Doppelkreuz

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Janik

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hallo.
es gibt ja dieses Doppelkreuz, bei dem die entsprechende note um 2 Halbtonschritte erhöht wird.
Wenn beispielsweise ein Doppelkreuz vor einem "f" steht wird es ja dann zu g.
wieso wird dann nicht gleich "g" geschrieben?
Liegt es vllt daran, dass das "g" nach den Generalvorzeichen, die gegeben sind, ein "gis" sein müsste und dann auf ein Auflösungszeichen oder ein b-Vorzeichen verzichtet wird?
Das finde ich ziemlich umständlich!
Bitte klärt mich auf.
Liebe Grüße und schon mal danke für eure antworten
 
Dimo

Dimo

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hallo.
es gibt ja dieses Doppelkreuz, bei dem die entsprechende note um 2 Halbtonschritte erhöht wird.
Wenn beispielsweise ein Doppelkreuz vor einem "f" steht wird es ja dann zu g.
wieso wird dann nicht gleich "g" geschrieben?
Man macht das, um den harmonischen Zusammenhang der Note innerhalb des Kontextes herzustellen.
Für ein Beispiel und eine ausführliche Darstellung, bitte den folgenden Thread anklicken::cool:
https://www.clavio.de/forum/klavierspielen-klavierueben/3318-musikzeichen-im-liebestraum-no-3-a.html
 
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DoctorGradus

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Noten sind nicht unbedingt die Niederschrift der Klaviertasten die gedrückt werden müssen, in ihnen steckt mehr Information, z.B. Stimmen und Stimmführung, Tonart etc. und eben harmonische Zusammenhänge.

Folgendes Beispiel: Ein Stück ist z.B. in einer Tonart mit vielen Kreuzen gesetzt. Nehmen wir mal ais moll, das keinen Ton ohne Kreuz. Nun kommt im Lied eine Phrase mit der harmonisch-Moll Tonleiter vor. Es werden also die Töne der ais Tonleiter gespielt, aber der 7. Ton, also das gis, muss man einen einen Halbtonschritt erhöhen. (Vgl. A-Moll: G zu Gis). An dieser Stelle schreibt man nun das doppelkreuz, gisis, gespielt wird also die Taste a.

Alternativ wäre auch ein Auflösungszeichen und a zu notieren und dann wieder ein Vorzeichen vor das nächste Ais zu setzen. Aber dann könnte man denken dass hier ein Ton erniedrigt wurde, aber er wurde ja erhöht!

Das wäre nur ein Fall in dem ein Doppelkreuz auftreten kann. Ähnliche Fälle gibt es bei Akkorden.
 
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DoctorGradus

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Habe mal kurz das ganze vergleichend für A und Ais Moll gesetzt.
 

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Haydnspaß

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Man kann sich die "Notwendigkeit" von Doppelkreuz-Vorzeichen recht einfach klarmachen, wenn man einfache Intervalle oder Dreiklänge transponiert.

Der D-dur Dreiklang besteht aus den Tönen d, fis und a
d - fis stellen die große Terz dar
fis - a die kleine Terz

Wenn man diesen Dreiklang um einen Halbton hochtransponiert, wird d zu dis,
fis zu fisis (Doppelkreuz!) und a zu ais.

Würde man den neuen Dreiklang statt mit fisis mit g schreiben, hätte man einen Akkord mit den Noten dis, g, ais
dis - g wäre eine verminderte Quarte
g - ais eine übermäßige Sekund

Das "Ding" würde also garnicht wie ein Dur-Dreiklang aussehen ;)

Was die Einfachheit betrifft:

natürlich könnte man Musik oft sehr viel einfacher schreiben, zum Beispiel alle Stücke in C-dur bzw. a-moll Aber manchmal will der Komponist eben, daß es kompliziert aussieht und schwer zu lesen ist, und dann schreibt er sein Stück eben in Fis-dur oder in es-moll. Ein bißchen Bosheit ist da sicher mit dabei :D
 
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DoctorGradus

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@Haydnspass: So hab ichs noch garnicht gesehen, ist eigentlich ne ziemlich einfache aber gute Erklärung. Dann hab ich mir überlegt wie Dis-Dur als Tonart aussieht und etwas mit dem Notensatzprogramm rumgespielt und siehe da, eine Tonart mit Doppelkreuzen (enharmonisch mit Es-Dur verwechselbar) :-) Irgendwie schon kurios.
 

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Haydnspaß

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DoctorGradus

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in Analogie muss es disis ja schon geben :-) insbesondere wenn man schon dis als Akkord hat.

Kurz: Das Programm ist Lilypond. Arbeitet mit Textdateien die man dann übersetzt. Tonartenwechsel gibt man mit Ausdrücken a la "\key a\minor" an und "\key dis \major" gibt Doppelkreuze als Vorzeichen.
 
Haydnspaß

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in Analogie muss es disis ja schon geben :-) insbesondere wenn man schon dis als Akkord hat.
Ja, disis gibt es als Ton. Es gibt sogar eisis (=fis) Kommt in einer frühen Sonate von Strawinsky vor :D

Dis-dur als Tonartvorzeichnung gibt es aber meines Wissens nicht.



Kurz: Das Programm ist Lilypond. Arbeitet mit Textdateien die man dann übersetzt. Tonartenwechsel gibt man mit Ausdrücken a la "\key a\minor" an und "\key dis \major" gibt Doppelkreuze als Vorzeichen.
Na, da haben die aber ordentlich ihre Fantasie spielen lassen - ich krieg mich nicht mehr :)
 
 

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