Heumann - Klavierspielen mein schönstes Hobby - Erfahrungsaustausch

Nach langem mit lesen schalte ich mich auch mal ein, muss aber erstmal was längeres schreiben, damit meine Frage dann auch verständlich ist:

Also ich habe vor einem Jahr mit Unterricht angefange, bei einem richtig guten Lehrer und mit der Emonts Schule (die hier ja auch nicht bei allen beliebt ist).
Was mich dann aber doch iritiert hat, war dass meine Freundin meinte, dass ich halt die falsche Schule habe:confused:. Ist Heuman "besser" weil mehr bekanntes, das sich aber seltsam anhört drinsteht? Die CD finde ich auch nicht so gelungen. Deswegen würde mich auch noch interessieren, warum sich Heumann durchgesetzt hat?

Hallo annettschn,

laß Dich nicht irritieren. Höre auf Deinen guten Lehrer! Die Emonts Schule finde ich perfekt. Diese verwende ich auch überwiegend für meine Schüler: Für die kleineren Schüler gibt es: "Die Europäische Klavierschule" und für die etwas größeren, ab grob eingeschätzt ca. 12 Jahren "Mein erstes Klavierspiel".
Klavierpädagogisch sehr gut!

Mit Emonts wirst Du auch richig Klavierspielen lernen, mit Heumann nicht!
Du wirst später Mal wesentlich besser Klavierspielen, als Deine Freundin! ;)

Liebe Grüße, Mario
 
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Mit Emonts wirst Du auch richig Klavierspielen lernen, mit Heumann nicht!
Du wirst später Mal wesentlich besser Klavierspielen, als Deine Freundin! ;)

Ich finde halt solche Äußerungen sehr gefährlich.

Der Übungsfortschritt hängt von so vielen Faktoren ab, von der Qualität des Unterrichts, von der Qualität der Unterrichtsliteratur, vom Interesse und vom Fleiß des Schülers, auch von ganz äußerlichen Faktoren wie der Reaktion der Umgebung auf's Üben und die Fortschritte.

Das erste Klavierbuch ist nicht so relevant, wie das hier klingt.

Es gibt bestimmt Heerscharen von Klavierschülern, die das Klavierspielen trotz Emonts Klavierschule und gutem Lehrer nicht gelernt haben, denen es eventuell sogar dadurch verleidet wurde.

Und es gibt bestimmt auch eine Menge Klavierschüler, die mit Heumann angefangen haben und dann den Sprung zur richtigen Klavierliteratur irgendwann geschafft haben.
 
Hallo,

ich habe auch mit Heumann gelernt und mir insbesondere den Konzertband vorgenommen. Ich fand es sehr motivierend, von Anfang an schöne Stücke spielen zu können, die ich auch heute noch zum größten Teil auswendig vortragen kann. Dies hindert nicht daran, sich danach oder parallel dazu auch unbearbeiteten Stücken zuzuwenden.

Für solche Spieler, die das Zeug dazu oder den Ehrgeiz haben, Konzertpianist zu werden, mag es vielleicht ratsam sein, sich nur auf Originalliteratur zu konzentrieren. Doch für alle, die einfach nur Freude am Klavierspielen und an schönen Klängen haben, halte ich die Bearbeitungen für durchaus akzeptabel.

Doch letztlich muss jeder selber entscheiden, was ihm liegt und wozu er tendiert.

LG
smartfan
 
Erstmal danke für alle Antworten.

Bei meiner Freundin bin ich mittlerweile der Meinung, dass etwas musisches in Ihrem Lebenslauf noch gefehlt hat. Und weil der Flügel halt jetzt da ist...

Sie hat mich vorhin angerufen, ob ich ihr nicht mal helfen könnte. Mal gespannt, wo sie grad hängt...
 
Es gibt bestimmt Heerscharen von Klavierschülern, die das Klavierspielen trotz Emonts Klavierschule und gutem Lehrer nicht gelernt haben, denen es eventuell sogar dadurch verleidet wurde.

Daß, wenn der Schüler natürlich faul und untalentiert ist,
es bei einem guten Klavierlehrer oder einer guten Klavierschule auch zu nichts bringen wird,
bräuchte ich eigentlich gar nicht erwähnen.

Liebe Grüße, Mario
 
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hallo!!!
Die andere Lehrerin aus Dortmund hat sich gemeldet!
ich nehme nächste Woche Dienstag eine "Schnupperstunde"...

sie hat mir allerdings direkt gesagt das Klavier nicht ihr Hauptfach war sondern sie eigentlich Geige unterrichtet....

Ich werde mir das erstmal anschauen. ich meine wie soll sie es unterrichten können wenn sie es nicht kann? ich denke schon das sie es bestimmt kann und das sie bestimmt auch sehr musikalisch und kompetent ist!
Sie hat mir auch direkt geraten 2 mal im Monat zu kommen damit ich mir keine Fehler aneigne. Das hört sich doch schon viel mehr kompetent an als die letzte Lehrerin.

was denkt ihr denn?

Ich soll meine Noten mitbringen... habe ihr dann aber direkt gesagt das ihr mir empfohlen habt nicht nach diesen Noten zu lernen. Sie meinte sie hat selber noch Vorschläge wenn meine nix sind. ich denke ich werde darauf bestehen das wir Heumann nicht lernen. - Ich wollte mich jetzt auch echt erstmal auf Classic konzentrieren.
 
Wenn sie eine wikich gute Lehrerin ist und du mit ihr super klar kommst, kannst du von ihr das Klavierspielen lernen, auch wenn sie das nicht im Hauptfach hatte.
 
sie hat mir allerdings direkt gesagt das Klavier nicht ihr Hauptfach war sondern sie eigentlich Geige unterrichtet....

Hallo Gowenna,

also ich kann mir unmöglich vorstellen, daß es keine diplomierten Klavierpädagogen in Dortmund gibt!
Eine Stunde Fahrt sollte sich nämlich dann schon lohnen:

Hier habe ich ein paar Links gefunden:

209.85.129.132/search?q=cache:oHJ9Ti525-UJ:www.clavio.de/forum/private-kleinanzeigen-nicht-gewerblich/4466-klavierlehrer-dortmund-gesucht.html+Diplomierter+Klavierlehrer+Dortmund&cd=11&hl=de&ct=clnk&gl=de


http://www.piano-markt.de/klavierlehrer/
oder gib bei google einfach "diplomierter Klavierpädagoge Dortmund" ein.

Liebe Grüße, Mario
 
Themenwechsel

Hi,

nachdem der Thread sich nun leider total am Thema vorbeientwickelt hat, biete ich allen, welche evtl. doch noch am Ursprungsthema interessiert sind an, mir ein PN zu schreiben, ich würde dann eine Mailing-Liste aufbauen.

Christian

P.S. Gibt es gegen Tim Richards auch etwas auszusetzen? Dann würde ich nämlich einen ähnlichen Thread zu seinen Büchern doch erst gar nicht aufmachen - hatte ich nämlich eigentlich vor.

P.P.S. Wenn man manche Beiträge hier liest könnte man anfangen sich zu fragen, wie früher eigentlich Leute ohne Lehrer und ohne Literatur gelernt haben.
 
By the way: Kannst Du mir was aus der Jazz-Ecke empfehlen für meinen 2-Jahres-Normaler-Erwachsener-Level? Danke schon mal!

Also mal hier einige tolle Sachen, die ich jederzeit und ohne auch nur nachzudenken jedem Stück von Heumann vorziehen würde, weil um Welten besser (gibts alles im Clavio-Shop!):


Oscar Peterson: Jazz Exercises, Minuets, Etudes & Pieces for Piano

Einfach nur genial!
Der 1. Teil beinhaltet 14 Exercises & Minuets. Die kann man gut ab 1-2 Jahren Klavier.
Zuerst kommt die Übung (mit Beschrieb, was trainiert wird), dann das Minuet, ein kleines Stück, das die Skills der Übung zum Inhalt hat.
Würde sagen, ein ambitionierter Hobbypianist kann den ganzen 1. Teil gut nach 2 Jahren.
Teil 2 heisst "10 Jazz Etudes and Pieces"", ist genau gleich aufgebaut wie der 1. Zeil, aber schwieriger (und längere Stücke, meist 1-2 Seiten, gegenüber 1/2 Seite bis 1 Seite im 1. Teil).
Der 3. Teil "Jazz Exercises" sind 13 richtige Jazzstücke, die schon anspruchsvoll sind, aber saucool.
Fazit: mit diesem Heft kann man jahrelang immer wieder was draus spielen und es hat es absolut in sich!

Ich habs für etliche Schüler, ich spiel auch immer wieder draus.
MUSS man haben, wenn man sich für Jazz Piano interessiert.

Dann:

Jürgen Moser: Rock Piano 1 (mit CD)

nicht schlecht gemacht, gut erklärt, nicht schwere Stücke.

Vom selben Autor gibts noch Rock Piano 2 (mit CD), Beginning Rock Piano und Rock 'n' Roll Piano.

Mein Tipp: schaus dir im Laden an, obs dir zusagt (Verhältnis Erklärungen zu Klavierstücken...), und dann bestells bei Clavio. ;)
Ist halt eher Rock etc, nicht unbedingt Jazz!

Des weiteren kann ich noch empfehlen:

Pauline Hall: Piano Time Jazz 1 & 2 (leicht, im 1. Jahr bis ins 2. Jahr hinein)
Pauline Hall: Piano Time Jazz Duets 1 & 2 (dito)

-> coole, nicht schwere Stücke, die Spass machen. Eher für Kinder (Aufmachung), aber für beginnende Erwachsene gehts natürlich auch.

Daniel Hellbach:
Pop Piano 1-2 (ab 1-2 Jahren)
Easy Pop 1-3 (ab wenigen Monaten)
Tastenreisen 1&2 (ab wenigen Wochen)
Rock Ballads 1&2 (ab 2 Jahren)


Achtung: Hall & Hellbach haben im Clavio-Shop keine Bilder.
Meine Einschätzung, ab wann man was spielen kann, bezieht sich auf motivierte, fleissige Spieler, die regelmässig üben. Ich habe diese Sachen praktisch nur mit Kindern (Hall, Hellbach) & Jugendlichen (Hellbach, Moser, Peterson) gemacht.

Ich denke, in deinem Fall ist alles ab 2 Jahren mehr als passend, du musst dich gewiss nicht überanstrengen.


Mein Tipp:
Bestell dir den Peterson, Hellbachs Pop Piano oder Rock Ballads und den Moser guckst du dir erst mal an; wie gesagt, es sind nicht nur Stücke, sondern jede Menge Text & (gut erklärte) Theorie.
 
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Hallo, guten Abend in die Runde,

ich (schon etwas älteres Semester) habe vor ungefähr einem Jahr bei Null komma Null angefangen. Hauptsächlich als Selbststudium, unterstützt von von einer KL, die ab und an mal drüber geschaut hat.

Die Suche nach einer KL, einmal pro Woche oder zweimal pro Monat, habe ich nach einiger Zeit aufgegeben.
Gerade für einen Erwachsenen scheint es ein großes Problem zu sein, eine oder einen geeigneten KL zu finden.

So habe ich z.B. eine KL erlebt, die Fingersätze für ein Stück gezeigt hat, dabei waren ihr der Takt nicht wichtig. Man solle erst einmal so spielen, das mit dem Takt käme dann später.

Kann das denn richtig sein?
Heißt es nicht immer wieder, man solle es von Anfang an richtig lernen und es sei ganz schwierig, etwas einmal Gelerntes wieder umzustellen?
Und dies war eine KL von der Musikschule!

Also bleiben mir nur die Klavierschulen, denn wenn ich es schon nicht richtig lerne, dann will ich wenigstens nicht auch noch teuer dafür bezahlen ;-)

Heumann, ja, es motiviert, schon bald erkennbare Liedchen zu spielen ;-)

Sehr gut finde ich die Hefte Fingerkraft von Schaum, die nehme ich sozusagen zum Warm-up.

Ansonsten von Schaum die Klavierschule für Erwachsene, sowie Hefte (aber keine von Heumann!) mit sehr leichten Noten, nach dem Motto: Learning by doing.

Ich habe gehört, dass manche VHS Klavierunterricht anbieten ... unsere leider nicht.

Viele Grüße

Corki
 

Liebe(r) Corki, ich bin auch ein älteres Semester und seit zwei Jahren dabei. Was Du schreibst, scheint mir für viele sympotmatisch:
So habe ich z.B. eine KL erlebt, die Fingersätze für ein Stück gezeigt hat, dabei waren ihr der Takt nicht wichtig. Man solle erst einmal so spielen, das mit dem Takt käme dann später.

Kann das denn richtig sein?
Heißt es nicht immer wieder, man solle es von Anfang an richtig lernen und es sei ganz schwierig, etwas einmal Gelerntes wieder umzustellen?
Und dies war eine KL von der Musikschule!

Da kommen wir Verwachsenen daher und zweifeln, obwohl wir eigentlich keine Ahnung haben, sofort an den didaktischen Fähigkeiten der KL. Ich glaube, da liegt ein großes Problem. Ich mutmaße mal, dass Du mit beidem, Fingersatz UND Takt noch überfordert wärst und kann daher an der Vorgehensweise Deiner KL nichts Schlechtes entdecken. Meine fordert bei mir ja auch nicht von Anfang an komplett akurates Tempospiel (Barock) oder gar einen Cembalo-artigen Anschlag. Erst muss mal das Stück in den Kopf und ins Herz, dann bemühen wir uns um Gleichmaß und viel später erst begeben wir uns auf die Suche nach dem "richtigen" Anschlag.

Mein Rat: Geduld! Und etwas Vertrauen!
 

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