Doppelkreuz bei Fis-Dur

  • Ersteller des Themas scubakarin
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scubakarin
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Hallo,
ich bin Spätanfänger und möchte, obwohl für eine Menge Leute diese Frage lächerlich sein wird, bezüglich des Doppelkreuzes um Hilfe bitten.
Der Flohwalzer steht ja in Fis-Dur, also 6 Kreuze, wodurch das c zum cis wird, ok?
Nun erscheint in den Variationen vor dem c ein Doppelkreuz. Muss jetzt das durch diese Tonart veränderte cis noch um 2 Halbtonschritte erhöht werden?
Vielen Dank und frdl. Grüße
Karin
 
T
ttt
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nein, es wird zum "d"

Gruß
ttt
 
J
johnzales
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Nein! Der Ton heißt dann Cisis und auf der Tastatur identisch mit der Taste D!
Der Sinn von Doppelvorzeichen ist verständlicherweise für viele (gerade auch Anfänger) kompliziert und scheinbar unnötig, hat jedoch seine letztenendlich einfache Logik und ist zum Lesen und für das Verständnis für Fortgeschrittene Musiker wichtig - auch wenn sich im Jazzbereich immer häufiger durchsetzt, diese Schreibweise zu vereinfachen ... (das finde ich als Blattspieler grausam! Ist vergleichbar mit Rechtschreibfehlern :-) )
 
S
scubakarin
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Doppelkreuz in Fis-Dur

Hallo,
super, danke für die Antworten, jetzt macht das Üben noch mehr Spaß!
Gruß Karin
 
J
johnzales
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Hallo ttt, sorry - meine Antwort war nicht auf Deine und das "d" bezogen ... Deine Antwort habe ich erst danach gelesen :-) ... haben sich überschnitten..
 
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Guendola
Guendola
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Vorzeichen innerhalb eines Taktes heben alle vorhergehenden Vorzeichen auf, auch die, die am Anfang der Zeile stehen. Cisis anstelle von D und alle anderen Doppelkreuze haben zwei Gründe: Das Stück hat für eine Weile Fis-Dur verlassen und in der neuen Tonart ist die als C notierte Note noch höher als bei Fis-Dur, es bleibt aber C..., weil die Grundbuchstaben cdefgab immer erhalten werden müssen. Keine Tonleiter hat in der selben Richtung (auf- oder abwärts) zweimal die selbe Note bzw. den gleichen "Vornamen" (cdefgah), wenn man aber statt cisis d notieren würde, hätte man in der neuen Tonleiter sowohl d als auch dis. Der andere Grund ist etwas subtiler, denn mathematische Halbtöne sind nur Näherungen an die tatsächlichen Töne. Zwischen C und D ist der Abstand z.B. bei reinen Intervallen größer als zwischen D und E, wenn man sich in C-Dur bewegt, obwohl sich jeweils um zwei Halbtöne handelt. Am Klavier ist das praktisch nicht erkennbar, bei Streichern und Bläsern sehr wohl. Die Einschränkung "C-Dur" beruht auf der historischen Praxis, sämtliche Tonarten im Verhältnis zu C-Dur zu bilden, wodurch die Tonleitern mit zunehmender Anzahl von Vorzeichen immer seltsamer klangen - bis zur Ungenießbarkeit, insbesondere auf Instrumenten mit fester Stimmung, wie z.B. Klavier oder Orgel. Mit dem Verschwinden dieser Praxis sind allerdings auch die spezifischen Eigenheiten der Tonarten in Vergessenheit geraten. Stichworte für eine Internetrecherche wären "Wolfsquinte", "pytagoräisches Komma", "Microtones" und "temperierte Stimmung". Solches Wissen mag vielleicht wie unnötiger Ballast wirken, aber es hilft auch, Noten besser zu lesen, zu verstehen und zu spielen.
 
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S
scubakarin
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Guten Morgen,
danke für die Antworten, aber mich hat die Frage noch bis ins Bett gestern abend genervt, denn jetzt hat sich noch mehr Unklarheit aufgetan.
Also Fis-Dur = 6 Kreuze
An der Stelle, wo das Doppelkreuz erscheint, verlasse ich Fis-Dur und aus der Note
"Doppelkreuz c" wird "cisis", also gespielt mit Note d, ok?
In dem Flohwalzer beginnt die Verwirrung allerdings mit der Note Doppelkreuz d, wird also disis, gespielt als e,ok?
Dann jedoch beginnt der nächste Takt und das ist ein e. Wird diese Note wieder gemäß Fis-Dur gespielt, also eis, oder wie ??????
Ich habe leider keine Klavierlehrer und bin sooo auf Eure Hilfe angewiesen. Vielleicht hat jemand das Stück -Sikorski- vorliegen.
Danke, danke und frdl. Grüße Karin
 
D
Dotterbart
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Ist doch genau richtig. Da ist dann wieder Eis.
Mit jedem Taktstrich werden alle temporären Vorzeichen wieder gelöscht.
 
S
scubakarin
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Hallo,
das war eine gute Erklärung. Vielen Dank und frdl. Grüße Karin
 
Guendola
Guendola
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Guten Morgen,
danke für die Antworten, aber mich hat die Frage noch bis ins Bett gestern abend genervt, denn jetzt hat sich noch mehr Unklarheit aufgetan.
Also Fis-Dur = 6 Kreuze
An der Stelle, wo das Doppelkreuz erscheint, verlasse ich Fis-Dur und aus der Note
"Doppelkreuz c" wird "cisis", also gespielt mit Note d, ok?
In dem Flohwalzer beginnt die Verwirrung allerdings mit der Note Doppelkreuz d, wird also disis, gespielt als e,ok?
Dann jedoch beginnt der nächste Takt und das ist ein e. Wird diese Note wieder gemäß Fis-Dur gespielt, also eis, oder wie ??????
Ich habe leider keine Klavierlehrer und bin sooo auf Eure Hilfe angewiesen. Vielleicht hat jemand das Stück -Sikorski- vorliegen.
Danke, danke und frdl. Grüße Karin

Ahem, disis wird als disis gespielt, und das ist natürlich die selbe Taste wie e auf dem Klavier. Das e in den Noten hat mit disis überhaupt nichts zu tun. Wenn im selben Takt direkt auf disis ein e folgte, würde man am Klavier zweimal die Taste für e spielen. Das liegt einfach daran, daß Klaviere und andere Tasteninstrumente Tonerhöhungen und -erniedrigungen durch Kreuze und Bs nicht so wiedergeben, wie sie eigentlich mal gemeint waren. Sänger, viele Bläser und Streicher machen z.B. zwischen disis und e einen kleinen Unterschied.
 

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