Workshop - Chopin 1. Impromptu

Stilblüte
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Hallo liebe Workshop-Fans,

Ich spiele gerade ein bisschen das 1. Impromptu von Chopin, da kam mir der Gedanke, dass sich dieses Stück doch sehr gut als Workshop-Stück eignen würde.
Es ist relativ kurz (nur 4 Seiten Notentext plus 2 Seiten Wiederholung), hat aber durch die A-B-A-Form des Impromptus sowohl einen frischen als auch einen sehr dramatischen und lyrischen Teil, man kann also musikalisches als auch technisches Können zeigen.
Und das Stück ist einfacher als z.B. das 2. Scherzo.
Es läuft ja parallel der Workshop für das Scherzo, an dem sich viele wohl nicht beteiligt haben, weil es so lang und anspruchsvoll ist;
Vielleicht wäre das Impromptu eine Zwischenlösung?

Wenn keiner Lust habt, vergessen wir das Ganze wieder, ich hatte eben nur gerade diese Idee :mrgreen:
Außerdem haben ja jetzt die meisten frei bzw. Ferien.

Beste Grüße
Stilblüte
 
.marcus.
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Zitat von Stilblüte:
Es läuft ja parallel der Workshop für das Scherzo, an dem sich viele wohl nicht beteiligt haben, weil es so lang und anspruchsvoll ist;
Vielleicht wäre das Impromptu eine Zwischenlösung?
Abgelehnt. :D Ich finde das ist auch lang und anspruchsvoll ;)

lg marcus
 
M
manaus
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Find ich an sich eine gute Idee, Blüte!!
Hab schonmal damit angefangen, aber wieder aufgehört, weil es doch irgendwie noch sehr anspruchsvoll war.
Ich bin gerade an der Wiederbelebung des Impromptus op.66.....obwohl laut Wolters op.29 viel einfacher ist, komm ich mit dem cis-moll Impromptu besser klar, komisch....!!:rolleyes:

Bin mal gespannt was die anderen dazu sagen:-))

Liebe Grüße, der Manaus:cool:
 
Stilblüte
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Ich hab nie behauptet, dass das 1. Impromptu einfach ist!!
Und inzwischen bin ich mir auch gar nicht mehr sicher, ob es wirklich so viel einfacher als das Fantasie-Impromptu ist.
Ich finde beim 1. Impromptu den richtigen Gebrauch des Pedals ziemlich kompliziert und nicht gerade einfach.

Aber wenn schonmal 2 dafür sind, dann üben wir einfach mal, und wer was hat, kann das reinstellen.
Ich bin eigentlich gegen ein Zeitlimit. Wir können ja anpeilen, dass sich in den nächsten 2-3 Monaten was tut, damit der Workshop nicht in Vergessenheit gerät.
Ansonsten - wer was hat, lädt es hoch. :-D
 
M
manaus
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Hey ubik, das ja mal ne geile Idee:D
Ich werd mal anfangen und schauen wie weit ich komme;)

Ich muss sagen, da gefällt mir diese Aufnahme des Impromptu am besten http://www.youtube.com/watch?v=hvcMSGbKGo4
Das Mädchen kommt mir vor als ob sie in eine andere Welt eintaucht und völlig in Trance spielt und am Ende wieder aus ihrem Traum aufwacht......
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
David
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Warum nicht gleich Ravels Scarbo:rolleyes:
 
Stilblüte
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In Ordnung, David übt das Scarbo, und anschließend baut Ubik es geschickt in den Chopin ein, ja? :mrgreen:

Übrigens hat mich auch die Aufnahme von dem Mädchen dazu bewegt, dieses Stück zu üben, das mir inzwischen genauso gut gefällt wie das Fantasie-Impromptu.

Allerdings habe ich ein wenig den Eindruck, die Interpretation zu kopieren -- Schande über mich :rolleyes:
 
David
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Gut, ich melde mich 2100 noch einmal.
 
K
koelnklavier
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Hallo Stilblüte,

ich finde, Du betreibst Psychoterror! :D Demnächst wird es hier keine neuen Beiträge mehr geben, weil alle Forumsmitglieder mit Sehnenscheidenentzündung oder wundgespielten Fingern in der Ecke liegen.

Aber Du wirst sicherlich noch Mitstreiter finden. Mit mir darfst Du allerdings nicht rechnen. Ich mag es nämlich nicht leiden, wenn junge Mädchen mir davonlaufen. :D

Liebe Grüße
Wolfgang

PS: Ich fände es allerdings viel interessanter, einen Workshop ins Leben zu rufen, der sich nicht sosehr durch manuelle Schwierigkeiten auszeichnet, sondern bei dem es mehr um gestalterische Aspekte geht (und bei dem sich deshalb mehr Mitglieder beteiligen können). Der Schubert-Workshop hat, wie ich finde, zu spannenden Ergebnissen geführt. Es bieten sich an: langsame Mozart- und Beethoven-Sätze, Schubert - Klavierstücke, Mendelssohn - Lieder ohne Worte, Chopin - Nocturnes, gemäßigte Moderne (Prokofieff - Visions fugitives, Schönberg - op. 19)
 

Pitt
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PS: Ich fände es allerdings viel interessanter, einen Workshop ins Leben zu rufen, der sich nicht sosehr durch manuelle Schwierigkeiten auszeichnet, sondern bei dem es mehr um gestalterische Aspekte geht (und bei dem sich deshalb mehr Mitglieder beteiligen können). Der Schubert-Workshop hat, wie ich finde, zu spannenden Ergebnissen geführt. Es bieten sich an: langsame [...] Beethoven-Sätze [...]

Ich würde ja den 2. Satz der Sturmsonate vorschlagen, da ich den bald anfangen werde zu üben. ;)

Das Chopin Impromtu gefällt mir übrigens auch gut (hat mir meine Lehrerin auch schon desöfteren empfohlen). Wenn ich Zeit finde, mache ich vielleicht mit.
 
Mathiéu Alou
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Ich würde ja den 2. Satz der Sturmsonate vorschlagen, da ich den bald anfangen werde zu üben. ;)

Das Chopin Impromtu gefällt mir übrigens auch gut (hat mir meine Lehrerin auch schon desöfteren empfohlen). Wenn ich Zeit finde, mache ich vielleicht mit.

Ich finde es immer irgendwie seltsam einzelne Sätze einer Sonate (die ja eigentlich aus mehreren Sätzen besteht) gesondert zu üben und zu spielen... wenn schon, denn schon. :D
 
.marcus.
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@Koelnklavier: Ich finde deine Idee hervorragend. Als Klavierlehrer könntest du uns doch sicher einen schönen langsamen Satz empfehlen ;)
Da würde ich mich auch beteiligen, denn diese Virtuosenworkshops sind zu hoch für mich.

lg marcus
 
M
manaus
Guest
Wie wärs denn mit "La fille aux cheveux de lin" von Debussy. Ist nur 2 Seiten lang und nicht besonders schwer. Oder Clair de lune, aber denk ich doch noch sehr anspruchsvoll!
 
Stilblüte
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Mir ist gerade ein Lichtlein aufgegangen, was den Pedalgebrauch des 1. Impromptus angeht :D
Im Nachhinein hört sich das alles so banal und logisch an, aber beim Klavierspielen muss man ständig das Rad neu erfinden und die einfachsten Dinge erst entdecken und aufdecken.

Also, das Pedal richtig anzuwenden finde ich von sofern kompliziert oder schwierig, als dass man einen "Kompromiss" zwischen rechter und linker Hand finden muss:
Was die linke betrifft, da würde man auf den ersten Tritt gern sehr viel binden und verschwimmen lassen, um unten eine harmonisch wunderhübsche Zuckersoße zu bilden, über die dann die rechte ihre große Verziererei ergießt. Leider käme da rechts aber nur noch ein undurchsichtiges, dissonantes Etwas heraus, weshalb man den Gedanken, das Pedal von vorne bis hinten durchzutreten früher oder später verwirft.
Und was die rechte betrifft, da braucht man fast gar kein Pedal (höchstens, um diverse Schlusstöne von Phrasen schöner zu machen und abzufedern), da man so gut wie alles binden kann.

Ich hatte jetzt hin und her überlegt und mir so langsam einen recht komplizierten Pedal-Plan überlegt, der im halben Tempo wunderbar funktioniert, im schnellen aber zu kompliziert ist.
Und da genau ist auch der Hund begraben:
Bei diesem Stück ist es in meinen Augen ganz besonders der Fall, dass das, was langsam gilt, im Schnellen längst nicht mehr aktuell ist.
Man muss das ganze von der anderen Seite aufrollen:
Nicht "wo lasse ich das Pedal los, um neu anzusetzen" sondern "wo trete ich das Pedal, um es gezielt einzusetzen".

Das heißt übersetzt: Es steht nirgends geschrieben, dass alle Basstöne (jeweils 1. Ton der Triolen) den ganzen A-Teil über gebunden / gehalten werden müssen. Wo dies der Fall ist (dass alle gebunden werden sollen), hat Chopin extra Viertelnoten geschrieben. Ansonsten hat man logische Bindefreiheit.
Dieses "Bedürfnis" hatte man (bzw. ich) nur im langsamen Tempo, da hier "Löcher" links extrem unangenehm auffallen.
Spielt man das Ding so schnell, wie es sich gehört, ist plötzlich das Gegenteil der Fall: dadurch, dass man nicht alles zusoßt, klingt das Impromptu viel leichter, lockerer, beschwingter, nicht wie Wein mit Zucker :), und man hört eine kristallklare Melodie ohne Verschwimmen.

Zweiter Aspekt:
Man kann links viel mehr binden, als man denkt, da mindestens die Hälfte der Griffe, die entstehen, wenn man den Basston hält, innerhalb einer Oktave liegen.
Wenn man nun die mit den Fingern hält und nur die restlichen mit einem Pedaltupfer bindet (muss nicht die ganze Triole lang dauern!!), kommt man zu einem recht befriedigenden Ergebnis, wie ich finde.

So, das war ein kleiner Exkurs aus meiner Überei von heute Abend.
Vielleicht wusstet ihr das ja schon alle, aber mir ist das heute eingefallen.
Obwohl ich mir schon irgendwie dachte, dass ich viel weniger Pedal brauche, als anfangs angenommen.
Aber dass so wenig schon ausreicht, hätte ich nicht gedacht :p
 
K
koelnklavier
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Hallo Stilblüte,

ein interessanter Aspekt. Werde ich morgen früh direkt mal ausprobieren. Was glauben meine Nachbarn denn auch, der Sonntag wäre zum ausschlafen da! [IRONIEMODUS AUS]

lg
Wolfgang
 
violapiano
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Schade, dass ich nicht mitmachen kann; ich war auch schwer beeindruckt von der Aufnahme der kleinen Aimi. Kaum zu toppen oder?:confused:
Ein schönes Stück, ihr werdet sicher viel Spaß haben.
LG
VP
 

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