Der beste Pianist aller Zeiten

Haydnspaß

Haydnspaß

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Da ich das Gefühl habe, es besteht Bedarf nach einem weitergefaßten Thread, der auch Pianisten der Vergangenheit umfaßt, also solche, die man nur von Platte oder die man nur aus historischen Berichten kennt, hier also der ultimative-Pianisten-aller-Zeiten-Thread :p

Bühne frei...!
 
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andris_k.

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Also ich bin für Liszt :-)

Anhand von dem, was man über ihn liest UND anhand von seinen Werken.

Übrigens, es gibt eine Aufnamhe bei youtube, auf der Hamelin die 2. Rhapsodie von Liszt spielt. Ein User behauptet wehement, dass KEIN anderer PIANIST außer irgendein Kastle oder Castle den allerletzten Teil (die 15-20 sek), so spielt, wie Liszt es nach Noten gewollt hat. Er behauptet, dass nur dieser Castle und Liszt höchstpersönlich diesen Teil korrekt spielen können. Alle anderen und zwar alle von Horowitz bis Hamelin diesen Teil vereinfacht spielen.

Hier ist dieser letzte Teil, den Kastle angeblich als einziger Mensch auf dem Planeten richtig spielt: http://www.youtube.com/watch?v=vlQ4jL84COc

Kann sich jemand dazu äußern?
 
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Hacon

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Hm, ich kann mir nicht vorstellen, dass Hamelin irgendwas vereinfacht spielt. Der behauptet doch ständig, die klassische Musik wäre keine Herausvorderung mehr für ihn. Dann dürfte der sowas eigentlich nicht bringen.
Wie auch immer, ich weiß es auch nicht.
 
.marcus.

.marcus.

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Der letzte Teil lautet doch "cadenza ad lib.", also kann jeder Pianist eine eigene Kadenz erfinden.
Vielleicht gibt es ja eine superschwere von Liszt komponierte, aber Hamelin schafft doch eigentlich alles?! :confused:

Hier die Kadenz von Hamelin: http://www.youtube.com/watch?v=wz7ftGQQlEo

marcus
 
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andris_k.

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Der letzte Teil lautet doch "cadenza ad lib.", also kann jeder Pianist eine eigene Kadenz erfinden.
Vielleicht gibt es ja eine superschwere von Liszt komponierte, aber Hamelin schafft doch eigentlich alles?! :confused:

Hier die Kadenz von Hamelin: http://www.youtube.com/watch?v=wz7ftGQQlEo

marcus
Hm.. also das weiß ich nicht genau, ich wäre schon auf Mars vor Glück, wenn ich dieses Stück je spielen könnte )
Aber es kann ja doch nicht ein völlig freiwilliger Teil sein, wenn alle ihn ungefähr gleich spielen nur halt LAUT Kastle nicht so, wie Liszt es gewollt hat...

Korrektur: nein ,das ist nicht der Teil!!!
Diese Kadenz kommt wohl nicht am Ende des Stückes sonder in der Mitte vor. Schau dir mal den Link den ich im ersten Beitrag nachgepostet habe an!
 
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Marcel Petzold

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Bester Pianist? Sviatoslav Horogould!
 

Frédéric Chopin

Frédéric Chopin

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Ich hätte so gerne mal Frédéric Chopin selbst spielen hören! In seinen späteren Jahren war er als Klavierkomponist und Klavierpädagoge tätig, aber im Alter von 19 gab er Klavierkonzerte, in denen er vor allem für seine ausgezeichnete Zartheit im Anschlag und seine tiefsten Empfindungen bekannt war.

So denke ich, daß er mein Pianistenfavorit aller Zeiten gewesen wäre!

Liebe Grüße, Mario
 
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Marcel Petzold

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Ich hätte so gerne mal Frédéric Chopin selbst spielen hören! In seinen späteren Jahren war er als Klavierkomponist und Klavierpädagoge tätig, aber im Alter von 19 gab er Klavierkonzerte, in denen er vor allem für seine ausgezeichnete Zartheit im Anschlag und seine tiefsten Empfindungen bekannt war.

So denke ich, daß er mein Pianistenfavorit aller Zeiten gewesen wäre!

Liebe Grüße, Mario
Ich denke Liszt? :p
 
Frédéric Chopin

Frédéric Chopin

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Franz Liszt kommt natürlich gleich an zweiter Stelle!!:p

Gereizt hätten mich aber beide, sie mal spielen gehört zu haben. Ganz besonders aber die Interpretationen von Frédéric Chopin selbst. Vor allem bei seinen eigenen Werken. Wie hatte er seine Nocturnes empfunden? Wie hatte er Mozart oder andere Komponisten gespielt? Wie hat er wirklich gespielt und was würden die Unterschiede zu den heutigen Pianisten sein, die heute seine Werke spielen?

Eine Frage, die nie beantwortet werden kann.

Liebe Grüße, Mario
 
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Sulan

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Ich denke auch, es muss Chopin gewesen sein. Wobei auch Beethoven hochgelobt wurde, aber vor allem wegen seines genialen improvisatorischen Könnens. Von denen, deren Aufnahmen mir bekannt sind, würde ich wohl auf Horowitz tippen, wobei es schwer ist, ihn mit einem Richter oder z.B. Rachmaninoff himself zu vergleichen.

Dann noch etwas:

Übrigens, es gibt eine Aufnamhe bei youtube, auf der Hamelin die 2. Rhapsodie von Liszt spielt. Ein User behauptet wehement, dass KEIN anderer PIANIST außer irgendein Kastle oder Castle den allerletzten Teil (die 15-20 sek), so spielt, wie Liszt es nach Noten gewollt hat. Er behauptet, dass nur dieser Castle und Liszt höchstpersönlich diesen Teil korrekt spielen können. Alle anderen und zwar alle von Horowitz bis Hamelin diesen Teil vereinfacht spielen.
[...]
Kann sich jemand dazu äußern?
Dieser Richard Kastle ist ein Aufschneider - kein wirklicher Pianist. Es gibt im Netz nur diese eine Passage, in der er wirklich am Klavier zu sehen ist. All "seine" anderen Videos sind irgendwelche zusammengeschnittenen Fotomontagen. Ich bezweifle stark, dass er die Rhapsodie überhaupt ganz spielen kann, geschweige denn ansonsten als Pianist taugt.

Es ist allerdings interessant, wie sich so jemand mit einigen Tricks selbst zum Star/Online-Star stilisieren kann. Vielleicht sollte ich das auch mal machen ...

Gruß,
Sulan
 
Stilblüte

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Ich bin der Meinung, dass es keinen "absolut besten Pianisten, besser als alle anderen" gibt.
Genauso wenig wie es das schönste Musikstück oder das schönste Bild gibt.
 
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Sulan

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objektiv ist das sicher nicht zu klären, aber ich denke, hier war auch eher nach der subjektiven Einschätzung gefragt.
 
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Pflaume

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Dieser Richard Kastle ist ein Aufschneider - kein wirklicher Pianist. Es gibt im Netz nur diese eine Passage, in der er wirklich am Klavier zu sehen ist. All "seine" anderen Videos sind irgendwelche zusammengeschnittenen Fotomontagen. Ich bezweifle stark, dass er die Rhapsodie überhaupt ganz spielen kann, geschweige denn ansonsten als Pianist taugt.

Es ist allerdings interessant, wie sich so jemand mit einigen Tricks selbst zum Star/Online-Star stilisieren kann. Vielleicht sollte ich das auch mal machen ...
Das habe ich gerade in einer Google-Suche gefunden:

Kastle hasn't recorded the whole of Liszt's Second Hungarian Rhapsody (which is what I presume you mean, even though you haven't mentioned a composer!). Kastle is one of those awful, second-rate 'crossover' performers (I hesitate to call him a true musician). I doubt he can even play the whole of the Rhapsody you mention.

Wenn ich gemein wäre, würde ich sagen Du hast das gut übersetzt :D

Allerdings gibt es auf Amazon eine CD zu kaufen, auf der die Rhapsody Nr. 2 wohl in ganzer Länge von Kastle zu hören ist (die CD heißt streetwise).
Hier ist ein Link: Klick mich ... denn ich bin HOT!.
Vielleicht hat die ja sogar jemand?

Naja, auf jeden Fall is der Typ mir persönlich so "sympathisch" wie Hamelin, nur das er vom Typ das Gegenteil ist.

War Mussorgsky Pianist? :D
 
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andris_k.

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Ich denke auch, es muss Chopin gewesen sein. Wobei auch Beethoven hochgelobt wurde, aber vor allem wegen seines genialen improvisatorischen Könnens. Von denen, deren Aufnahmen mir bekannt sind, würde ich wohl auf Horowitz tippen, wobei es schwer ist, ihn mit einem Richter oder z.B. Rachmaninoff himself zu vergleichen.

Dann noch etwas:



Dieser Richard Kastle ist ein Aufschneider - kein wirklicher Pianist. Es gibt im Netz nur diese eine Passage, in der er wirklich am Klavier zu sehen ist. All "seine" anderen Videos sind irgendwelche zusammengeschnittenen Fotomontagen. Ich bezweifle stark, dass er die Rhapsodie überhaupt ganz spielen kann, geschweige denn ansonsten als Pianist taugt.

Es ist allerdings interessant, wie sich so jemand mit einigen Tricks selbst zum Star/Online-Star stilisieren kann. Vielleicht sollte ich das auch mal machen ...

Gruß,
Sulan
Es geht ja überhaupt nicht darum, ob irgendein komischer Vogel namens Kastle sich groß rausbringen möchte und ob er überhaupt ein Pianist ist. Ich meine, so wie er schon aussieht, kann ich mich ihn am Klavier kaum vorstellen.

Es geht darum, ob das WAS ER SAGT, stimmt. Dass während des ganzen 20. Jahrhunderts alle von Horowitz bis Hamelin NICHT IN DER LAGE waren, diesen letzten Teil von der 2. Rhapsodie von Franz Liszt so, wie es in den Noten von Liszt steht, aufgrund von unmenschlicher Komplexität zu spielen und haben den Teil VEREINFACHT gespielt!

Das würde mich nämlich mal interessieren. Da ich mich mit diesem Werk überhaupt nicht auskenne und es nur vom Hören kenne, habe ich die Frage gestellt, ob es auch wirklich wahr ist, was er behauptet. Denn wenn es wahr ist, wäre das ziemlich spannend schon aus rein pedantisch-technischer Sicht.

:confused:
 
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voxico

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...wahrscheinlich nicht der Beste, aber auf jeden Fall sehenswert:

http://www.youtube.com/watch?v=1fVqLDgUGeQ

aufgenommen auf der Frankfurter Musikmesse 2008... leider mit 100 anderen Klaviespielern im Hintergrund.

Kennt jemand diese Interpretation/Transkription oder stammt sie, wie ich vermute, vom Pianisten?

Musikalische Grüsse
 
 

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