Klavierlehrer, die auf Heumann schwören?

  • Ersteller des Themas Frédéric Chopin
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...und nieselregen
 
Heumann kenne ich nicht.
Ist das eine Art Bayer Schule?
 
naja, so schlimm finde ich das ganze nicht.
Bei meinem KL nehmen wir auch Heumann durch.
(Er ist ziemlich pingelig - wir sind jetzt beim Buch 2 von 2 in der mitte ungefähr)
Zuerst liegt es darin Noten lesen zu lernen und die Grundtechnik zu können.
Ohne das Grundwissen macht es keinen Sinn irgendwelche Orginalberarbeitungen anzugehen.
ERST DANN geht es an anspruchsvolle Klavierliteratur.
Wenn auch normale Klavierliteratur läuft geht es an die Orgelliteratur,
weil zum manualirtem Spiel auch noch das Pedalspiel hinzukommt.
Ohne perfektes Manualspiel macht die Orgel keinen Sinn.

WAS ICH DAMIT SAGEN WILL :D
Heumannliteratur ist gut für den Anfang, wie ich selber feststellen muss.
Im Oktober 2009 angefangen konnte ich vom Blattspielen 0,0.
Heute geht das 3 Stimmige Orgelbuch fast ohne Probleme im kurz vorm Orginaltempo.

Wer denkt, Heumannnutzer sind scheißlehrer: :D
Es gibt auch ausnahmen. Hab über Konzerte meines KLs Presserezensionen gelesen
und die sagen (verglichen mit anderen Solisten) mehr als genug.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Fällt dir was auf an dem Wort?:rolleyes::D

Zuerst liegt es darin Noten lesen zu lernen und die Grundtechnik zu können.
Ohne das Grundwissen macht es keinen Sinn irgendwelche Orginalberarbeitungen anzugehen.

Und aus welchem Grund genau soll man das, was man angeblich an Heumannbearbeitungen lernt, nicht an originalen Stücken lernen können? Es gibt genug leichte Klavierstücke, die als solche geschrieben worden sind... Standardbeispiele: Bachs Notenbüchlein, Tschajkovskijs Kinderalbum und Schumanns Album für die Jugend.

Ich würde an deiner Stelle meinen Klavierlehrer wirklich mal fragen, was eigentlich die Ratio dahinter ist, Heumann und nicht sowas zu spielen...
 
ORGIANLSTÜCKE meine ich ^^

Das Buch wurde nicht wegen den Noten sondern dem Informativem Inhalt gewählt. Es ist Strukturiert und legt einen Wert auf Theorie(!).
Dass die vorgeführten Noten lächerlich sind ist keine Frage.

Wenn es doch zuhause beim lernen für die nächste Stunde nicht klappt und man nicht weiterkommt gibts ne CD dabei wo man sich das komplett verfremdete stück anhören kann.

Ja, auch mein Klavierlehrer regt sich manchmal über das Buch auf ^^
aber er sagt, solange die Grundsachen nicht gelernt sind hats keinen Sinn normale Literatur zu lerenen, das führt dann nur zu Problemen.

Ich find das FÜR DEN ANFANG in ordnung, weil dort alles
übersichtlich notiert ist. z. B Rhythmus und die ganzen Fachbegriffe.

Eben das ist der Grund, wieso wir (noch) nicht Bachs Orgelbüchlein etc. durchgehen.
 
solange die Grundsachen nicht gelernt sind hats keinen Sinn normale Literatur zu lerenen, das führt dann nur zu Problemen.

Sagt wer? Dein Klavierlehrer?

Dann würde ich mir ernsthafte Gedanken darüber machen, ob er der richtige ist. Nur um dir da vielleicht die falschen Vorstellungen zu nehmen: "Normale Literatur" fängt nicht bei den großen Beethoven Sonaten oder Chopins Nocturnes an.

Es gibt tonnenweise Sonatinen, Etüden, Tänze, Volks- und Kinderlieder aus unterschiedlichen Epochen und für jeden Schwierigkeitsgrad und sind dabei musikalisch wesentlich gehaltvoller als die durch Heumann verunstalteten Originalkompositionen.

Ich habe mir den ersten Heumann Band ganz am Anfang gekauft, weil er mich auf den ersten Blick auch sehr angesprochen hatte: alles so schön bunt und groß und mit vielen Erklärungen. Hatte mir von Beginn an zwar direkt einen Klavierlehrer gesucht, aber ich dachte mir, dass ich den Heumann ja autodidaktisch nebenbei machen könnte, weil da alles so schön erklärt schien und viele Stücke drin sind die man kennt.

Ich habe den Heumann Band nach zwei Wochen Unterricht nicht mehr angefasst, weil mir mein Klavierlehrer aus unterschiedlichen Quellen, seien es nun Klavierschulen (z.B. Emonts oder Russische Klavierschule) oder sonstigen Sammlungen, meinem Leistungsstand angemessene Stücke herausgesucht hat und davon klang jedes besser als die Stücke aus dem Heumann (Ausnahme ist das Bach Präludium..aber das hat Heumann ja auch nicht verunstaltet, sondern im Original in seinen ersten Band übernommen).

Die Musiktheorie wird anwendungsbezogen im Unterricht mit eingebaut und ist ebenfalls nochmals deutlich besser als die Ausführungen im Heumann.

Die CD bei Heumann ist, und ich glaube das auch bei herausgelesen zu haben, Blendwerk und für den Eimer, da das Klavier in der Begleitung durch andere Instrumente fast vollständig untergeht.

Viele Wege führen nach Rom und wenn du damit glücklich bist, wunderbar.

Ich kenne beide Ansätze und kann sagen, dass Heumann aus musikalischer Sicht abstumpft und daher m.E. kontraproduktiv ist.

Gruß
Musicus
 
Oh nein, da gehe ich letzten Abend das erste Mal zu meiner allerersten Klavierstunde und was zieht der Lehrer aus der Tasche? Na? Richtig: Heumann!!

Da ich den Beitrag hier kannte, war ich dementsprechend verwirrt und wußte nicht, was ich machen soll.

Das Problem ist nämlich erstens, dass der Lehrer wirklich sehr nett ist und zweitens, dass ich den Unterricht an dem Musikinstitut habe, an dem ich auch schon Gitarre lerne (womit ich überaus zufrieden bin). So, was mach ich jetzt?

Ist Heumann wirklich so schlimm, dass ihr mir unbedingt raten würdet, einen anderen Lehrer zu suchen? Wie soll ich das denn in der Musikschule verkaufen, ohne die Leute sauer zu machen. Das will ich wirklich nicht. Die sind nämlich echt alle total nett und ich geh ja auch weiter wöchentlich wegen der Gitarre hin. Auf der anderen Seite will ich aber schon richtig Klavier spielen lernen. Wäre es eine Option, wenn ich wenigstens nur 3 Monate dort lerne und dann halt aufhöre, weil mir Klavier nicht so gefällt (als Notlüge). Oder bin ich dann Klaviertechnisch schon total versaut? Helft mir bitte!
 

Wo ist das Problem?
Ich würde keinen Heumann spielen wollen und das dem Lehrer einfach deutlich sagen. Du kannst ihm ja freundlich erklären, dass Du gerne aus der russ. Klavierschule lernen möchtest, da Dir originale kleine Stücke wichtig sind. (oder so etwas ähnliches...) Du merkst dann sicher gleich wie er reagiert und kannst dann eine Entscheidung treffen. Im besten Fall kann es sein, dass er sich freut und Dir sagt, dass er Dir den Heumann nur gegeben hat weil viele erwachsene Schüler gerne Heumann spielen, er aber lieber mit einer anderen Schule unterrichtet.
Wenn Du am selben Institut auch schon Gitarre lernst, dann wird ein Wechsel sicher kein Problem sein. Wie Du diesen dann erklären sollst wird dann schon etwas schwieriger. Eigentlich liegt der Fehler ja bei Dir, da Du Dich nicht VOR der Lehrerwahl über den Lehrer erkundigt hast. Und das Erkundigen wäre als Schüler des Institutes recht einfach gewesen.
 
Bei dieser Schule setzt man sich auf die Warteliste und bekommt dann den nächsten Platz, der frei wird. Und der war bei diesem Lehrer. Und mir war das auch egal, weil ich dachte, am Anfang kommt es darauf noch nicht so an. Und nett sind sie ja dort alle sehr.

Ich bin auch einfach nicht auf die Idee gekommen, zu fragen, nach welcher "Lehrmethode" der Lehrer unterrichtet. Auf sowas kommt man als totaler Anfänger einfach nicht. Also übt Nachsicht. :roll:

Aber selbst, wenn ich vorher gefragt hätte, würde ich vor demselben Dilemma stehen, denn dann hätte ich auch sagen müssen: Vielen Dank, dann aber lieber nicht. Das ist irgendwie nicht so fein, wenn man da weiter hingehen will.
 
Hi Sonny,

Chrissi hat es schon gesagt: sprich mit deinem Lehrer. Versuche ihm zu sagen, dass du lieber originale Kompositionen spielen würdest. Erst wenn da die Kommunikation nicht hinhaut, würde ich mir Gedanken über einen Lehrerwechsel machen. Im Moment sehe ich noch keinen Grund dafür. Denn du weißt nicht, wie er reagiert, wenn du ihm deine Wünsche mitteilst. Jetzt gleich den Lehrer wechseln zu wollen, klingt für mich ein bisschen so, als wolltest du dem Gespräch aus dem Weg gehen (was natürlich in gewisser Weise leichter wäre).

Grüße von
Fips
 
Keine Panik

:)
Liebe Sony,

keine Panik - ich denke, mann kann doch über alles reden. Ich glaube nicht, das der Heumann das einzige ist was Dein Lehrer zu bieten hat. Vielleicht wollte er auch nur "schnelle" Erfolge zur Motivation am Anfang für Dich. Was es auch ist - reden hilft. Und aus meiner Erfahrung auch die Mischung machts und dazu eben gern auch mal den Heumann mitreinnehmen. Schau es Dir selbst an und lass Dich nicht abschrecken von den Diskussionen hier und wenn es Dir gefällt, dann nimm es mit rein und sonst findet sich ganz sicher was anderes.

Liebe Grüße und viel Erfolg
Annett
 
Wenn der KLavierlehrer nett und kompetent ist dann folge ihm einfach. An Heumann-Arrangements kann man anfangs auch einiges lernen, es ist nicht nur Schrott. Nach einer Weile kann man ja dann mal fragen, obs auch in dieser Schwierigkeitsstufe nicht auch Originalliteratur gibt (Mozart oä...) die gibt es nämlich. Jede Lehrkraft hat natürlich ihren eigenen Stil und es ist immer mehr Aufwand, für EINEN Kunden spezielle Sachen heraus zu suchen. Mir macht so etwas Spaß, aber andere sehen darin Zeitverschwendung weil das auf Kosten ihrer Freizeit geht und nicht bezahlt wird. Nun ja. Ich nehme mal an, dass der Herr Kollege auch noch andere Klavierkompositionen kennt, sofern er studiert hat. Mir persönlich ist ein handfester Czerny mit all seinen Mängeln manchmal lieber als dieser Herr Heumann, aber: bei beiden gibt es spielbares Material.

Einfach abwarten!

Alles Liebe

Viola
 
Sonny, ich hatte mal das gleiche "Problem" und hab an anderer Stelle dazu schon mal was geschrieben - wenns Dich interessiert, hier:

https://www.clavio.de/forum/122525-post12.html

Ich sehe das so wie Viola. Das Wichtigste ist eigentlich, dass Du mit Deinem Lehrer auf einer Wellenlänge bist. Dann muss man auch irgendwo ein bisschen Vertrauen in seine Lehrmethode mitbringen. Wenn sie nach einiger Zeit nicht das ist was Du Dir vorstellt, kann man immer noch gucken.

Ich bin mittlerweile mit der Heumann-Schule durch und meine KL und ich tasten uns nun auch zusammen an alle möglichen Originalstücke heran. Ich fühle mich nach der Heumann-Schule mit guten Grundlagen ausgerüstet.
Es kommt darauf an was der Lehrer draus macht! Und ich glaube ich habe eine gute Lehrerin, denn im Vergleich habe ich nicht den Eindruck, dass Schüler, die etwa so lang spielen wie ich aber eben nicht nach Heumann irgendwie groß weiter sind als ich.

Ich finde man muss sich eine eigene Meinung machen. Das hab ich getan und kann die durchweg negative Ansicht über Heumanns Schule hier nicht teilen.

Also frag Dich, ob es das wert ist, einen Lehrer/Schule zu verlassen, wo Du Dich ansich wohlfühlst, bloss wegen ungeprüfter Meinungen, die Du hier gelesen hast und nicht selbst verifiziert hast. Reden kannst Du ja dennoch mit dem Lehrer, ob er da so festgelegt ist. Hat noch niemandem geschadet.
Ich hatte auch schon Vorkenntnisse und bin einfach weiter hinten eingestiegen und nicht auf der ersten Seite.

Sprich mit dem Lehrer und mach Dir eine eigene Meinung!

VG

sook
 
Hallo Sonny, lass Dich nicht verrückt machen. Viola und Sookia haben schon wesentliches gesagt. Wenn Dir Heumann-Sachen gefallen - dann spiel sie!!!! Wenn nicht - bitte um was anderes. Was man pro/contra Heuman sagen kann (auch ich habe Arrangements von ihm gespielt): Du wirst sehr schnell Stücke spielen, die Dir Anerkennung von Oma, etc eintragen. Der Preis dafür ist, dass Du ziemlich bald merkst, dass dies alles ein wenig dünn ist. Dann schmeisst Du das eben aus Deinem Repertoire und gut is...

Bleib ganz relaxed und hab erst mal Vertrauen!
 
Ach, vielen Dank Euch allen für die wirklich aufmunternden Worte. Da fällt mir echt ein Stein vom Herzen. Ich würde nämlich wirklich gern dort bleiben, auch bei dem Lehrer. Ich mach da jetzt einfach mal mit, was er da so vorschlägt. Und dann kann man ja immer noch sehen.

Dank Euch, weiß ich ja aber schon mal, dass es auch schöne Originale für Anfänger gibt und werde dann einfach mal danach fragen, wenn ich so weit bin. Vielleicht macht er das ja sogar von sich aus.

Also vielen lieben Dank!! Auch an Sookie, hab Deinen Beitrag gelesen. Ja, wenn man da über Heumann schon mal gelesen hat, ist man echt voreingenommen. Gott sei dank, gibt es auch einpaar positive Ansichten und es nicht total auf ewig alles verdorben, nur weil man mit Heumann anfängt. Wenn ich es richtig verstehe, ist halt nur wichtig, dass man nicht nur Heumann macht und daran kleben bleibt. Darauf werde ich einfach achten.

Hurra, Klavier, ich komme....
 

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