Klavierlehrer wechseln?


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taotao
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Aloha,
ich bin 25 und habe seit etwas über einem halben Jahr Klavierunterricht.
Meine Klavierlehrerin ist Studentin und sehr nett.

So, bisher war ich eigentlich immer ganz zufrieden. Aber in letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass ich überhaupt nicht vorankomme. Also, ich lerne schon neue Lieder, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir die Substanz fehlt. Vor dem Klavierunterricht habe ich noch kein Instrument richtig gespielt, als Kind zwar mal Flöte, aber auch nicht so richtig.
Momentan habe ich das Gefühl, dass ich mehr "rumstümpere" als richtig zu lernen. Die Grundlagen fehlen einfach völlig.

Wir benutzen im Unterricht den Heumann. Ich bekomme im Unterricht ein oder zwei Lieder auf, übe die bis zur nächsten Woche. Dann spiele ich die vor, meine Klavierlehrerin kritisiert, gibt Tipps, wir machen dann Übungen für die Finger. Danach klappten die Stücke bisher meistens ganz gut. Dann nochmal ein bisschen zu Hause üben. Nächstes Stück.
Aber Theorie und Grundlagen kamen bisher gar nicht. Ich habe auch immer noch Probleme, die Tasten den Noten zuzuordnen und umgekehrt. Meistens zähle ich mich vom "C" hoch. Läuft Klavierunterricht im ersten Jahr so ab?

Gerade in den letzten Wochen habe ich den Verdacht, dass meine Klavierlehrerin mir didaktisch "nicht gewachsen" ist:)
Ich habe teilweise extreme Probleme mit der richtigen Technik. Wir machen dann zwar immer Übungen, aber wenn das nicht so richitg greift, habe ich das Gefühl, dass sie nicht so richtig weiter weiß. Sie hat auch noch nicht soviel Erfahrung als Lehrer.
Ich glaube, ich wäre bei einem erfahreneren Lehrer besser aufgehoben. Und ich bräuchte auch eine "strengere Hand";) Also, nicht so richtig autoritär, aber schon ein bisschen.

Was habt ihr bisher für einen Eindruck?

Eigentlich habe ich schon so gut wie beschlossen, dass ich wechsele. Ich denke, über den Punkt mit der fehlenden Theorie ließe sich reden. Aber ich fühle mich didaktisch nicht gut aufgehoben. Und da kann man schlecht was dran ändern. Wenn die Erfahrung noch fehlt, dann fehlt sie eben.

Wie sage ich es meiner Lehrerin? Wenn ich nur noch eine Stunde bei ihr hätte, und dann nicht mehr hinmüsste, dann könnte ich es ja so sagen, wie es ist. Da ich aber drei Monate Kündigungsfrist habe, wäre mir es sehr unangenehm, ihr quasi zu sagen, dass sie nicht gut genug ist, und dann aber noch drei Monate hinzugehen....
Ich bin in solchen Sachen auch nicht gut. Würde ihr ein solches Feedback überhaupt was nützen?

Viele Grüße
taotao
 
hasenbein
hasenbein
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Was studiert Deine Lehrerin denn? Musik?? :D

Heumann ist Mist. Sollte sie, wenn sie Musikstudentin ist, auch wissen. (Oder studiert sie nicht direkt Klavier, sondern auf Lehramt an allgemeinbildenden Schulen oder so was?)

Dein Instinkt, wechseln zu wollen, ist schon ganz richtig. Die ist einfach noch zu unerfahren.

Hast Du sie aus finanziellen Gründen als Lehrerin ausgewählt? Weil sie billig ist? Das lehrt Dich hoffentlich, daß guter Klavierunterricht nun mal ein bißchen was kostet! Viel Erfolg bei der Suche nach einem neuen Lehrer!

Dem würde ich das, was Du hier aufgeschrieben hast, gleich als erstes so schildern. Was er Dir dann dazu sagt (also wie er zu verfahren gedenkt, um Dir weiterzuhelfen), wird dann schon einiges über seine Fähigkeiten aussagen, denke ich mal.

LG,
Hasenbein
 
NewOldie
NewOldie
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Hallo Taotao,

mir ging es ähnlich. Bin auch Anfänger.
Ich habe im ersten halben Jahr zwei mal gewechselt. Hatte allerdings keinen Vertrag. Würde ich auch nie unterschreiben.

Ich würde dir folgende Strategie empfehlen:

Sag deiner Lehrerin, dass du nicht zufrieden bist. Sofort.
Sag auch warum.
Ich hab zu meinem Lehrer gesagt: " Pass mal auf, ich habe Kritik. Kritik muss scharf formuliert werden, damit sie ins Ziel trifft. Und jetzt formuliere ich mal scharf... " Das hilft, wenn man das vorweg schickt.
Es sagte, dann dass er meine Kritik gut fände und dass ihm selbst klar wurde, dass er bei mir kein Konzept hatte.
Danach war Schluss. Sofort.

Du hast noch drei Monate. Sag doch einfach, falls sich in den drei Monaten etwas bessert, machst du weiter. Dann strengt sie sich noch bis zum Schluss an. Oder sie bietet dir eine Auflösung an.

In der Zwischenzeit such dir jemand anderen. Probestunden sind oft kostenlos.
wenn die Chemie stimmt, erzähl von den 3 Monaten, die du noch hast. Wenn er/sie fair ist, wird er sicher warten.

Zu verlieren hast du nichts, außer dem Geld, welches du beim falschen Lehrer versenkst..

Und lass dich nicht ohne weiteres auf einen Vertrag sofort nach der Probestunde ein.


Gruß aus Hamburg.

Reiner
 
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Sookie
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Lerne auch mit Heumann

Hallo Taotao :)

huch....ich wundere mich, dass Dein Posting nicht die üblichen Heumannhasser auf den Plan ruft, die sagen, dein Problem liegt einzig und allein an der gewählten Klavierschule....
(kleiner Insiderwitz... kannst ja mal im Forum nach Heumann suchen :D)

Zu Deinem Problem:
Ich lerne auch mit der Heumannschule und habe just vor ein paar Tagen den ersten Band beendet.
Deswegen wundere ich mich doch ein bisschen, denn ich finde, eine nicht wegzudiskutierende Stärke der Heumannschule ist, dass die Theorie, die man anhand der von mir aus nicht so tollen Stücke lernen soll, für "Doofe" jedesmal darüber steht.
Gerade für Lehrer, die noch nicht viel Erfahrung haben und noch kein eigenes Konzept entwickeln konnten, bietet sie also eine klare Anregung was in welcher Reihenfolge behandelt werden könnte.

Daher verstehe ich nicht so recht, warum ihr voranschreitet in der Schule und Du sagst, dass Dir die theoretischen Grundlagen, die Du bis dahin können müsstest, fehlen. Das heisst doch Deine Lehrerin geht vielleicht zu schnell voran oder erklärt Dir die Sachen nicht detailliert genug. Allerdings bietet die Schule ja auch so kleine Wissenstest. Da könntest Du die Lehrerin ja z.B. bitten diese mit Dir durchzugehen. Dann merkt sie ja auch wo die Schwächen liegen und kann da gezielt noch mal was nachholen mit Dir.

Ich hab den Band jetzt durch und fühle mich durchaus mit den nötigen Grundlagen ausgestattet und gewappnet nun Stücke der unteren Schwierigkeitsgrade mir im Zweifel selbst zu erarbeiten. Das ist ja auch Sinn der Sache. Lernen um anwenden zu können.

Ich denke schon, dass es zu einem großen Teil auf den Lehrer ankommt, was er in der Lage ist, aus dem Material herauszuholen.
Meine Leherin ist so ein Typ, wie Du ihn erwähnst: Wenn sie das Gefühl hat ich habs nicht begriffen und setze die Dinge nicht sauber um, dann sind wir auch nicht weitergegangen bis ichs konnte. Da ist sie rigoros, ich hab Respekt vor ihr und würds mir nicht erlauben, das Üben schleifen zu lassen.

Allerdings muss man sagen, dass ich mit verschütteten Notenkenntnissen angefangen habe, und dadurch jetzt leichter und schneller Noten lese als ihre anderen Schüler auf dem gleichen Level. Dass es mit dem lflüssigen Notenlesen nicht von jetzt auf gleich geht ist für Absolute Beginners normal. Das ist ein Prozess. Allerdings das mit dem Abzählen finde ich dann doch strange. Ein gewisses Gefühl welcher Finger auf welcher Taste liegt und bei welcher Note anzuschlagen ist sollte sich ab Seite 50 auf jeden Fall mal eingestellt haben...sonst ist m.E. wirklich was im Argen.

Du bezahlst Deine Lehrerin und ich denke Du solltest offen mit ihr über Deine Schwierigkeiten reden können. Damit sie auch die Chance hat, irgendwas zu verbessern. Und wenn Du nicht die Fortschritte machst, die Du Dir wünscht und mit dem Konzept nicht so klar kommt, sollte auch ein Lehrerwechsel eine denkbare Lösung sein. Ich denke schon, dass Du recht haben könntest mit Deiner Einschätzung der Lehrerin, aber vielleicht weiß sie auch wirklich nicht so recht über Deine Schwierigkeiten Bescheid. Manchmal will man sich diese Blöße ja nicht geben das zuzugeben.

Das mit der Kündigungsfrist ist dann natürlich unangenehm aber halt nicht zu ändern. Damit müssen Klavierlehrer aber leben lernen. Finde es eh komisch, dass eine studentische Lehrerin so Kündigungsfristen hat, finde ich unüblich, denn sie hat ihre berufliche Befähigung ja offenbar noch nicht erworben. Ich denke sie wirds verstehen und überleben, falls Du Dich für einen Wechsel entscheidest ;)

VG

Sook
 
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Sookie
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Was studiert Deine Lehrerin denn? Musik?? :D

Heumann ist Mist. Sollte sie, wenn sie Musikstudentin ist, auch wissen. (Oder studiert sie nicht direkt Klavier, sondern auf Lehramt an allgemeinbildenden Schulen oder so was?)

Oh schau an, da isser ja der erste Heumannhasser und war doch schneller mit der dogmatischen argumentationslosen Draufhauerei :D

Hätte mich auch gewundert, so eine Steilvorlage bleibt hier selten ungenutzt :floet:
 
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Nuri
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Hallo taotao,

ich bin selbst Anfängerin und mit meiner Klavierlehrerin sehr zufrieden. Wenn ich es nicht wäre, würde ich mich nach anderem Unterricht umsehen und mich nicht von der Kündigungsfrist abschrecken lassen. Warum auch? Du bezahlst den Unterricht und es steht dir frei zu wechseln. Wenn sie die Kündigung persönlich nimmt und dich in den drei Monaten danach nicht besonders gern unterrichtet: Ist dann eben so. Vielleicht geht sie ja auch locker mit der Kündigung um, oder entlässt dich früher aus dem Vertrag. Im Übrigen spricht nicht dagegen, dass man über dieses Problem offen redet.

Aber:
Vielleicht solltest du überhaupt erst einmal mit deiner Kv. reden. Wenn du meinst, du kommst nicht recht voran, frag sie doch danach. Sprich doch mal mit ihr darüber, dass du dir mehr Theorie wünscht, die Noten nicht richtig kannst, die Stücke, die du spielst eventuell noch zu schwierig sind.

Manchmal hilft auch ein gesundes Maß an Selbstkritik weiter. Hast du denn schon mal darüber nachgedacht, ob es auch an dir liegen könnte? Um neue Dinge zu lernen braucht es ja manchmal auch etwas Engagement. Wenn es daran fehlt, fehlt es beim nächsten Lehrer genauso.

Was fehlt dir denn im theoretischen Bereich? Im Heumann steht doch so einiges drin und die Dinge sind dort auch recht anschaulich erklärt. Wenn du z.B. trotzdem nicht weißt, warum welche Tonart welches Vorzeichen hat: Frag doch nach.

Noten sollte man natürlich lernen, wenn man nach Noten spielen will. Und abzählen dauert schon recht lange, wenn ein flotteres Stück gespielt werden soll. Warum lernst du denn die Noten nicht? Deine Kv. kann dir die Noten erklären, zur Not vielleicht auch eintrichtern, merken musst du sie dir selbst. Du spielst seit einem halben Jahr, schreibst du. Selbst wenn du jede Woche nur zwei Noten lernen würdest, ergäben sich nach 26 Wochen wahrscheinlich schon mehr Noten, als in allen Heumann-Heften zusammen überhaupt je drin gestanden haben … Oder fehlt es an einer geeigneten Lerntechnik?

Du suchst nach einer strengeren Hand? Taotao, du bist erwachsen und kannst so viel oder so wenig Klavier üben, wie du willst. Übst du denn, weil irgendein Lehrer meint, du müssest Stück X bis zur nächsten Woche können? Und nicht, wenn es dem Lehrer egal ist? Setz dir deine Ziele selbst!



Liebe Grüße,
Nuri
 
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Emma
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Hi Taotao,

ich schliesse mich meinen Vorrednern hier mal an und denke auch, dass du den Wechsel deiner KL nochmal abwarten solltest bzw. mal genau die Unterrichtsstrategie mit ihr besprechen müsstest. Du musst schon deutlich sagen, was du erwartest, aber natürlich hast du ja auch keinen Vergleich zu anderen KL's, so dass du auch nicht richtig begründen kannst, woran das nun liegt. Ich hatte fast 3 Jahre eine KL, die meine Tochter unterrichtet hat, aber dann kam meine Tochter nicht mehr mit ihr klar, und wir haben gewechselt. Zu einer privaten Musikschule, von einer russischen jungen Pianistin geführt, und seitdem ist alles anders. Sie hat ein anderes Konzept, viel Theorie, immer Tonleitern üben, meine Tochter konnte schon nach 4 Wochen vom Blatt spielen, das war vorher nicht möchlich. Für mich ist ganz wichtig, dass man einen guten Draht zu seinem KL hat, persönlich muss die Chemie stimmen, und es kommt nicht darauf an, welche Klavierschule man benutzt, ist meine Meinung. Aber man muss das, was gelehrt wird, verstehen, der KL muss es vermitteln können. Heumann ist umstritten, er taugt meiner Meinung nach nicht so dazu, klassische Stücke vereinfacht darzustellen (das kann die Terzibaschitsch um Längen besser), aber er hat ein Konzept entwickelt, ohne Lehrer (zumindest die erste Zeit) nach einfachen Regeln (Lagenwechsel) das Klavierspielen zu lernen. Also man sollte ihn nicht ganz so niedermachen, aber er hat natürlich seine Grenzen, allerdings ist er für leichte Rock/Jazzstücke auch gar nicht so schlecht, das liegt ihm mehr. Deine KL ist ja nun noch sehr jung, sie hat noch nicht viel Erfahrung mit Schülern, vielleicht ist gerade am Anfang ein erfahrener KL wichtig, sprich doch mal ganz offen mit ihr darüber.

LG
Cati
 
rolf
rolf
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Oh schau an, da isser ja der erste Heumannhasser und war doch schneller mit der dogmatischen argumentationslosen Draufhauerei :D

Hätte mich auch gewundert, so eine Steilvorlage bleibt hier selten ungenutzt :floet:

hallo,

ich bedauere jede/n, der/die viel Zeit verliert, indem er/sie angeleitet wird, die Heumannhefte oder Schaumhefte durchzuarbeiten.

Der Grund für mein Bedauern ist, dass es auch anders geht: man kann nach einem halben Jahr Sachen spielen, welche außerhalb (genauer: oberhalb) des Heumann-Pensums angesiedelt sind.

Aber das hängt natürlich auch davon ab, was man will und womit man zufrieden ist. Wer bzgl. der eigenen Interessen und Neugier bzgl. Musik mit Heumann zufrieden ist, der ist mit Heumann gut beraten.

Ob ich ein Heumannhasser bin? Ich glaube nicht - hassen ist nicht das richtige Wort, für mich trifft da eher "angewidert sein" zu. Und um Argumente bin ich nicht verlegen: ein erstes ist, dass Instrumentalunterricht individuell sein muss - abgestimmt auf die Möglichkeiten des jeweiligen Schülers, um diesen maximal zu fördern. Das allerdings funktioniert nicht mit einer schematischen Vorgabe, wie sie die Heumann- oder Schaumhefte darstellen. Und es funktioniert auch nicht mit einer Auswahl aus diesen, denn in diesen speziellen Fällen mangelt es dem Unterrichtsmaterial an musikalischer Qualität.

Bei gutem, individuell reagierendem und förderndem Unterricht kommt man mit Bach, Mozart und Bartok weitaus besser voran.

Aber wie ich schon gesagt hatte: das ist eben auch abhängig davon, was der Lernende lernen möchte - und da wiederhole ich: wer mit Heumann zufrieden ist, der ist mit Heumann gut beraten.

Gruß, Rolf
 
T
taotao
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Hallo,
danke für die vielen Antworten:)

Sie studiert irgendwas mit Musikpädagogik und Klavier im Nebenfach. Das Hauptfach weiß ich nciht mehr 100%ig, aber so in etwa.

Natürlich werd ich jetzt noch mit ihr reden. Kündigen muss ich aber jetzt auf jedenfall. Ich hab den Vertrag bei einer Musikschule. Und ich kann nur Quartalsweise kündigen. D.h. Ende Juni für Ende September. Ansonsten muss ich bis Dezember warten. Würd ich heute auch nicht mehr unterschreiben.

Aber ich werde mit ihr reden. Wenn wir uns in den drei Monaten noch annähern, dann kann ich ja immer noch da bleiben. Parallel guck ich mir mal noch ein paar andere Lehrer an.

So, natürlich bin ich erwachsen und übe natürlich auch selbst. Aber, im Unterricht existiert ja eine Erwartungshaltung. Und wenn wir schon neue Lieder machen, obwohl die anderen noch nicht so 100%ig sitzen, dann kann das meiner Meinung nach auf Dauer nicht gut gehen.

Heumann: Ich finde das Buch an sich eigentlich auch ganz gut. Aber eher so als Zusatz zum Unterricht. Und mit Theorie meine ich so ganz allgemeine Grundlagen. Ums jetzt mal etwas überspitzt zu formulieren: z.B. Was ist der Unterschied zwischen Dur und Moll? Das ist jetzt nur eine Beispielfrage.
Und wenn ich konkret was wissen will, dann frag ich ja auch. Aber grad am Anfang hat man doch keinen Plan und weiß deswegen ja auch nicht was man fragen könnte. Mir fehlt so der Rahmen.

Ich habe mich mal mit anderen Klavierlehrnern unterhalten, wie das bei ihnen am Anfang war. Und von allen hab ich gehört, dass sie sehr, sehr viele Fingerübungen, Tonleitern usw. gelernt haben. Ich bis jetzt ja noch nicht. Fingerübungen ein paar, Tonleitern usw. wenig.

Naja, der Plan steht ja jetzt erstmal. Kündigen, Reden, Umgucken.

Viele Grüße
taotao
 
N
Nuri
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Hallo taotao,

deine Kündigungsfrist beträgt 3 Monate zum Quartalsende??? Bei einer solchen Frist würde ich selbst dann regelmäßig am Quartalsende kündigen, wenn ich mit meiner Klavierlehrerin zufrieden wäre :-)

Wenn du es der Klavierlehrerin nicht gleich ganz direkt sagen magst (klingt so), dann reicht ja für den Anfang auch „Ein Vierteljahr mache ich erstmal weiter, ein weiteres halbes Jahr will ich mich nicht gleich binden.“ Über die Probleme reden würde ich trotzdem mit ihr, allein schon, damit dir das nächste Vierteljahr noch was bringt.

Und wenn wir schon neue Lieder machen, obwohl die anderen noch nicht so 100%ig sitzen, dann kann das meiner Meinung nach auf Dauer nicht gut gehen. taotao

Wenn dein Eingangsthreat so (!) gemeint war, dann kam er bei mir falsch an. Am Heumannheft stört mich unter anderem, dass es in den ersten Kapiteln sehr einfach zu spielen ist, in der zweiten Hälfte dann aber plötzlich unheimliche Sprünge gemacht werden. Einfach im Stoff weiterhecheln, auch wenn man mit den bisherigen Stücken noch nicht klar kommt, die Technik fehlt etc., würde mir auch nicht gefallen.

„Kündigen, reden, umgucken“ ist auf jeden Fall ein guter Plan :-)

Liebe Grüße,
Nuri
 
 

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