Interpretation - Was ist das?


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tomita3
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Hallo zusammen,
Ich habe da mal eine Frage zu Interpretationen, was ist das eigentlich genau?
Bedeutet das, dass man variieren kann, wann man leise oder laut spielt, crescendo oder decrescendo einbaut oder auch teilweise auch staccato spielt, obwohl es NICHT in den Noten steht?
Oder ist dieses Beispiel ein Eingreifen in das Stück?

Würde mich über Antworten freuen,

liebe Grüße!
 
.marcus.
.marcus.
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Hallo zusammen,
Ich habe da mal eine Frage zu Interpretationen, was ist das eigentlich genau?
Bedeutet das, dass man variieren kann, wann man leise oder laut spielt, crescendo oder decrescendo einbaut oder auch teilweise auch staccato spielt, obwohl es NICHT in den Noten steht?
Oder ist dieses Beispiel ein Eingreifen in das Stück?
Das bezieht sich keineswegs bloß auf Abweichungen von dem, was in den Noten steht. Denn die Angaben, die wir haben, sind nicht absolut und müssen ebenso erstmal interpretiert werden.
Das bedeutet für mich einem f oder ritardando etc einen Sinn zu geben. Denn ein f ist ein theoretisches Ding, eine ziemlich vage Angabe, das hier irgendwas "laut" ist. Indem man interpretiert, schneidet man dieses f auf exakt diese Stelle zu und kreiiert quasi ein individuelles forte , das für genau diese Stelle richtig ist.

lg marcus
 
hasenbein
hasenbein
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Hallo Tomita,

interessante Frage! :)

Antwort: Man kann nicht "nicht interpretieren"! Jedesmal, wenn man ein Stück spielt oder singt, ist das automatisch Interpretieren des Stücks!

Ist einfach so wie beim Vorlesen: Bei jedem wird der gleiche Text beim Vorlesen unterschiedlich klingen, und zu versuchen, beim Vorlesen genauso zu klingen wie jemand anders, ist vergebene Liebesmüh.

Es ist kein "Eingreifen in das Stück", wenn man musikalische Parameter verändert (natürlich in dem Rahmen, wie es zum Stück bzw. zum Stil paßt). Im Gegenteil! Man muß erkennen, daß das, was da auf dem Papier aufgezeichnet ist, nur ein ganz grober Fahrplan ist, der den Interpreten anleitet.

D.h., man darf sich den Vorgang des Spielens keineswegs so vorstellen, als seien die Noten sozusagen die "Lochkarte", in der alle Informationen kodiert sind, und die dann in den Computer "Spieler" geschoben wird, der dann die Lochkarte Punkt für Punkt abarbeitet!

Sondern die Hör-Imagination, der Klangwille, muß erkennen, welches Real-World-Phänomen hinter den geheimnisvollen Codes auf dem Papier verborgen sein könnte. Und dafür gibt es halt keine eindeutige "Lösung", sondern immer viele schlüssige Möglichkeiten. Und das sind halt die "gültigen Interpretationen".

LG,
Hasenbein
 
rolf
rolf
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Hallo,

da gibt es den Notentext.

Man trifft Entscheidungen, wie man ihn realisiert - diese sind abhängig vom eigenen Verständnis von Musik und vom eigenen instrumentalen Können.

Allerdings kann Verwirrung eintreten, weil der Begriff "Interpretation" mehrdeutig verwendet wird. Mein Vorschlag wäre, zwischen Darbietung und Interpretation zu unterscheiden. Eine gelungene und gekonnte Darbietung kann darin bestehen, eine durchschnittliche "Standardinterpretation" zu bieten.

Überwiegend betreffen Fragen nach der Ausführung von irgendwelchen Zeichen (f, p, cresc. usw.) den Bereich der Darbietung.

Eine Interpretation ist demgegenüber eine subjektive Deutung des Musikstücks, welche erst dann interessant wird, wenn sie über den Durchschnittsstandard hinausgehende Perspektiven eröffnet bzw. "Neuigkeiten" im scheinbar total bekannten Notentext entdeckt. Blumig gesagt, ist eine Interpretation eine Entdeckungsreise, von der man auch was mitbringt, also was entdeckt hat.

Die traurige Nachricht hierbei ist: im oben genannten Sinn ist "Interpretation" erst auf dem Niveau möglich, auf dem man über die gekonnte Standarddarbietung verfügt (unabhängig davon, ob ein Stück schwierig oder leicht zu spielen ist).

Gruß, Rolf
 
fisherman
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@Hasenbein: Das war überfällig. Klare Worte. Ich seh es ganz genau so. Jedes Vorlesen ist "automatische Interpretation". Alles andere, seinen es Worte oder Musik, ist roboterhaftes Geleiere.
 
hasenbein
hasenbein
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Hallo Rolf,

ich kann zwar nachvollziehen, worauf Du hinaus willst.

Dennoch halte ich die von Dir vorgenommene Unterscheidung für unzweckmäßig bzw. pädagogisch gefahrenbehaftet.

Denn es leistet einem möglichen Mißverständnis beim Schüler Vorschub: "Ich kümmere mich erstmal darum, eine Darbietung hinzukriegen, später mach' ich dann Interpretation".

Dies kann in der Realität dann auf "erstmal die Noten hinkriegen, Ausdruck kommt später" (Grusel!!!) hinauslaufen, auch wenn das, wie mir klar ist, von Dir, Rolf, nicht so gemeint ist.

Wenn wir einer mechanistischen, unmusikalischen Herangehensweise an Musik keinen Vorschub leisten wollen, dann sehen wir alles, was der Schüler spielt, zweckmäßigerweise als Interpretation an (auch wenn diese möglicherweise erstmal sehr, sehr unvollkommen ist).

Außerdem weise ich darauf hin, daß das Wort "Interpretation" lediglich "Deutung" oder "Auslegung" bedeutet, und genau das tut man ja immer, wenn man Zeichen auf einem Papier in Schallwellen umwandelt.

Außerdem, sehr wichtig: Indem ich alles, was der Schüler spielt, als Interpretation und nicht nur als "Darbietung" bezeichne, nehme ich ihn von vornherein auch ernster. Dieses Ernstnehmen und Respektieren ist wichtig für gute Pädagogik. (Was natürlich nicht heißt, daß man nicht lausige Interpretationen auch dem Schüler gegenüber auch als solche bezeichnet - das wäre ja dümmliche Weichspülpädagogik und auch kein Ernstnehmen!)

LG,
Hasenbein
 
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gubu
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Mir ist der Begriff Interpretation für das, was man als Klavierschüler in den Anfangsjahren und selbst später so macht, zu hochgestochen . Das nährt den Dünkel , ein toller Hecht zu sein, der schon eigene Interpretationen hinbekommt, obwohl das Spiel evtl. gerade mal so einen gewissen Mindeststandard erreicht, häufig nicht einmal das. Leistet das nicht dem von Hasenbein anderenorts berechtigt angeprangerten dummen Ego-Geprotze Vorschub??
 
hasenbein
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Nö, Ego-Geprotze entsteht nur, wenn ich die Interpretation als "eigene Interpretation" des Schülers bezeichne.

Das ist aber nicht zweckmäßig.

Man läßt den Schüler spielen, dabei entsteht eine Interpretation (keine "eigene" Interpretation), und mit deren Stärken und Schwächen beschäftigt man sich dann gemeinsam.

Da gehört so was wie "eigene..." nicht rein.

Es ist ja u.a. Ziel des Unterrichts, den Schüler erkennen zu lassen, wie viele seiner erzeugten Klänge eben nicht "was Eigenes" sind, sondern zufällige Produkte mangelhafter Beherrschung oder falscher Vorstellungen über die Musik. (Dies ist besonders schön bei jungen Jazzimprovisatoren zu beobachten, die sich irgendetwas zurechtdudeln, was null Hand und Fuß hat, aber bei Kritik abwehrend reagieren und sagen: "Das ist nun mal mein Stil!")

Trotzdem muß man als Spieler Verantwortung für ebendiese unzulänglichen Klänge übernehmen und schauen, wie man sie durch bessere ersetzen kann.

LG,
Hasenbein
 
rolf
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Eine gelungene und gekonnte Darbietung kann darin bestehen, eine durchschnittliche "Standardinterpretation" zu bieten.

Hallo Hasenbein,

ich sehe es ähnlich wie Gubu - freilich liegt viel am mißverständlichen Gebrauch des Terminus "Interpretation".

Einge gelungene Darbietung im Sinne einer "Standardinterpretation" ist ja schon eine ganze Menge!!! M.a.W. Musikhochschulniveau!

wirklich zu interpretieren (also deuten und diese Deutung überzeugend bringen) ist das Ziel am Ende der Fahnenstange - - allerdings treffen wir uns trotzdem inhaltlich: das Ziel sollte man im Auge haben und sich immer Gedanken machen, was dahin führt und auch versuchen, ob man das mit diesem oder jenem Stück vielleicht hinbekommt.

eine andere (zugegeben schlichte) Gefahr ist ja: "ich mache cresc. stacc. und so also interpretiere ich" :D

Gruß, Rolf
 
hasenbein
hasenbein
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Ich würde sagen, den "mißverständlichen Gebrauch des Terminus Interpretation" bringt Ihr überhaupt erst hier hinein, Gubu und Rolf!

Das ist EURE Interpretation des Wortes Interpretation, daß dieser Begriff erst ab einer bestimmten Fähigkeitsstufe gilt!

Aber eigentlich ist das ein ganz harmloser, einfacher Begriff, das habe ich ja bereits erklärt. Und ich kann absolut nicht erkennen, warum man den nicht von vornherein im Unterricht verwenden sollte.

Da könntet Ihr ja auch hergehen und sagen: "Bei einem Anfänger sagt man nur 'lauter werden', denn 'Crescendo' nennt man nur eines, was richtig gut ist und daher diesen Namen auch verdient."

Letzten Endes Wortklauberei, die keinem hilft und im übrigen auch nicht wirklich die Frage von Tomita beantwortet. Die muß ja langsam denken, hier sind nur so abgehobene Hochschul-Spinner unterwegs, die im Urlaub am Strand 700-Seiten-Wälzer über den Tristan-Akkord oder über Fingersätze beim späten Couperin lesen! :D

LG,
Hasenbein
 
violapiano
violapiano
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hasenbein,

mir scheint, deine allergrößte Sorge ist stets, ein Schüler könnte mechanisch spielen.

Da bin ich aber sicher, dass rolf das nicht meint.^^

LG
violapiano
 

hasenbein
hasenbein
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Das habe ich auch bereits geschrieben, Violapiano, daß ich weiß, daß Rolf das nicht meint.

Vielleicht nochmal genau lesen, was ich alles geschrieben habe? (Ich weiß, ich habe dazu auch oft keine Lust, ist mir oft auch zu viel, man hat schließlich auch noch anderes zu tun...) :cool:

LG,
Hasenbein
 
rolf
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Letzten Endes Wortklauberei, die keinem hilft und im übrigen auch nicht wirklich die Frage von Tomita beantwortet. Die muß ja langsam denken, hier sind nur so abgehobene Hochschul-Spinner unterwegs, die im Urlaub am Strand 700-Seiten-Wälzer über den Tristan-Akkord oder über Fingersätze beim späten Couperin lesen! :D

is ok - - von mir aus ist restlos alles "Interpretation" :D :mrgreen: - - - ich geh jetzt mal ein Pils zischen, pardon: interpretieren (ist ja ein Text auf dem Flaschenettikett, den muss ich nun deuten gehen, und mir das kühle Naß dann standardmäßig reinschütten :D und das hoffentlich halbwegs gekonnt, um mich nicht zu besabbern)
 
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Guendola
Guendola
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Ich weiß nicht, wo das Problem ist. Interpretation bedeutet zwar wörtlich übersetzt lediglich "übertragen" und gemeint ist natürlich das Übertragen des Notentextes in gespielte Musik. Aber oft wird Interpretation ja als willentliche Gestaltung, mit dem Zweck, die Musik so gut wie möglich an das Publikum zu liefern, gesehen, und dann ist lange nicht mehr alles Interpretation. Es gibt bestimmt auch Leute, die zufällige Gestaltung als probates Interpretationsmittel zulassen.

Das interessante an einer guten Interpretation ist allerdings, daß sie einen musikalischen Sinn ergibt. Unabhängig von mathematischen oder anderen Definitionen scheint es Gesetzmäßigkeiten zu geben, denen man folgt, um eine schlüssige Interpretation zu erstellen, wobei diese ziemlich voneinander abweichen können, ohne dabei ein "Gesetz" zu verletzen. Diese Gesetzmäßigkeiten entstehen vermutlich durch Hörgewohnheiten, theoretisches Musikwissen, Anpassung, Intuition, logisches Nachdenken und so weiter und so fort. Intuition besitzt bereits der blutigste Anfänger und es ist vermutlich die persönlichste Quelle, die ein Pianist für seine Inspiriation nutzen kann. Aber Intuition kann auch in eine unliebsame Richtung führen und dann helfen die anderen Mittel, die ein Anfänger sich erst aneignen muß. Sie verhindern oder reparieren aber nicht nur unliebsame Richtungen sondern auch andere, die nur scheinbar "illegal" sind.

So, das ist in etwa Interpretation.
 
E
Eusestan
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solange man beim spiel nicht eine szenerie, geschichte, oder emotion im hinterkopf hat interpretiert man nicht. Solang man sich nur um solche sacehn wie dynamik und anschlag kümmert spielt man ja nicht mal wirklich. Interpretieren geht denke ich nur auf eine äußert hohem musikalischen sowie technischem niveau, dass einem erlaubt sich wirklich eine, für mich meist Geschichte, auszudenken, oder zu fühlen und diese auf das stück übertragen zu können. ihr versteht?

interpretieren ist nicht "korrekt" spielen , sondern das Stück erleben und das dem zuhörer rüberbringen zu können.

gruß aus JOhannesburg
 
hasenbein
hasenbein
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Nein, Eusestan,"Geschichten vorstellen" ist nur ein Kunstgriff, den Lehrer manchmal anwenden, um Schüler zu gefühlvollerer, weniger mechanischer Spielweise zu bringen. Das hat Dir Dein Lehrer natürlich nicht verraten!

Die Wahrheit sieht aber anders aus. Sofern es sich nicht um Programmmusik handelt, die tatsächlich eine Geschichte musikalisch darstellt, ist ein auf hohem Niveau Interpretierender immer mit seinem Geist nur beim Klang der Musik und nicht bei irgendwelchen Geschichten. Und zwar von vornherein,auch schon beim Erarbeiten des Stücks.

Es gehört zum Wesen der Musik, daß sie etwas absolut Nonverbales ist.

LG,
Hasenbein
 
Guendola
Guendola
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solange man beim spiel nicht eine szenerie, geschichte, oder emotion im hinterkopf hat interpretiert man nicht. Solang man sich nur um solche sacehn wie dynamik und anschlag kümmert spielt man ja nicht mal wirklich. Interpretieren geht denke ich nur auf eine äußert hohem musikalischen sowie technischem niveau, dass einem erlaubt sich wirklich eine, für mich meist Geschichte, auszudenken, oder zu fühlen und diese auf das stück übertragen zu können. ihr versteht?
Schwer zu verstehen, wenn du nur sagst, was Interpretation nicht ist. Versuche es doch mal mit einem positiven Ansatz.

Wenn deine Negationen umkehre, komme ich zu einer Definition eines ähnlichen Wortes, "Überinterpretation". Chopin z.B. hat kein Regentropfenpräludium geschrieben. Vielleicht hat er sogar an Regen gedacht, und an Gewitter im Mittelteil, vielleicht stimmt sogar die Geschichte einer unglücklichen Liebe, die dem Stück unterstellt wird, er hat aber lediglich ein Präludium geschrieben und war dabei möglicherweise auch mit solchen Gedanken beschäftigt. Hasenbein ist mir ja schon zuvorgekommen und hat geschrieben, wozu solche Geschichten dienen. Ich möchte noch hinzufügen, daß man z.B. das Regentropfenpräludium auch mal als Eiswüste oder als Fußballspiel spielen sollte. Oder als Ode an den König des Landes zwischen Polen und Frankreich, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Vieles wird nicht funktionieren aber genau daraus kann man auch viel lernen.

Interpretieren geht denke ich nur auf eine äußert hohem musikalischen sowie technischem niveau, dass einem erlaubt sich wirklich eine, für mich meist Geschichte, auszudenken, oder zu fühlen und diese auf das stück übertragen zu können.
Wann hat man dieses Niveau erreicht? Was stellst du dir vor, machen die Leute solchen Niveaus anders? Magie, Hexerei, gibt es doch Musen und die sind vielleicht sehr wählerisch? Und was passiert, wenn man dieses Niveau erreicht, bricht ein Damm, der alle musikalischen Ideen bisher von einem fern gehalten hat, und wie würdest du das bezeichnen, was alle anderen nicht so gesegneten Menschen machen? Bist du schon so weit?
Du brauchst diese Fragen nicht alle zu beantworten, du brauchst sie überhaupt nicht zu beantworten. Du hast offensichtlich eine sehr idealistische Vorstellung von Musik machen, aber Musiker kochen auch nur mit Wasser, einige allerdings ziemlich gut ;)
 
klavigen
klavigen
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f - a - e

vom absoluten und nonverbalen Brahms :D :D :D

Spürst du es auch Rolf, diese Gefahr aus der nahen Vergangenheit, die die absolute Musik und ihren nonverbalen Charakter näher beleuchten wollen.

Ich werde nicht dran rühren.

Allerdings bin ich mir sicher, dass ich bei Musik je nach Charakter beides in meine Überlegungen einfliessen lasse.

Ein Nocturne von Chopin beispielsweise funktioniert ja in mehreren Richtungen.

Ich begreife die Musik vollkommenn aus sich heraus und brauche keine Hilfsmittel bildhafter Darstellungen oder psychologischer Verläufe.

allerdings können diese auch helfen, das Stück zu erhellen.
 
rolf
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Spürst du es auch Rolf, diese Gefahr aus der nahen Vergangenheit, die die absolute Musik und ihren nonverbalen Charakter näher beleuchten wollen.

dergleichen braucht man nicht - es gibt nun mal allerlei an Symbolen etc., Kreuzsymbole in den Bachschen Claviersachen (da gibt´s sogar einen Essay darüber), Buchstabenspiele wie bei Brahms (f.a.e.) usw usw - - wäre ja auch öde, wenn Musik völlig eindimensional wäre. Und wunderbarerweise bleibt absolute Musik durchaus, was sie ist - hat aber hin und wieder dennoch zusätzlich so manches Interessante (Stilzitate, Stilparodien, eincollagiertes anderes Material)
mehrdimensional ist ordentliche Musik immer, oder nicht?
 
 

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