"Eure" Kirchen

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Lisztomanie

Lisztomanie

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Hallo zusammen,

analog zum Thread "Eure" Instrumente hatte ich die Idee, wir könnten uns ja auch unsere Kirchen vorstellen, in denen wir die meiste Zeit verbringen. Zumindest für mich sind sie so zu einer meiner Lebensmittelpunkte, ja zu einem zweiten zuhause geworden.

Meine Kirche ist der schöne Paderborner Dom, Kathedrale des Erzbistums Paderborn und Sitz des Dom- und Metropolitankapitels. Da kann ich zwar nicht üben, aber ich singe dort im Domchor, habe dort manchmal auch Unterricht und verbringe somit viele Stunden meines Lebens dort und besuche auch gerne mal eine Hl. Messe als Zuhörer.

Hier ein kleiner Text, zu finden auf der Website des Erzbistums:

Zitat von Paderborner Dom:
Ecclesia mirae magnitudinis“ – „eine Kirche von erhabener Größe“ – ließ Karl der Große (768-814) im Jahr 799 an der Stelle bauen, an der auch der heutige Hohe Dom zu Paderborn steht. In seiner gegenwärtigen Gestalt ist er zwischen 1225 und 1270 entstanden. Mit seinem langen Dachfirst, seinen vier Quergiebeln auf jeder Seite, dem West- und Ostquerhaus sowie dem mächtigen Westturm mit den flankierenden Rundtürmen und Ecktürmchen verweist er auf das himmlische Jerusalem. Glaubenden und suchenden Menschen kann er auf diese Weise den Himmel veranschaulichen.

Maße des Domes:

Länge (von Osten nach Westen): 104 m

Breite des Ostquerhauses im Lichten: 49,3 m

Breite mit Seitenkapellen: 37 m

Breite ohne Seitekapellen 31,5 m

Höhe des Mittelschiffs (bis Gewölbeschlusssteine) 19,2 m

Höhe des Turmes 93 m

Geschichte des Doms

Der Altar, an dem der Bischof die Eucharistie feiert, ist Mittelpunkt allen sakramentalen Lebens im Bistum. Die Kathedra, von der aus der Bischof die Frohe Botschaft verkündet, ist Ausgangspunkt aller Verkündigung in der Ortskirche. Altar und Kathedra stehen über der Bischofsgruft: Sinnbild für die Tradition der Kirche, die seit zwölfhundert Jahren hier lebendig ist und die in der Gegenwart bewahrt und in die Zukunft weitergegeben wird. Auch dadurch erhält die Dom- und Bischofskirche ihren besonderen Rang.

Der Dom macht dieses Fortschreiten der Kirche durch die Zeit architektonisch sichtbar. Als Papst Leo III. im Jahre 799 an den Quellen der Pader mit dem Frankenkönig Karl zusammentraf, stand an der Stelle des Domes bereits eine "Kirche von eindrucksvoller Großartigkeit", die wenig später einem Stadtbrand zum Opfer fiel. In der Folgezeit wurde der Dom wiederholt durch Feuer zerstört und wieder aufgebaut.

Im 13. Jahrhundert wurde der Dom neu errichtet. Dabei bildet der Westturm, der bis heute charakteristisch für den Dom ist, den frühesten Teil dieses Neubaus. Damals erhielt der Dom seine heutige Gestalt. Er ist eine Hallenkirche, d.h., die drei Schiffe des Langhauses sind gleich hoch. Der Ostchor ist flach geschlossen. Die großen Fenster, die Portalgestaltung in der Südwand (Paradiesportal) und die Kapitellornamentik lassen den Einfluß klassischer französischer Kathedralkunst erkennen.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) wurde der Dom geplündert und verwüstet. Ab 1650 begann die Wiederherstellung. Dabei wurden die Seitenkapellen im Langhaus erneuert, mit den prächtigen Innenportalen versehen und mit perspektivisch gearbeiteten Gittern zum Hauptraum hin abgeschlossen. Damals erhielt der Dom auch eine barocke Ausstattung, die durch Bombenangriffe gegen Ende des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) zum größten Teil zerstört wurde.

Seit 1895 führte Dombaumeister Arnold Güldenpfennig eine umfassende Restaurierung durch, in deren Verlauf er die Südgiebel und den großen Ostgiebel in historisierenden Formen frei gestaltete.

Nach den Zerstörungen von 1945 begann schon sehr bald die Wiederherstellung des Domes unter der umsichtigen Leitung von Dompropst Paul Simon und seinem Nachfolger, Dompropst Joseph Brockmann. Dabei wurde das Turmjoch zum Hauptraum hin geöffnet. Der gotische Reliquienaltar fand seinen Platz wieder im Hochchor.

1978 begannen umfassende Restaurierungs- und Sicherungsmaßnahmen, die mehrere Jahre dauerten. Im Verlauf dieser Arbeiten erhielten die Krypta und der Altarbereich ihre heutige Gestalt. Schon 1975 war die Bischofsgruft mit dem Sammelgrab der Paderborner Bischöfe sowie den Grablegen für den ersten Paderborner Erzbischof, Kaspar Klein (1920-1941), und den ersten Kardinal auf dem Paderborner Bischofsstuhl, Erzbischof Lorenz Jaeger (1941-1973), neu gestaltet worden. Die seit dem Krieg eingelassene Notverglasung wurde durch neue Fenster ersetzt, die sich gut in den festlichen Raum einfügen. Die Fenster des Langhauses zeigen Motive vom Weg des Gottesvolkes durch die Zeit bis zum himmlischen Jerusalem; in den Fenstern im nördlichen Arm des östlichen Querhauses, dem sog. Hasenkamp, treten dem Betrachter Heilige entgegen, die eng mit der Kirche von Paderborn verbunden sind. Zu dieser "Wolke der Zeugen" (Hebr 12,1) gehören auch die Statuen auf dem Chorgestühl. Mit ihnen allen wissen sich die Beter von heute im Gotteslob verbunden.

Wie der Dom durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder erneuert und von den Generationen nach den Erfordernissen je ihrer Zeit bereichert wurde, so wächst auch der Bau aus lebendigen Steinen (vgl. 1 Petr 2,5) – die Gemeinschaft der Glaubenden, die Kirche – stets aus der Kraft ihres Ursprungs, indem sie die Botschaft von dem in Jesus Christus geschenkten Heil jeweils neu empfängt und in den Kontext der Zeit hineinsagt.

Und da Bilder mehr als tausend Worte sagen, hier ein paar Impressionen in Form eines 360°-Panoramas:

Dom zu Paderborn: Virtueller Rundgang

Eine Besichtigung und ein Besuch einer der vielen Messen, am besten einer mit Beteiligung des Domchors oder eines der anderen an der Kathedrale singen Chöre ist immer empfehlenswert! :D

Meint mit Herzlichen Grüßen

Euer Lisztomanie

P.S.: Ich freue mich über Eure Meinungen und bin gespannt auf Eure Kirchen!
 
F

florianf

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eine schöne Idee!

Ich mach dann mal weiter mit meiner Heim- & Aushilfsdienstpfarre, in der ich auch unlängst einen Teil meines Heeresersatzdienstes ableisten durfte, wo ich auch unsere Homepage realisieren durfte. ;)

Graz St. Peter


Geschichte der Pfarre und Pfarrkirche Graz-St. Peter
entnommen der Homepage der Pfarre - Pfarre Graz-St. Peter

Siedlungsgeschichte und Geschichte der Pfarre

Die Anfänge der deutschsprachigen Besiedelung des östlichen Grazer Beckens sind wohl in die Mitte des 11. Jh.s zu setzen. St. Peter hieß ursprünglich Tremendorf und wird noch im Babenberger Urbar von 1220/30 so bezeichnet. 1258 scheint in einer Schenkungsurkunde an das Stift Rein unter den Zeugen der Ritter Wulfing von St. Peter (Wluingus miles de Sancto Petro) auf: offensichtlich hatte sich der Dorfname in der Zwischenzeit geändert. Gleichzeitig ist das Dokument der älteste schriftliche Nachweis einer Kirche in St. Peter. Der archäologische Befund weist allerdings auf eine kleine romanische Kirche hin, die damals schon länger bestanden haben muss. Tremendorf lag mitten im Gebiet des großen landesfürstlichen Besitzes; es könnte daher schon vor der Gründung von Graz eine Eigenkirche der niederen Adeligen erbaut worden sein.

1294 wird ein Pfarrer Ortolf von St. Peter urkundlich genannt. Zwar gehörte St. Peter bis ins 20. Jh. als "Ewiges Vikariat" zur Grazer Stadtpfarre, die "Vikare" von St. Peter wurden allerdings stets Pfarrer genannt und besaßen Pfründen sowie andere Sonderrechte, die sie anderen Pfarrern quasi gleichstellten.

1532 wurde St. Peter von den Türkeneinfällen getroffen. Auch die Kirche wurde zumindest teilweise zerstört, aber schon 1535 wieder eingeweiht.

Die Eingemeindung ins Grazer Stadtgebiet erfolgte 1938. Seither wurde eine intensive Bautätigkeit aufgenommen, die den dörflichen Charakter weitgehend überprägt hat. St. Peter ist heute eine beliebte Wohngegend.

Geschichte der Pfarrkirche

Die Ursprünge der Kirche liegen wahrscheinlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts, der heutige Bau geht aber - mit wenigen älteren Relikten - auf das 16. Jahrhundert zurück. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde das Langhaus nach Süden hin vergrößert und der Turm erhöht. Im Turm befinden sich fünf Glocken, von denen zwei noch aus spätgotischer Zeit stammen (1533 und 1649). Im 18. Jahrhundert wurden die beiden Seitenkapellen erbaut. Weil die alte Dorfkirche durch die dichte städtische Besiedlung im Laufe des 20. Jahrhunderts viel zu klein geworden war, wurde sie von 1995 bis 1997 nach Plänen der Wiener Architekten Georg Bachmayr-Heyda und Zbigniew Domanski erweitert.

Das Innere der Kirche ziert eine vornehmlich barocke Einrichtung. Den einstigen Hochaltar schuf Veit Königer 1769. Von diesem Altar ist nur noch das Altarbild (Hl. Petrus in der Buße) erhalten. Bemerkenswert ist die in Stuccolustro-Technik ausgeführte Kanzel mit einem Relief der Berufung Petri und der Figurengruppe Verklärung Christi am Berg Tabor am Schalldeckel, geschaffen um 1740, vielleicht von Josef Schokotnigg.
Die Kirche beherbergte früher eine Hopferwieser-Orgel von 1890 (<20 Register), die aber 2001 abgetragen wurde (das Material wurde verwendet, um eine weitere Hopferwieser-Orgel im Umland zu restaurieren und zu erweitern, um so den Klang Hopferwiesers zu dokumentieren). 2001 wurde unsere neue Orgel von der slovenischen Firma Maribor Orglarska Delavnica erbaut.
Zur Orgel hab ich unlängst auf unserer Seite auch Fotos, eine Kopie der Planzeichnung des OBs und die Dispo veröffentlicht: Orgel - Pfarre Graz-St. Peter Unser Organist ließ sich anno 2001 auch zu einer kleinen Einzelbeschreibung der gesamten Dispo hinreißen: http://graz-stpeter.graz-seckau.at/kirchenmusik/orgel/beschreibung-der-einzelnen-register - man sollte bedenken, dass jener Text für die Allgemeinheit verfasst wurde. :D

Hier gibts auch eine 360°-Aufnahme unserer kleinen, aber feinen Kirche: http://www.katholische-kirche-steiermark.at/panorama/Sankt_Peter_Graz_Pfarre/sankt_peter_pfarre_graz.htm
 
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Lisztomanie

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@ florian: Was soll ich sagen, Deine Kirche ist wunderschön! :D
 
Peter

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Stadtkirche Meiningen
In, oder besser auf dieser Kirche war ich einmal als Kind im Zuge von Zeichenunterricht (wir standen auf der Turmbrücke und haben Meiningen von oben skizziert).
Später war ich dann im Zuge der Wende ein paar mal mit ziemlichem Nervenkitzel drin. Hier wurden jeden Dienstag die Friedensgebete abgehalten und die Demonstrationen gestartet.
 
Lisztomanie

Lisztomanie

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Die Orgel...:

Zitat von http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtkirche_(Meiningen)#Reger-Orgel:
Ihre erste Orgel bekam die Stadtkirche 1546 eingebaut. Dabei handelte es sich um die Orgel aus der Klosterkirche des Meininger Franziskanerklosters, das nach der Reformation aufgelöst wurde.[1] Die heutige Orgel stammt aus dem Jahr 1889 und wurde von der Orgelbaufirma Martin Schlimbach & Sohn hinter dem großen Radfenster an der Westfront, einer gotischen Rosette, eingebaut.
Auf dieser Orgel spielten und komponierten unter anderem Johannes Brahms und Max Reger. Auf Anregung Regers wurde die Orgel von der Firma Eberhard Friedrich Walcker um ein Schwellwerk als drittem Manual erweitert. Sie wurde somit zur Reger-Orgel und am 10. Oktober 1932 von Erhard Mauersberger eingeweiht.
1945 erlitt die Orgel schwere Kriegsschäden und wurde Ende der 1940er-Jahren nur unzureichend wieder instand gesetzt und verfiel zur DDR-Zeit zusehends. Von 1992 bis 1994 wurde die Orgel von der Orgelbau-Firma Hey aus Urspringen umfangreich repariert und restauriert und am 6. Mai 1994 in Rahmen der Meininger Landesmusiktage vom bekannten Organisten Werner Jacob aus Nürnberg eingeweiht. Im Jahr 2006 erhielt die Orgel eine neue Windversorgung.

Die Disposition der Reger-Orgel:

I Hauptwerk C–c4
Principal 16′
Quintadena 16′
Principal 8′
Hohlflöte 8′
Gamba 8′
Gedackt 8′
Oktave 4′
Gemshorn 4′
Rohrflöte 4′
Quinte 22/3′
Oktave 2′
Schwiegel 2′
Cornett III–V 8′
Mixtur V–VII 2′
Scharf IV 8′
Trompete 8′
Clarine 4′

II OberwerkC–c4
Principal 8′
Flöte 8′
Ital. Principal 4′
Flute Harmonique 4′
Nasard 22/3′
Principal 2′
Piccolo 2′
Terz 13/5′
Sifflöte 1′
Cymbal V 1′
Dulzian 16′[Anm. 1]
Klarinette 8′[Anm. 1]
Schwebung 8′
Tremulant

III Schwellwerk C–c4
Nachthorn 16′
Principal 8′
Rohrflöte 8′
Dolce 8′
Vox Coeleste 8′
Kleinprincipal 4′
Blockflöte 4′
Schwiegel 2′
Quinte 11/3′
Cymbal V 1/3′
Krummhorn 8′
Messingregal 4′
Tremulant

Pedalwerk C–f1
Principalbass 16′
Violinbass 16′
Subbass 16′
Gedacktbass 16′
Octavbass 8′
Violoncello 8′
Bassflöte 8′
Quintbass 102/3′
Octavbass 4′
Pedalmixtur V
Posaune 16′
Trompete 8′
Schalmei 4′
Singend Cornett 2′

Koppeln: Normalkoppeln, Superkoppeln und Subkoppeln.
Spielhilfen: unter anderem Crescendo und Walze, Setzerkombination SK II, A–H, 1–8, drei verschließbare Registerebenen.
Anmerkungen
↑ a b Durchschlagend.

Da hast Du aber doch bestimmt mal dran gespielt, wenn Du schon so ein Schatz vor der Haustür stehen hast, oder? :D :D :D
 
Peter

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Nee, musikalisch hatte ich mit dieser Kirche nichts am Hut und seit 24 Jahren wohne ich ja auch nicht mehr dort. Der einzige Bezug zu dieser Orgel ist die Namensgleichheit mit der Musikschule, in der ich als Kind zu Hause war. :)
 
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devasya

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Auch wenn ich selbst noch nicht Orgel spiele und demzufolge auch nicht ausgebildete Organistin bin, hoffe ich doch, mich an diesem Thread beteiligen zu dürfen :)

Das hier ist "meine" Kirche, in welcher ich regelmäßig singe und dazugehörig auch meine "Traumorgel" (wenn man mal von den ganz großen absieht), auf der ich irgendwann einmal spielen möchte ;)

Ich verlinke euch der Einfachheit-halber einfach mal die Website, diese enthält alle wichtigen Informationen ;)

Domchor Brixen Kirchenmusik im Dom zu Brixen Südtirol - Willkommen

Liebe Grüße,
Michaela :)
 
S

Styx

Guest
Stadtkirche Meiningen
Später war ich dann im Zuge der Wende ein paar mal mit ziemlichem Nervenkitzel drin. Hier wurden jeden Dienstag die Friedensgebete abgehalten und die Demonstrationen gestartet.

"Kirche von unten" - kann ich mich auch noch daran erinnern...ging so 1988 oder so los. Weiß noch in Berlin wo entsprechende Behörden versucht haben rauszukriegen in welcher Kirche denn gerade diese "antisozialistischen Hetzveranstaltungen" stattfänden - dabei kam das schon in der früh in 100,6...tja, blöd gelaufen wenn man derart linientreu war die "Klassenfeindsender" zu meiden :D :D :D :D


Viele Grüße

Styx
 
Troubadix

Troubadix

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Quasi direkt vor meiner Haustür ist das größte Barockkloster Oberösterreichs, das Stift Sankt Florian.

Die dazugehörige Basilika ist eine der schönsten Kirchen, die ich je gesehen habe.



Durch die weiß gehaltenen Wände wirkt die Kirche sehr hell und freundlich. Die Wandverzierungen sind aufwendig gestaltet. Die Wände sind von Vorhängen geprägt, die in Gips getaucht und anschließend drapiert wurden, wodurch sich eine einzigartige Optik ergibt. Der imposante Marmoraltar hat ein Gewicht von 700t. Herzstück der Kirche ist die von Franz Xaver Krismann gebaute Orgel.



Mit vier Manualen, 103 Registern und 7386 Pfeifen ist sie die größte spielbare Kirchenorgel Österreichs. Dabei ist interessant, dass alle Pfeifen, die man von außen sieht, keinen Ton von sich geben und rein der Optik dienen.

Berühmt ist das Stift für den Knabenchor, die berühmten Florianer Sängerknaben. Zu denen gehörte auch mal Anton Bruckner, der auch als Organist dort tätig war.

Bruckner ist direkt unter der Orgel auf eigenen Wunsch in der Krypta in einem freistehenden Sarkophag beigesetzt, den man auch besichtigen kann. Steht man neben dem Sarkophag, kann man die Orgel hören, wenn sie gespielt wird. Die Orgel trägt heute den Namen „Bruckner-Orgel“.



Wenn die Orgel spielt, beben die Sitzbänke und natürlich spielen dort nur ausgezeichnete Organisten. Die Improvisation zum Abschluss der Messe ist immer ein Highlight und gut die Hälfte der Besucher bleiben bis zum letzten Ton sitzen. Alleine dafür lohnt es sich schon, sich sonntags auf den Weg zu machen.

Hier geht's zur Disposition der Orgel.

Stift Sankt Florian

[video=youtube;QNZnjFD6N7A]http://www.youtube.com/watch?v=QNZnjFD6N7A[/video]

Viele Grüße!
 
Lisztomanie

Lisztomanie

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Eine wunderschöne, berühmte Kirche. Möchte ich auch gerne mal besichtigen - und die Orgel spielen..:D :D :D
 

Digedag

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