Ich stelle mir diese Etüde ungefähr so vor:
http://www.youtube.com/watch?v=JUGApBvvWWc
Ich kenne doch tatsächlich eine
noch schnellere Aufnahme:
http://www.youtube.com/watch?v=GQ-NAgDpRVs
Und eine
noch kürzere:
http://www.youtube.com/watch?v=Vn7UnQWkcjY
(länger:
http://www.youtube.com/watch?v=6-owL1vM4nE)
:D
@ FLIP: Da hast du doch ganze Arbeit geleistet!
Ich finde, du kannst etwas entspannter mit der Zeit umgehen. Es handelt sich zwar um eine Etüde, gleichzeitig aber auch um ein vollwertiges Konzertstück mit Phrasen, Höhepunkten, Aufbauten, die auf etwas zulaufen usw. Versuche dir selbst genau klar zu machen, was wie zusammengehört, wo etwas neu beginnt, was aufaktig ist und wozu es auftaktig ist.
Diese Phrasierung ist sehr sehr hilfreich, um einem Stück, gerade einer virtuosen Etüde Form, Richtung und Struktur zu geben und absolut notwendig, um sicheres Tempo zu kriegen.
Stell dir dabei vor, du würdest singen. Wo würdest du atmen? Oder falls du ein Streichinstrument spielst, wieviele Töne würdest du auf einen Bogen spielen ohne Strichwechsel?
Solch ein gedankliches Zusammenfassen wirkt sich unmittelbar und positiv auf das Klavierspielen aus. Hörbar wird es durch agogische, dynamische Gestaltung, Tonlängen-Artikulierung, Absetzen usw.
Auch die dynamische Bandreite kannst du etwas weiter ausschöpfen. Besonders toll wirkt die Etüde mit viel piano und wenig forte.
Und um sauber und gleichmäßig zu spielen, immer wieder das Tempo rausnehmen, Figuren gesondert proben, kein Pedal treten (und insgesamt weniger - je mehr du hörst, desto sauberer kannst du spielen).
besten Gruß
Stilblüte