Erfahrungsaustausch Spätberufene

Als jemand, der beinahe Jahrzehnte mit flüssigem Notenlesen gehadert hat, kann ich nur feststellen, daß mir Schlüsselwechsel nicht die geringsten Probleme bereiten. Ich habe allerdings auch nie die zwei Fünflinien-Systeme als ein (Zehnlinien-)System gelesen, wie das an mancher Stelle empfohlen wird, und tue das auch heute noch nicht. Gedanklich stapel ich die zwei (oder drei oder vier) Systeme eher in der dritten Dimension aufeinander (orthogonal zum Papier wegen Gleichzeitigkeit), weshalb oben und unten keine Rolle spielt. Sobald der Schlüssel wechselt - egal wo - lese ich andere Noten.
Mache ich genauso.
 
Hallo leute,

Ich komm gerade aus dem Unterricht und bin begeistert.

Tschaikowsky - kranke Puppe
Aus dem Jugend Album.

Wie viel Stimmung man mit so wenig Töne erzeugen kann :cry::-D
Stimmt, das Stück ist super! Habe ich früher immer sehr gerne gespielt. Man kann so viel Gefühl rein legen, einfach nur schön.
Habe die Noten grade leider nicht da, werde aber Mal in meiner Erinnerung kramen und das Internet durchforsten :D

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Wie viel Stimmung man mit so wenig Töne erzeugen kann
Jub. Das ist genau das, was ich bei diesem Stück auch immer denke. Schon im ersten Takt packt es einen, und die dramatische Agonie und die anschließenden letzten verebbenden Atemzüge zum Ende erst. Einfach herzzerreißend. Und es zeigt, wie ernst Tschaikowsky die Gefühle der Kinder genommen hat.

Spannend finde ich auch die Reihenfolge der drei Puppenstücke. In den meisten Ausgaben kommt wohl nach "Krankheit der Puppe" direkt "Beerdigung der Puppe" (mit Chopin-Zitat) und anschließend "Die neue Puppe". Der "Zyklus" endet also eher fröhlich-optimistisch. Ursprünglich soll "Die neue Puppe" aber wohl am Anfang gestanden haben. Das finde ich dann schon ziemlich starken Tobak für kleine Kinder.
 
In meiner Ausgabe wird nach dem Begräbnis erstmal zünftig Walzer getanzt, und danach gibt es dann die neue Puppe. Das ist ja wie in echt.;-)
 
Der Zyklus werden die nächsten Stücke :super:
Den Walzer dazwischen lassen wir aus, soweit bin ich noch nicht.
Eigentlich haben wir auch noch kein C Moll Stücke (Beerdigung der Puppe) gespielt aber das werde ich wohl hin bekommen.
 
Suche mal nach "mentalem Üben". Leute wie Mick lernen so ganze Partituren.
Das was die im Video zeigt ist weniger "mit Hirn" sondern ganz normale Fesselübungen. Da gibt es reichlich davon, nicht nur für Klavier.

Und ja, nicht nur probiert sondern schon oft* gemacht.

*alles relativ :-D
 
Die einen verwenden Hanon, die anderen das obige System. Schuhmann bastelte sich selbst einen Übeapparat, wurde dann Komponist, nachdem er sich die Hand kaputt gemacht hatte. :party:
 

Hallo leute,

Wo wir gerade beim Thema Übungen sind.

Ich komm ja eigentlich von der Gitarre und dort gibt es die schöne Übung "Spinnen".

Dabei läuft die linke Hand in diversen Mustern über das Griffbrett, während die rechte Hand verschiedene Anschläge übt.

Da ich außer Tonleitern und gebrochene Akkorde nicht viel Technik Übungen mache, mir gleichzeitig auffällt das vereinzelte Finger Kombination nicht so gut klappen, dachte ich mir das ich das doch auch am Klavier üben kann.

Sprich Sekunden mit 2&3 spielen, mit 3&4 sowie 4&5.
Das ganze dann Taste für Taste hoch und runter laufen lasse (2 Oktaven).
Linke sowie rechte Hand.
Und schon hab ich eine Übung um die Unabhängigkeit der Finger und gleichzeitig die Kraft der einzelnen Finger zu trainieren.

Dann mach ich das mit kleinen und großen Terzen und trainierte so 2&4 sowie 3&5.

Und am Ende kommen halt Quarten und Quinten mit 1&4 sowie 2&5.

Bringt das irgendwie was oder soll ich denn "unsinn" lieber einstellen?:konfus:
 
Hab ich auch schon gemacht - bringt sicherlich nur längerfristig was.:geheim:
Aber gut das du es schreibst - sollte ich mal wieder trainieren....:super:
 
So hat der Hanon sicher auch angefangen, und immer schön auf- und abwärts.
 
Ob das was bringt oder nicht bzw. mehr als das Üben Deiner anderen Stücke etc. merkst Du relativ schnell selber, wenn evtl. Problemstellen dann besser laufen. Solche ähnlichen Übungen gibt's zuhauf, z.B. bei Cortot. Tipp: nimm die schwarzen Tasten hinzu und folge jeweils einer Tonart. Wird sicher helfen, sich auf den Tasten heimischer zu fühlen. Auf Verspannungen und Verkrampfungen achten, sonst geht der Schuss nach hinten los, KL hinzuziehen. Exzessiv betrieben wird es nicht besser helfen als Hanon....
Ach, und merke: eine Abkürzung ist es wohl nicht.
 
Hey heute morgen seid ihr aber schnell :-D

Schwarz hab ich schon dabei, bin einfach chromatisch hoch und runter gegangen.

Ich hoffe damit ein paar "Problem stellen" aus zu merzen.

So Spiel ich aus Burgmüller zb No. 16 und die 16tel in der linken Hand stocken mal mehr oder weniger.
Ich will aber das die ganz flüssig und gleichmäßig laufen. Und dabei hab ich festgestellt das meine "Verbindung" 5-3 der linken Hand das Problem ist.

Oder wieder Burgmüller :
No.5 Takt 13 auf 14, ich lande mit der rechten 3 auf dem c'''' und gehe dann von dort aus mit der 5 Finger für Finger zurück.
Aber schon bei den Finger 5-4-3 (also C-B-A) verliere ich die Gleichmäßigkeit sowie das Tempo weil die Kombination 4-3 da oben ins Stocken geraten ist.

Ich dachte mir halt, wenn ich die Finger paarweise gezielt trainiere, verschwinden diese Fehler zügig.
Ich will das ja auch nicht Stunden lang stupide üben.
Aber so zum "warm werden" mit dem gerade benötigen Finger im grade benötigen intervall.:konfus:
 

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