Die besten Klavierschulen...?

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von Forminx, 19. Juli 2006.

  1. Forminx
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    Forminx

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    Hallöchen ihr Lieben!

    Da ich einen Beitrag nachvollzogen habe, in dem eine Klavierschule genannt worden ist, bin ich neugierig geworden:

    Welche Klavierschulen findet ihr besonders geeignet, welche benutzt ihr selbst, intensiv oder bloß neben her? Hält es jemand mit der russischen Klavierschule?

    Setzt ihr euch auch mit theoretischen Werken auseinader?

    Bis bald!
     
  2. siska
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    siska

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    Hallo!

    Warum die russiche Schule so populär ist kann ich nicht verstehen. Vermutlich assoziert man damit russiche Meisterpianisten wie Kissin.
    Ich kann von ihr nur abraten:
    1.Total langweiliges Layout.
    2.nicht Kindgercht gestaltet
    3. die Stücke sind nicht mit setigendem Schwierigkeitsgrad geordnet, d.h. daß z.B. Stück 30 schwerer ist als 42 etc.
    4. Insgesamt ist sie sehr trocken gehalten und formuliert. Ich vermisse hier das spielerische, bilder etc. (benutze sie nur um mein Blattspiel zu üben).

    Leider kann ich dir keinen Vorschlag machen aber ich habe gehört daß die Europäische Klavierschule schöner gestaltet sein soll.

    Was meinst Du mit Theorie?
    Für den Anfang habe ich mir diese Buch gekauft:

    http://www.amazon.de/gp/product/3765103098/028-2820220-9571710?v=glance&n=299956.

    Alle Grundlagen/Grudwissen enthalten.

    Und dann noch dieses zum Improvisieren:

    http://www.amazon.de/gp/product/3795751098/028-2820220-9571710?v=glance&n=299956

    Und für Harmonielehre dieses:

    http://www.amazon.de/gp/product/376510261X/028-2820220-9571710?v=glance&n=299956

    Gruß
    Siska
     
  3. Siggi
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    Siggi

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    Ich habe mit der Russischen Klavierschule gelernt und würde sie auch jederzeit wieder benutzen. Ich brauche nämlich keine Bildchen auf den Seiten und auch nicht so absolut dusselige Anfängermelodien. Fand, dass die russische Klavierschule einiges an vergleichsweise guten Stückchen hat, schon im ersten Band, im 2. und Spielband sowieso. Selbst die Etüden sind einigermaßen hörenswert. Ist allerdings absolut ungeeignet für das Selbststudium, und dass die Stücke vom Schwierigkeitsgrad nicht unbedingt aufeinanderfolgen ... der Lehrer weiß das, und mir war es nun nicht soooo wichtig, nun unbedingt genau ein Stück nach dem anderen abzuhaken; wir haben ohnehin auch viele andere Dinge nebenher gemacht.
     
  4. konstantin
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    konstantin Guest

    nun das hängt davon ab, was ich von einer klavierschule erwarte. sicher, der brockhaus hat bestimmt auch nicht das spannendste layout, doch zweifelsohne ist er als enzyklopädie wohl unangefochten...


    ist die frage, wer unterrichtet werden soll. stand ja nirgends, dass ausschließlich 5-jährige damit lernen sollen.


    findest DU. vlt. gibt es welche, denen liegt nummer 30 viel eher als nummer 42.
    ich finde z.b. gewisse lisztetüden angenehmer zu spielen als bach-fugen, wobei man doch erstmal annehmen sollte, dass bach im vgl. zu den virtuosen liszt-brocken etwas leichter sein sollte...


    was für bilder erwartest du? fotos von händen, handhaltung? illustrationen zu den stücken?
    eine klavierschule hat meiner meinung nach nicht die aufgabe, den unterricht zu ersetzen, sondern bietet nur eine auswahl an stücken, die einem bestimmten pädagogischen paradigma folgen. dieses kriterium erfüllt sie imo allemal.


    wann ist sie denn schöner? wenn das layout schöner ist? mehr bilder drin?

    gruß zurück :)
     
  5. konstantin
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    konstantin Guest

    btw. abgesehen von der persönlichen wertung ist siggis beitrag eine tolle ergänzung zu meinen punkten - oder umgekehrt.
     
  6. thomasz
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    thomasz

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    Suchst du eine Schule für ein Kind oder für einen erwachsenen Anfänger?

    Für Kinder kann ich die Europäische Klavierschule von Emonts wirklich empfehlen. Mein Sohn ist damit ins Klavierspiel gestartet, er war damals acht Jahre alt. Sehr abwechslungsreich; zugegeben, es sind viele einfache "dusselige Anfängermelodien" drin, die ein Erwachsener vielleicht nicht mehr so prickelnd findet, aber für kindliche Anfänger sind die genau richtig. Die Bilder sind wirklich witzig gemacht, ich musste über viele selbst lachen.

    Für einen erwachsenen Anfänger allerdings mag es andere, besser geeignete Schulen geben. Da kenne ich mich nicht aus.
     
  7. Forminx
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    Forminx

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    Danke, danke für die Beiträge,

    nein, ich suche keine Klavierschule - ich wollte mich bloß umhören, was so gedacht wird über diverse Schulen...
    (ich persönlich schätze die russische sehr)

    Bezüglich der "theoretischen Literatur", sprich Harmonielehre, Dynamik, das Instrument selbst, usw. sieht es anders aus:

    Setzt ihr euch damit auseinander? Ist es sehr hilfreich für die Praxis über diese Dinge Bescheid zu wissen?
     
  8. babajaga
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    babajaga

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    ich sage definitiv JA, allerdings merkst du das erst mit der zeit.
    es fördert einfach das verständnis für ein stück und wenn du etwas ahnung von harmonielehre und vorallem von akkorden hast, dann erleichtert das das erlernen von neuen stücken bzw. verspielst du dich nicht mehr so oft.

    aber vielleicht hängt das auch vom typ ab. der eine "hört", dass der nächste takt jetzt in f-moll kommen muss und damit das h zum b wird, der andere erinnert sich an tonika(?), dominante und subdominante und "weiß", dass jetzt f-moll kommt..... :-D
    das ist wie mit den leuten, die schneller noten lesen können als spielen und denen, die schneller spielen, als noten lesen....

    das problem an der sache ist, dass wie immer die anfangstheorie für die (klassische) praxis zu einfach ist. dh. obiges beispiel funktioniert wahrscheinlich nur bei einfachen liedern, bei einem richtigen stück ist die struktur entschieden anspruchsvoller. trotzdem hilft es, finde ich, wenn man mit einem - mehr oder weniger langen - blick sieht, welche(r) akkord(e) dem takt zugrunde liegt, dann sind auch die vorzeichen klar.
     
  9. Forminx
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    Forminx

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    @babajaga... ich möchte gerne ein bisschen dazulesen - könntest du mir Literatur empfehlen?
    (Vielleicht ein nicht zu hochgestochener Fachjargon??)
     
  10. Wu Wei
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    Wu Wei

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    Also für den ersten Beginnn und zum schnellen Nachschlagen ist der von siska schon empfohlene Ziegenrücker wirklich gut geeignet. Liegt auch öfters in Antiquariaten rum.
     
  11. Forminx
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    Forminx

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    danke für die hilfen, ich werde mir wohl den ziegenrücker zulegen...
     
  12. siska
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    siska

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    hi konstantin!

    Da du so nett gefragt hast werde ich mal antworten :lol: (keine Sorge kann Kritik vertragen)

    was ich von einer Klavierschule erwarte ist daß sie mich motiviert.
    Und das war bei ( bei mir) der russischen nicht der Fall.
    Und Du wirst lachen aber ich vermisse dort wirklich das Thema Handhaltung, Handposition und Technik, Theorie.
    Und was für Kinder nicht schlecht ist verstehen Erwachsene allemal. Natürlich lenren nich nur 5-jährige Klavier aber:
    Meine Lehrerin hat außer mir noch einige andere Erwachsene Schüler die bei Null angefangen haben. Niemand wollte mit der russichen M lernen.
    Auch Erwachsene oder gerade Erwachsene wollen Klavierspielen eher spielerisch erlernen als streng konservativ. Viele haben sich für Pencil Play entschieden.
    Metaphern, Wortspiele und Illustrationen zu Tonleitern, Akkorden, Technik, Handhaltung etc. prägen sich besser ein als reiner Text.
    Ich meine damit ja nicht unbedingt kleine Teddys die den Violinschlüssel herunterrutschen. :lol: . Aber du hast oder kennst doch bestimmt das Bar Piano Buch.Die Art wie er formuliert bzw. "die Party gibt" finde ich lustig und sehr einprägsam.
    Natürlich kann eine Klavierschule den Unterricht an sich nicht ersetzen, aber ich finde daß eine Klavierschule mehr liefern sollte als reine Notenblöcke, zumindest zu Unterrichtsbeginn. Warum sollte sie sonst "Schule" heißen.

    Wie gesagt alles meine subjektive Wertung.
    Wer damit glücklich ist sollte auch dabei bleiben.

    Nix für ungut

    Gruß
    Siska
     
  13. babajaga
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    babajaga

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    sorry forminx, nicht wirklich. ich hab es eher "mündlich" bei meinem klavierlehrer mitbekommen bzw. dann später durch das begleiten von anderen instrumenten begriffen.
    aber vielleicht tut mir der ziegenmensch ja auch mal wieder gut.. :-D
     
  14. Wu Wei
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    Wu Wei

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    Habe mittlerweile mal wieder meine Einstiegsgeschichten durchgeblättert und komme nun zu dem Schluss, dass für den erwachsenen, mehr oder weniger autodidaktischen Anfänger die Schule von Schaper/Meister gut geeignet scheint. Es wird eine CD dazu geliefert und Theorie, Begleitung und Improvisation später auch eingeführt. Sollte man sich zumindest mal in der Musikalienhandlung durchblättern. Wenn es dort nicht zur Ansicht bestellbar ist: Habe jetzt mal bei Hugendubel Noten bestellt – wenn man die dort dann doch nicht nehmen will, kann man anstandslos vom Kauf zurücktreten.

    Wu Wei
     
  15. Forminx
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    Forminx

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    @wuwei

    ein einsteigerbuch mit improvisation...

    improvisation, das klingt gut, wuwei kannst du mir auch diesbezgl was spezielles empfehlen (hab mich noch nicht damit auseinander gesetzt, nur ich klimper halt so gern drauf los und da würd lektüre nicht schaden)
     
  16. Wu Wei
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    Wu Wei

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    @Forminx

    Wie gesagt, Schaper/Meister (Teil 1 u. 2), dann noch

    Schutte, Sabine: "Vom Lied zum Blues." Anleitung zum Begleiten und Improvisieren auch für Anfänger geeignet.

    Und vielleicht guckst du hier.

    Wu Wei
     
  17. Ute
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    Ute

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    Also, ich habe mit 14 Jahren mit dem Klavierspielen angefangen. Meine Klavierschule hieß: Erstes Klavierspiel von Fritz Emonts. Die Schule umfasst zwei Bände. Ich weiß allerdings nicht, ob man sie noch kaufen kann. Ich kann die Schule sehr empfehlen, da sie zügig voranschreitet. Allerdings konnte ich auch schon Noten lesen ,weil ich noch Geige spiele.
     
  18. Die Pianistin
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    Die Pianistin

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    HI!!

    ich habe auch mit der russischen Klavierschle angefangen, und bin sehr zufrieden damit. meiner meinung nach, ist sie nicht eintöig, und man lernt die verschiedenen facetten von Klavierstücken kennen.
    also ich kann sie nur weiterempfehlen.

    Lg steffi
     
  19. piallo
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    piallo

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    ich glaube, man muss die schule für den Schüler aussuchen...Russische Schule ist gut, wenn man schnell lernen will und ohne motivierenden "Firlefanz" auskommt (gilt meines Erachtens auch bei Kindern)...Sonst ist die Europäische Schule wirklich schön aufgemacht, kann man nur empfehlen! Habe jetzt auch 123Klavier entdeckt, sieht gut aus, gerade für jüngere Anfänger!
    Was für schulen würdet ihr denn für erwachsene Anfänger nehmen (wenn nicht die russische), irgendwie habe ich da noch nie was vernünftiges gesehen???

    Bis dahin liebe grüße

    piallo
     
  20. Fanny
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    Fanny

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    Also ich hab mit Heumanns Klavierschule für Erwachsene angefangen ("Klavierspielen, mein schönstes Hobby"). Darauf aufbauend gibt es von ihm noch einige andere schöne Bände für Anfänger, in denen er schöne Stücke leicht arrangiert hat. (z.B.: der Konzertband). Parallel zu Heumann hab ich mit "Alfreds Klavierschule für Erwachsene" gearbeitet. Infos gibt's zu beiden Klavierschulen übrigens bei Amazon.

    LG, Fanny