2 gegen 3 - wie lernen, wie üben?


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DerOlf
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schöner wäre ein Exempel, wo das richtig langsam sein muss.
Da hätte ich aus meinen Sambagruppen einige Beispiele ... aber die habe ich nicht als Noten hier.
rechnerisch-theoretisch müsste das Marschrhythmus-Sechzehntel näher am letzten Triolenachtel sein, aber das klingt dann holprig (wirklich! die korrekte Ausführung klingt seltsam bzw unbeholfen) weshalb dort zumeist das 16tel etwas später (quasi triolisches 16tel) gespielt wird.
Wohl wahr ... viele lösen das so, dass die letzte Triolenachtel für eine Triolenachtel eigentlich etwas zu lang ist oder sie im letzten Viertel dieser Takte eben ein kleines Ritardando einbauen.
Komplett korrekt gespielt klingt das wirklich etwas ... naja ... vielleicht einfach ungewohnt, weil man es ja doch anders im Ohr hat.

Ich habe das mal in Cubase editiert ... und so wie DAS klang, klingts bei mir halt auch nicht ... so spielt das niemand.
 
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DerOlf
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OT:
Der erste Mondscheinsonatensatz klingt auch recht interessant, wenn man die letzte Triolenachtel inklusive "Marschsechzentel" einfach weglässt.
An die 11/8 muss man sich erstmal gewöhnen, aber sobald man das schneller drehen kann, fängt das richtig an zu grooven.
Ist aber sicherlich nicht im Sinne Beethovens oder dieses Fadens.
 
rolf
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@Revenge sehr schönes Beispiel! Das hatte ich ganz vergessen, danke!

Rachmaninov: Paganini-Variation XVIII (andante)
(akkordisch gespielt) Chopin Nocturne c-Moll op.48 (allerdings nicht so wirklich langsam)
 
Revenge
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@rolf : Uff die c-Moll Nocturne, wie unangenehm, der Mittelteil...ich mag ja lieber die leichteren, z.B. e-Moll,

1637929812700.png
und die Paganini-Variationen sagen mir im Moment nicht so viel, wahrscheinlich derbe schwierig. Bei Rachmaninow könnte ich mir allerdings vorstellen, dass z.B. in den Chopin-Prelude-Variationen auch solche Gestalten vorkommen, hab ich aber noch nicht geguckt.

LG, Olli!
 
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DerOlf
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@rolf hat auf jeden Fall Recht mit der Annahme, dass viele "Konfliktrhythmen" wie er sie nennt, oft erst bei höherem Tempo auftauchen.
Stücke in denen man sich wirklich fühlt, wie auf einem Kamel, gibt es recht selten (da sehen die Reiter auch immer aus, als würden sie hin und hergeschoben wenn das Kamel normal geht ... für mich fühlt sich 3:4 so ähnlich an, wie das aussieht).

Und da es dort meist recht schnell zugeht, sind diese Stellen oft auch zu schnell vorbei, um sich wirklich Gedanken drüber zu machen, was man da gerade produziert hat.
und die Paganini-Variationen sagen mir im Moment nicht so viel, wahrscheinlich derbe schwierig
Der Zusatz "Paganini" deutet sicherlich auf eine gewisse Virtuosität hin.
Wenn dann dazu noch Namen wie Liszt oder Rachmaninov auftauchen, sollte man wohl keine Anfängerliteratur dahinter vermuten.
 
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DerOlf
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In Griegs Klavierkonzert a-Moll gibts einige Stellen, an denen 5:3 in recht überschaubarem Tempo gefordert ist ... wenn ich die Noten korrekt im Kopf hab (ich finde die Partitur gerade nicht).
 
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Flieger
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@Flieger jein (zweimal je 1/16 und 2/32) aber komplett (4/32 über 3/16triolen) dann paar Takte später (da repetiert die linke Hand Es-des-es)
Stimmt, Takt 67 ist das bessere Beispiel.

Bei Beethoven finde ich ja auch witzig, dass er manchmal chromatisch von x nach y will und dann einfach einen Bogen drüber macht und zB 11 schreibt - oder wieviele Noten da eben enthalten sind. "Spiel so, dass es sich halt ausgeht"... ;)
 
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DerOlf
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Das sagte mein Gitarrenlehrer, als ich ihn fragte, wie man die im Finale der 24 Caprici op.1 von Paganini geforderten "X-tolen" spielen soll (6-tolen, 7-tolen, "8-tolen", 9-tolen)
"Spiels halt so, dass es in die Zeit passt" ... "das wird halt einfach bei jedem Durchlauf schneller, weil du im Dreiklang einen Ton weiter hoch musst aber dafür immer nur einen Takt Zeit hast".
Nach dem ersten Vorspielen kam dann "von Ritardando steht da nix".
Ich bin fast durchgedreht, bis das drin war.

So sehr mir der Austausch hier auch Spass macht, wir sollten eventuell wieder zum Thema zurück.
Es ging ja eigentlich um 2:3 bzw. 3:2 und wie man das üben kann.
 

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brennbaer
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Sorry an den Rest fürs Off Topic....

Hatte mit Courier New getestet; mehrere Leerzeichen zwischen den Zahlen, im Editor hatte es natürlich noch gepasst, aber sobald der Beitrag erstellt und veröffentlicht war, waren die Leerzeichen wie zuvor zusammengezogen.

Ich schreibe auf dem Smartphone, vielleicht ist es ja anders, wenn man auf dem PC schreibt. Wobei ich nat. nicht weiß, ob das bei dir der Fall ist.
Ist ja aber auch egal. Bei mir gehts jedenfalls nicht...🙂
 
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Flieger
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test 1 2 3 4
Vor jeder Zahl sollten entsprechend viele Leerzeichen stehen. Mehr als 1 wird also auf 1 reduziert. Aber mit dieser Schriftart und - kann man schön strukturiert schreiben

:4 - - 4 - - 4 - - 4 - - 4 - - 4 - - 4 - - 4 - - 4
:3 - - - 3 - - - 3 - - - 3 - - - 3 - - - 3 - - - 3
not - very. di..ficult

Aber wie schon festgestellt passt der Sprachrhyhtmus ohnehin nicht.

PS: Man sieht es eh leicht: Leerzeichen am Anfang mag das Forum auch nicht. Daher ein anderes Symbol in weiß.
 
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Brahms op. 79,1 direkt vor dem Wiederholungszeichen, das ausgeschriebene Ritardando 3 gegen 4 und 3 gegen 8!
Langsam!
 
Revenge
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H-Dur, da fällt mir ein...: Der Ludwig, im 5. Konzert.

1637937185600.png
Da ist sogar beides, 4 gegen 3 und 2 gegen 3.

Überhaupt gibts bei diesem ( und anderen ) seiner Konzerte bestimmt noch viele Beispiele zu finden.

LG, Olli ;-)
 
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Alter Tastendrücker
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Sehr interessant in diesem Zusammenhang:
Bach e-Moll WtC II BWV 879 (dort allerdings horizontal, nicht vertikal!
 

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