücke in der Schwierigkeit von Für Elise wären z: B. die einfacheren zweistimmigen Inventionen von Bach
Vielleicht bin ich ja ein wenig hirnträge, aber ich begreife nie, warum die BWV 772ff so oft so leicht wie die Elise genannt werden :confused: Sie sind anspruchsvoll für die linke Hand, und der verrückte Bach kommt viel öfter völlig spontan auf unerwartete (also schwerer erlernbare) musikalische Wendungen als Beethoven bei seiner Elise... also Vorsicht vor dem Frustmonster.

Ich finde sie zwar auch sehr empfehlenswert für Anfänger, sie haben mich aber wesentlich mehr Arbeit gekostet (und tun das noch heute) als die verhältnismäßig intuitiv dahinplätschernde Elise.
 

Keine Ahnung ob es hier von Klavier-Talenten nur so wimmelt, aber ich finde, dass für Elise ein recht anspruchsvolles Stück ist!
Ich gebe zu, dass ich es zwar für mich mal durchgeklimpert habe, aber noch nie wirklch gespielt (wollte ich mir und meinem Lehrer ersparen :-x... man übt ja auch nicht den Flohwalzer... grins...)
Aber warum können alle den Anfang und hören beim Mittelteil auf?
Der ist nämlich gar nicht so leicht.
Und ich habe noch nie jemanden Für Elise so spielen hören, dass ich nicht am liebsten rausgegangen wäre.

Das Stück ist nicht zu unterschätzen.
Bekannt heißt nicht einfacher- ganz im Gegenteil.

Stilblüte
 
danke, das hat mich nämlich auch manchmal verwundert, dass es sooo einfach und als das einsteigerstückschlechthin abgestempelt wird. ich habe, auch wenn das nichts heißen soll, mit einigen passagen schwierigkeiten gehabt oder habe und bin dabei diese zu beheben.
dann denkt man sich "mmh...bin ich bescheuert und kriege dieses stück nicht hin?"

also "Mondscheinsonate 1.satz" wäre ein angemessenes nächstes Stück, d.h. überschreitet nicht den Schwierigkeitsgrad von "Für Elise", richtig?

jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nach welchem Prinzip arbeitet eigentlich dein Lehrer, wenn ich fragen darf??
Arbeitet ihr nur auf Stücke hin, oder lernst du auch technische dinge, so dass du dich einfach ans Klavier setzen kannst und vom Blattspielen kannst (irgendwann, jetzt natürlich noch nicht)

Der erste Satz der Mondscheinsonate is meiner Meinung nach leichter als Für Elise. Also wenn du die Elise gut spielst, kannst du den ersten Satz aufjedenfall.

oli
 
Das ist auch meine Meinung.

Ich würde behaupten, zwischen der Mondscheinsonate und Für Elise liegen -technisch gesehen- doch ziemlich große Unterschiede!
Vom technischen her ist Für Elise wohl schon recht anspruchsvoll.

In Bezug auf Interpretation und Spielweise ist Für Elise dagegen nicht schwerer, vielleicht sogar leichter, da sich vieles aus dem Stück selbst ergibt.

Aber, wie immer, Ansichtssache.

Stilblüte
 
die arbeitsweise meiner lehrerin betreffend:
immer zur jeweils nächsten Stunde versuche ich eine fingerübung (aus so einem buch von ihr) durchzuarbeiten und ihr dann vorzuspielen. Des weiteren arbeite ich parallel immer an einem stück. Meine Fortschritte spiele ich ihr dann auch vor und es werden ggf. Fragen von mir oder Verbesserungsvorschläge von ihr gegeben. Dann kommt meistens noch ein bißchen Theorie, Musiklehre dazu und dann ist die Stunde oft auch schon rum.

Wie läuft das bei euch denn so ab? Da ich Klavieranfänger bin, würde ich mich gerne (weshalb ich diesen Thread startete) über Lernmethoden austauschen um von vornherein eine Basis für gutes Lernen zu schaffen. Ich kann, da sie meine 1. Klavierlehrerin ist, ihren Unterricht auch nicht gut bewerten. Daher die Frage an euch:
Was kann da noch verbessert werden, was fehlt, etc.?
Habe morgen Abend um 20:00 Klavierstunde, könnte es also dann direkt an sie weitergeben.
@Amfortas: was meinst du konkret für technische Dinge, die einem das Abspielen vom Blatt erleichtern?

Danke an dieser Stelle auch nochmal für die vielen, schnellen und hilfreichen Antworten!

jan


PS:
was "Mondscheinsonate" und "Für Elise" betrifft, komme ich nach dem 1. Anspielen von MS zu gleichen Schlüssen, die Schwierigkeit betreffend.
 
Ich meine Dinge wie den guten alten Hanon oder Etüden (Czerny und sowas). Ebenfalls Tonleitern, Arpegien usw...
Ich weiß nicht was es für Fingerübungen sind die du da machst, aber vll. sind es ja welche davon.

Ich finde irgendwie das Prinzip deines Lehrers komisch. Einem Anfänger gleich Stücke wie Für Elise oder Mondscheinsonate anzudrehn....gut, sie sind nicht die schwersten Stücke, aber gleich am Anfang....ich weiß nicht. Mondscheinsonate ist, wie Stilblüte schon sagte vom Ausdruck her net das leichteste, Für Elise technisch nicht überall ganz einfach (ich verspiel mich manchmal immernoch).

Ich finde einem Anfänger sollte man mehr zu sowas hinführen. Sonst wären die ganzen Klavierschulen ja unangebracht, wenn man gleich mit solchen Stücken anfängt.
Gut...du kannst dann vll. Für Elise spielen, aber ich kann ein 6 jähriges Kind auch dazu bringen ein Buch abzuschreiben, nur weiß es dann nicht was es schreibt....

Aber sag da lieber nix mehr drüber, sonst heißt es ich würde irgendeinen Klavierlehrer schlecht machen, und das will ich ja nicht.

Lernmethoden...da muss jeder seinen Weg finden. Die Frage ist auch was du darunter verstehst. Was direkt willst du lernen?
Ich würde sagen, wenn du was erreichen willst, viele technische Dinge (wie Hanon oder Czerny) auch wenns net immer spaß macht, aber es lohnt (seit ich meine Etüden und den Hanon immer richtig und lang spiel, zum einspielen, klappen alle Stücke wesentlich besser). Also probiers vll. mal mit solche Etüden.
Ansonsten, bei speziellen Stücken die du lernen willst, fragst du am besten deinen Lehrer, oder fragst direkt zu einem Stück wie etwas geht.Wenn du ein Stück ganz alleine einüben willst, dann solltest du mal nach einem eigenen Weg suchen. Ansonsten einfach langsam üben, theoretisch einzeln(r.H. und l.H.) üben, das kommt aufs Stück an. Und das Stück in Abschnitte einteilen, die dann einzeln einüben. Dann die Stücke zusammensetzen und die Übergänge gut üben.
Aber du musst es einfach mal rumprobieren, ich hab auch nen Weg gefunden wies geht (der aber a weng lang is zu erklären)



oli



P.S.: Wenn noch Fragen sind zu einzelnen Stücken oder überhaupt Fragen, frag einfach nach, ich darf Nachts(nach 22uhr) eh meistens nicht spieln hab also viel Zeit zum Antworten.
 
gib ruhig kritik an der vorgehensweise meiner lehrerin, kann ja nur weiterhelfen.
(aber versteht das nicht falsch, ich find meine klavierlehrerin eig gut und komme auch gut mit ihr klar.)
ich muss zugeben, dass ich selbst auf die idee gekommen bin "für elise" zu spielen bzw. sie gefragt habe ob das geht. angedreht hat sie es mir nicht, aber auch nicht nein gesagt. die mondscheinsonate habe ich ja nur überlegt zu spielen, kann ja mal ihre vorschläge abwarten bzw. spielen.
Mit Hanon meinst du diese Fingerübungen die Hanon mal entworfen hat?
ich kann sie ja mal danach, nach arpeggien fragen und den czerny etüden fragen.
sind das übungen für jedes level?

MfG
jan und besten dank für die wirklich hilfreichen antworten
 
Ja habe eine Lehrerin, bei der ich alle 2 Wochen eine Zeitstunde Unterricht nehme.
Wie ich übe... siehe 1. Beitrag. Wenn du mehr Details wissen möchstest, kannst du gerne fragen, weiß jetzt nur nicht so ganz welche Informationen du noch haben möchstest.

Ich habe mich einfach darüber gewundert, dass Du schreibst, Du spielst nach drei Monaten Unterricht und ca. 1/2 Std. täglich Üben Für Elise schon ganz gut. Von einer Lehrerin würde ich nicht erwarten, dass sie einem Anfänger die Originalversion von Für Elise zu diesem Zeitpunkt gibt (es gibt Legionen an Bearbeitungen von "Für Elise", in allen Schwierigkeitsstufen, auch für den absoluten Anfänger), und dann gibt es ja auch ganz unterschiedliche Arten, ein Stück zu spielen.

Grundsätzlich halte ich es auch nicht für erstrebenswert, nun mit möglichst anspruchsvollen Stücken zu beginnen. Wenn Du Wert darauf legst, gut Klavier zu spielen, wäre es wichtiger, die Stücke danach auszusuchen, dass Du an ihnen immer einen anderen technischen Aspekt lernst, die Du schließlich bei anspruchsvolleren Stücken alle anwenden kannst, und wodurch anspruchsvollere Stücke dann wieder leicht sein werden für Dich.

Wer würde einem Kind in der ersten Klasse das Lesen anhand eines kleingedruckten, dicken Buches ohne jedes Bild und ohne Hervorhebung neuer Wörter, Buchstaben, Besonderheiten beibringen?

Aus welchem buch nehmt Ihr die Übungen?

Viele Grüße!
 

Zurück
Top Bottom