Ein Anfänger in spe grüßt und hat viele Fragen :)

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andreasb
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Hallo an alle,

erstmal ein großes Dankeschön an den Betreiber und die aktiven Mitglieder für dieses Forum - es ist eine wirkliche Fundgrube des Wissens und des Erfahrungsaustauschs.

Was möchte ich mit diesem Thread bezwecken? Ganz einfach: Ich möchte gerne die Meinung von Erfahrenen aber auch von Anfängern (wie mich hoffentlich bald) zu meiner Vorgehensweise hören. Zum Hintergrund:

Ich hege schon seit Monaten immer wieder den Gedanken, mit dem Klavierspielen anzufangen. Und jetzt in der Ruhe der Weihnachtsfeiertage habe ich beschlossen: jetzt gehts los! Ich bin schon ein wenig Älter (26) und habe noch keinerlei Erfahrung, kann auch noch nicht Noten lesen. Macht nichts denke ich mir, man kann ja alles lernen ;)

Klassische Musik höre ich schon seit meiner Kindheit und Jugend (es lebe Fantasia!!) und das ist auch die Richtung, in die es am Anfang gehen soll.

Meine Idee ist jetzt die:

1)Ich suche mir einen Klavierlehrer.

2)Ich suche mir ein Digipiano.

=> und los gehts ;)

So, jetzt zum großen ABER:

1)Ich bin Vollzeit berufstätig und arbeite auch mal sechzig Stunden und mehr die Woche. Trotzdem weiß ich, dass sich das Klavier ausgeht, da es Teil der notwendigen Entspannung sein wird (gut, Nervenzusammenbrüche inkludiert, aber das gehört dazu *g*). Allerdings benötige ich dazu einen Klavierlehrer bzw. KLin die zeitlich flexibel ist (d.h. Stunden am Abend, je später, umso besser) und auch Erfahrung mit Erwachsenen hat. Ich bin gerne bereit, für einen guten Lehrer, gutes Geld zu zahlen. Aber gerade was das Thema Flexibilität betrifft - was haltet ihr von der Idee, mir einen (erfahrenen) Studenten zu suchen? Hier in Wien sitzt man mit dem Konservatorium und Co ja sozusagen an der Quelle ;)

Zeitlich gesehen ist 1x Woche hoffentlich genug? Was sind so die heutigen Preisbereiche für eine Stunde?

Wenn ich eine Probestunde habe: was neben der offensichtlichen Symphatie gibt es noch zu beachten? Was zu besprechen? Sollte ich mir einen KL aussuchen, der nur mit Erwachsenen arbeitet? Vielleicht Musikpädagoge ist (denke zB nicht)? Mit seinem KL hat man ja im idealfall jahrelang zu tun, garnicht so einfach, hier den passenden match zu finden denke ich....

2)Natürlich, ein echtes Klavier wäre wohl am besten, momentan ist das aber leider nicht möglich: weder finanziell noch (und das ist der Hauptgrund) aus Flexbilitäts- und vorallem Wohnungsgründen - ich möchte um 23 Uhr in der Nacht ohne Probleme üben können ohne mich mit den Nachbarn anzulegen.

Auch wenn ich momentan sehr begeistert bin, kann es realistischer Weise immer noch so sein, dass ich in den nächsten Wochen/Monaten drauf komme, dass das Klavierspielen doch nichts für mich ist. Bevor ich jetzt also ein paar Hundert EUR in ein Digipiano oder ähnliches investiere, möchte ich es für die ersten Monate gerne anmieten.

Meine Frage diesbezüglich: Kann hier jemand in Wien einen Anbieter empfehlen?

Zum ganzen Thema welches Digipiano es werden soll kommt vermutlich später noch ein eigener Thread ;)

Vorerstmal vielen Dank für die Aufmerksamkeit und eine gute Nacht,
Andreas
 
S
Sookie
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27. Aug. 2009
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Hallo Andreas,

erstmal Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Entschluss. Wenn Du ein bisschen herumguckt im Forum, wirst Du feststellen, dass Du mit Deinem zarten Einstiegsalter von 26 Jahren sogar fast noch zu den jüngeren Anfängern zählst.

Vor nicht zu langer Zeit - etwa 3 Monate - haben mich ähnliche Fragen beschäftigt.
Ich hab einfach verschiedene Probestunden ausgemacht und mir war die Sympathie sehr wichtig. Bzw. das Gefühl dass Lehrer und ich auf einer Wellenlänge liegen, damit man in der Lage ist Kritik von der Person anzunehmen und dass mir der Lehrer auch selbstbewusst genug erschien mir auch eine Richtung vorzuzeigen, der ich dann auch zu folgen bereit bin. Ansonsten gibts das organisatorische zu klären über Zeiten u Preise, da gibts viele individuelle Lösungen. Ich würde mit dem Lehrer auch darüber sprechen, ob er oder sie eher Erwachsene unterrichtet oder Kinder und welche Methode er oder sie sich für Erwachsene anwendet. GEht der Lehrer nach einer bestimmten Klavierschule vor oder macht er individuelle Zusammenstellungen von Unterrichtsstücken für die einzelnen Schüler?

Manche Lehrer bieten Unterricht ohne Vertragsbindung an, da zahlt man nur die Stunden die man nimmt. Gut ist schon, dass man nach Möglichkeit einmal in der Woche Untericht hat, aber bei dieser Art von Unterricht kann man auch mal kurzfristig absagen, wenn man sieht es passt an dem Tag gar nicht. Man macht da auch die Termine freier aus. Mal an dem Tag mal an dem anderen oder immer am gleichen und nach Bedarf flexibler. Ich bin Vertragsschülerin aber nach mir kommt eine Schülerin, die ohne Vertragsbindung Unterricht hat. Wenn ich am Tag vorher merken würde, ich kann am nächsten Tag nicht, müsste ich meine Stunde bezahlen oder es wäre Kulanz von der Lehrerin wenn sie mir so kurzfristig noch einen Ausweichtermin gibt.

Bei ausgebildeten Lehrern sind die Preise so ab 25-35 Euro die Stunde, teilweise auch mehr. Studenten nehmen in der Regel weniger. Kann man nicht pauschal sagen, wer besser zu Dir passt. Studenten gehen vielleicht frischer dran, ausgebildete Lehrer haben eben ihren Erfahrungsschatz. Ausprobieren würde ich sagen. Klar, will man möglichst bei dem einmal gewählten Lehrer bleiben, aber hier sind viele, die ihren Lehrer schon gewechselt haben. Es ist auc hkeine Katastrophe wenn man im späteren Verlauf doch einen anderen Lehrer nimmt.

Ich hab mir auch ein Digi bei ebay gebraucht gekauft. Das ist ne gute Lösung wenn man weiss dass man wahrscheinlich immer erst abends üben kann, aber ich merke nun schon, dass ich auch gern ein akkustisches hätte. Vielleicht wäre ein Silent Piano auch eine Idee für Dich, da hast Du beides in einem. Wichtig bei der Mietlösung ist, dass Du die Möglichkeit hast, Deine Mieten auch angerechnet zu bekommen, wenn Du auf ein anderes Instrument umsteigen willst. Denn es passiert nicht selten, dass sich nach einer Weile die Ansprüche verändern. Aber meine Erfahrung ist, dass die meisten Anbieter vergleichbare Konditionen haben.

Welche es da in Wien gibt, sagen Dir hoffentlich die Wiener hier im Forum!
 
M
matzelo94
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Hallo und herzlich Willkommen in der Villa Kunterbunt,

Erstmal zum E-Piano kauf:
>>DIESEN<< Thread durch lesen und dann erst einen neuen Thread posten, evtl. beantworten sich dann fragen schon von selbst, selbst wenn in diesen Thread nicht alle wichtigen Threads erwähnt werden.

Man sollte auch beachten, dass ein E-Piano selbst in ganz leisen Zustand und mit Kopfhörer einen "Anschlagston" hat, der über den Boden und den Schall doch zu den Nachbarn getragen werden kann, wenn die Wände etwas dünner sind und der Boden z.B. Barock Parkett ist :D.

Mit deinen 26 Jährchen bist du als Anfänger keine Ausnahme, selbst hier im Forum gibt es welche die erst ü. 40 angefangen haben;).

Zur/zum Lehrer/in, mach ichs ganz schnell zusammengefasst, da Sookie bereits es in langform alles wichtige gesagt hat:

- sympathisch
- ein Unterrichtsstil mit den du zurecht kommst
- muss gut mit sich reden lassen

Mehr braucht ein/e Lehrer/in nicht.
Wie Sookie schon sagte, Vertragsschüler oder nicht ist ein sehr hoher Unterschied. Im Klavierunterricht bin ich Vertragsschüler, muss jede Ferien mit zahlen, obwohl ich da nicht hab und im Orgelunterricht bin ich kein Vertragsschüler und wenn ich mindestens ein Tag vor dem Unterricht absag muss ich auch dafür nicht zahlen, genauso wie die Ferien etc. und einmal im viertel Jahr wird abgerechnet.
Preise werden leider, hier zumindest immer teurer, da nicht mehr all zu viele ein Tasteninstrument erlernen wollen, aber trotzdem die Lehrer ihr Einkommen gleich behalten wollen.

Ob du ein/e "frische/n" Student/in nimmst, die/den man doch noch etwas auf "sich" zurecht biegen kann, oder ob man einen alten Hasen, der seit 30 Jahren schon auf das gleiche Anfängerklavierbuch schwört ist ein sehr starker Unterschied.
Beides kann Vor- und Nachteile haben.

Sooooo hab zu ende gesabbert...:D.


mfg
matze

P.S. Ich war grade fast fertig mit meinen Beitrag und als ich auf F5 (Seite neu Laden) bin und sah das Sookie einen Beitrag schrieb, hab ich meinen Beitrag etwas umgeändert das sich nicht alles wiederholt, aber trotzdem kann evtl. etwas doppelt sein;).
 
J
Jenny1984
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Hallo Andreas,

kann deine "Probleme" vollkommen nachvollziehen. Ich habe vor ein paar Monaten mit Klavierspielen angefangen und bin 25. Klavier wollte ich schon immer spielen, also bin ich zu einem befreundeten Klavierbauer gegangen und der hat mir ein günstiges aber den Ansprüchen gerechtes Klavier empfohlen. Da ich auch eher nachts spiele, habe ich mich für die Silent-Funktion entschieden. Das mit den Anschlagston kann ich bestätigen. Man hört trotzdem was. Allerdings habe ich meine Nachbarn unter- und neben mir mal drauf angesprochen ob sie das "klappern" hören. Sie meinten, dass es nicht zu hören ist. Aber es ist genial, wenn man ein richtiges Klavier hat und auch mal laut Klavier spielen kann. Habe auch paar Digis ausprobiert aber mir haben sie nicht zugesagt.

Ich habe einen KL an einer Musikschule. Es ist zwar günstiger als Privatlehrer aber man zahlt auch die Ferien mit, was sehr frustrierend ist.

Es gibt bei Klavieren mittlerweile den Mietkauf. Darüber solltest du dich mal informieren, wen du noch nicht 100% sicher bist ob du beim Klavier spielen bleiben willst. Ich kann nur sagen, es ist zwar manchmal frustrierend, weil man mehr können will als man am Anfang kann aber es macht trotzdem Spaß und ist trotz allem entspannend.

Nimm die Herausforderung an. Du wirst merken, es lohnt sich :-).

Viel Spaß dir!

Jenny
 
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andreasb
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Hallo an alle,

vielen Dank für die Antworten! Ich werde mir dann einfach mal unterschiedliche KL "austesten" und dort dann auch nochmal das Thema Digitalpiano anklingen lassen (welch Wortwitz ;)) bzw. mir meinen Vater schnappen, der schon lange Klavier spielt, und mich in ein Fachgeschäft begeben - die können mir dann sicherlich auch bzgl Mitkauf weiterhelfen.

Keine Sorge, bevor ich irgendwas poste, benütze ich die Suchfunktion :)

Danke nochmal und LG,
Andreas
 
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andreasb
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Kleines Update: Ich habe in den letzten zwei Wochen Schnupperstunden bei unterschiedlichen KL gehabt und muss sagen, dass ich sehr überrascht bin, wie absolut unterschiedlich die Zugänge sind - im nachhinein bin ich froh, mir mehrere KL "angeschaut" zu haben da ich so den KL finden konnte, bei dem ich absolut das Gefühl habe, "zu Hause" zu sein, ich freue mich sehr.

Bald kommt dann endlich mein Instrument (e-Piano oder Silent? Weiß ich noch nicht) - welches ich mit meinem KL aussuchen gehe. Dann kann es endlich auch los gehen mit zu Hause spielen, ich warte schon seit Wochen darauf!!

Bis ich dann selber spielen kann, lese ich weiter das Forum durch - die Hälfte dürfte ich mittlerweile schon geschafft haben ;)

LG,
Andreas

PS: Mein Rat an alle, die einen neuen KL suchen: Ich würde ruhig sehr viel reden, ich denke, das ist gut, wenn man so kommunizieren kann. Aber ich würde, wenn zumindest auch kurz, zusammen spielen und schauen, wie das so funktioniert - das war nicht überall so.
 
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andreasb
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Nach 1 1/2h im Musikgeschäft mit meinem KL und vielen herumtesten wird es jetzt vermutlich das CLP-370 PE - teuer, aber das Geld wert sagen meine Finger und das Gehör.

Juhu! :)
 
Paderblues
Paderblues
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Hallo andreasb,

ich habe die Investition in ein Digitalpiano mit Holztasten nie bereut, auch wenn es sich im Preis deutlich nieder schlägt. Aber das Spielgefühl ist einfach anders, wenn auch nicht wie ein akustisches Piano. Ich kann reinen Kunststofftasten heute nichts mehr abgewinnen (obwohl ich ein Stagepiano zum Mitnehmen habe, aber das ist Kompromiss).

Ansonsten kannst Du mit Yamaha kaum etwas falsch machen.

Rainer
 
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andreasb
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Hi Rainer,

danke für deine Antwort.

Ich habe mir heute das CLP-370 PE bestellt und freue mich schon sehr drauf :)

Und bezüglich den Tasten: ich war erstaunt, wie ich als absoluter Laie mit einer Stunde Unterricht den Unterschied so extrem spüren konnte. Gleiches gilt natürlich auch für den Ton (auch mit Kopfhörer).

LG,
Andreas
 
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andreasb
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Ein kleines Update: Mittlerweile habe ich mich absolut ins Klavierspielen verliebt und bin extrem happy mit meinem Lehrer. Ich merke sehr deutlich: komme ich nicht zumindest ein paar mal in der Woche zum üben, wird das ganze frustrierend. Geht es sich aber doch aus, geht was weiter und es macht sehr viel Spaß!

So sehr ich mein CLP auch zum in der Nacht üben mag, ich merke immer mehr, dass es einfach wirklich GARNICHTS mit einem echten Klavier zu tun hat. Das war mir zwar immer bewusst, aber ich habe nicht gerade die billigste Variante gewählt (CLP-370) und ich bin etwas erstaunt darüber, wie sehr sich das doch anfühlt. Liegt zwar sicher auch an mir (ich kanns sicherlich nicht so gut bedienen) aber anyway = Langfristplan ist also definitiv, ein Klavier oder natürlich noch schöner einen Flügel zu kaufen (nur woher, wenn nicht stehlen? :)) - dazu muss aber zuerst mal das Kleingeld und vorallem die Wohnung stimmen. Aber mein Gott, dann ziehe ich halt um, auch gut :D
 
Faulenzer
Faulenzer
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Ein kleines Update ... Langfristplan ist also definitiv, ein Klavier oder natürlich noch schöner einen Flügel zu kaufen (nur woher, wenn nicht stehlen? :)) - dazu muss aber zuerst mal das Kleingeld und vorallem die Wohnung stimmen. Aber mein Gott, dann ziehe ich halt um, auch gut :D
Warum umziehen? Ein Proberaum tut es auch ... *(+ Anmietung eines Klaviers / Flügels) ;)
Übrigens ein schönes update von Dir - hat Freude gemacht ihn zu lesen.

Herzliche Grüße
Faulenzer
 
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