Ein neues Klavier für den Herrn Musikstudenten

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crazybanana

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Hallo zusammen,

Vorab erstmal ich bin neu hier und ich weiß, dass das Thema durchaus schon diskutiert wurde, aber nie in der Konstellation.
Also zur Situation: ich bin Student an einer Musikhochschule mit Instrumentalhauptfach Klavier und würde mir jetzt doch gerne (wieder) ein akustisches Klavier anschaffen. Der Weg hat von Digitalpianos über Hybride wie das Kawai NV10, was mir sehr gefallen hat, mir aber für ein letztlich doch E-Piano zu teuer ist, wieder zu akustischen Klavieren mit Stummschaltung geführt. Ich habe die Suche jetzt auf 4-6 Modelle einschränken können, jetzt fällt die Entscheidung aber umso schwerer. In der engeren Auswahl sind das Yamaha U1 und YUS1, jeweils TransAcoustic, das W. Hoffmann P120 mit Vario Duett und das Kawai K300 mit Aures. Gute Preise habe ich für alle bekommen, das soll auch nicht das vorwiegende Auswahlkriterium sein. Bei Kawai hätte ich zusätzlich die Möglichkeit im Zentrallager aus drei Instrumenten auszuwählen.
Jetzt habe ich die Tage aber noch Mal die größeren Geschwister, namentlich das K500 und das P126 ausprobiert, und muss sagen, dass da für mich klanglich, wie vom Spielgefühl her doch nochmal große Unterschiede lagen. Ich habe nur die Befürchtung, dass ein 126 bzw 130cm Klavier den eh schon kleinen Raum klanglich komplett überfüllt. Gibt es da adäquate Möglichkeiten das ein bisschen zu zähmen?

Ansonsten bin ich einfach mal auf eure Meinungen gespannt. Hab ich vielleicht Marken/Modelle komplett übersehen?
 
Drahtkommode

Drahtkommode

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Ich dachte immer wer Klavier studiert braucht einen Flügel?
Klingt für mich nach Notlösungen.
 
altermann

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Warum nennt sich der Musikstudent "Herr"? Wir vom alten Schlag verzichten auf solche unnötigen Förmlichkeiten.

Gauf! :017:
 
S

schmickus

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Wenn ein Stück auf dem Klavier läuft, läuft es auch auf einem Flügel.
Aber hochvirtuoses Zeug ist auf einem Klavier kaum möglich ( allerdings auch nicht auf jedem Flügel).130cm wäre klanglich kein Problem.
 
cwtoons

cwtoons

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Hochvirtuoses Zeug spielen Musikstudenten nicht so häufig.

CW
 
Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

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Warum nennt sich der Musikstudent "Herr"? Wir vom alten Schlag verzichten auf solche unnötigen Förmlichkeiten.
Hast du was gegen Eichendorf?

Nach Süden nun sich lenken
die Vöglein allzumal,
viel Wandrer lustig schwenken
die Hüt im Morgenstrahl.
Das sind die Herren Studenten,
zum Tor hinaus es geht,
auf ihren Instrumenten
sie blasen zum Valet:
Ade in die Läng und Breite,
o Prag, wir ziehen in die Weite:
et habeat bonam pacem,
qui sedet post fornacem!
 
C

crazybanana

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Ich dachte immer wer Klavier studiert braucht einen Flügel?
Klingt für mich nach Notlösungen.
Flügel ist natürlich optimal, aber bei mir einfach platzmäßig nicht drin und vermutlich auch nicht in absehbarer Zeit. Ich habe aber ja auch immer noch die Möglichkeit in der Hochschule zu üben, wenn's mal ein Flügel sein muss.

Man nutzt einfach die wichtigste Möglichkeit, die ein Pianoforte bietet - und nach der es benannt ist - konsequent und spielt leise.
Das ist jetzt aber nicht wirklich zielführend, wenn ich was an der Technik tun muss. Zumal ich eh dazu neige zu leise zu spielen
Doch doch, im Hauptfach definitiv. Schon einige Chopin-Etüden sind auf einem Klavier unschön zu spielen: Terzenetüde, Oktavenetüde, op.10 Nr. 2
Also um das nochmal klar zu machen, ich studiere nicht Hauptfach Klavier, ich studieren nur an einer Musikhochschule und habe halt mit Instrumentalhauptfach Klavier. Das ist aber bei weitem nicht auf dem Niveau wie Hauptfach
 
alibiphysiker

alibiphysiker

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Hallo allerseits,

ich möchte nur kurz bemerken, dass bisher keine Antwort innerhalb dieses Fadens die eigentlichen Fragen des Threaderstellers wirklich zum Thema hatte. Diese sind zur Erinnerung:

Gibt es da adäquate Möglichkeiten das (Klangvolumen) ein bisschen zu zähmen?
Ansonsten bin ich einfach mal auf eure Meinungen gespannt. Hab ich vielleicht Marken/Modelle komplett übersehen?
Bitte bleibt in Threads von Neumitgliedern zumindest im näheren Umfeld des Themas. Weiterer starker Off-Topic oder Nonsense-Antworten (@cwtoons ) innerhalb dieses Fadens werden gelöscht. Nachfragen wie "Warum kein Flügel?" sind natürlich in Ordnung.

Liebe Grüße,

Daniel als Moderator
 

maxe

maxe

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ich studieren nur an einer Musikhochschule
Guten Tag @crazybanana,

Deine obige Aussage ist etwas problematisch, was heißt "nur" i.d.Zh? Fast alle "reinen" höheren Lehranstalten für Musik sind sogenannte HfM, also Hochschulen (Ausnahme zB UdK) und die musikwissenschaftlichen Fachbereiche sowie die musikpädagogischen-Fachbereiche und manche Musiktherapie-institute der Regeluniversitäten.

Es wäre also gut zu wissen, in welcher Ausprägung Du @crazybanana Klavier "im Instrumentalhauptfach" studierst,

vermutlich : Schulmusiker-Laufbahn im höheren RegelSchulwesen


Also wohlan denn:

ich würde unter den von Dir geschilderten Umständen empfehlen:

Neu:
a) Kawai 800
mit echtem Sostenutopedal und flügelähnlicherer Tastatur zu probieren, die werden in Japan und nicht in Indonesien wie die kleineren (300 abwärts) gebaut

Keine Angst vor Einwürfen hinsichtlich der schlecht funktionierenden Sostenutomechanik, dass mag für deutsche Hersteller gelten, nicht aber für Kawai, die hier ordentlich eingestellt zuverlässig funktionieren kann.

b) Feurich Vienna 123 einfach völlig unvoreingenommen mal anspielen, auch wenn es einige straffe Kritiker in den Reihen der Ur-Feurich-Paladine gibt (hinsichtlich der untersten Modelle haben sie sogar Recht, Vienna 123 wird aber hier gebaut!)

c) Petrof 131 (Tschechien)

d) Haessler-Blüthner 132 (Sachsen)

Preislich straff verhandelt sollte man etws über 10 kEur recht nahe kommen.


Aber warum nicht gebraucht?

Grotrian-Steinweg, Sauter, Pfeiffer, Feurich (deutsch), Seiler , Schimmel da gibt es massenweise Instrumente die mindestens ähnlich gut, wenn nicht oft besser sind und weniger kosten, bzw. weniger Wertverlust erleiden werden
 
C

crazybanana

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Es wäre also gut zu wissen, in welcher Ausprägung Du @crazybanana Klavier "im Instrumentalhauptfach" studierst,
Ich studiere am Institut für Musik und Medien darauf hin Toningenieur zu werden. Daher auch nur Instrumentalhauptfach.

Problem bei den ganzen anderen Marken ist die gibt es nicht bzw. nur mit minderwertiger Stummschaltung, die für mich absolut essentiell ist. Gebraucht ist bei Instrumenten mit Stummschaltung im Moment ja auch eher schwierig. Die Nachfrage ist da im Moment so groß, dass sich das kaum lohnt. Dann kaufe ich lieber neu und kann mir meins aussuchen
 
maxe

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Sehr gut @crazybanana, sorry dass ich nicht an die Tonmeister dachte, also Physiker und Musiker :-)

bei Deinen Angaben würde ich nun

Kawai 500 ATX nehmen, aber ob nun ATX2 oder 3 müsstest Du eben ausprobieren
 
Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

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Ich habe die Suche jetzt auf 4-6 Modelle einschränken können, jetzt fällt die Entscheidung aber umso schwerer. In der engeren Auswahl sind das Yamaha U1 und YUS1, jeweils TransAcoustic, das W. Hoffmann P120 mit Vario Duett und das Kawai K300 mit Aures. Gute Preise habe ich für alle bekommen, das soll auch nicht das vorwiegende Auswahlkriterium sein.
Wenn der Preis tatsächlich nicht das Kriterium ist, dann solltest Du deine Suche vielleicht noch etwas breiter gestalten. Es gibt ja auch noch ausgezeichnete Instrumente aus heimischer Produktion. Wenn wir die ganz teuren wie Steingräber und Bechstein, vielleicht auch noch Blüthner, beiseite lassen, wären da immerhin noch Schimmel, Grotrian, Seiler, Sauter und August Förster. Schimmel und Seiler sind in den letzten Jahren durch eine Krise gegangen, und alles was man vielleicht über Instrumente aus dieser Zeit hören kann, ist obsolet; die Qualität ist ausgezeichnet. August Förster sind nicht gerade häufig, aber du solltest sie unbedingt mal ausprobieren; für mich wären die in der engsten Auswahl (beim Vergleich bitte beachten, dass A.F. bei der Höhenangabe bescheidenerweise nur die Höhe des Corpus misst, wogegen die anderen Hersteller die Rollen mit messen). Eine Preisklasse darunter und damit Alternative zu den von Dir aufgezählten Klavieren könnte auch Petrof sein, oder von Blüthner die Zweitmarken Haessler und Rönisch. Ich würde mir ein Vergnügen draus machen, und noch eine Weile von Geschäft zu Geschäft gehen. Dabei kann man viel lernen. Ich wünsche Dir viel Spaß.
 
pianochris66

pianochris66

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Wenn Du eh in Düsseldorf studierst kann ich Dir nur empfehlen, mal das Klavierhaus Schröder sowie Pianovum aufzusuchen und Dich beraten zu lassen. Auch das Pianohaus Filipski in Korschenbroich ist ja nicht so weit entfernt. Bei allen genannten Adressen habe ich mich bei meiner damaligen Instrumentensuche sehr gut aufgehoben gefühlt.
 
C

crazybanana

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Du hast es erfasst :)

Dahin tendiere ich im Moment auch, aber als Aures dann

das Klavierhaus Schröder sowie Pianovum aufzusuchen
Ich war bei beiden schon und muss sagen, dass ich jetzt bei beiden nicht so begeistert war. Bei Piano Faust in Wuppertal habe ich aber schon sehr gute Beratung bekommen

Schimmel, Grotrian, Seiler, Sauter und August Förster
Bleibt nur immer noch das Problem mit der Stummschaltung. Ohne die geht es für mich echt nicht und ich muss sagen ich fand schon die Stummschaltung von Bechstein nicht so den Hammer, geschweige denn irgendwelche nachträglich eingebauten Systeme...
 
J

jensen1

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Nochmal kurz zu der Ausgangsfrage. Der tatsächliche Lautstärkeunterschied zwischen den Klaviergrößen hat nur wenig mit der Größe der Instrumente zu tun, sondern da geht es mehr um Intonationsfragen. Wie der Klang wahrgenommen wird, hat zudem ausgesprochen viel mit der Raumakustik zu tun. Eher ungünstig sind viele schallharte Flächen, eher günstig sind Teppiche, Gardinen, Polstermöbel usw. Wenn du Tonmeister werden möchtest, hast du da sicher auch eine Vorstellung davon, was die Akustik in einem Raum verbessert und was nicht so zuträglich ist. Ich würde immer ein großes Klavier bevorzugen.
 
Marlene

Marlene

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Ich war bei beiden schon und muss sagen, dass ich jetzt bei beiden nicht so begeistert war.
Das erstaunt mich, denn ich habe es anders erlebt. Ich durfte @pianochris66 damals bei seiner Flügelsuche begleiten. Die Beratung bei beiden Klavierhändlern fand ich hervorragend, beide haben sich viel Zeit genommen (auch, um einige Hintergründe zu den Instrumenten mitzuteilen).
 
 

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