Improvisieren

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Amfortas

Guest
Ich nerv etz mal wieder mit so einer dummen Frage:

Wie improvisiert man?


Es gab zwar diese Frage schon mehrmals, aber irgendwie, naja, schlau werd ich da nicht draus. Ich möchte nicht umbedingt etwas über Jazz-improvisation wissen, sondern einfach über die Improvisation. Ich hab auch Ahnung von Harmonielehre, also könnt ihr Fachbegriffe in Massen verwenden, solang man danach noch weiß umwas es geht.


oli
 
K

keyla

Guest
linke hand TSDT und in der rechten einfach irgendwelche Töne in der passenden Tonart. das ist erstmal das einfachste, und wenn man meint das ist zu einfach, dann halt zwei töne gleichzeitig in der rechten (Terzen machen sich immer ganz gut).
das kann erstaunlich gut klingen.
wenn man ein schönes Thema hat kann man dazu die Begleitung variieren

Es ist natürlich nicht Pflicht, sich an TSDT zu halten man kann auch einfach links irgendeine tonart spielen und rechts dazu passend die melodie
da man am anfang meist erst nachdem man einen ton gespielt hat weiß wie er klingt wenn man beim tonartwechsel z.B. von F-Dur in der Melodie die Terz spielt (möglichst nicht die Quinte) und dann zu A-Dur wechselt,... oder halt in Melodie die Quinte und zu C-Dur wechseln.

ich hab vor ca. 2 jahren mal ein lied komponiert (improvisiert--> aufgenommen --> schöne teile aufgeschrieben), das besthet in der linken hand zu 90% aus f-a-c-f-c-a, aber meine verwandten, die keine ahnung von musik haben finden es trotzdem toll
 
A

Amfortas

Guest
Zitat:
linke hand TSDT
Da geht´s doch schon los. Kann das mal bitte jemand übersetzen?

T=Tonika
S=Subdominante
D=Dominante

was das ist musst du selber rausfinden oder ich sags dir^^ (das weißt du dioch eh schon was das ist oder??)
ich sags halt gleich für alle:
Tonika=die erste stufe der ausgangstonart
dominante=der dreiklang der eine quint über der tonika liegt (5 töne)
subdaminante=der dreiklang der eine quint unter der tonika liegt

oli
 
K

keyla

Guest
Tonika Subdominante Dominante Tonika-
Das Heißt in C-Dur:
C-F-G-C (Grundakkord-Akkord auf der 4. Stufe- Akkord auf der 5. Stufe und wieder Grundakkord)
wird so gespielt:CEG-CFA-HDG-CEG
Man kann auch TDTST spielen oder es sonstwie variieren. es ist son allgemeines chema nachdem man sich jedoch nicht richten muss
wenn du davon noch nichts gehört hast nimm lieber die zweite variante
 
A

Amfortas

Guest
Hab vergessen zu schreiben, das ganze nennt sich dann Kadenz. Mit den Kadenzen kannst dann eigentlich alle Lieder ohne große Probleme begleiten, wenn dann aber Leiterfremde Töne (bei C-Dur z.B. ein Fis) auftreten, dann muss man ein bissschen anders arbeiten oder den Klang der dann nicht umbedingt immer schön ist überhören.

aber ich denke keyla erklärt das alles besser^^

oli
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Danke, mir war nur die Abkürzung TDST nicht geläufig und mit Fachbegriffen habe ich es eh nicht so.
Und das soll zum improvisieren reichen? Na ok, einen Walzer bekommt man damit immer hin. :)
Interessanter finde ich da schon "ausgefeiltere", aber dennoch einfache Akkordfolgen. Evtl. sollten wir bissel was sammeln? Solche Akkordfolgen, die ich meist aus Noten kenne oder in Liedern erkenne, nutze ich immer zum Improvisieren.

Ich fange mal einfach an, natürlich alles C oder Am als Grundtonart (Jazzer und sonstige Fortgeschrittene, bitte weggucken):
C C Em Em F F D G7 (oft verwendet in Schlagern/Pop)
C G(H) B F (z.B. Elton John, Ton in Klammer als Bass)
F As B C (gut für fine)
Am C D E Am C E7 (kennt wohl jeder)
Am E A Dm G7 C H E7
...
 
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keyla

Guest
also ich hau meist einfach nur auf die tasten... G-dur Quart sechst in einer etwas tieferen tonlage, wenn ich wütend bin ansonsten halt irgendwas
...und nach ner weile kommen die "schönen" töne von ganz alleine.

mein lehrer meinte mal ich solle mich nicht an irgendwelchen regeln festbeißen sondern einfach töne spielen- und das klappt erstaunlich gut (allerdings nur, wenn ich weiß dass keiner zuhört- wenn doch bin ich sofort verklemmt )
 
A

Amfortas

Guest
Zitat von Peter:
Interessanter finde ich da schon "ausgefeiltere", aber dennoch einfache Akkordfolgen. Evtl. sollten wir bissel was sammeln? Solche Akkordfolgen, die ich meist aus Noten kenne oder in Liedern erkenne, nutze ich immer zum Improvisieren.
Diese Akkordfolgen stehn ja meistens auch dabei. Aber die Idee mit dem Sammeln ist gut, damit könnt ihr einem Anfänger sicher helfen (gibt ja genug dies net können).
Nur was mach ich dann mit diesen Akkorden??Einfach mal spielen oder die arpeggien dazu spielen oder was ganz anderes?

oli
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
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Damit kann man dann alles machen. Arpeggieren, rockiges "Hämmern", als Fläche (langgezogene Legatoakkorde), als Bass, Läufe über 2 Oktaven.... Oder man spielt links nur den Grundton und rechts die Akkorde. Kommt doch drauf an, in welche Richtung man improvisieren will? Wichtig ist doch nur, eine interessante Akkordfolge im Kopf zu haben und eine Melodie danach zu suchen, oder reden wir aneinander vorbei?

...damit könnt ihr einem Anfänger sicher helfen
Und wie Ihr (zumindest mir) damit helfen könnt!

Was ist das schon wieder und wie wütend muss man dafür sein? :shock:
 

A

Amfortas

Guest
morgen setz ich mich auf jedenfall hin und spiel mal los, nein, und improvisier mal los. Mal schaun wie lang es meine Mutter aushält (leider auch Musikerin).

Und ich schau mal was ich für akkordfolgen aus den ganzen liederbüchern finden kann.

danke für die bisherigen guten tipps und im vorraus danke für die die vll. noch folgen

oli
 
A

Amfortas

Guest
Das wre natürlich das einfachste, und den rest meiner Familie kann ich auch fragen, besonders natürlich die organisten die das eh können.

aber....ich bin ein kleiner pubertierender Junge, da will man nix von seinen Eltern lernen^^Ich will denen doch zeigen dass ich bereit fürs Leben bin und schon ohne ihre hilfe solche Sachen lernen kann

oli


P.S.: Die Jugend.....
 
Hartwig

Hartwig

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Ist doch schön , wenn "Jugend" den Senioren beweist, wie gut sie es kann. Aber dennoch würde ich als Jüngerer der Einfachheit halber mal kurze Zwischenfragen stellen und dann doch das machen, wie ich es will.

Bei mir ist die Harmonielehre schon so lange her und ich habe sie erst in letzter Zeit etwas benötigt. Außerdem habe ich immer viel vom Blatt gespielt und erst in letzter Zeit , angeregt hier durch das Forum mit dem Komponieren angefangen.

Ich komponiere meist nach Gehör die Begleitung, oder greife einfach zur Tonart passende Akkorde oder Harmonien. Hängt ganz vom Thema ab, oder was mir so einfällt.
Manchmal übernehme auch die Akkorde der rechten Hand mit der linken und variiere sie dann.
Meist passt das dann irgendwie und ich nehme es im PC auf, zur evtl. Nachkorrektur, wenn doch was nicht gefällt.

Beim Komponieren muß ich alleine sein und Ruhe haben.
Für mich ganz wichtig, um aus mir herauszukommen ohne Ablenkung.
Nachher, wenn das Rohwerk fertig ist, spiele ich es gern meiner Frau vor, die zwar nur Klavieranfängerin ist, aber meine Mutter als "die" Musiche in der Familie lebt leider nicht mehr.

Daher auch meine Lernaktivität mit Notenbearbeitungsprogrammen.

Gruß Hartwig
 
A

Amfortas

Guest
Zitat von Hartwig:
Ist doch schön , wenn "Jugend" den Senioren beweist, wie gut sie es kann. Aber dennoch würde ich als Jüngerer der Einfachheit halber mal kurze Zwischenfragen stellen und dann doch das machen, wie ich es will.
Ich weiß dass es das beste wäre würde ich fragen, aber wie oft macht der mensch schon das was er für besser hält, wenn es ihm eigentlich nicht gefällt??

oli
 
Hartwig

Hartwig

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Der zu erwartende Erfolg sollte den Weg vorgeben, wie man sich verhält in diesem Fall.

Gruß Hartwig
 
 

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