Eigenkomposition: Walzer für Klavier

Dieses Thema im Forum "Theorie, Arrangement & Komposition" wurde erstellt von Charis, 2. Mai 2018.

  1. Charis
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    Charis

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    Ein etwa vier Minuten langer Walzer in Es-Dur für Klavier solo, dessen Anfänge bereits viele Jahre zurückliegen und den ich jetzt fertiggestellt habe. Das MP3 wurde mit der Kompositionssoftware erstellt. Also noch keine Selbsteinspielung. Ich hoffe, die mechanische Computer-Spielweise stört nicht allzu sehr.
    (...)
    Die Kunst-Walzer Chopins hatten einen gewissen Einfluss auf die Komposition ...
    Kommentare sind natürlich willkommen!

    P. S. Wenn Interesse an den Noten besteht, kann ich sie gerne auch hochladen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Mai 2018
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  2. cwtoons
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    cwtoons

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    Doch, die mechanistische Spielweise durch die Software stört. Das ist nichts, was man sich gerne anhört. Werbung für eine Eigenkomposition ist das nicht.

    In echt gespielt, wäre der Eindruck ein ganz anderer - es klänge sogar möglicherweise wahrscheinlich nach Musik.

    CW
     
  3. FünfTon
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    FünfTon

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    Man kann auch am Computer komponiertes nach Musik klingen lassen. Aber man muß die gleichen Dinge beachten wie beim Interpretieren ohne Strom: vernünftig klingendes Instrument, dynamisches Spiel, Stimmführung, Phrasierung usw. Geht alles auch mit der Maus und Tastatur und den von der DAW/Sequencer-Software zur Verfügung gestellten Werkzeugen. Mit viel Zeit kann man dabei auch Dinge realisieren, die die eigenen technischen Fähigkeiten am Instrument übersteigen. Und selbstverständlich kann man sich dann auch jenseits dessen bewegen, was ein menschlicher Pianist mit zehn Fingern überhaupt umsetzen kann.

    Daß ein Computer beteiligt ist, stellt also keine valide Ausrede dar. Ein Stück per "Preview"-Funktion der Notationssoftware zu präsentieren, ist schlichte Faulheit.
     
  4. Charis
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    Charis

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    Hm, ihr habt recht. Es ging mir nicht primär darum, ein anhörbares Stück zu präsentieren, sondern eher um Themen wie Harmonie, Struktur usw. Dafür wäre natürlich der Notentext unverzichtbar gewesen. Der ist aber in der Form, wie ihn das Programm (Melody Assistant) momentan ausgibt, auch nicht so richtig präsentabel.
    Weil ich sowieso vorhabe, das Stück einzuspielen, wäre es mir zu viel Aufwand, mit dem Computer etwas Anhörbares zu erzeugen. Ich habe das MP3 weggenommen.
    Ich brauche wirklich mal vernünftige Software, die ein gutes Notenbild erzeugt.
     
  5. Barratt
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    Barratt Lernend Mod

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    Schade. :-(
     
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  6. rolf
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    rolf

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    Gewitzter Schachzug in Sachen willkommener Kommentare ;-) Es-Dur hat drei b, das passt zum Dreivierteltakt
     
  7. Charis
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    Charis

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    Da hast Du recht. Es klang aber wirklich schlecht. Hier erstmal die Noten, damit man sich ein Bild machen kann. Eine Einspielung wird noch folgen.

    Ist der Walzer op. 18 vom Frederick deshalb in Es-Dur?
    Meiner ist jetzt "leider" in D-Dur, mit zwei Kreuzen, weil das deutlich besser in der Hand liegt.
     

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  8. Henry
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    Henry ehemals Alb/Styx

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    Was soll der Unsinn? So kann ich mir doch garkeinen Eindruck von dem Stück verschaffen - oder glaubst tatsächlich ich mach mir die Mühe es nach Noten einzuüben wenn ich garned woaß, ob es mir behagt.

    LG
    Henry
     
  9. Charis
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    Charis

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    Okay, hier ist wieder das MP3. Ich würde mir Kommentare zu Harmonie und Struktur wünschen, nicht zum computererzeugten Klang. Man kann ja die Noten mitverfolgen.


     

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  10. Klein wild Vögelein
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    Klein wild Vögelein

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    Klasse, Charis! :blume:

    Ich hab sofort angefangen mit dem Fuß zu wippen!
     
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  11. FünfTon
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    FünfTon

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    Kannst du so einfaches Stück nicht vom Blatt spielen?
     
  12. Henry
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    Henry ehemals Alb/Styx

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    Klasse, gefällt mir gut. Bisserl klingt da auch der Walse brilliant in Es Dur von Chopin durch, aber des macht ja nix. Probier des Stück aber ruhig mal in ein paar B Tonarten aus, wo es vielleicht noch besser zur Geltung käme - Tonarten können in der Charakteristik unheimlich viel ausmachen. Interessant wären hier auch mal historische Stimmungen auszuprobieren, diese müßten in den Diggis ja enthalten sein.

    LG
    Henry
     
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  13. Henry
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    Henry ehemals Alb/Styx

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    Ich spiel überhaupt nix vom Blatt...:rauchen:

    LG
    Henry
     
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  14. Gomez de Riquet
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    Gomez de Riquet

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    Was lobend anzuerkennen ist: Dein Walzer ist nicht eklektisch, sondern bleibt konstant auf einer Stilebene, was nicht selbstverständlich ist für ein Stück, das sich eines älteren Idioms bedient. Tanzbar ist der Walzer auch: In einer grammophonfreien Zeit wäre er fürs Tanzvergnügen ideal gewesen.

    Letzteres gereicht ihm leider auch zum Nachteil. Es fehlt eine gewisse rhythmische Beunruhigung, die Widerborstigkeit, es fehlen Synkopen oder Hemiolen als Gegenkraft wider das ständige m-tata. Außerdem ist das Stück zu "rechtslastig"; nur einmal verlegst Du das melodische Geschehen kurz in die linke Hand. Und der Walzer ist - nach meinem Empfinden - zu lang. Ich würde ihn kürzen und satztechnisch anreichern, vielleicht öfter umharmonisieren (die Moll-Variante des Hauptthemas ist für mich der schönste Abschnitt...)

    Herzliche Grüße
    Gomez
    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Mai 2018
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  15. Peter
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    Peter Bechsteinfan Mod

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    Ich trau mich ja selten musikalisch einem Gomez zu widersprechen aber ich finde nicht, dass die rhythmische Unruhe fehlt. Man kann ihn natürlich anreichern und dadurch evtl. interessanter machen aber als "einfachen Walzer" finde ich den so wie er ist völlig ok. Etwas zu lange, da stimme ich überein.
     
  16. Henry
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    Henry ehemals Alb/Styx

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    Ach nö, ist halt n 5 Minuten Waltzer ;-)

    LG
    Henry
     
  17. Barratt
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    [​IMG] :super:
     
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  18. Stephan
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    Stephan

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    erinnert mich so an Saloon und Selbstspielerklavier, oder Cowboy mit Hut an alter Drahtkommode...versuch es doch auch mal mit Ragtime, witzig allemal...;-)
     
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  19. Charis
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    Charis

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    Ja, ich habe auch schon einige Ragtimes geschrieben. Eigentlich habe ich damit sogar das Komponieren angefangen. Das Schema Bass-Akkord ermöglicht es, nicht allzu komplizierte Sachen zu schreiben, die trotzdem gut klingen. Gleichzeitig birgt dieses Schema, wie @Gomez de Riquet auch angemerkt hat, die Gefahr der Eintönigkeit und Banalität.
     
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  20. Henry
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    Henry ehemals Alb/Styx

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    Laß hören - ich liebe Ragtimes.

    LG
    Henry
     
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