Wiedereinstieg, wie kann es weitergehen?

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Balzaccoffee

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04.01.2026
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Hallo zusammen,

ich wollte mich kurz vorstellen und euch um Einschätzung bzw. Empfehlungen bitten.

Ich habe früher Musik studiert (Nebenfach Klavier), allerdings damals ehrlich gesagt kaum geübt und bin am Ende mit Mühe durch die Prüfung gekommen (gerade so eine Bach-Invention). Inzwischen arbeite ich als Musiklehrer an einer Grundschule und habe vor etwa einem Jahr wieder angefangen, ernsthaft Klavier zu üben.
In den letzten Monaten hat sich einiges getan:
  • Russische Klavierschule Band 2 bis etwa Seite 62
  • Clementi Sonatinen Nr. 1 und 2
  • Bach Inventionen Nr. 1, 4, 8, 10 (aktuell bei Nr. 13)
Ich bin inzwischen ziemlich motiviert und bereit, täglich ca. 1,5–2 Stunden zu üben. An Literatur habe ich u. a.
  • Bach Inventionen, kleine Präludien und Fugetten
  • Russische Klavierschule Band 2 und 3
  • Sonatinenalben (Peters)
  • Burgmüller etc.
Jetzt stellen sich für mich mehrere Fragen:
  1. Wie würdet ihr meinen aktuellen Stand einschätzen (Übergang Unterstufe / Mittelstufe?)
  2. Wie sollte ich sinnvoll weitermachen – eher systematisch (Bach komplett, Sonatinen etc.) oder mehr gemischt mit Repertoire?
  3. Was versteht ihr konkret unter „Mittelstufe“ im Klavierbereich?
  4. Wenn ich weiter täglich 1,5–2 Stunden übe: Wie lange dauert es ungefähr, bis man solide in der Mittelstufe angekommen ist?
Vielleicht noch zur Einordnung: Das, was ich oben beschrieben habe, habe ich größtenteils in den letzten 5 Monaten geschafft.

Ich freue mich über Einschätzungen, Erfahrungswerte und konkrete Literatur-/Übeempfehlungen.
 

Ad 1: Unterstufe
Ad 2: möglichst breitgefächertes Arbeitspensum: Barock, Klassik, Romantik, Gegenwart. Sinnvoll: jeweils Stücke in unterschiedlichen Arbeitsstadien.
Ad 3: Beethoven, Mozart: die „leichteren“ Sonaten; Chopin: op. 28,15; einige Walzer; Bach: dreistimmige Inventionen.
Ad 4: derartige Prognosen sind im besten Falle unseriös. Die musikalisch-manuelle Entwicklung verläuft NIE linear.
 
Für Deinen Beruf/Musiklehrerjob ist es ja offensichtlich irrelevant, wie Du spielst. Also würde ich einfach munter so weiterüben, wie es gerade kommt - oder auch 'mal Pause machen.

CW
 
Zuletzt bearbeitet:
Fachkenntnis und Übe-Disziplin scheinen vorhanden zu sein. Einfach machen, gelegentliches Coaching durch einen guten Lehrer... Der Weg ist das Ziel, enjoy the process!
 
Bach: dreistimmige Inventionen.
Das ist einer der verbreitetsten Irrtümer überhaupt! Die dreistimmigen Inventionen sind sehr dicht, polyphon und streckenweise richtig fies schwer! Viele Fugen aus dem WtC sind leichter!
 
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Warum ist es wichtig, ob man Unter- oder Mittelstufe ist? Gibt es da relevante Einordnungen von Stücken, die du gerne spielen möchtest? Ansonsten kannst du dich das ja mal für andere Lebensbereiche fragen - bist du als Schwimmer eher Anfänger oder Mittelstufe? Als Autofahrer? Als Koch? Das hängt von der Bemessungsskala ab - und da gibts sicher ganz verschiedene. Wenn jemand Clementi-Sonatinen und Bachinventionen spielen kann, würde ich persönlich die Preson nicht mehr als Anfänger bezeichnen.
 
Für Deinen Beruf/Musiklehrerjob ist es ja offensichtlich irrelevant, wie Du spielst.
Nein. Gerade als Musikschullehrkraft ist man oft die erste Begegnung zur praktizierten Musik für die jungen Menschen.
Eine gute Ausbildung und Versenkung in alle möglichen Stilrichtungen unserer abendländischen Musik hat Auswirkungen in Ausdruck - hoffentlich- und Vielseitigkeit im Begleiten auch einfacher Lieder.
Für mich war und ist es immer am Wichtigsten, dass die werdenden Lehrer die Musik erspüren. Nur dann können sie sie so weitergeben, dass sie den Schülerlein im Gedächtnis bleiben.
Also: Super, @Balzaccoffee , dass Du Dich diesen Geheimnissen verstärkt widmest! In der Tat ist es völlig egal, ob Mittel- Ober- oder Nebenstufe.
Wenn Du Dich mit Clementi beschäftigst, ist Mozart und Beethoven nicht fern. Burgmüller weist den Weg zur Romantik.
 

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