Der perfekte Klavierstimmer

Henry

Henry

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Wie sollte er in euren Augen sein (mal Fachkompetenz vorrausgesetzt)
. Ich frag mich sehr oft, ob ich nicht in den einen oder anderen Fettnapf getappt bin.

LG
Henry
 
Stilblüte

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"Interpersonal skills" wie man das hier nennt, sollte er haben. Das steht bei mir auf Rang II nach der Fachkompetenz. Danach habe ich meinen aktuellen Lieblingsstimmer ausgewählt.
 
Barratt

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Fachkompetenz - klar. Schade, dass man diese als Laie oft genug gar nicht bzw. erst "danach" beurteilen kann. Daher vertraue ich gerne Empfehlungen von Dritten, denen ich Beurteilungskompetenz beimesse. :-)

Den "perfekten" Klavierstimmer würde ich vor allem ex negativo umschreiben:

1. Ich persönlich finde es bereits klasse, wenn die betreffende Person keine schmutzigen/ausgelatschten Plastikschuhe anhat, die zwar pflichtschuldig in der Garderobe ausgezogen werden (um das Interieur nicht zu beschmutzen - danke auch :blöd:), die ich hernach aber selbst mit spitzen Fingen anfassen muss, um die olfaktorisch auf offenbar vielfältige Weise spannenden Treter vor den Hunden zu schützen.

2. Hochwillkommen: Personen, nach deren Anwesenheit man nicht lüften muss, um die von ihnen und ihren sie umhüllenden Textilien in der Raumluft verbleibenden Moleküle zu neutralisieren. :dizzy:

3. Ich freue mich über Pünktlichkeit. Oder wenigstens über einen rechtzeitig erfolgenden Anruf, dass mit einer Verspätung um den Zeitrahmen X zu rechnen ist. Sonderklasse, wenn dieser Anruf nicht von einem mehr als 100 km entfernten Kaff gleichen Namens in der exakt entgegengesetzten Himmelrichtung kommt - es kann sooo sinnvoll sein, nicht nur den Ortsnamen, sondern auch die Postleitzahl ins Navi einzugeben.:cry2:

4. Der "Stimmer" (besser: Klavierbauer) sollte unbedingt den Eindruck vermitteln, dass er Instrumente liebt und aus jedem das Beste herauszuholen bereit ist. Restlos unten durch ist jemand, der das zu stimmende Instrument schlechtmacht. Diskriminierenden "Markenrassismus" bin ich nicht bereit zu tolerieren.
Wer reinkommt und als erstes äußert: :angst:"Wäääh, was ist denn das? Ein englisches Klavier - Schrott, schmeißen Sie es weg, ich verkaufe ihnen für kleines Geld was Besseres!" hat bereits vor dem ersten Stimmgabelschlag einen Kunden verloren.
 
trialogo

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Den perfekten Klavierstimmer gibt es meiner Meinung nach nicht. Für mich ist ausschlaggebend: Der sog. "Gute Ruf" Empfehlungen und positive Erfahrungsberichte von Anderen, wie jemand auftritt als Person, Fachkompetenz kann ich nicht beurteilen, jedoch ob Liebe zum Instrument und dem Tun vorhanden ist schon und auch ob die zwischenmenschliche Chemie stimmt. Das Ergebnis, nämlich, dass mein Flügel schön klingt und ich das Gefühl habe, er war in guten Händen ist mir auch wichtig.
Die Erfahrungsberichte hier aus dem Forum haben mir bei meiner Entscheidung geholfen und ich bin zufrieden. Jemanden, der sich oft in Zusammenhang mit Alkohol darstellt @Henry würde ich nicht an meinen Flügel lassen.
 
40er

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Jemanden, der sich oft in Zusammenhang mit Alkohol darstellt würde ich nicht an meinen Flügel lassen.

Hast Du damit mal schlechte Erfahrungen gemacht, oder hat das eher religiöse Gründe?

LG
Henry
[/QUOTE]

Ich denke mit religiösen Gründen hat das leider weniger zu tun. Wahrscheinlich denkt sie, dass Du wegen wiederholter Auffälligkeit mit Alkohol nicht in der Lage bist deine Arbeit ordentlich zu machen oder gar den heiligen Gral noch beschädigst.

Das macht aber nichts. Du könntest gerne mein Klavier stimmen, dabei trinken wir eine Halbe und blödeln ein bisschen rum.
 
Henry

Henry

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Nach Pfingsten bin ich in Zürich....das nur mal ganz nebenher :drink::drink:

LG
Henry
 

trialogo

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@Henry ganz persönliche und subjektive Beweggründe und es hat was mit Sympathie bzw. Antipathie zu tun, wie jemand sich zeigt und ob es für mich stimmig ist bzw. passt oder nicht. Deine Posts rund um den Alkohol sind mir aufgefallen. Ich würde Dich nicht als Klavierstimmer engagieren. Das ist jedoch eben ganz subjektiv mein Empfinden und hat nichts mit fachlicher Qualität oder ähnlichem zu tun.
 
pianochris66

pianochris66

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@trialogo : Wenn man meint, sich derart äußern zu müssen, so sollte man das nach meiner Meinung in einer persönlichen Nachricht und nicht öffentlich tun. Ich habe auch subjektive negative Empfindungen gegenüber einigen Mitgliedern dieses Forums, wie wahrscheinlich jedes Clavio-Mitglied. Wo soll das denn hinführen, wenn Jede(r) hier solche Gefühle und Einstellungen gegenüber anderen Mitgliedern öffentlich postet?
 
Nora

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Wer zu Einzelnen aus dem Forum so persönliche und auch abwertende Beiträge schreibt wie Henry, muss selber auch einstecken können. Alles andere ist für mich Doppelmoral.
 
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trialogo

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@trialogo : Wenn man meint, sich derart äußern zu müssen, so sollte man das nach meiner Meinung in einer persönlichen Nachricht und nicht öffentlich tun. Ich habe auch subjektive negative Empfindungen gegenüber einigen Mitgliedern dieses Forums, wie wahrscheinlich jedes Clavio-Mitglied. Wo soll das denn hinführen, wenn Jede(r) hier solche Gefühle und Einstellungen gegenüber anderen Mitgliedern öffentlich postet?
@Henry hatte nachgefragt und ich habe ihm geantwortet. Die Frage war ebenfalls öffentlich.
 
Peter

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Bechsteinfan
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Tja, so ist das halt.
Ich habe schon mit Klavierstimmern gesoffen, gekifft, rumgeblödelt, gestritten, stundenlang gequatscht und "musiziert". Alle waren in ihrem Job sehr erfahren und gut; die ganze Stimmerei war immer Nebensache (in den 1-3 Std. wo sie passierte, natürlich nicht, da war konzentrierte Arbeit angesagt).

...sich auf Grund von Beiträgen meint ein Bild machen zu müssen, hat noch nicht begriffen, dass das reine Lotterie ist.

Ich für mich vertraue jedem Klavierstimmer, egal wie er (@Barratt ;-) ) riecht, was er für Schuhe trägt oder ob ich ihn leiden kann. Mehr als
Er sollte mein Klavier perfekt stimmen können.
muss er nicht. Gute Kenntnisse und ehrliche Beratung halte ich dabei für selbstverständlich.
 
trialogo

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Schön, dass die Welt bunt ist und jede/r seine/ihre Lieblingsfarben hat :-)
 
T

terrigol

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... Jemanden, der sich oft in Zusammenhang mit Alkohol darstellt @Henry würde ich nicht an meinen Flügel lassen.
Also ich trinke weder Alkohol noch rauche ich. Dafür ist dunkle Schokolade überhaupt nicht sicher vor mir. Und Datteln, bergeweise.:schweigen:

Wenn ich dieses als Bedingung für den Klavierstimmer gemacht hätte, hätte ich Micha niemals bei mir gehabt, Georg könnte ich nicht fragen und Henry natürlich auch nicht.

Mir ist wichtig, dass das Klavier ordentlich und fachgerecht betreut wird.
Der Rest ist Bonus. Mit Micha und auch mit Henry haben meine Familie und ich wunderschöne und unvergessene Stunden erlebt, Geschichten rund ums Klavier und anderes ausgetauscht, Klavier gespielt, gelacht, geschmunzelt, uns wohlgefühlt. Es war immer schade, wenn sie weiter mussten.

Ich kann jedenfalls sagen, dass Henry mein Klavier bereits das zweite Mal betreut hat. Beide Male kam er völlig nüchtern nachmittags bzw. abends bei mir an und hat in nüchternem Zustand (man höre und staune, und das sogar freiwillig, ich habe ihm durchaus etwas zu trinken angeboten) das Klavier gestimmt und reguliert.

Angestoßen wurde erst abends. Und meine Kinder und sein Kleiner hatten zusammen wieder mal viel Spaß (und haben auch durchaus mal Quatsch gemacht, sind eben Kinder :-D).

LG Terri
 
Henry

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@trialogo : Wenn man meint, sich derart äußern zu müssen, so sollte man das nach meiner Meinung in einer persönlichen Nachricht und nicht öffentlich tun.
Danke, aber passt scho. Ich versuche halt nur entsprechende Meinungen zu verstehen und nachvollziehen zu können - so hatte ich mal einen Kunden welcher bei meinem Chef anrief und sich bitter über mich beklagte weil ich Raucher sei, hab mich da ein wenig gewundert, denn ich hab ihm ja ned des Zimmer zugequalmt. Nachher kam heraus daß er selbst jahrelanger Kettenraucher war, aber sein frischvermählter Ehebesen ihm das Rauchen schlichtweg verbot und er dadurch zum unfreiwilligen Nichtraucher wurde, da war es für ihn einfach mal eine Folter einen entspannten Raucher zu begegnen.
Ich weiß ja nicht was @trialogo zu einer solchen Meinung führt, veilleicht mag sie sich ja auch da zu nicht äußern. Wenn man allerdings nur ausschließlich abstinente Kollegen an sein Instrument lassen will, wird der Markt verdammt eng - der Großteil der Kollegen trinkt schon mal ganz gerne des eine oder andere Glasl Bier oder Wein ;-)

LG
Henry
 
 

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