Flügel - Tasten verschönern/restaurieren

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Hallo!
Ich habe einen Stingl-Flügel zu Hause. Dieser stammt etwa aus dem Jahr 1927.
Er wurde vor einigen Jahren bereits einmal vom Klavierbauer überarbeitet - dabei wurden auch manche Elfenbein-Tasten ausgetauscht (der Belag).
Anmerken möchte ich noch, dass ich den Deckel meines Flügels immer geöffnet hatte, damit Licht auf die Tasten fällt (damit sie nicht so schnell nachdunkeln).
Allerdings stört es mich nun (optisch), dass die Klaviatur in keinem einheitlichem Farbton ist.
Auf den Fotos sieht man den Unterschied.....
Ich möchte, dass die Klaviatur „auf den ersten Blick“ schön aussieht.

Nun meine Frage:
- Welche Möglichkeiten gibt es, damit die Tasten wieder einheitlich aussehen?
Es muss nicht unbedingt Elfenbein sein....
- Wie hoch sind die Kosten dafür?
Danke für eure Tips und die Informationen!

Liebe Grüße,
Ilse

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Ja, die Ersatzbeläge sind auch aus Elfenbein.
Die Beläge der gesamten Klaviatur wurden vor sechs Jahren bereits mit Wasserstoffperoxidlösung gebleicht. Einige Beläge wurden gewechselt. Das Ergebnis war nicht das allerbeste, aber immerhin eine positive Veränderung..... Damals gab ich mich damit zufrieden.
Doch mittlerweile möchte ich wirklich wieder eine schöne, einheitliche Farbe auf meinen Tasten.
 
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Wenn du sie nur etwas heller bekämst, dann könntest du die neuen Beläge etwas angleichen. Das müsste (vorsichtig) mit schwarzem Tee funktionieren. Das kann dir dann aber ein Fachmann. sagen.
 

Peter

Bechsteinfan
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Anschleifen, bleichen, Polieren inkl. Versiegeln halte ich für die einfachste, schnellste und dauerhafteste Methode. Die Beiträge dazu von Joerch sind leider weg. Hier mein Ergebnis vom Bleichen bei schon fast durchgespielten Tasten:
https://www.clavio.de/threads/sch-zu-gold-projekt-c-bechstein-klavier.21129/page-18#post-542568
und hier vom Polieren:
https://www.clavio.de/threads/sch-zu-gold-projekt-c-bechstein-klavier.21129/page-20#post-583190

Dieser Elefant muss Kettenraucher gewesen sein.
Glaube nicht, dass das daran liegt. Nikotin lässt sich ganz einfach mit einem feuchten Tuch von Elfenbein abwischen. Eher sehe ich Schweiß als Ursache, welcher sich in dem grobporigen Elfenbein sammelt und Dreck einschließt.
 
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Hallo Peter,
Das ist aber ein tolles, sehr schönes Ergebnis!
Gebleicht bzw.poliert sehen die Tasten um so viel schöner aus!
Wie viel kostet dies etwa für alle weißen Tasten, wenn mein Klavierfachmann dies machen würde?

Und noch etwas:
Ich habe im Internet gesehen, dass man auch Tastenbelege in weiß oder creme um günstiges Geld für die gesamte Klaviatur kaufen kann.
Ob das auch eine gute Alternative ist? Oder ist man damit nicht lange zufrieden?
 

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Ich spiele liebend gerne auf meinem Stingl-Flügel. Er klingt so wunderschön!
Aber die Optik der Tasten.....
Sie lässt zu wünschen übrig. Momentan schaffe ich es nicht mehr, dies zu ignorieren.
Heute kommt der Klavierfachmann am Nachmittag. Ich werde dieses Problem mit ihm besprechen und möchte eine (nicht allzu teure) Lösung dafür finden.
 
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Aber die Optik der Tasten.....
Sie lässt zu wünschen übrig. Momentan schaffe ich es nicht mehr, dies zu ignorieren.
Kann ich komplett nachvollziehen... Und auch wenn eine Neubelegung mit Sicherheit nicht ganz billig ist, zusammen mit einer Neugarnierung der Tasten hat man eine sinnvolle Investition in das Instrument und setzt sich wieder richtig gerne davor!
 
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Ich finde die Verfärbungen etwas komisch. Man sieht hier einen Grauschleier, ich kenne das nur gelblich. Die Übergänge zwischen den Plättchen sind auch sehr auffällig. Die sollten auch stark vergilbt kaum sichtbar bleiben. Und schließlich wundert mich, dass die Tasten trotz des geöffneten Deckels diesen Anblick bieten. Sonnenlicht alleine ist ein wirksames Bleichmittel. Warum wirkt es hier nicht? Das sind die Fragen, die ich mir stelle.
 
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Ich vermute, das D ist die einzige Taste auf dem Foto, bei der der Belag nicht getauscht wurde. Alle anderen Tasten sehen so aus, als wenn die Beläge auch etwas unsauber verleimt wurden. Die getauschten Beläge sind womöglich dünner und somit lichtdurchlässiger als die originalen. Auf jeden Fall wurde der Untergrund nicht weiß eingefärbt und ein Leim wurde verwendet, der grau wird, wenn er abbindet. Das gibt halt diesen typischen Effekt. Außerdem sollte man bei dem Vorderplättchen an der Stoßkante zum Hinterplättchen vor dem Leimen mit einem Streifen Schleifpapier einen minimalen Winkel erzeugen. Also in der Form, dass die zum Spieler nach oben gewandte Seite des Vorderplättchens an der Stoßkante um einen Hauch länger ist als die untere Seite, auf der der Leim ist. Somit ist gewährleistet, dass dieser typische Strich zwischen den beiden Plättchen nicht so ausgeprägt ist. Insgesamt eine sehr filigrane Arbeit, die viel Erfahrung und Übung benötigt. Denn sonst sieht das so aus wie auf den Fotos. Auch nach Schleifen, Bleichen und Polieren.
 
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Ich möchte mich wieder bedanken, weil ich hilfreiche, interessante Antworten bekomme.
Ich werde mir noch überlegen, was ich bezüglich der verfärbten Tasten machen werde.
Der Klang des Flügels ist ja nach wie vor einfach wunderchön!
 
 

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