lernmethode für neue lieder

  • Ersteller des Themas Crahan
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Hey Dotterbart,

das ist gut! :) Das werde ich demnächst auch mal versuchen. Bei mir ist nämlich Sense mit schnell zuordnen können ab der obersten Notenlinie im Violinschlüssel und auch im Bassschlüssel. Ab da muss ich dämlich abzählen.

Ich werd mir den Kram auch mal als Einschlafhilfe mit in die Falle nehmen. Vielleicht hilfts ja :oops:
 
also bei mir ist es so ,dass ich erst seit ein paar monaten klavier spiele. da die stücke derzeit beginnen schwer zu werden. wende ich folgende methode an.

ich gucke mir die noten an und spiele sie dann .das mache ich solange bis ic hes auswendig kann. dann kommt der nächste takt und dann verknüpfe ich die beiden takte. und das geht immer so weiter.
ist es ein problem ,wenn ich beim spielen die ganze zeit auf die taste gucke und nirgendwoanders?
 
also bei mir ist es so ,dass ich erst seit ein paar monaten klavier spiele. da die stücke derzeit beginnen schwer zu werden. wende ich folgende methode an.

ich gucke mir die noten an und spiele sie dann .das mache ich solange bis ic hes auswendig kann. dann kommt der nächste takt und dann verknüpfe ich die beiden takte. und das geht immer so weiter.
ist es ein problem ,wenn ich beim spielen die ganze zeit auf die taste gucke und nirgendwoanders?

Ich spiele selbst erst seit ein paar Monaten. Mein KL meinte, man solle versuchen selten auf die Tasten zu gucken. Nur, wenn man sich mal fix neu orientieren muss oder einen Sprung machen muss. Deine Methode klingt nach Auswendiglernen. Was denkst du, wieviele Stücke dein Gehirn aufnehmen kann? Ist nicht böse gemeint. Ich finde es durchaus interessant und gut, ein paar Stücke auswendig zu können. Aber für mich persönlich finde ich es wichtiger nach Noten vom Blatt spielen zu lernen. Klar, man lernt es automatisch halbwegs auswendig, wenn man es oft genug spielt. Schwierige Stellen kann ich meist auch auswendig, dann muss ich mich nicht sooo auf die Noten konzentrieren.

Ich weiß nicht wo du hin willst. Was sagt dein KL zu der Methode? Oder bringst du es dir selbst bei?
 
ich werde demnächst mit dem klavierunterricht anfangen;)

aber ist dieser weg wirklich nicht gut?ich glaube über die kapazität des gehirns braucht man sich keine sorgen zu machen!
 
wie lange dauert es denn so ungefähr bis man eifnachso vom blatt spielen kann?
 
Da kann ich Pirata nicht zustimmen, aber wahrscheinlich hat jeder seine eigenen Methoden.

Wenn ich ein neues Stück einübe, spiele ich es erst auch nach Noten, aber je sicherer ich werde, desto weniger schaue ich auf die Noten.
Außerdem würde es mich stören, wenn ich beim Üben aussetzen müßte, um die Seiten bei einem etwas längerem Stück umzublättern.

Ich würde es auch schade finden, wenn ich immer die Noten brauchen würde, denn man schleppt sie ja nicht immer mit sich herum und könnte praktisch nie an einem fremden Klavier 'seine' Stücke spielen.
 
@Crahan: wie lange es dauert, bis man vom Blatt spielen kann, hängt von dem Schwierigkeitsgrad ab, denke ich.
Leichte Stücke wirst du bestimmt sehr bald gut vom Blatt spielen können.
 
was mir aufgefallen ist:
wenn ich ein neues stück einübe und mir einen takt vornehme ,gucke ich mir ja die noten an und spiele es paar mal.
dadurch lernt man es doch iwie automatisch auswendig,oder nicht?
 
Ja, mit Sicherheit, aber ich würde es nicht Takt für Takt auswendig lernen, sondern erst mal vom Blatt spielen, bis man es kann und dann spielt man es automatisch auswendig.

Wenn du einen Takt nach dem anderen auswendig lernen würdest, könnte ich mir vorstellen, daß man dann Probleme hat, auf dem Blatt zu finden, wie es weitergeht.
 
Nur mal am Rande ein kleiner Tip: Man wirkt schon gleich viel fortgeschrittener und "eingeweihter" in die Musikwelt, wenn man nicht "Lieder" sagt.

Die Bezeichnung "Lied" ist reserviert für ein (kurzes) solistisches Gesangsstück, also 1 Sänger/-in plus Klavier oder Ensemble. (In Jazz/Rock/Pop heißt das Entsprechende "Song".)

Ein Instrumentalstück nennt man entweder "Stück" oder, bei klassischen Stücken, wahlweise "Werk". Im Jazz kann man auch das englische "Tune" verwenden.

Sagt man "Lied", outet man sich als totaler Laie. Klingt in Musikerohren auch ziemlich schrecklich, sorry! Ist ein bißchen so, als wenn jemand zu einem Konzertpianisten in aller Unschuld sagt: "Und, wie lange klimperst Du immer so?" - obwohl man's ja gar nicht so meinte, wird der Pianist sich ziemlich auf die Füße getreten fühlen... Oder wenn jemand zum Kontrabaß "Standbaß" sagt...:shock:

LG,
Hasenbein
 

Nur mal am Rande ein kleiner Tip: Man wirkt schon gleich viel fortgeschrittener und "eingeweihter" in die Musikwelt, wenn man nicht "Lieder" sagt.

Die Bezeichnung "Lied" ist reserviert für ein (kurzes) solistisches Gesangsstück, also 1 Sänger/-in plus Klavier oder Ensemble. (In Jazz/Rock/Pop heißt das Entsprechende "Song".)

Ein Instrumentalstück nennt man entweder "Stück" oder, bei klassischen Stücken, wahlweise "Werk". Im Jazz kann man auch das englische "Tune" verwenden.

Sagt man "Lied", outet man sich als totaler Laie. Klingt in Musikerohren auch ziemlich schrecklich, sorry! Ist ein bißchen so, als wenn jemand zu einem Konzertpianisten in aller Unschuld sagt: "Und, wie lange klimperst Du immer so?" - obwohl man's ja gar nicht so meinte, wird der Pianist sich ziemlich auf die Füße getreten fühlen... Oder wenn jemand zum Kontrabaß "Standbaß" sagt...:shock:

LG,
Hasenbein
ich habe dazu gelernt(siehe letzte post)
 
Hallo zusammen,

habe kürzlich das Buch von Chuan Chang gelesen und mir folgende kleine Zusammenfassung seiner wichtigsten Übungsgrundsätze geschrieben, da ich sehr von dem Konzept überzeugt bin. Diese werde ich mir ausdrucken und ans Klavier kleben, um immer wieder daran zu denken. :)

1. Ein Stück solange HS üben, bis es mit beiden Händen auf mindestens ca. 125 % Tempo ohne Fehler zu spielen geht. Nur so kann Technik effizient erlernt werden. Erst dann mit HT beginnen.

2. Das Stück in kurze Abschnitte einteilen (Faustregel: max. ca. 5 Takte pro Abschnitt). Jeden Abschnitt mindestens mehrere Dutzend mal durchspielen, erst dann zum nächsten wechseln.

3. Gegebenenfalls sollte jeder Abschnitt den Anfang (d.h. z.B. 1 Note) des nächsten enthalten.

4. Mit den schwierigsten Abschnitten beginnen.

5. Immer dann zur anderen Hand wechseln, wenn die momentane müde wird oder die andere wieder frisch ist (ca. 5-30 Sekunden).

6. Vor dem Wechseln: 1 mal langsamer spielen (50-75 % des Tempos); Am Ende der Session: ebenfalls langsamer spielen (z.B. 1 min)

7. Pedal erst hinzunehmen, wenn HS ansonsten abgeschlossen ist.

8. Alle ungebrauchten Muskeln entspannen, die Schwerkraft benutzen.

Das Ganze gilt natürlich in erster Linie für das Erlernen der Technik, wenn man diese drauf hat, kann man Üben wie man will imo. :D

PS: HS: hands separated HT: hands together
Eventuell Ergänzungen/Verbesserungsvorschläge?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
habe kürzlich das Buch von Chuan Chang gelesen und mir folgende kleine Zusammenfassung...
Boah, den ganzen Chang in 8 Merksätzen, reife Leistung! :p
Nein wirklich. Der ist so elend laaangatmig, dass Deine Zusammenfassung sehr erfrischend ist. Logo, dass Details unter den Tisch fallen müssen.

Ob und wie lange HS ist für manche fast schon ein Glaubenskrieg. Bleibe einfach offen und merke selbst, was am besten für Dich und die jeweilige Passage ist (und mehr Spaß macht). Manches macht erst einen musikalischen Sinn bei HT, dann favorisiere ich das, selbst wenn's erst noch langsam und holprig ist.

LG
PS: Hier gibt's extra so'n Chang-Thread...
 

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