Weitverbreitete Irrtümer über das Klavierspielen

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Haydnspaß

Haydnspaß

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Zitat von Stilblüte:
Die hundert, tausendfachen klitzekleinen Gestaltungen, die man selbst unbewusst in ein Stück mit einfließen lässt (...)

also ich finde die bewussten und wohlüberlegten weitaus besser - und da Notation in Notenschrift eien Art Stenografie ist, wird man diese meist in den Noten nachweisen oder wenigstens plausibel erklären können --- und das ist dann hörbar :)

Also mir ist das letztendlich egal, ob eine musikalische Interpretation bewußt oder unbewußt oder als eine Mischung von beidem entstanden ist - wenn mich das klangliche Ergebnis überzeugt. Davon mal abgesehen ist das, was in den Noten steht, also das, was der Komponist selbst aufs Papier geschrieben hat, fundamental wichtig. Aber es reicht halt nicht, nur das zu spielen, was in den Noten steht.
 
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Janik

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So ist es...

:confused: Erläuterung bitte! Was ist daran Irrtum?
Unterricht ist teuer, Instrumente sind teuer, Räumlichkeiten für Instrumente sind teuer, Klavierstimmer sind teuer, Noten, CDs, Klavierlampen sind teuer, und (Übe-)Zeit ist bekanntlich auch Geld.
Und sowohl in Kilogramm als auch in der Bedeutung "schwierig" ist das Klavier(spielen) ja wohl nicht leicht...?
DA geb ich dir vollkommen recht!
Es gibt nicht sooooo viele Instrumente, die man daheim stehen hat und so teurer sind ... Lassen wir mal Stradivari-instrumente weg :D

Und zu der Behauptung: "Alles was man spielen muss steht in den Noten"
Ich denke da nur: Dann würde doch jeder alles gleich spielen? Gleich betonen? DAS WÄRE JA SCHLIMM!
Außerdem hab ich auch Noten, bei denen Dinge drin stehen, die so nicht für jeden spielbar sind, man sie aber mit einem Glissando hinbekommt.
Also ist Notentext meiner Ansicht nach ≠ dem Vorspielen eines Stückes..
 
Viola

Viola

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Noch ein Satz, der absolut nicht stimmt:

Aller Anfang ist schwer!

Ich meine, anfangen ist eher leicht... nur das Weitermachen, DASSS ist schwäääääär...

;)
 
Dimo

Dimo

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Hauen? Keineswegs! :cool:

Eine weitere Mär dazu:
"Der Erfolg von Hanon-Übungen beruht auf Zunahme der Muskelmasse - ähnlich wie beim Krafttraining eines Bodybuilders" :D
 
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annettschn

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Hanon ist in der Hinsicht schön, dass man nicht viel dabei denken braucht.



Pedale^^:D
Und trotzdem gehört das Klavier zu den Tasteninstrumenten, genauso wie auch die Querflöte zu den Holzblasinstrumenten gehört.
-also kein Irrtum sondern Fakt
Auch so ein weitverbreitetes Irrtum: Instrument ist Äußerlich nicht aus Holz, also auch kein Holzblasinstrument. Wenns aber ein Blechblasinstrument wäre, würde sie sich nicht so gut anhören!
 
G

gubu

Guest
Manche klingen aber wie ein (schlechtes) Blechblasinstrument...:D
 
Guendola

Guendola

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Zum Thema "Aber der am weitesten verbreitete Irrtum über das Klavierspielen ist vermutlich die Vorstellung, Klavierspielen sei sehr schwer und teuer."

Zunächst mal wurde in den Kommentaren dazu deutlich, daß diese Vorstellung tatsächlich weit verbreitet ist.

Dann ist mir aufgefallen, daß es heißen müßte "...sehr schwierig und sehr teuer.", damit Falschinterpretationen vermieden werden.

Also stelle ich jetzt alternativ folgende Behauptung zur Diskussion:

Der am weitesten verbreitete Irrtum über das Klavierspielen ist vermutlich die Vorstellung, Klavierspielen sei sehr schwierig und sehr teuer.
 
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Janik

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schwierig ist so ne Sache, kommt drauf an wohin man letzten Endes will, bzw. was man damit vorhat.
Wenn jemand in ner Bar für 3-Promille-Gäste spielen will :D, brauch er kein Diplom :P
 

A

annettschn

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wenn der Spieler es nicht drauf hat hilft das beste Instrument auch nix:tuba:
 
Kleines Cis

Kleines Cis

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Guendola, "schwer" und "schwierig" heißen dasselbe, außer dass "schwer" zusätzlich noch die Bedeutung "viel Gewicht oder Masse haben" heißt. Aber niemand glaubt, dass abstrakte Entitäten wie die Tätigkeit des Klavierspielens ein Gewicht haben, also... Was bringt jetzt die Änderung von "schwer" auf "schwierig"?:rolleyes: Oder ging's dir nur darum, sicherzustellen, dass eh jeder das "sehr" auf beides bezieht und nicht etwa auf die Idee kommt, es nur bei "schwer" zu interpretieren? ... Egal.

Und aus den von Stilblüte genannten Gründen ist es jedenfalls trotzdem teuer und schwer... Oder wie ist etwa sonst zu erklären, dass so viele Leute es schlecht tun?
 
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Guendola

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Nebenfrage: Wieso wurde der Beitrag von Kleines Cis von Stilblüte geändert?
 
Kleines Cis

Kleines Cis

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Weil ich unabsichtlich ihren realen Namen geschrieben hatte, weil sie in meinem mentalen Personenverzeichnis unter diesem abgespeichert ist. ;) Ich wollte das dann noch ändern, aber habe zu meiner Beruhigung festgestellt, dass sie mir schon zuvorgekommen war.:)
 
pegasus111

pegasus111

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*Klavierspielen kann man ratz-fatz durch die ....-Methode lernen. Ohne üben, ohne Fleiss, ohne Ausdauer*
... und dann vielleicht auch noch auf einer einrollbaren "Tastatur" oder einem Keyboard.
 
Guendola

Guendola

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Irgendwie hat für mich "schwer sein" im Sinne von "schwierig sein" auch mit Masse zu tun, nämlich mit der eigenen Trägheit (aber da muß man wiederum die Masse weglassen) :rolleyes:

Klavierspielen fällt mir jedenfalls viel leichter, als früh aufzustehen. Daß es trotzdem harte Arbeit sein kann, ist völlig egal, solange ich daran Spaß habe. Natürlich wird es jemandem, der Klaviermusik haßt, wesentlich schwerer fallen, zu spielen.

Und das Klavierspielen nicht teuer ist, leite ich einfach davon ab, daß mein Einkommen im Moment weit unter dem deutschen Durchschnitt liegt und ich es mir trotzdem leisten kann, und daß ein Freund von mir mit ebenfalls sehr knappem Budget und Familie es für seinen Sohn ebenfalls hinbekommt. Unter solchen Bedingungen hat man zwar keinen Konzertflügel im privaten Übungsraum aber das ist auch nicht zwingend notwendig.

Erwähnt hatte ich beides nur deswegen, weil ich zu oft gehört habe, daß jemand einerseits jammert, daß er so gerne Klavier spielen wolle, aber es sei ja so schwer und so teuer.

Ich finde es übrigens lustig, daß Ubics "Hanon bringt nichts" prompt falsch verstanden wurde! Aber es beweist mal wieder, daß absolute Formulierungen meistens Widerspruch provozieren. Im übrigen kann ich Ubic nur zustimmen, mir haben ein paar Wochen mit den ersten Übungen aus dem Buch jedenfalls viel Sicherheit auf den Tasten eingebracht. Vielleicht wäre es anders besser oder schneller gegangen, aber darum ging es ja bei Ubics These nicht.
 
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