Lehrer wechseln mangels Klavier?

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solea
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Hallo liebes Forum. Mich beschäftigt seit kurzem eine Frage und ich würde gerne einmal eine professionelle Meinung hören.

Ich habe im Januar angefangen Klavier zu lernen und habe einen KL, mit dem ich total happy bin (hatte am Anfang bei 3 verschiedenen Lehrern Probestunden und er war mit Abstand der beste). Leider musste er vor kurzem umziehen und in der neuen Wohnung haben sich die Nachbarn ob des Unterrichts beschwert. Daher kann er derzeit nur Unterricht auf einem Stage Piano geben. Das hat mich nicht so gestört, so lange wir die Klavierschule durchgemacht haben. Jetzt wo ich mit „richtigen“ Stücken anfange stört es mich aber doch. Ich habe zuhause selbst nur ein E Piano und ich würde einfach gerne hören/fühlen, wie sich die Stücke auf einem richtigen Klavier spielen.

Die Raumsituation bei meinem KL wird leider noch ein paar Monate so bleiben. Bin mir jetzt nicht sicher was besser ist: ein guter KL, aber halt nur Unterricht auf Stage Piano oder doch einen anderen KL suchen um zumindest im Unterricht auf einem Klavier/Flügel zu spielen? Ist das bei Anfängern überhaupt wichtig oder eh egal?

Ach ja, Klavier in meiner Wohnung geht leider nicht. Es ist viel zu hellhörig. Deswegen auch das E Piano. Auch daran lässt sich leider vorerst nichts ändern.
 
susa
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Könntet ihr ein richtiges Klavier woanders benutzen? Proberäume, Kirchengemeinde, Klavierhändler (manche haben auch Unterrichtsräume)
 
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Presto
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Bin mir jetzt nicht sicher was besser ist: ein guter KL, aber halt nur Unterricht auf Stage Piano oder doch einen anderen KL suchen um zumindest im Unterricht auf einem Klavier/Flügel zu spielen?
Liebe Solea,

natürlich ist die beste Kombination guter Lehrer mit Flügel.
Aber da Du selbst zu Hause nur auf einem Epiano spielen kannst, würde ich Dir zur Kombination guter Lehrer (also Dein Lehrer) und Stage Piano raten.
Warum?
1. Ist es für eine absehbare Zeit.
2. Habt Ihr Euch bereits kennengelernt und seid schon eingespielt. Dein Lehrer kennt Deine "Marotten" und kann dementsprechend seinen Unterricht darauf abstimmen. Einen anderen Klavierlehrer zu findet dauert ja auch einen Moment und vor allem bedarf es auch hier wieder einer Kennenlernzeit.
3. Ein guter Klavierlehrer kann Dir einfach auch auf einem schlechten Instrument einfach mehr beibringen.

Tipp: Gibt es bei Dir in der Nähe irgendwo eine Möglichkeit, wo Du für Dich mal auf einem Klavier üben könntest (z. B. Gemeimdehaus, etc.,). Nur so ein Gedanke...



Ach ja, Klavier in meiner Wohnung geht leider nicht. Es ist viel zu hellhörig. Deswegen auch das E Piano. Auch daran lässt sich leider vorerst nichts ändern.
Schade!
 
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Charly70
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Ein guter Klavierlehrer ist auf jeden Fall besser.
Wenn es ein guter Lehrer ist, würde an deiner Stelle 2 Jahre insgesamt bei dem Lehrer bleiben und dann neu entscheiden. So kommt ein wenig Kontinuität in das Lernen und nach zwei Jahren könnte ein Lehrerwechsel auch bei der Ausbildung sinnvoll sein.
 
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brennbaer
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Ich weiß nicht, ob ein Lehrerwechsel so sinnvoll ist, wenn du ansonsten mit dem Unterricht zufrieden bist.
Wenn ich es richtig versthe, ist seine Wohnraumsituation keine dauerhafte, sondern nur auf ein paar Monate beschränkt.
Vielleicht könnt ihr ja in der Zeit, bis ein Unterricht am akustischen Piano wieder möglich ist, als Chance begreifen und vor allem an Gehörbildung, Rhythmustraining und Musiktheorie arbeiten?
 
DonMias
DonMias
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Um hier mal ein wenig Essig in den Wein zu gießen:
Leider musste er vor kurzem umziehen und in der neuen Wohnung haben sich die Nachbarn ob des Unterrichts beschwert.
Hatte er eine Notsituation (kann ja alles sein) um musste daher die Wohnung erst mal nehmen? Ansonsten kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass einem professionellen Klavierlehrer sowas passiert.

Daher die Frage: Ist er wirklich ein guter Profi? (Und woran machst Du es fest?) Wenn er wirklich gut ist, dann würde ich auch raten, die "Durststrecke" zu überwinden. Ansonsten würde ich über einen Wechsel nachdenken. Klavierunterricht am Digi wäre für mich nämlich eigentlich ein KO-Kriterium.
 
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solea
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Dass wir mal den Unterricht woanders machen geht leider nicht, weil vor und nach mir andere Schüler da sind. Aber die Idee, selbst mal ab und zu auf einem Klavier zu üben ist glaube ich für die Durststrecke tatsächlich die beste Lösung. Dann mache ich mich mal auf die Suche.

@Presto Das mit den Marotten ist ein guter Punkt ;-) Und auch dass ein guter Lehrer einem selbst auf einem schlechten Instrument was beibringen kann.

@DonMias Ja, war leider eine Notsituation. Tja, ob er wirklich ein guter Profi ist, kann ich als Anfänger im Zweifel nicht wirklich beurteilen (jetzt mal abgesehen von seiner Ausbildung etc). Was ich beurteilen kann ist dass ich bei ihm in den paar Monaten schon unglaublich viel gelernt habe, eine Menge Spaß im Unterricht habe und danach jedes Mal voller Motivation und Tatendrang bin, das neu gelernte umzusetzen. Und das ist für mich gerade mein persönliches Kriterium, dass er ein guter Lehrer ist. :-)

@Charly70 Das mit den zwei Jahren finde ich interessant. Du würdest tatsächlich nach zwei Jahren generell wechseln, auch wenn Du zufrieden bist?
 
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Charly70
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@Charly70 Das mit den zwei Jahren finde ich interessant. Du würdest tatsächlich nach zwei Jahren generell wechseln, auch wenn Du zufrieden bist?

Nein, wenn alles passt, würde ich nicht nach zwei Jahren wechseln. Einfach deshalb, weil man nie weiß, ob der nächste Lehrer wieder ein guter ist.

Aber wenn dann immer noch kein Klavier zur Verfügung steht, passt eben nicht alles. Und dann würde ich das Risiko eingehen, denn dann kann eine andere Sicht und eine andere Herangehensweise sicher auch den Unterricht bereichern.
 
Tattertastenmann
Tattertastenmann
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Würde deswegen nicht wechseln. Zumal wenn ansonsten die Chemie stimmt.
 
Vanessa
Vanessa
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Ich habe im Januar angefangen Klavier zu lernen und habe einen KL, mit dem ich total happy bin (hatte am Anfang bei 3 verschiedenen Lehrern Probestunden und er war mit Abstand der beste). Leider musste er vor kurzem umziehen und in der neuen Wohnung haben sich die Nachbarn ob des Unterrichts beschwert. Daher kann er derzeit nur Unterricht auf einem Stage Piano geben. Das hat mich nicht so gestört, so lange wir die Klavierschule durchgemacht haben. Jetzt wo ich mit „richtigen“ Stücken anfange stört es mich aber doch. Ich habe zuhause selbst nur ein E Piano und ich würde einfach gerne hören/fühlen, wie sich die Stücke auf einem richtigen Klavier spielen.

Die Raumsituation bei meinem KL wird leider noch ein paar Monate so bleiben. Bin mir jetzt nicht sicher was besser ist: ein guter KL, aber halt nur Unterricht auf Stage Piano oder doch einen anderen KL suchen um zumindest im Unterricht auf einem Klavier/Flügel zu spielen? Ist das bei Anfängern überhaupt wichtig oder eh egal?

Du bist wie viele hier und ich auch eine erwachsene Späteinsteigerin, die gerade die ersten Monate Klavierunterricht hinter sich hat. Du hast einen Lehrer, der verglichen mit zwei anderen "mit Abstand" der beste ist und du fühlst dich wohl bei ihm. Die Situation mit dem Stage Piano wird "ein paar Monate so bleiben".

Wenn ich diese Rahmenbedingungen jetzt richtig zusammengefasst habe, dann würde sich mir in deiner Situation diese Frage nicht stellen. Ein Klavier wäre toll, klar, vieles wäre toll, aber auf der anderen Seite hast du einen Lehrer, mit dem du gut klar kommst. Also wenn ich die Wahl hätte zwischen 1a-Klavier oder Flügel und zweitklassigem Lehrer (rein von der Chemie her gesehen, das Fachliche mal ganz ausgenommen) oder zweitklassigem Instrument und 1a-Lehrer, dann wäre meine Wahl sonnenklar. Es geht hier schließlich um ein Hobby und wir sind nicht am Konservatorium.
 

Ralph_hh
Ralph_hh
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Mal eine blöde Frage am Rande, wenn die Nachbarn das Klavier nervt, das Stage Piano nicht, bedeutet das, ihr spielt beide mit Kopfhörern? nur so aus Neugier, das muss nicht schlecht sein, ich spiele gerne zu Hause mit Kopfhörern am Digi.
Ich wäre auch der Meinung, bleib bei ihm, wenn's Dir sonst gefällt, aber ich würde das mit dem Zeithorizont hinterfragen. Was sind "ein paar Monate"? 3? 9? Wie klar ist das, welche Lösung zeichnet sich da ab? Nicht dass er da am Ende statt ein paar Monaten gleich ein paar Jahre nach einer Möglichkeit sucht.
 
susa
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@Ralph_hh Digi ist wesentlich leiser als Klavier. Klavier gibt auch noch Ton an Wand und Boden ab
 
susa
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Hm, da hat sich bei uns noch niemand beschwert
 
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solea
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Mal eine blöde Frage am Rande, wenn die Nachbarn das Klavier nervt, das Stage Piano nicht, bedeutet das, ihr spielt beide mit Kopfhörern? nur so aus Neugier, das muss nicht schlecht sein, ich spiele gerne zu Hause mit Kopfhörern am Digi.
Ich wäre auch der Meinung, bleib bei ihm, wenn's Dir sonst gefällt, aber ich würde das mit dem Zeithorizont hinterfragen. Was sind "ein paar Monate"? 3? 9? Wie klar ist das, welche Lösung zeichnet sich da ab? Nicht dass er da am Ende statt ein paar Monaten gleich ein paar Jahre nach einer Möglichkeit sucht.
Ne, wir spielen ohne Kopfhörer. Aber das Digi ist halt auch wirklich leise eingestellt. Ich glaube wenn ich mich das erste Mal wieder an ein akustisches Klavier setze hauts mich erstmal vom Klavierhocker ob der Lautstärke :004:
Der Zeithorizont ist so eine Sache... ich weiß dass er was neues sucht, aber die Frage ist halt auch wie viele Vermieter darauf warten, einen Klavierlehrer als Mieter zu bekommen der 4 Tage pro Woche Unterricht zuhause gibt und dann auch noch selber spielt... aber gut, das ist sein Thema. Wenn ich wüsste es sind 6 Monate dann könnte ich mich darauf einstellen. Aber vielleicht werden es halt auch 9 oder 12 Monate.

Aber Ihr habt schon Recht, viel wichtiger ist der Lehrer an sich. Ich will ja keine Konzertkarriere mehr anstreben in meinem Alter. Ich such mir einfach eine Lösung, bei der ich selbst ab und zu mal auf einem akustischen Klavier üben kann und wenn sich die Situation in ein paar Monaten immer noch so ungewiss darstellt kann ich ja nochmal überlegen.
 
Vanessa
Vanessa
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@solea: Wie gehen denn die anderen Schüler damit um? Auch für den Lehrer selbst kann das doch keine Situation sein, die auf Dauer befriedigt!
 
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