Die perfekte "Klavier-Hand"

Nunja, für mich sehen die Finger zum Beispiel sehr lang aus, und eine Uno-Dezime müssten sie wohl locker greifen können; man schreibt doch keine Akkorde, die man selber nicht greifen konnte.
 
man schreibt doch keine Akkorde, die man selber nicht greifen konnte.
schau mal in Chopins c-Moll Nocturne op.48, speziell wegen Akkorden ;);) nicht nur Chopin hat nen Haufen Akkorde notiert, die niemand greifen (ohne arpp. anschlagen) kann
Undezimengriffe, die nicht arpp. werden sollen, finden sich u.a. bei Mussorgski und Rachmaninov
 
Also ich glaube, ich habe hier eine der kleinsten Hände,denn ich kann nur eine Oktave greifen!Aber meine Klavierlehrerin hat gesagt,dass ich das Zeug zur Pianistin habe! Ich denke,auf die Hände kommt's nicht immer an,sondern ehr auf das Können und die Beweglichkeit der Finger!

lg Larissa
 

Wo hast du diese Info her?
Liszt hatte schon ganz schöne Pranken. Ich habe den Gipsabdruck im Weimarer Liszt-Museum gesehen, mir kamen sie riesig vor (gut, war auch ein Kind damals, das ändert was an den Relationen). Ich hätte gedacht, da wäre locker eine Unodezime, wenn nicht gar Duodezime drin gewesen bei Liszt. Aber wie gesagt - die Eindrücke aus Kindsicht, so Ende der 60-er Jahre...

Nunja, für mich sehen die Finger zum Beispiel sehr lang aus, und eine Uno-Dezime müssten sie wohl locker greifen können; man schreibt doch keine Akkorde, die man selber nicht greifen konnte.

Den Gipsabdruck von einer Hand von Chopin habe ich ebenfalls gesehen, sie liegt im (im übrigen wunderschönen und aus meiner Sicht sehenswerten) "museé de la vie romantique" in Paris. Chopin war selber sehr klein (um 1.70m herum?) und die Hand ist wirklich sehr zierlich. Es täuscht im Foto lediglich, seine Finger waren wie der ganze Mensch überhaupt nur eben spindeldürr (um 50kg Körpergewicht?!).
Chopin war aber überaus gelenkig, nicht nur in den Fingern superflexibel. Er konnte wohl als Erwachsener noch ein Bein über seine Schulter legen, habe ich irgendwo gelesen!
Also, trotz dieser Flexibilität, mehr als eine Dezime kann bei diesen Händchen von Chopin nicht dringewesen sein, kann ich mir nicht vorstellen.
 
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Wo hast du diese Info her?
Liszt hatte schon ganz schöne Pranken.
das soll Liszt selber gesagt haben und bei den Schlußakkorden des langsamen Satzes aus op.106 gezeigt haben, dass er nur eben diese Dezimen (auf den schwarzen Tasten) greifen könne -- vermutlich eine kleine Untertreibung, denn gelegentlich schreibt er auch in sehr hohem Tempo fiese Akkorde wie c-g-c-e für die l. H.; er wird wohl alle möglichen Dezimenakkorde greifen gekonnt haben, hat ja auch mit kleineren Dezimenpassagen experimentiert.
 
schau mal in Chopins c-Moll Nocturne op.48, speziell wegen Akkorden ;);) nicht nur Chopin hat nen Haufen Akkorde notiert, die niemand greifen (ohne arpp. anschlagen) kann
Undezimengriffe, die nicht arpp. werden sollen, finden sich u.a. bei Mussorgski und Rachmaninov

...Dezimen in Liszts Schubert-Liebesbotschaft-Liedbearbeitung an der Stelle:"Neigt sich die Sonne mit rötlichem Schein", Vortragsbezeichnung ausdrücklich non arpeggiando

Grüße

Toni
 
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Chopin war selber sehr klein (um 1.70m herum?) und die Hand ist wirklich sehr zierlich. Es täuscht im Foto lediglich, seine Finger waren wie der ganze Mensch überhaupt nur eben spindeldürr Chopin war aber überaus gelenkig, nicht nur in den Fingern superflexibel. trotz dieser Flexibilität, mehr als eine Dezime kann bei diesen Händchen von Chopin nicht dringewesen sein, kann ich mir nicht vorstellen.

Er war glaub ich knapp 175 (Angaben schwanken von 170 bis 175),das war im 19.Jahrhundert aber nicht klein,sondern eher oberer Durchschnitt.
Meine Frau legte ihre zarten Hände neben Chopins Hand und die war praktisch identisch groß,und sie kann eine Dezime kaum mehr greifen,Chopin wegen seiner sicher wesentlich besseren Gelenkigkeit mit Sicherheit,mehr aber sicher nicht.
 
Oje

Also... Ich bin da sowas von unerfahren, das is schon fast peinlich hier was zu tippen. (So gut wie keine erfahrungen und ich fange erst in zwei Monaten an zu lernen, weil ich mir erst dann einen Lehrer leisten kann...)*hust*
Na ja, mir wurde mal gesagt, ich hätte Klavierhände: Schmale Finger, so lang finde ich sie auch nicht unbedingt, ich komme von C bis zu H mit der linken und der rechten Hand (von C zu C komme ich auch ohne eine andere Taste 'mitzunehmen' aber wirklich bequem is das dann nicht mehr). Ich würde gerne wissen, wie wichtig es ist, wie 'weit' man kommt...?
 
Die Spannweite bei mir reicht von c' bis e''. (Oktave + gr. 3)

:-)

Edit: Also Dezime.
 
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Die Spannweite bei mir reicht von c' bis e''. (Oktave + gr. 3)
das ist unerheblich

bevor man sich über Dezimen zwischen 1-5 freut, sollte man ausprobieren, ob man Akkorde wie es-g-b-des-f und des-f-as-ces-es sowie e-gis-h-d-fis greifen kann; und danach werden Akkorde wie ges-b-des-ges-b und f-a-c-f-a interessant ;) viel Spaß ;);) ätschi, ich kann die links wie rechts greifen -- sehr fies, obwohl nur ne None, ist b-c-e-g-c:D
 
Das ist eine typische Männerdiskussion: je größer, desto besser. ;-)

Übrigens war Chopins Hand etwa so groß wie meine. Er muss aber eine große Beweglichkeit und Spannweite gehabt haben.
Ich kann mit quetschen eine None greifen.
Glücklicherweise ist ja die Größe der Hand nicht das einzige Kriterium. :-)

LG
VP
 

Geistig fit sollte man auch sein. :-)

Das wichtigste aber ist, dass man volle Kontrolle über die Hände hat. Jeden einzelnen Finger präzise ansteuern kann, dass sogar blind.
 

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