Klavierklima (Temperatur, Feuchtigkeit)

Jörg, das wird das Müffeln anfangen. Feuchte Bücher riechen nicht gut. Im Prinzip geht jedes Material das saugfähig ist UND eine möglichst große Oberfläche zur Verdunstung hat.
 
@Marlene und die anderen

Ich habe meinen Venta vor ca. 2 1/2 Monaten ausgeschaltet und bis heute etwa halb gefüllt stehen lassen. Heute habe ich das Dingen mal in die Hand genommen, weil ich dachte da schwimmen sicher schon Kaulqappen drinnen. Was soll ich sagen, da war nichts, keine Verkeimung in dem Teil festzustellen. Das Ventamittelchen, was immer das auch ist, leistet ganze Arbeit.


Das nur zur Info, für die die es interessiert.


Gruß Volker
 
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@Marlene und die anderen

Ich habe meinen Venta vor ca. 2 1/2 Monaten ausgeschaltet und bis heute etwa halb gefüllt stehen lassen. Heute habe ich das Dingen mal in die Hand genommen, weil ich dachte da schwimmen sicher schon Qaulkappen drinnen. Was soll ich sagen, da war nichts, keine Verkeimung in dem Teil festzustellen. Das Ventamittelchen, was immer das auch ist, leistet ganze Arbeit.


Das nur zur Info, für die die es interessiert.


Gruß Volker

Ich bin sicher, man kommt auch mit weit weniger aus, als auf der Flasche steht...

LG
Michael
 
Hat schon mal jemand versucht einen Ventra mit 3l Dan Klorix und 7l Aceton zu befüllen? Das Instrument dürfte dabei sehr berauschende Klänge erzeugen :D :D :D :D

Viele Grüße

Styx
 
Hallo,

im Forum wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die Klaviere recht träge auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit reagieren und Lüften daher zwar die Hygrometeranzeigen deutlich absacken lässt, dies den Instrumenten aber nicht schadet weil es eine Weile dauert bis das Holz auf zu geringe Luftfeuchtigkeit reagiert.

Meine Hygrometer haben im Juli und August zwischen 45 und 53 % angezeigt, im September zwischen 50 und 57 %. Eine Hygrometeranzeige von über 57 % habe ich bisher nicht gehabt. Seit einer Woche sacken die Werte von Tag zu Tag immer weiter ab, heute liegen sie bei 45 %.

Wie lange etwa darf ich mir Zeit lassen mit der Inbetriebnahme des ersten Ventas? Sollte ich die Werte jetzt schon „einnorden“, indem ich einen Venta auf Stufe 1 laufen lasse, damit die abgelesenen Durchschnittswerte von 47-50 % gehalten werden?

LG,
Marlene
 
... und hier warten wir sehnsüchtig auf den ersten Sommerregen. Warm ist es schon längst, aber die Feuchtigkeit lässt auf sich warten. Die Luft hat grad mal 5 g Wasserdampf pro Kubikmeter, das sind zwar morgens bei 12°C ganz trügerisch-nette 50% relative Feuchte, aber mittags bei 27°C keine 20% mehr.

Ich hänge jeden Abend nasse Handtücher vor'm Fächer auf, um im Haus (19-24°C) überhaupt auf 45% r.LF. zu bleiben... morgens sind sie knochentrocken.

Gruß aus dem staubig-südafrikanischen Vorsommer schickt
Klimperer
[Edit P.S.: und es gibt hier Klaviere, die ohne jegliche Feuchtigskeitskontrolle 100 Jahre überleben, z.B. mein Zimmermann. Von 15% bis 85% r.LF. (im Haus) ist im Jahreszyklus alles drin. Insofern: macht euch nicht verrückt. :p ]
 
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Eine Hygrometeranzeige von über 57 % habe ich bisher nicht gehabt.
Stadt-Land-Gefälle :)

Als wir noch in der Stadt wohnten, haben wir uns bei Besuchen der Eltern im eher ländlichen Bereich immer gewundert "warum uns die feuchte Bettwäsche zum Schlafen geben." :D

Zum Vergleich: Ich kam diesen Sommer so gut wie nie unter 70%, teilweise deutlich darüber. Und erst jetzt, nachdem die Heizperiode längst begonnen hat, fällt das laaaangsam mal auf 65%. So ist das Leben in den Bergen.
 
Danke für die Rückmeldungen aber jetzt weiß ich trotzdem nicht wie träge die Instrumente auf das allmähliche Absinken der Luftfeuchtigkeit reagieren. Derzeit sind es 45 % aber es wird langsam weniger. Wie lange dauert es, bis die Flügel "merken", dass es zu trocken wird? Kann man das überhaupt ungefähr benennen?

Ich will den ersten Venta möglichst spät in Betrieb nehmen, wenn das möglich ist.
 

Bei dem derzeitigen Wetter und über Tag offener Balkontür und 26% rLF in der Wohnung, kann der Venta nicht viel ausrichten. Mit jeweils 2 feuchten Schwämmen im Klavier und Flügel habe ich dort 45 %. Das ist ja schon Winter-Heizungsperiodenzustand.
 
Danke, Jörg, dann war mein Gedanke ja richtig noch eine Weile zu warten.

Ja, Manfred, was so ein Seebär ist dem macht die kühle Luft bei offener Balkontür ja nichts aus... ;). Bei mir ist seit einer Woche die Heizung wieder an, weil es mir morgens zu kalt war. Das hatte ich bei meiner Frage vergessen zu erwähnen. Ich "dünner Hering" habe ja keine wärmenden Pölsterchen hier und da (daran werde ich aber nichts ändern :D) die mich vor der Herbstluft schützen (und dicker Pullover war mir zu unbequem).

Danke für die Rückmeldungen.
 
Kalt ist es hier in meiner Südlagenwohnung nicht: 24 °C ohne Heizung, das macht die Sonne.
 
Meine Ventas habe ich im März 2012 in Betrieb genommen. In einem Radius von etwa einem halben Meter um die Ventas herum befinden sich Rückstände auf dem Laminat, die ich selbst mit hartnäckigen Putzmethoden nicht entfernen konnte. Eine Mitarbeiterin von Venta hat mir mitgeteilt, dass es nicht sein könne, dass diese Hinterlassenschaften dem Hygienemittel anzulasten ist. Aber auf 60 qm Laminat befinden sich diese Rückstände nur an den Stellen wo Ventas stehen (sie befinden sich auf kleinen Tischen). Also wollte ich es ohne das Mittel versuchen.

Den Tipp von Volker

Das Problem der Verkeimung ist eigentlich eher bei langen Standzeiten gegeben. So wie Du das Wasser da durchpumpst, müsste man mal prüfen ob und wie schnell sich Keime bilden. Das kannst Du ja mal an einem Venta selber testen. Ist ganz einfach zu testen, in dem Du beim Wechseln des Wassers, die Innenseiten des Gerätes berührst. Fühlen sie sich stumpf an, ist alles gut, fühlen Sie sich glitschig an, ist Dein Venta verkeimt.

habe ich ausprobiert.

Bei mir laufen drei Ventas, seit Beginn der Heizperiode auf Stufe 1. Hin und wieder schalte ich den am Bechstein ab, weil das Hygrometer 53-54 % anzeigt.

Heute war Venta-Putztag und nach zwei Wochen schwimmen im Wasser weder Amöben oder Egel noch sonstiges Kleingetier. Die Wände der Ventas sind stumpf, es befanden sich keinerlei glitischige Stellen am Geräteinneren oder den Plattenstapeln.

Das Herausnehmen der Plattenstapel und der Blick auf den Boden der Geräte hat für eine handfeste Überraschung gesorgt. Der Belag am Boden war bisher nach zwei Wochen recht umfangreich, bräunlich verfärbt und ließ sich nur mit Hilfsmitteln (Scheuerschwamm oder harte Spülbürste) lösen. Und heute: Es waren nach zwei Wochen kaum Ablagerungen in den Geräten und ich musste sie nicht – wie sonst – mit Wasser ausspülen, sondern ein Durchwischen mit dem Schwamm hat gereicht. Für die drei Ventas habe ich gerade mal zehn Minuten gebraucht. So viel Zeit hat mich mindestens ein Venta gekostet, wenn das Hygienemittel hinzugefügt war.

Dafür, dass das Hygienemittel Kalk binden soll waren die Ventas erstaunlich sauber. Wir haben drei Härtegrade.

Nach zwei Wochen ohne Hygienemittel haben die Geräte innen ausgesehen wie nach fünf Tagen mit diesem Zeug.

Was haltet Ihr davon, dass bei fehlendem Hygienemittel deutlich weniger Kalk- und andere Rückstände in den Geräten waren?
 
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Ich hätte damals im Physikunterricht besser aufpassen sollen... :shock::D

Dafür, dass das Hygienemittel Kalk binden soll waren die Ventas erstaunlich sauber. Wir haben drei Härtegrade.

Bedeutet das etwas, dass ich ohne Verwendung des Hygienemittels in einigen Wochen oder Monaten Kalkrückstände auf dem Laminat vorfinden werde? Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass dies bei Kaltluftverdunstung passieren kann.

Aber da von Euch keine Antwort gekommen ist vermute ich, dass Ihr auch keine Idee habt, warum ich ohne das Hygienemittel kaum Kalk in den Ventas hatte obwohl ich Leitungswasser mit Härtegrad 3 verwendet habe. Auch an den Plattenstapeln hat sich kaum Kalk abgesetzt. Da frage ich mich also, wo der Kalk geblieben ist.
 
Liebe Marlene,

wenn die Ventas Wasser verdunsten, bleibt der Kalk im Gerät und kommt nicht nach Draußen, es sei denn er würde Nebel, also Tröpfchen produzieren. Das ist wegen der sehr langsamen Geschwindigkeit wohl sehr unwahrscheinlich. Die Plattenstapel sind sicher der erste Ort, wo sich Kalk ablagert, aber nicht so leicht sichtbar ist, weil gleiche Farbe. Der Venta ist ein Luftwäscher, also müßten sich auch Ablagerungen aus der Staub der Raumluft ansammeln. Wenn da nichts ist, hast Du eine staubarme Luft, oder der Venta funktioniert nicht. Aber er verdunstet ja Wasser, also funktioniert er doch. Ich habe Dich aber so verstanden, daß sich im Gerätunterteil gar nichts an Feststoffen ansammelt. Falls es doch ein irgenwie dreckiger Schlamm ist, dann ist dort auch der Kalk fein verteilt drin. Der muß sich nicht kompakt festsetzen wie in der Kaffemaschine.
Das Hygienemittel soll einmal das Wachstum von Bakterien aus dem Wasser und der Luft verhindern. Wenn da keine Bakterien sind oder das Wasser regelmäßig frühzeitig ausgetauscht wird, braucht man das nicht. Aber es erniedrigt auch die Oberflächenspannung des Wassers und begünstigt dadurch die Benetzung des Plattenstapels, sodaß dessen Oberfläche tüchtiger beim Verdampfen ist. Das kann man auch durch ein paar Tropfen Spülmittel erreichen, oder man ist mit der Leistung zufrieden.
Ich habe meinen Venta auf Parkett stehen. Da ich beim Kauf direkt alle Mittel mitbestellt habe, setze ich das Hygienemittel noch bei jedem Wasserwechsel ein. Der Venta ist seit Wochen fast immer mit Stufe 1 in Betrieb, wenn ich nicht zu Hause bin und nachts auf Stufe 3. Auf dem Parkettboden war noch nie etwas in der Art, wie Du es beschrieben hast. Ich muß meinen LW25 seit dem Herbst praktisch immer laufen lassen, da er zu klein ist. Meine Raumfeuchtigkeit bekomme ich trotzdem nicht immer nur mit dem Venta über 40 % rLF. Im Flügel habe ich sicher 50-55 %.

Deine Beobachtungen auf dem Boden neben den Ventas sind tatsächlich ein Rätsel. Es spricht aber auch nichts dagegen auf das Hygienemittel zu verzichten. Warte nur nicht allzu lange mit der totalen Entleerung des Ventas.

Viele Grüße
Manfred
 
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warum ich ohne das Hygienemittel kaum Kalk in den Ventas hatte obwohl ich Leitungswasser mit Härtegrad 3 verwendet habe. Auch an den Plattenstapeln hat sich kaum Kalk abgesetzt.
Der "wächst" schon noch. Tropfsteine entsehen auch nicht in wenigen Tagen ;-)

Zum "klebrigen Rückstand" auf dem Boden. Ich kann mir da nur noch eine Unverträglichkeit Deines Laminats mit den Bio-Absorber vorstellen. Genauso wie Manfred habe ich das noch nie bei uns beobachten können (Parkett / Stein / Kacheln)...
 
Der "wächst" schon noch. Tropfsteine entsehen auch nicht in wenigen Tagen ;-)

Mit dem Hygienemittel sah es in den Ventas aber anders aus als jetzt: Am Boden recht feste weiße Rückstände, erheblich mehr als jetzt, das Wasser leicht bräunlich (oder zur Zeit der Frühblüherpollen grünlich).

Und jetzt: So wenig Kalk, dass ich die Ventas nicht ausspülen musste, sondern nur mit einem gelb-grünen Schwamm in doppelter Größe ausgewischt habe. Zuerst die grüne Seite, dann die gelbe. Der Schwamm war danach kaum weiß von dem Kalk. Bei dem umfangreicheren Belag der sonst in den Ventas war hätte ich den Schwamm versaut, wenn ich ihn sofort zum Lösen des Belages verwendet hätte.

Die Plattenstapel habe ich natürlich auch inspiziert. Die beiden vom LW45 sehen aus wie neu, der vom LW44 so, als hätte man Quarzsand darüber gestreut und abgeschüttelt.
 
Mit dem Hygienemittel sah es in den Ventas aber anders aus als jetzt: Am Boden recht feste weiße Rückstände, erheblich mehr als jetzt, das Wasser leicht bräunlich (oder zur Zeit der Frühblüherpollen grünlich)...
Das könnte man dann tatsächlich so interpretieren, daß der Venta ohne Hygienemittel als Luftwäscher nicht viel taugt. Aber nach meinem Verständnis dürfte er dann auch als Befeuchter weniger leisten. Wenn das nicht so ist, dann ist das alles erstmal ungeklärt. Der Plattenstapel muß ja nicht blitzblank sein um wirkungsvoll zu sein, vielleicht eher im Gegenteil. Dann würde ich an Deiner Stelle das Hygienemittel weglassen, wenn es doch funktioniert. Die Gedanken darüber nerven Dich und das ist auch nicht gesund.
 

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