Clavio-Gemeinschaftsprojekt: Skrjabin - 24 Preludes op.11

Ich bin sehr zuversichtlich, dass das letzte fehlende Prelude demnächst hier reingestellt wird

Eine inoffizielle existiert nun bereits :geheim:

Natürlich darf auch jederzeit weiterhin jeder jedes Prelude hier reinstellen, das er gerne möchte.

Da reizt mich besonders die Nummer 6 in h moll. An die ich mich wahrscheinlich nach dem parnassum versuchen werde.

Überhaupt war die Idee prima. Ich bin enorm an dem prelude Nr 5 gewachsen und das verdanke ich zum Teil diesem Projekt!

Vielleicht gibt es ja von dem herrn Szymanowski einen ähnlichen Zyklus an den ein jeder etwas beitragen kann.

lg lustknabe
 

Ich habe so langsam eine Art Hassliebe zu diesem Prelude aufgebaut. Ich kann mich nicht erinnern, jemals bei einem so kurzen Stück so viel geflucht und geschimpft zu haben. Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert bis ich das Stück so weit hatte, dass man überhaupt erkannt hat, um welches Stück es sich handelt. Der wechselnde Rhythmus hat mich zum Anfang ziemlich fertiggemacht. Ich habe immer dazu geneigt, bei den 5/8tel-Takten das letzte Achtel zu lang zu spielen, weil ich mich innerlich geweigert habe, vom 6/8tel-Puls abzuweichen. Wirklich zufriedenstellend gelingt mir das immer noch nicht. Das Zieltempo, das ich mir vorstelle, habe ich auch noch nicht ganz ohne Kontrollverlust erreicht, das wird noch etwas dauern. Ob ich bei den beiden Arpeggien zum Schluss alles treffe, ist mehr oder weniger noch Glückssache usw….
…aber es macht süchtig und ich kann es kaum erwarten, es heute wieder zu spielen. :-)
Wer weiß, eventuell kommt so ein Projekt ja noch einmal mit einem anderen Zyklus eines anderen Komponisten zustande?

Das kann ich nur begrüßen. Wenn es nicht gerade Liszts Transzendental-Etüden sind, mache ich mit. :-) Mir fallen da gar nicht so viele Zyklen ein, die die nötigen Kriterien erfüllen. Vielleicht hat ja jemand eine gute Idee, ich würde aber dazu raten, so ein Projekt frühestens im Oktober, aufgrund des Sommerlochs wieder zu starten.

Vielleicht gibt es ja von dem herrn Szymanowski einen ähnlichen Zyklus an den ein jeder etwas beitragen kann.

Leider nicht. Die drei Zyklen mit einer größeren Anzahl von Stücken wären die Preludes op.1, die Etüden op.33 und die Mazurken op.50. Op.33 ist viel zu schwer, bei op.50 sind die Stücke zu lang und ebenfalls zu schwierig um den Teilnehmerkreis groß genug machen zu können und op.1 ist mit nur neun Stücken etwas zu knapp. Generell würden die Stücke wohl nicht bei genug Mitgliedern auf entsprechendes Interesse stoßen.

Viele Grüße!
 
Also Troubadix, Du bist ja eine wahre Skrjabin-Enzyklopädie. Bin vollster Bewunderung! Da wollte ich Dich fragen, warum denn der Herr seine wunderbare Fantasie Op. 28 nicht selbst gespielt hat. Die übe ich nun schon seit längerer Zeit und finde sie klasse. Fand er sie thematisch oder dramaturgisch nicht gut oder was war der Grund? Schade, dass man also keine Original-Aufnahme bekommen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, an das 24. werde ich mich auch mal setzen, wenn der Flügel da ist :-)
 
Micha hat mich am Samstag ja aufgenommen. Ich hoffe er stellt das hier nicht rein :super:. Ich hab gestern auch mal eine Aufnahme gemacht, aber das war mit 1:33 noch viel zu langsam und noch einige Verspieler. Ein paar tage will ich den noch üben, sorry.
 
Hallo zusammen,

hier mal noch ein Nachzügler von mir, No.15 Des-Dur:
https://soundcloud.com/krautundrueben-1/scriabin-op11-15-150503

Kritik willkommen! Wie findet Ihr die Spannung über das Stück hinweg, was ist gut, was könnte man besser machen? Was mich z.B. stark interessiert: habt Ihr Übetipps für mich wie ich meine Terzen und Sexten gleichmäßiger - und gleichzeitiger - hinbekomme?

Wenn @Klavierbauer schon bei mir gewesen wäre, wäre der Flügel auch ein bisschen besser gestimmt :-)

LG
KrautundRueben
 
Vielen Dank für die beiden Einspielungen! Besonders das cis-Moll-Prelude hat mir sehr gut gefallen.


Das Des-Dur-Prelude ist auch auf einem guten Weg, leidet aber (wie du ja selbst angemerkt hast) etwas darunter, dass die Töne der Doppelgriffe oft nicht gleichzeitig kommen. Übetipps für diese Problematik verkneife ich mir mal, bevor ich Unsinn rede. Da könnten andere hier wie @mick oder @rolf deutlich kompetenter weiterhelfen.

Viele Grüße!
 
Übetipps für diese Problematik verkneife ich mir mal, bevor ich Unsinn rede. Da könnten andere hier wie @mick oder @rolf deutlich kompetenter weiterhelfen.

Das Problem mit klappernden Doppelgriffen oder Akkorden hatte ich nie. Deshalb weiß ich gar nicht, was man da groß falsch machen kann. Und weil ich kein Klavierlehrer bin, muss ich das auch nicht wissen. Glück gehabt! :lol:

LG, Mick
 
Ein Grund fürs klappern kann auch zu viel aus den "Fingern" spielen sein. Oder vielleicht auch eine kleine Hand? Und vielleicht deshalb noch eine zu starke Dehnung in den Fingern (bei sexten). Wenn es klappert liegt es bei mir daran, dass ich meine Griffel nicht rechtzeitig positioniere und dann unsauber greife. Konkreter formuliert nur "hinlange". Profis mögen das beherrschen, bei mir ist da noch nicht genug Kontrolle :-)

LG lustknabe
 

Wenn es klappert liegt es bei mir daran, dass ich meine Griffel nicht rechtzeitig positioniere und dann unsauber greife.

Ja, das Problem kenne ich auch. Klappern tritt bei mir dann auf, wenn die Griffe noch nicht richtig verinnerlicht sind oder wenn die Griffe noch nicht entspannt genug gegriffen werde, weil die Griffe unangenehm liegen und dadurch Spannungen in der Hand entstehen oder (was der häufigere Fall ist) ich mich einfach dämlich anstelle, also ungünstige Bewegungen ausführe bzw. ungünstige Handhaltungen einnehme.

Was mir persönlich da hilft, ist langsames Üben in kleinen Gruppen, zum Teil nur in Folgen von zwei Akkorden/Doppelgriffen, durch Stationenübungen. Man spielt den ersten Akkord, hält den Akkord (Fermate) visiert den nächsten Akkord an und führt die Bewegung zu diesem Akkord im Tempo (!) (oder schneller) aus. Die Dauer der Fermate verkürzt man dann nach und nach. Natürlich immer kombiniert mit sehr genauem Hinhören...

Was mir bei ungünstig liegenden Akkorden auch manchmal hilft, ist eben nur diesen einen Akkord zu betätigen und die Tasten ganz entspannt unten halten, dabei ein bisschen mit der Hand- und Fingerhaltung experimentieren bis es sich angenehm anfühlt und dann den Akkord lösen und noch mal betätigen, dann einen zweiten Akkord dazunehmen usw...

Manchmal habe ich auch das Phänomen, dass sich solche Asynchronitäten durch Schlampigkeiten erst mit der Zeit einstellen. Wenn mir das auffällt, muss ich die Stelle manchmal wie oben beschrieben erneut synchronisieren.

Viele Grüße!
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für all die Rückmeldungen!

Ein Grund fürs klappern kann auch zu viel aus den "Fingern" spielen sein. Oder vielleicht auch eine kleine Hand? Und vielleicht deshalb noch eine zu starke Dehnung in den Fingern (bei sexten). Wenn es klappert liegt es bei mir daran, dass ich meine Griffel nicht rechtzeitig positioniere und dann unsauber greife. Konkreter formuliert nur "hinlange". Profis mögen das beherrschen, bei mir ist da noch nicht genug Kontrolle :-)

LG lustknabe

Ich glaube, dieses "Hinlangen" ist bei mir vielleicht ein Problem. Ich versuche mich aktuell so zu konditionieren, dass ich ERST festen Fühlkontakt mit den Tasten aufnehme und DANN bewußt in die Taste gehe. An kleiner Hand bzw. kurzen Fingern oder zuviel Spannung liegt es glaube ich nicht, da mir der Fingersatz, den ich aktuell spiele, sehr bequem erscheint.

Was mir persönlich da hilft, ist langsames Üben in kleinen Gruppen, zum Teil nur in Folgen von zwei Akkorden/Doppelgriffen, durch Stationenübungen. Man spielt den ersten Akkord, hält den Akkord (Fermate) visiert den nächsten Akkord an und führt die Bewegung zu diesem Akkord im Tempo (!) (oder schneller) aus. Die Dauer der Fermate verkürzt man dann nach und nach. Natürlich immer kombiniert mit sehr genauem Hinhören...
Das probiere ich die nächsten Tage mal aus, klingt mir wie ein guter Übeansatz um diese "Schlampigkeit" des "Hinlangens" in den Griff zu bekommen.

Viele Grüße
KrautundRueben
 
Hallo Gernot,

deine zweite Version klingt wesentlich runder als die erste. Gefällt mir sehr gut.
Als "Kritik" nur ein kleiner Hinweis, bevor ich dann in der Heia verschwinde. Der rot eingekringelte Ton ist ein C, kein Cis.
(Der grün eingekringelte Ton ist nur ein Versehen, nehme ich an.)

Viele Grüße von
Fips

Zwischenablage01.jpg
 
Danke @fips! :kuscheln:

Das Cis in Takt 7 habe ich leider falsch eingelernt Danke für den Hinweis und Deine Mühe!

Liebe Grüße
Gernot
 
Danke für die schöne Einspielung! Ich kann mich den lobenden Worten von Fips nur anschließen.

Viele Grüße!
 
Lieber Troubadix,

ich bin gerührt von Deinem musikalischen Gruß mit einem meiner Lieblingsstücke von Skrjabin. Vielen Dank dafür!
:kuscheln:

Viele Grüße
Marlene
 
Hallo ich hätte mal ne Frage, wollte aber keinen neuen Thread aufmachen.
Wie schon einmal erwähnt, hab ich die Preludes 6 und 13 schon einmal gespielt. Nächstes Jahr im Januar (also jede Menge Zeit) hab ich eine Prüfung, und könnte mir vorstellen unter anderem die Skrjabin Preludes wieder rauszuholen. Gerne würde ich dann aber ein Drittes lernen. Gut passen, würde dann vielleicht schnell-langsam-schnell, weshalb ich momentan zur Nummer 14 oder 24 tendiere.
Welches Prelude würdet ihr mir empfehlen? Welches passt gut zu den anderen beiden. Ist die 24 deutlich schwerer als die 14, bzw. sind diese beiden deutlich schwieriger als die Nummer 6? Die fand ich damals auch gar nicht so einfach, ich hab mich aber natürlich seit letztem Jahr auch weiter entwickelt. ;)
 

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