Wie übe ich schnelle, virtuose Stücke.

  • Ersteller des Themas Bachopin
  • Erstellungsdatum
R

rocky balboa

Dabei seit
1. Mai 2012
Beiträge
127
Reaktionen
0
Natürlich ist das kein Dilemma, denn es gibt einen ganz natürlichen Ausweg: man teilt die vielen schnellen Töne in BEWEGUNGSGRUPPEN - innerhalb einer Bewegungsgruppe freilich laufen die Töne AUTOMATISCH, also ohne permanente (un eo ipso zu lahme!) Kontrolle. DAZU hilft am einfachsten die von mir in diesem Forum des öfteren erklärte "Stationenübung".

Da hole ich diesen Beitrag doch mal aus der Versenkung, mal thematisch nicht so nah am Metronom. :-) Interessant ist, dass du diese Übung in einem Thread über virtuoses Klavierspiel nennst, dabei passt die Vorgehensweise (wie du ja auch selbst geschrieben hast) zu jedem Stück, in dem mal etwas schnellere Tonfolgen auftreten.

Dieses Vorgehen war übrigens die erste Lektion, dir mir ein Bekannter am Klavier erklärt hat als ich gerade wusste wo ich denn das C finde. Er spielte mir eine Chopin Nocturne vor und meine Frage bezog sich darauf, wie er die ganzen Läufe lernt und verinnerlicht. Er sagte mir dazu, dass Start und Ende des Laufes so etwas wie seine Pivots im Spiel wären - was ja im Prinzip deinen Stationen entspricht - und es am Ende nur noch darum ginge, seine Aufhängungspunkte flüssig zusammen zu setzen.

Sinngemäß sagte er damals so etwas wie: "Wenn ich diesen chromatischen Lauf von C bis A spiele, dann interessieren mich nur das C und das A. Chromatische Läufe habe ich schon tausendfach geübt und gespielt, um die richtigen Noten zu treffen brauche ich also nur die beiden Töne, alles dazwischen geschieht fast automatisch, zum Nachdenken ist da eh keine Zeit. Genauso spiele ich dieses schnelle Arpeggio über zwei Oktaven ausgehend vom F."
 
B

Bachopin

Dabei seit
5. Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
266
Hi,

Allerdings, um mit einer eigenen Arbeit wirklich zufrieden sein zu können, und im Brustton der Überzeugung vor aller Augen sagen zu können "Ich habe es gestemmt!", muß man Klavierstudenten-Niveau noch um einiges übertreffen, und man muß mit Referenzaufnahmen berühmter Konzertpianisten konkurrieren können. Das ist zumindest meine Ansicht.

Dreiklang, was hat du denn für einen Anspruch. Das ist ja der Wahnsinn.
MeinerM gibt es auf jedem Level zufriedenstellende und befriedigende Ergebnisse.
Ausserdem befindest du dich immer auf einem Level, sowohl vom Spielen als auch vom Verständnis oder der Einsicht.
Deine Erkenntnisse und Einschätzungen sind immer relativ zu deinem Horizont.

...
Sinngemäß sagte er damals so etwas wie: "Wenn ich diesen chromatischen Lauf von C bis A spiele, dann interessieren mich nur das C und das A. Chromatische Läufe habe ich schon tausendfach geübt und gespielt, um die richtigen Noten zu treffen brauche ich also nur die beiden Töne, alles dazwischen geschieht fast automatisch, zum Nachdenken ist da eh keine Zeit. Genauso spiele ich dieses schnelle Arpeggio über zwei Oktaven ausgehend vom F."

Wenn man das verallgemeinert, nämlich grössere musikalische Sinneinheiten (Objekte) aus den Tönen zu bilden und diese als Ganzes auf parametrisierbare Bewegungs-Einheiten oder Programme abzubilden, ist das ein allgemeines Modell des Klavierspielens.

Das Lern-Ziel ist es dann, daß diese Sinn- und Bewegungs-Einheiten und ihre gegenseitigen Abbildungen und Verknüpfungen möglichst groß, komplex und vielfältig sind. Und musikalisch sind!

Die kleinste Einheit mit der der Anfänger beginnt ist übrigens der einzelne Ton. ;-)

Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Troubadix

Troubadix

Dorfpolizist
Dabei seit
3. Mai 2011
Beiträge
2.518
Reaktionen
2.502
es gibt sicher viele Formen des falschen Klavierübens. Man kann aber auch mit einem Metronom "richtig" üben (ich gehe davon aus, daß rolf, SingSangSung, ich und andere es richtig machen).

Falls es dir immer noch nicht aufgefallen ist...Rolf hat deine Ausführungen als schädlichen Unfug bezeichnet.

Was mich ein wenig stört, sind die vielen Allgemeinplätze, die oft angesprochen werden (hier: "schädliche Fixierungen entstehen immer, Schmerzen werden immer ignoriert" usw.).

Allgemeinplätze kommen hier hauptsächlich von dir, wie "damit geht immer alles schneller" usw....

Nicht jeder hier verfügt wohl über fundiertes Fachwissen, Halbwahrheiten werden gesagt, falsche Schlüsse werden oft "ins Blaue hinein" aufgrund von Vermutungen gezogen, etcetera.

Und du hast dieses fundierte Fachwissen? Der größte Trugschluss, dem du unterliegst ist deine SuperGehirnOptimierungs-Theorie. Das Gehirn optimiert Bewegungen, allerdings auch falsche, denn sonst würde es keine falschen Bewegungen geben und generell müssten keine Bewegungsabläufe mehr im Unterricht besprochen werden. Genau diesen Punkt versuchen dir diverse Fachleute (hier zuletzt Rolf, Chiarina und Rheinkultur) nun schon seit zwei Jahren klarzumachen, aber irgendwie kommt es einfach nicht an...

Allerdings, um mit einer eigenen Arbeit wirklich zufrieden sein zu können, und im Brustton der Überzeugung vor aller Augen sagen zu können "Ich habe es gestemmt!", muß man Klavierstudenten-Niveau noch um einiges übertreffen, und man muß mit Referenzaufnahmen berühmter Konzertpianisten konkurrieren können. Das ist zumindest meine Ansicht.

Jetzt bin ich aber gespannt... Warst du denn schon mal mit deiner Arbeit wirklich zufrieden?
 
Dreiklang

Dreiklang

Dabei seit
14. Nov. 2010
Beiträge
9.533
Reaktionen
1.156
Dreiklang, was hat du denn für einen Anspruch.

Ansprüche sind an und für sich nichts schlechtes, finde ich.

Falls es dir immer noch nicht aufgefallen ist...

... ist es vermutlich besser, wir erden diese Diskussionen ;) Viel bringt das alles nöscht.

Jetzt bin ich aber gespannt... Warst du denn schon mal mit deiner Arbeit wirklich zufrieden?

Ich war schon mal "ziemlich zufrieden", und auch mal angenehm überrascht. Das ist doch schon mal ein Anfang ;)

Aber zum Fadenthema "Wie übe ich schnelle, virtuose Stücke" fällt mir, glaube ich, nicht mehr viel ein.

Allen, die das machen, auf jeden Fall: viel Erfolg dabei. Und allen, die dort einmal hinkommen wollen, wünsche ich stets gute Fortschritte.

Viele Grüße.
 
R

Rubato

Guest
Keine Ahnung, ich hab' den Faden aber auch nicht von Anfang an gelesen, und vielleicht wurde das hier schon alles gesagt. Aber man könnte doch zuerst langsam anfangen, und dann die Tickrate des Metronoms jeden Tag etwas schneller stellen, bis man beim Zieltempo angekommen ist ?

Gruß
Rubato
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
19. März 2006
Beiträge
22.033
Reaktionen
21.131
Rubato, nix für ungut, aber bevor man was schreibt, sollte man auch lesen.
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
19. März 2006
Beiträge
22.033
Reaktionen
21.131
:oops::oops::oops:
Verdammt! :D
 
 

Top Bottom